Shoppingfreies Jahr 2018

Inspiration, Erlebnisse & Lieblingsstücke | 10 Highlights meines shoppingfreien Jahres 2018.

Inspiration, Erlebnisse & Lieblingsstücke – 10 Highlights meines shoppingfreien Jahres 2018.

In meinem letzten Post hatte ich ja schon geschrieben, dass ich den Januar über noch intensiv reflektiert habe – vor allem über mein shoppingfreies Jahr und was ich daraus mitnehme. Meine größten Erkenntnisse aus dem Jahr habe ich hier ja bereits mit euch geteilt.

Jetzt möchte ich noch einmal 10 Highlights aus dem letzten Jahr mit euch teilen. Es ist eine bunte Mischung aus Erlebnissen, Inspirationen und Lieblings-Stücken.

 1. Karen Templer

Auch wenn ich die stylishen und hochwertigen Strick-Accessoires aus dem Hause Fringe Supply Co. schon etwas länger kannte (seit letztem Jahr bin ich stolze Besitzerin einer Field Bag), habe ich mich noch nie mit der Macherin hinter der Marke beschäftigt. Letztes Jahr bin ich dann zufällig über ein Podcast-Interview auf Karen Templer und ihr Engagement für die Slowfashion-Bewegung aufmerksam geworden und habe mich auf ihrem Blog etwas umgeschaut. Sie ist die Gründerin der Instagram-Aktion #slowfashionoctober oder #slowtober und beschäftigt sich sehr intensiv mit ihrer Garderoben-Planung. Sie strickt nicht nur, sondern näht auch und ich finde sowohl ihren Style als auch ihre Herangehensweise an die Outfit Planung einfach unfassbar inspirierend.

 2. Visual Mending

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich auf das Buch “Mending Matters” von Katrina Rodabaugh aufmerksam geworden bin. Ich glaube aber, es war über den Blog von Karen Templer. Jedenfalls war ich schockverliebt in der Sekunde, als ich ein Bild ihrer geflickten Jeans gesehen habe.  Kathrin macht sich für “visual mending” – also sichtbares Flicken von Kleidungsstücken stark. Sie vertritt die Einstellung, dass geflickte Stellen nicht versteckt werden sollten, da sie ein Kleidungsstück nur schöner machen.

Ausbessern, Stopfen und Flicken als Kunstform – die Idee lässt mein Herz höher schlagen.

Und ich gebe ihr recht: Die kunstvoll im japanischen Sashiko-Stil geflickten Jeans sind wirklich kleine Kunstwerke. Dass durch diese Verschönerung auch noch die Lebensdauer von Kleidungsstücken erheblich verlängert wird gerät dabei fast – aber auch nur fast – zur Nebensache. Ich finde es bei der heutigen Wegwerf-Mentalität absolut wichtig, das Thema Flicken immer und immer wieder anzusprechen.

Denn selbst für viele begeisterte Näherinnen ist dieses Thema noch so mit dem mühseligen und angestaubten Socken-Stopfen verbunden, dass es sie davor graust, zerschlissene Kleidungsstücke auszubessern. Darum glaube ich, dass die Idee des kunstvollen “Visual Mendings” ordentlich frischen Wind in diesen ungeliebten Bereich der Handarbeit bringen kann. Ich habe mir jedenfalls direkt Sashiko Garn bestellt und angefangen, eine Jeans zu flicken. Zwei weitere löchrige Lieblingsjeans liegen auch schon bereit.

3. Sew Liberated

Die Schnitte und der Style von Sew Liberated waren eine DER Entdeckungen für mich in 2018. Ich denke, auf die Schnittmuster des Indie-Labels bin ich über die Strick-Community auf Instagram aufmerksam geworden. Einige amerikanische Strick-Designerinnen lieben die entspannten Kleider-Schnitte der Designerin Meg Mcelwee. Und ich jetzt auch. Als ich mich zu Megs Instagram Feed durchklickte, war ich nicht auf diese enorme Inspirations-Flut gefasst, die dort auf mich wartete. Denn ich kann es nicht anders sagen: Ich liebe Megs Art sich zu kleiden. Sie trägt viel selbst geschneiderte Kleidung und schichtet ihre Kleider so gekonnt übereinander, dass ein ganz besonderer und sehr lässiger Stil dabei herauskommt. Auf dem Moodboard in meinem Nähzimmer hängen mittlerweile eine ganze Menge ihrer Outfit-Fotos und in meiner Schnittmuster-Sammlung befinden sich drei ihrer Kleiderschnitte. Ich kann es kaum erwarten, selber ein paar Sew Liberated Teile aus coolem Ethno-Stoff in meinem Kleiderschrank zu haben.

  4. Elle Puls Podcast mit Sindy von Mein Gewisses Etwas

Einen der größten Aha-Momente des Jahres 2018 hatte ich beim Hören dieser Folge des Podcasts “Näh deinen Stil” von Elle Puls. In dieser Episode unterhält Elke sich mit Sindy – der Frau, die den großartigen Nähblog “Mein gewisses Etwas” schreibt. Es geht um das Thema, wie Nähen bei der eigenen Stilfindung helfen kann. Bei ein paar Erfahrungen, die Sindy auf ihrer Reise gemacht hat und die sie in dem Interview mit den Hörern teilt, hat es bei mir sowas von laut KLICK gemacht. Ich konnte mich so mit ihren Gedanken identifizieren und habe mich so verstanden und abgeholt gefühlt, dass es mir richtig gut getan hat, dem Gespräch der beiden zuzuhören.

Jeder, die auf dem Weg zu ihrer selbst genähten Garderobe zwischendurch mal ins Stocken gerät. Jeder, die sich mit Gedanken wie “Das schaffe ich nie. Ich komme nie dort an, wo andere Näherinnen schon sind.” quält, kann ich nur empfehlen, dieses Interview zu hören. Danach werdet ihr euch beruhigt und motiviert fühlen und wieder voller Zuversicht eurer Traum-Garderobe entgegen schneidern.

 5. Das Kleiderschrank-Projekt

Dieses Buch ist definitiv die Geheimzutat gewesen, die mich während des shoppingfreien Jahres am stärksten nach vorne – hin zu meiner Stil-Vision – gebracht hat. Ich habe Anuschkas Blog schon vor einigen Jahren entdeckt, als ich mich das erste mal – rein theoretisch – mit dem Thema Capsule Wardrobe beschäftigt habe. Ihre klare und analytische, aber trotzdem sehr inspirierte Herangehensweise an das Thema der Garderobenplanung fand ich schon damals sehr ansprechend. Daher war ich mir sehr sicher , dass ihr Buch richtig gut sein muss. Und genau so ist es auch: “Das Kleiderschrank-Projekt” ist eher ein Kurs als ein Buch.

Es nimmt die Leserin an die Hand und zeigt ihr Schritt für Schritt wie sie eine klare Stil-Vision entwickeln und diese dann auch in die Realität umsetzen kann. Aber man sollte sich keine Illusionen machen: Sich dem Kleiderschrank-Projekt zu widmen, bedeutet Arbeit und Engagement.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man aus dem Buch das meiste herausholen kann, wenn man auch bereit ist, Zeit in das Projekt zu investieren.

Ich habe Anfang November 2018 begonnen, mit dem Buch zu arbeiten und bin noch nicht durch.

Ich sehe es als langfristiges Projekt
und finde es gut,
die Erkenntnisse zwischendurch
sacken zu lassen.

Mit der “Kleid-Layering Mini-Capsule”, die ich in meinem letzten Blogpost angekündigt habe, setze ich die ersten Teile um, die ich dank des Buches für meine Garderobe identifiziert habe. Ich kann kaum erwarten zu sehen, wie die ersten Teile aus meiner Vision zur Realität werden. Und ich freue mich schon darauf, die nächsten Kapitel in Angriff zu nehmen.

 6. Fibreshare

Ein großes Highlight in 2018 war meine erste Teilnahme an der internationalen Woll-Tausch Aktion FibreShare. Für eine Anmeldegebühr von 8 Dollar ist man dabei. Ashley und Beth – die zwei Frauen hinter FibreShare – machen die Zuordnung der über 3000 Tausch-Partner aus aller Welt tatsächlich von Hand! Sie werten die Fragebogen aus, die man zu Beginn der Aktion ausfüllen muss und versuchen Partner zu finden, die etwas gemeinsam haben. Bei mir hat es tatsächlich wunderbar geklappt. Ich habe zwei ganz tolle Stricker aus den USA als Tausch-Partner bekommen, mit denen ich auch jetzt noch Kontakt habe.

Die ganze Aktion war ein großer Spaß für mich – es war so eine Freude, das Paket für die andere Person zu packen. Und es war ein Wahnsinns- Adrenalin-Schub, als das eigene Paket nach all der Warterei endlich angekommen ist. Ein Gefühl wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag. Ich kann es jedem zur empfehlen, diese Erfahrung zu machen!

 7. Wollfestival Düsseldorf

Gemeinsam mit meiner Mama habe ich mich in Düsseldorf das erste Mal ins Getümmel eines Wollfestivals gestürzt. Was für ein Erlebnis! So viel Wolle auf einem Fleck – wir waren im 7. Woll-Himmel. Ich war von der ganzen Pracht allerdings so überfordert, dass ich mehrere Runden auf dem Festival drehen musste, um mich dazu durchringen zu können, etwas zu kaufen. Ich hatte im Vorfeld schon die Befürchtung, dass ich all meine Strickpläne in der Sekunde vergessen würde, in der ich die Veranstaltungsräume betrete. Darum hatte ich mir vorsorglich eine Einkaufsliste geschrieben. Na ja – auf diese Liste habe ich an dem Tag keinen einzigen Blick geworfen und Wolle für ein ganz anderes Projekt gekauft.  Auch schön.

Meine Mama war da wesentlich professioneller – sie hat direkt beim dritten Stand zugeschlagen und sehr fokussiert für bestimmte Projekte Wolle geshoppt. Vielleicht läuft es dieses Jahr ja besser für mich, jetzt wo ich kein blutiger Festival-Anfänger mehr bin. Die Karten hängen jedenfalls schon am Kühlschrank. Und mit dem Sparen fange ich auch schon mal an. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf den nächsten Besuch. Es war so faszinierend zu sehen, wie viele Strickbegeisterte es gibt und wie viel Freude sie daran hatten, sich unter Gleichgesinnten ihrem Lieblingshobby zu widmen. Darum gehört das Wollfestival für mich definitiv auch zu den Jahres-Highlights.

8. Ich bin interviewt worden!

Meine liebe Freundin Biggy ist Art-Coach und letztes Jahr hatte ich die Chance an einem ihrer Art-Coaching Retreats teilzunehmen. Eine großartige Erfahrung – jedem, der seine kreativen Energien mal wieder ordentlich durchschütteln möchte, kann ich Art-Coaching wärmstens empfehlen. Was ich aber eigentlich erzählen wollte ist, dass ich auf diesem Retreat die tolle Melanie Hoessel kennengelernt habe. Sie war von meinem shoppingfreien Jahr so begeistert, dass sie mich zu diesem Thema für ihren Blog interviewt hat. Wenn ihr neugierig seid – hier könnt ihr das Interview nachlesen.

 9. Mein Caramel Cardigan

Meine Highlights können natürlich nicht ohne meine liebsten selbstgemachten Teile auskommen. Es gibt zwei Teile auf die ich ganz besonders stolz bin. Ein gestricktes und ein genähtes Teil. Das gestrickte Teil ist ganz klar meine Streifenjacke. Sie ist das erste richtige Kleidungsstück, das ich gestrickt habe und es grenzt für mich noch immer an Zauberei. Dabei zuzusehen, wie Reihe für Reihe auf den Nadeln ein tragbares Kleidungsstück entsteht, ist im Moment die coolste kreative Erfahrung, die ich mir vorstellen kann.

 10. Mein Weihnachtskleid

Und zu guter letzt: Mein liebstes Nähstück 2018. Es ist mein Weihnachtskleid und leider habe ich es immer noch nicht geschafft, einen Blogpost dazu zu erstellen. In erster Linie liegt es daran, dass ich noch keine schönen Tragefotos gemacht habe. Tatsächlich gibt es nur ein einziges Foto, auf dem das Kleid in voller Länge zu sehen ist und das ist leider ganz scheußlich ausgeleuchtet. Trotzdem darf das Kleidungsstück in meiner Highlight-Liste nicht fehlen. Und darum zeige ich euch auch dieses schlimme Foto. Denn ich LIEBE dieses Kleid…

… es war mein erster Versuch an einem Hemdblusenkleid. Gleichzeitig war es mein erster Versuch an einer Oberteil-Knopfleiste und – noch gruseliger – an einem Hemdkragen. Genäht habe ich das Isca Shirtdress von Marilla Walker aus einem wunderschönen, etwas schwereren Schottenkaro Stoff. Und abgesehen davon, dass die Karos an den Nähten nicht überall perfekt passen, habe ich alle Näh-Herausforderungen gemeistert. Ich bin super happy und sehr angefixt, weitere Blusen und Hemdblusenkleider in Angriff zu nehmen.

 

So, ihr Lieben – das waren meine 10 Kreativ-Highlights aus 2018 und damit ist meine etwas verlängerte Jahres-Rückschau abgeschlossen. Jetzt freue ich mich darauf, mit frischer Energie und Motivation meine neuen Nähprojekte in Angriff zu nehmen!

Alle Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Was ich aus meinem shoppingfreien Jahr gelernt habe. Meine 7 wichtigsten Take-Aways.

Auf diesem Blogpost habe ich mich schon das ganze Jahr 2018 über gefreut: Darüber zu reflektieren, was ich durch das Shopping-Fasten gelernt habe und diese Erkenntnisse dann hier festzuhalten. Ich habe mir schon im Januar 2018 zu Beginn der Aktion vorgestellt, dass ich mich voller Inspiration und vielleicht auch etwas weiser an meinen Computer setze und motiviert einen tollen Blogpost schreibe.

Nun ja… dieser Zeitpunkt, an den ich so oft gedacht habe, ist jetzt gekommen: Das shoppingfreie Jahr ist vorbei. Challenge bestanden. Das neue Jahr ist sogar schon zwei Wochen alt. Leider hat die Muse für diesen Blogpost etwas auf sich warten lassen. Aber jetzt ist es endlich soweit und ich starte das Blog-Jahr 2019 mit meinen 7 wichtigsten Erkenntnissen aus dem shoppingfreien Jahr 2018.

Natürlich sind meine Erkenntnisse sehr subjektiv. Ich hoffe trotzdem, dass die ein oder andere von euch vielleicht trotzdem etwas daraus mitnehmen kann und vielleicht sogar ihre eigene Fasten-Challenge startet.

Hier kommen sie also:

Meine 7 wichtigsten Take-Aways aus dem shoppingfreien Jahr 2018.

1.

Was ich vor dem shoppingfreien Jahr noch nicht über mich wusste: Ich finde uni-farbene Kleidungsstücke toll und kleide mich gerne monochrom. Insbesondere schlägt mein Herz für All-Black oder All-White Outfits. Gerne auch in unterschiedlichen Schattierungen. Ich finde, so kommen raffinierte Schnitte wunderbar zur Geltung und man kann toll mit Accessoires spielen. Diese Erkenntnis war für mich neu. Denn eigentlich greife ich in Shopping-Situationen im Zweifelsfall IMMER zu einer bunten Variante des Kleidungsstücks oder des Stoffs, wenn ich die Wahl habe. Bunt erscheint mir interessanter und spaßiger. Vor allem beim Nähen oder Stricken – ich finde Handarbeit macht mit bunten Materialien mehr Spaß. Ich habe tatsächlich bisher noch nie auch nur ein einziges uni schwarzes oder uni weißes Kleidungsstück genäht. Aber jetzt – nachdem ich diese Erkenntnis hatte- habe ich mir für 2019 fest vorgenommen, dies zu ändern.

Mein Take-Away für 2019: Mehr uni nähen!

2.

Ich möchte mich für meine Nähplanung weniger von Schnitten inspirieren lassen, sondern mehr von Lücken in meinem Kleiderschrank. Diese zu entdecken war eines der wichtigsten Take-Aways des shoppingfreien Jahres für mich.

Denn echte Kleiderschrank-Lücken entdeckt man nur mit Zeit und indem man den Kleiderschrank nicht zwischendurch vollstopft. Lücken, die einen wirklichen Bedarf darstellen, zeigen sich erst, wenn man eine ganze Zeit mit einer bestehenden Garderobe lebt und sich mit ihr auch auseinandersetzt.

Mein Take-Away für 2019: Mehr Basic-Oberteile (aus Webware) nähen!

3.

Wenn ich in 2018 eine Sache gelernt habe, dann diese: Stilfindung ist ein Prozess und bedeutet Arbeit. Ich bin sehr froh darüber, dass ich mir die Zeit genommen habe, mir mit Hilfe des Buches „Das Kleiderschrank-Projekt“ über meine Vorstellung einer idealen Garderobe klarer zu werden.

Das Buch begleitet mich jetzt schon über drei Monate und wann immer ich etwas Zeit habe, nehme ich mir die nächste Lektion vor. Auch wenn ich das Buch selber noch nicht bis zum Ende durchgearbeitet habe, kann ich es bereits jetzt empfehlen. Ohne “Das Kleiderschrank-Projekt” hätte ich mich nie so intensiv damit auseinandergesetzt, was ein Kleidungsstück braucht, um mir sowohl zu gefallen als auch gut zu stehen. Und diese Erkenntnisse sind Gold für meine Nähplanung.

Mein Take-Away für 2019: „Das Kleiderschrank-Projekt“ weiter durcharbeiten und auf dieser Basis meine Näh- und Strickprojekte planen.

4.

Eine kleine, aber für mich wichtige Erkenntnis: Ich liebe Kleider. Eigentlich wusste ich das. Vor 5 Jahren habe ich noch total viele Kleider besessen und diese auch häufig getragen. Aber irgendwie ist mir das in der Hektik des Alltags abhandengekommen. Immer häufiger habe ich aus Bequemlichkeit zu Jeans + T-Shirt gegriffen, so dass meine Kleider verstaubt sind und ich einen Großteil irgendwann ausgemistet habe. Durch mein Shopping-Fasten war ich aber gezwungen, auch mal die Kleidungsstücke anzuziehen, um die ich sonst einen Bogen mache. So habe ich glücklicherweise meine Liebe zu Kleidern wiederentdeckt und wünsche mir wieder mehr davon in meinem Kleiderschrank. Aber keine extravaganten Einzelstücke, sondern gut kombinierbare Basic-Kleider, die alltagstauglich sind.

Mein Take-Away für 2019: Mehr Basic-Kleider nähen!

5.

Die grundlegendste Erkenntnis von allen: Ich habe genug anzuziehen! Aufgrund meiner Yogalehrer-Ausbildung hatte ich das erste halbe Jahr 2018 überhaupt keine Zeit zum Nähen. Das erste genähte Kleidungsstück ist tatsächlich erst Ende Mai in meinen Kleiderschrank gewandert. Und trotzdem musste ich an keinem einzigen Tag nackt zur Arbeit gehen. Als diese Erkenntnis einmal so richtig in mein Bewusstsein eingesickert ist, hat sich bei mir eine totale Entspannung eingestellt.

Auf einmal wusste ich: Dieses shoppingfreie Jahr ist erst der Anfang. Du musst dich nicht beeilen und auch nichts beschleunigen. Es ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Und das ist auch gut so: Je mehr Zeit zu dir lässt, desto klarer wird dein Bild von dem was du wirklich möchtest.

Mein Take-Away für 2019: Bloß kein (Näh-)Stress!

6.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Fragen einige von euch interessieren: War es schlimm, ein Jahr nicht zu shoppen? Hattest du Entzugserscheinungen? Darauf kann ich sehr klar antworten: NEIN. Es ist mir absolut überhaupt nicht schwer gefallen. Shopping-Fasten tut nicht weh. Im Gegenteil: Je länger ich gefastet habe, desto besser habe ich mich gefühlt. Es war wie ein Befreiungsschlag.

Mir sind zwei Dinge klar geworden.
Zum einen, dass ich eigentlich kein einziges neues Kleidungsstück benötige, weil ich genug zum Anziehen habe.
Und zum anderen, dass ich durch die shoppingfreie Zeit das Tor sehr weit geöffnet habe,
um echte Inspiration aufzunehmen und zu erfahren.

Ich fühle mich so oft von Werbung oder Schaufensterpuppen in dem beeinflusst was mir gefällt. Und jetzt habe ich das Gefühl, meinem ureigenen Geschmack wieder ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. Mit dieser Einstellung ist es eigentlich gar kein Verzicht für mich, sondern eher eine Wellness-Kur. Und darum geht es auch in 2019 genau so weiter. Ich bin glücklicherweise nämlich noch nicht angekommen.

Mein Take-Away für 2019: Shopping-Fasten ist Wellness, darum wird weitergemacht!

7.

Auch die Perfektionistin in mir hat etwas gelernt: Ausrutscher passieren und sind in Ordnung. Auch mit 98% ist ein Projekt erfolgreich und gelungen. Denn wie ihr vielleicht in meinen Monatsberichten gelesen habt – zu 100% enthaltsam war ich nicht. Ich habe sowohl bei unserem Trip nach Amsterdam als auch in unserem Dänemark Urlaub etwas gekauft. In Amsterdam war es Second Hand. In Dänemark nicht. Habe ich mich deswegen fertig gemacht? Habe ich meine Challenge deswegen für gescheitert erklärt? NEIN! Denn ich mache ja trotzdem weiter!

Wenn ich an 363 von 365 Tagen eines Jahres keine Kleidung gekauft habe, dann ist es immer noch ein richtig, richtig erfolgreiches shoppingfreies Jahr gewesen, auf das ich zu Recht stolz sein kann.

Und genau so solltet ihr es für eure Vorsätze und Challenges auch sehen. Seid freundlich zu euch selbst!

Mein Take-Away für 2019: Shoot for progress, not perfection! (Elise Blaha Cripe)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares, kreatives und vielleicht sogar shoppingfreies Jahr 2019!

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Februar Bericht + Link-Up

Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

wie ist es euch diesen Monat ergangen? Nachdem der Januar dieses Jahr so unfassbar dunkel und trist war, habe ich die vielen Sonnenstunden in den letzten zwei Wochen sehr genossen und dadurch so richtig Lust auf Frühling bekommen. Ich finde ja immer, wenn der Februar geschafft ist, kann man den Frühling schon fast greifen.

Geht euch das auch so? Überlegt ihr schon, was ihr für eure Frühlings-Garderobe nähen werdet? Erzählt es uns! Ich freue mich schon auf eure Februar-Berichte! Das Link-Up findet ihr am Ende dieses Beitrags.

Unser shoppingfreies Jahr – Februar Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Auch diesen Monat ist es mir glücklicherweise wieder sehr leicht gefallen, keine Kleidungsstücke zu kaufen. Ich hatte mit meiner Yogalehrer-Ausbildung so viel zu tun, dass ich mich super mit anderen Dingen beschäftigen konnte. Allerdings ist mir etwas aufgefallen, dass ich im kommenden Monat näher im Blick behalten möchte. Denn ich habe im Februar einen Stoff-Impulskauf getätigt. Das sieht mir normalerweise gar nicht ähnlich. Eigentlich kaufe ich erst neue Stoffe, wenn ich mit meinen geplanten Nähprojekten fertig bin. Und dann kaufe ich auch nur Stoffe, die für ein kronkret geplantes neues Projekt benötigt werden. Ich habe zu Hause wirklich kaum Stoffe auf Lager, die nicht schon fest verplant sind und auch innerhalb absehbarer Zeit verarbeitet werden. Und das möchte ich auch auf gar keinen Fall ändern! Ich habe einen Horror vor Stoff-Bergen, die in meinem Nähzimmer darauf warten, verarbeitet zu werden. Das würde mich in den Wahnsinn treiben!

Darum werde ich jetzt genauestens darauf achten, ob Stoffkauf zu einer Art Ersatzbefriedigung für den Verzicht auf Kleidungskauf werden könnte.

Wenn ich meine geplanten Projekte, für die ich den passenden Stoff schon zu Hause habe, sehe und mir dann überlege, wie viel Zeit ich im März zum Nähen haben werde, dann weiß ich, dass ich im März definitiv kein neues Material brauchen werde. Also wird auch nichts gekauft. Punkt.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Im Februar war ich tatsächlich das erste Mal in diesem Jahr in einem Klamottenladen. Ich habe eine Mitschülerin aus dem Yogateacher-Training in der Mittagspause zum Jeans-Kauf begleitet. Es war eine sehr schöne, individuelle Boutique mit sehr ausgefallenen Teilen kleiner Labels. In Köln gibt es solche Läden ja noch *seufz* Während sie in der Umkleidekabine war, bin ich in dem Geschäft umhergewandert und habe mir die modischen Kleidungsstücke und die tolle Ladendeko angeschaut. Und was soll ich sagen: Ich war völlig entspannt. Ich war mir die ganze Zeit über vollkommen darüber bewusst, dass ich nichts kaufen würde. Und fand es überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil – ich habe mich total frei gefühlt. Frei darin, die Inspiration, die mir diese sorgfältig zusammengestellte Kollektion bietet, aufzusaugen. Und das, ohne diesen fiesen, stressigen Kaufzwang im Nacken sitzen zu haben. Ich war erstaunt darüber, wie gut es sich angefühlt hat. Jetzt weiß ich, dass ich keinen großen Bogen um Kleidungsgeschäfte schlagen muss, sondern auch ohne Kaufabsicht ruhig mal einen Fuß über die Schwelle setzen kann.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Nein. Wie schon befürchtet, hatte ich im Februar ZERO Zeit zum Nähen. Dafür ist mit dem Frühlingsjäckchen Knit-Along ein neues Strickprojekt bei mir eingezogen.

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Selbst wenn ich wenig Zeit habe, finde ich immer ein paar Minuten, um zu Stricken. Tatsächlich schaffe ich es, ein bis fünf Reihen in jedem noch so vollen Tagesablauf unterzukriegen. Auch wenn es langsam vorwärts geht – Fortschritt ist Fortschritt. Und selbst wenn ich nur eine Reihe am Tag schaffe, habe ich das gute Gefühl, trotzdem etwas Produktives mit meinen Händen gemacht zu haben. Darum lautet meine Erkenntnis: Wenn es stressig wird, ist Stricken die beste Medizin. Nicht nur, weil es an sich schon sehr meditativ ist. Sondern auch, weil es einem das gute Gefühl gibt, trotz anstrengendem Alltag etwas geschafft zu haben.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ab März werden die Pausen zwischen meinen Yogateacher Wochenend-Seminaren etwas größer. Also werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Nähzeit haben. Meine Pläne sind seit dem Januar-Bericht unverändert. Ich würde gerne eine rost-orange SoHo Shorts nähen und dazu ein York Top in schwarz-weißem Gingham Stoff.

 

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Februar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)

 

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Shoppingfreies Jahr 2018, Tipps & Tools

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: Kleidung reparieren

Jetzt, wo ich mir vorgenommen habe ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, gehe ich mit den – auf einmal viel viel wertvoller gewordenen – Kleidungsstücken in meinem Schrank wesentlich liebevoller um als vorher.
Das hört sich vielleicht beim ersten Lesen etwas befremdlich an – ich kann verstehen, wenn ihr jetzt eure Augenbrauen hochgezogen habt. Aber lasst es mich erklären.

Zuerst einmal muss ich ohne Umschweife gestehen, dass ich bisher ein Mensch war, der seinem Kleiderschrank-Inhalt keine große Liebe in Form von Pflege entgegengebracht hat.
Ich hasse Wäsche machen.
Das niemals enden wollende Waschen, Falten und Einsortieren ist meine absolute Straf-Aufgabe.

Und von Bügeln sprechen wir hier mal gar nicht, denn das mache ich wirklich nur beim Nähen oder in absoluten Ausnahmefällen. Sonst nicht. Und wenn ich in einem T-Shirt ein kleines Lock entdeckt habe oder es zu ausgeblichen war, dann habe ich es weggeworfen ohne mit der Wimper zu zucken.

Sascha ist da anders – er findet, dass man Kleidung Wertschätzung entgegenbringen muss, indem man sie gut pflegt, sorgfältig faltet und in einen ordentlichen Kleiderschrank einräumt. Allein ihm habe ich es zu verdanken, dass meine Schrankhälfte jetzt seit zwei Jahren aufgeräumt ist. Er hat sich damals die Mühe gemacht, mit mir gemeinsam einmal ALLES auszuräumen, zu sortieren und wieder neu einzuräumen. Und ich habe es tatsächlich geschafft, die Ordnung beizubehalten. Das war der erste Schritt.

Seitdem ich vor einem Jahr angefangen habe, Kleidung selber zu nähen, hat sich an meiner bisherigen Einstellung schon eine ganze Menge geändert.

Um meine handgemachten Stücke kümmere ich mich wie um Haustiere. Ich lege sie zum Waschen vorsichtig in Wäschenetze und achte mit Argusaugen darauf, dass sie nicht im Trockner landen. Ich bügele sie und lege sie sorgfältig in meinen Schrank.

Und jetzt, wo ich weiß, dass ich auch meine Kauf-Kleidung nicht einfach so austauschen kann, betrachte ich auch diese Stücke mit einem anderen Blick.
Ein alter Chef von mir hatte einen Standard-Spruch, den er gerne und oft kundgetan hat. Er sagte immer: “Knappheit schafft Begehrlichkeit”. An diesen Spruch muss ich in letzter Zeit wieder öfter denken, denn es stimmt. Und das meinte ich mit meinem ersten Satz: Meine Kleidung ist auf einmal wertvoller geworden – sie ist mir mehr ans Herz gewachsen und kein Wegwerf-Artikel mehr.

Und wenn man T-Shirts oder Hosen mit Löchern nicht einfach so wegwerfen kann, weil es die einzigen ihrer Art im Kleiderschrank sind, dann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man über das Reparieren von Kleidung nachdenken muss.

Ich habe im letzten Jahr schon zwei T-Shirts von Sascha geflickt, weil er mich darum gebeten hat (wie gesagt, er ist bisher wesentlich netter zu seiner Kleidung gewesen als ich), daher weiß ich, dass meine Maschine super gut flicken kann. Denn von den Ergebnissen war ich richtig begeistert. Außerdem hat es sich gut angefühlt, etwas zu reparieren. Nachhaltig und liebe- bzw. respektvoll.

Und jetzt sind also zum ersten mal meine eigenen Klamotten dran.

Genauer gesagt zwei Yogahosen. Die brauche ich nämlich in den nächsten Monaten sehr dringend. Außerdem hat Sascha mir auch schon wieder drei Kleidungsstücke zum Flicken herausgelegt. Ein ausgerissener Jeansknopf, eine Manteltasche und ein anzunähender Knopf. Ich habe also einen richtigen Reparier-Stapel, den ich in den nächsten Tagen abarbeiten werde. Hier ein paar Beispiel-Löcher aus meinem Stapel. Es ist sogar ein Memade Teil dabei – mein orange-gestreifter Sloane Sweater.

Wie sieht es in eurem Kleiderschrank aus?
Könnten ein paar eurer Stücke auch etwas Zuwendung gebrauchen?
Wie steht ihr zum Thema Flicken und Reparieren?

Für alle, die sich dem Thema in der kommenden Zeit auch nähern wollen, habe ich einige Anleitungen aus dem Netz zusammengesucht.

6 hilfreiche Techniken, mit denen ihr fast all eure Kleidungsstücke reparieren könnt.

  1. Die perfekte Anleitung, um richtig professionell Knöpfe anzunähen findet ihr hier.
  2. Löcher in Jeanshosen flicken #1 – Knie oder Oberschenkel
  3. Löcher in Jeanshosen flicken #2 – Schritt 
  4. – 6. In diesem Video werden gleich drei verschiedene Techniken zum Flicken von Löchern mit der Nähmaschine erklärt.

 

PS:
Bei der Recherche bin ich auf den Blog Widerstand ist zweckmäßig gestoßen – Maria engagiert sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und veranstaltet eine Linkparty mit dem Motto “Fix it – Reparieren ist nachhaltig.” Ich finde ihren Blog auf vielen Ebenen sehr inspirierend, darum an dieser Stelle den Lesetipp für euch.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: kreative Nähplanung

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Ein Jahr lang auf shopping verzichten. Ein Jahr lang etwas unterlassen. Etwas NICHT TUN. Das klingt erst einmal recht passiv und nach Däumchen drehen.
Wir alle wissen aber: Das ist es ganz und gar nicht! Denn wir alle haben die unterschiedlichsten Erwartungen an dieses shoppingfreie Jahr.

Wir wollen unseren Stil finden oder noch klarer definieren.
Wir wollen unseren Kleiderschrank von überflüssigen Teilen befreien.
Und wir wollen ein paar schöne, neue handgemachte Kleidungsstücke in unseren Schränken hängen haben.

Also Mädels – ihr seht: Wir haben so einiges zu tun! Und damit meine ich nicht nur das Nähen!

An erster Stelle steht für mich erst einmal die Nähplanung. Denn wir wollen ja nicht – so wie beim Klamotten shoppen – unbedacht und impulsiv einfach irgendwelche Stoffe oder Schnitte kaufen, nur weil sie uns im Geschäft oder beim Surfen im Netz angelacht haben.
Wenn wir unserem Stil näher kommen wollen, dann brauchen wir eine genaue Vorstellung davon, welche Kleidung wir tragen wollen. Und dann nähen wir auch nur genau diese Stücke.
Stücke, die sich mit unserer restlichen Garderobe vielfältig kombinieren lassen. Stücke, in denen wir uns wohl und richtig gut gekleidet fühlen. Stücke, die wir am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchten.

Auch wenn Nähen natürlich unser geliebtes Hobby ist, sollten wir nicht einfach irgendetwas nur um des Nähens willen herstellen. Das spätere Tragen der Kleidung sollte stets im Vordergrund stehen.

Planung klingt für einige von euch vielleicht erst einmal recht trocken. Aber glaubt mir – das ist es ganz und gar nicht! Für mich persönlich ist dies der mit Abstand kreativste Teil von allen! Und um das zu beweisen, zeige ich euch in meinem Video als kleine Inspiration mein persönliches Fashion-Mood-Book. Ich wünsche euch viel Spaß damit!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=88j7mgs7NHQ?rel=0&w=560&h=315]

Ich hoffe, mit dem Video konnte ich euch für das Thema Nähplanung begeistern!

Wer keine Lust hat so viele Bilder auszudrucken und zusammenzukleben aber trotzdem seine Nähprojekte dieses Jahr etwas besser vorplanen möchte, dem sei der wunderbare Nähplaner von Fredi ans Herz gelegt. Auf ihrem Blog Seemannsgarn Handmade bietet sie ihn als Freebie zum Download an.

Ich wünsche euch viel, viel Spaß beim Planen und inspirieren lassen!

Alles Liebe – Wiebke


Verlinkt beim Creadienstag
Shoppingfreies Jahr 2018

So starte ich in mein shoppingfreies Jahr 2018

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und hoffe, ihr seid alle schwungvoll gestartet!

Für mich bedeutet das neue Jahr eine neue Challenge. In meinem Jahresrückblick 2017 hatte ich es schon angekündigt und heute geht es los: Ich starte in mein shoppingfreies Jahr 2018!

Warum ich mir ein ganzes Jahr lang Shoppingverzicht auferlege?

Für mich ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg
zu meiner Ganzjahres-Capsule und damit
zu meinem eigenen Stil.

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Nachdem ich diesen Blog vor fast einem Jahr damit gestartet habe, mich an einer handgemachten Capsule-Wardrobe zu versuchen, wurde mir schnell klar, dass ich nicht der Typ für strenge Saison-Garderoben bin. Ich liebe den Zwiebel-Look und trage die meisten meiner Kleidungsstücke das ganze Jahr über. Dennoch mag ich den Gedanken, meine Garderobe minimalistisch zu halten. Damit meine ich allerdings nicht, mich auf eine bestimmte festgelegte Anzahl an Kleidungsstücken zu beschränken und alle anderen Teile wegzuschmeißen.
Ich verstehe darunter eher, meine Garderobe mit Bedacht zu organisieren. Also das Gegenteil von kopflosem Shoppen und einfach immer nur mehr Teile in den Kleiderschrank zu stopfen.

Das Motto soll lauten:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Ich möchte feststellen, in welchen Teilen ich mich am wohlsten und am besten gekleidet fühle. Ebenso möchte ich feststellen, welche Teile Schrankhüter sind und diese dann auch loswerden.

Ich erhoffe mir davon, meinen Stil besser kennen zu lernen und klarer zu definieren. Und zwar nicht durch eine immense Erweiterung meiner Garderobe, sondern durch spielen mit meiner bestehenden Garderobe. Durch das Ausprobieren von neuen Kombinationsmöglichkeiten. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass eine klarere Definition eher eine Reduzierung mit sich bringt.

Denn wenn man weiß, was einem richtig gut steht und was man im Alltag auch wirklich trägt, dann weiß man auch, welche Teile man nicht mehr benötigt.

Lücken, die ich in meiner Garderobe entdecke werde ich durch neue, selbstgemachte Stücke füllen.

Um dieses Projekt hier auf dem Blog zu dokumentieren und auch um mir selber Aufgaben zu stellen, habe ich mir für’s erste zwei neue Serien ausgedacht.

1.
Zum einen werde ich einen kurzen monatlichen Bericht darüber schreiben, wie der Shopping-Verzicht läuft. Ich berichte darüber, ob es sich wie Verzicht angefühlt hat, ob es Herausforderungen gab und ob ich irgendwelche Erkenntnisse hatte.

2.
Als zweites möchte ich mich stärker mit dem Thema Kombinationsmöglichkeiten beschäftigen. Darum starte ich die monatliche Reihe “1 Teil – 5 Outfits”, in der ich versuche, meine Lieblingsteile so vielseitig wie möglich einzusetzen.

Gut ihr Lieben – genug geredet. Jetzt geht’s los. Habt ihr euch für 2018 auch etwas vorgenommen? Ich bin gespannt auf eure Vorsätze!

Alles Liebe – Wiebke