Handgemachte Kleidung

MeMade in Amsterdam // Ein Sointu Kimono Shirt aus Blusen-Denim

Unseren Sommerurlaub haben Sascha und ich dieses Jahr größtenteils zu Hause verbracht. Tatsächlich sitze ich gerade – an unserem letzten offiziellen Urlaubstag – im Schlafanzug auf dem Wohnzimmerteppich. Eigentlich hatte ich so gar keine Lust mich vor mein Notebook zu setzen – ab nächster Woche sitze ich eh wieder den Großteil meiner Tage vor dem Bildschirm. Aber ich habe mich dann doch durchgerungen. Denn ich habe endlich, endlich mal wieder etwas Genähtes zu zeigen. Und dann auch noch vor der wunderbaren Kulisse Amsterdams. Denn nur zu Hause waren wir dann doch nicht. Drei Tage lang sind wir durch die bunten, lauten und unglaublich vollgestopften Straßen und Gassen Amsterdams gelaufen.

Wir haben auf dem Trödelmarkt am Waterlooplein gestöbert, viel zu viele Pommes gegessen, verrückte Klamotten in Second Hand Läden anprobiert, bei einer Grachten-Rundfahrt etwas über die Geschichte der Niederländischen Hauptstadt gelernt, uns das nächtliche Treiben auf den Walletjes angesehen und unser Frühstück im viktorianischen Wintergarten des Grandhotel Krasnapolsky genossen.

Und selbstveständlich waren wir auch bei Stephen & Penelope – dem Wollparadies von Stephen West a.k.a Westknits. Aber davon berichte ich später noch einmal.

Und glücklicherweise konnte ich Sascha dazu überreden, ein paar Fotos von mir in meinem neuen Sointu Kimono Tee zu machen.

Schnitt: Sointu Kimono Tee von Named Clothing

Stoff: Blusen Denim aus dem Mönchengladbacher Stoff-Outlet

Dieses Shirt lag – zusammen mit einer SoHo Shorts – fertig zugeschnitten und schon mit aufgebügeltem Vlies seit MINDESTENS drei Monaten (ich könnte nachgucken, seit wann ich hier davon schreibe, aber es ist mir gerade zu peinlich) auf meinem Nähtisch und hat sehr geduldig darauf gewartet, dass ich mal wieder Zeit für einen Nähtag habe. Und jetzt war es endlich soweit. Den ersten Urlaubstag habe ich direkt genutzt und mich mit Musik und Proviant in meinem Nähzimmer veschanzt. Ausser um das Badezimmer aufzusuchen bin ich auch nicht eher wieder herausgekommen, als bis das Shirt fertig war.

Dieses ist mein zweites Sointu Shirt. Das erste habe ich letztes Jahr aus Jersey genäht -so wie es auch in der Anleitung empfohlen wird. Das Shirt trage ich wirklich sehr gerne und häufig. Darum sollte noch ein weiteres in meinen Schrank wandern – dieses mal allerdings nicht aus dehnbarem Jersey, sondern aus Webware. Genauer gesagt, aus dünnem Blusen-Denim.

Da ich den Schnitt des Shirts ja schon kannte und daher wusste, wie viel Extraweite enthalten ist, habe ich mir nicht allzu viel Sorgen gemacht und den Schnitt ohne Anpassungen genau so wie letztes Jahr noch einmal genäht. Und es hat super geklappt. Das Shirt passt und sitzt und ich mag es genau so gerne wie seinen Vorgänger. Ich finde, durch den etwas festeren Stoff kommt die Kimono-Form sogar noch etwas besser zur Geltung.

 

Das Arbeiten mit dem Denim hat mich direkt zu einer weiteren Version inspiriert, denn ich frage mich jetzt die ganze Zeit, ob das Shirt in dunklem Leinen – Schwarz oder Dunkelblau – nicht auch toll aussehen würde… Ich glaube, das ruft nach einer dritten Version.

So – und jetzt geniesse ich noch die letzten Urlaubsmomente und werde mich meinem ursprünglichen Frühlingsjäckchen widmen, damit es noch ein Herbstjäckchen werden kann. Und dieser Beitrag wandert zu den Dienstagsdingen und zum creadienstag.

Alles Liebe von Wiebke

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Sloane // Mein farbenfroher Frühlings-Pulli

Am Donnerstag ist das nächste Teil meiner Frühlings-Capsule fertig geworden – der Sloane Sweater von Named Clothing. Ich freue mich, euch das neue Stück heute vorstellen zu dürfen.

SchnittSloane Sweater

Stoff: Sommersweat von Nosh + Bio-Bündchen aus dem Stoffbüro

Für diesen Pulli habe ich zum ersten Mal den viel gelobten Sommersweat von Nosh ausprobiert und bin selber auch ganz angetan. Er lässt sich easy verarbeiten und trägt sich auf der Haut super angenehm. Ich hatte mich ja schon immer gefragt, warum diese Stoffart eigentlich Sommersweat heißt. Jetzt weiß ich es: Weil man sie auch im Sommer ganz angenehm und luftig tragen kann ohne einen Hitzekoller oder Schweißausbrüche zu bekommen.

Das Zuschneiden des Stöffchens fand ich allerdings recht schwierig. Zum einen weil er sich auch nach ausgiebigstem Bügeln nicht so richtig brav und glatt auslegen lassen wollte und zum anderen, weil die Ringel so dicht beieinander liegen, dass ich immer in der Zeile verrutscht bin. Ich habe so viel wie möglich mit dem Rollschneider und meinem großen Quiltlineal geschnitten – so hat es dann doch noch ganz gut geklappt.

Sobald aber alle Teile einmal zugeschnitten waren, lief das Nähen reibungslos. Mit den Anleitungen von Named komme ich wirklich gut klar und der Stoff ließ sich wunderbar vernähen. Ich merke jetzt schon, dass mir viele Arbeitsschnitte – im Vergleich zu meinem ersten Jersey-Longsleeve – viel leichter von der Hand gehen. Ist ja auch kein Wunder, schließlich muss ich jetzt nicht mehr für jeden Schritt ein Youtube Video gucken. 😀

Ein erstes Mal gab es allerdings doch noch: Ich habe das erste Mal mit Bündchen Stoff gearbeitet. Gefällt mir! Einfache Verarbeitung und tolles Ergebnis. Ich glaube, das möchte ich demnächst auch mal bei ein paar T-Shirts an Halsausschnitt und Ärmeln ausprobieren. Mir gefällt, dass die Kleidungsstücke durch das Bündchen so professionell aussehen. Als nächsten Schritt – sozusagen als I-Tüpfelchen – möchte ich dann noch das Absteppen mit der Zwillingsnadel ausprobieren. Aber erst beim nächsten Teil.

So – jetzt zeige ich euch, wie toll sich dieser Ringelpulli in meine Capsule einfügt. Ich kann ihn nämlich, trotz der auffälligen Farbe – mit fast all meinen bisher genähten Kleidungsstücken kombinieren.

Auf den Fotos oben trage ich den Pulli mit der Girlfriday Culotte.

Hier über meiner weißen Cleo.

Und hier mit meinem Jeansrock.

Ich freue mich total, dass dieser Outfit-Kombi-Plan so geklappt hat, wie ich es mir vor mehr als zwei Monaten überlegt habe. Damals habe ich ja nur mit Schnitten, Stoffen und bunten Bildern in meinem Kopf jongliert. Und jetzt ist es so toll zu sehen, dass die Outfits Realität geworden sind und auch wirklich funktionieren. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr das meine Vorfreude auf die Sommer-Garderobe steigert!!

Jetzt gehe ich aber erst einmal beim MeMadeMittwoch stöbern und lasse mich von den Werken der tollen Näh-Mädels inspirieren.

Alles Liebe – Wiebke

 

 

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Mein Sointu Kimono Tee

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Schnitt: Sointu Kimono Tee von Named Clothing

Version: Mit verstärkten Ärmelbündchen

Stoff: mittelschwerer Blockstreifen Jersey von Stoff und Stil

Ich könnte nicht stolzer sein – mein Sointu Kimono Tee ist fertig und ich LIEBE es! Ich hatte hier in meinem Zwischenstandsbericht ja schon geschrieben, dass das Schnittmuster auch für mich als Anfänger entspannt zu nähen war. Die einzige Befürchtung, die ich hegte war, dass der Schnitt eventuell zu sackig oder unförmig sein könnte. Die Schnittteile sahen ausgebreitet auf dem Nähtisch schon arg groß aus. Aber ich habe es einfach drauf ankommen lassen, stoisch weiter genäht und wurde für mein Vertrauen belohnt. Denn ich finde, das Oberteil sitzt super: dank des Gürtels, der sich zwei Mal um die Taille schlingen lässt, bekommt das Shirt eine super schöne, feminine Silhouette. So sieht es gleichzeitig schick und trotzdem lässig aus.

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Damit sich die Ärmelbündchen so schön aufstellen, habe ich sie mit Vlieseline verstärkt. Dies wird in der Nähanleitung als Option vorgeschlagen und ich bin froh, dass ich die Variante gewählt habe. Den Effekt mag ich sehr. Er ist das I-Tüpfelchen des Schnitts. Ich hoffe, dass die Steifigkeit auch nach dem ersten Mal waschen erhalten bleibt. Hat hier jemand von euch schon Erfahrungen gemacht? Kann ich das wohl in die Waschmaschine schmeißen?

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Der Jersey von Stoff & Stil trägt sich sehr angenehm auf der Haut und ist durch seine mittelschwere Qualität schön formstabil und blickdicht. Falls ich das Kimono Tee noch einmal nähe, würde ich auf jeden Fall noch einmal einen Stoff in vergleichbarer Qualität nutzen.

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Ausgeführt habe ich das Shirt – eher gesagt genau dieses Outfit – auch schon: Bei schönstem Sonnenschein auf die Dachterrassen-Geburtstagsparty einer lieben Freundin. Abgesehen davon, dass ich den Gürtel ein paar Mal neu knoten musste, habe ich mich darin sehr wohl gefühlt und auch schon die ersten Komplimente abgestaubt.

So und jetzt gehe ich beim MeMadeMittwoch – heute passend zum Motto Frühlingserwachen – stöbern und verteile auch ein paar Komplimente an die fleißigen Näh-Mädels!

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung

Progress Report: Das Sointu Kimono Tee

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Da habe ich es noch nicht mal geschafft, von meinem rot geringelten Longsleeve vernünftige Fotos zu machen und euch hier das fertige Teil zu zeigen, und schon kommt der nächste Work-in-Progress Bericht. Jaaaa, Leute – es geht hier Schlag auf Schlag – *lach* – schließlich habe ich eine Capsule zu Nähen.

Jetzt auf meinem Nähtisch: Das Kimono Tee von Named Clothing. Nach meinem ersten Jersey-Teil lege ich direkt nach und schiebe das Zweite hinterher. Da musste ich noch nicht mal die Nadel auswechseln. Dieses Mal ist es allerdings kein Interlock, sondern einfach ein etwas schwererer Jersey von Stoff und Stil. So bin ich jetzt das erste Mal mit sich aufrollenden Stoffrändern konfrontiert. Und dazu noch ein buntes Streifenmuster mit recht großem Rapport. Daher ist das ordentliche Zuschneiden der einzelnen Teile bisher die größte Herausforderung für mich gewesen.

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Das Nähen klappt soweit ganz gut. Sogar die Produktion der klitzekleinen Gürtelschlaufen hat geklappt, ohne dass ich etwas fluchend durchs Zimmer werfen musste. Das Muster der Ärmelbündchen ist auch bei beiden Seiten gleich geworden – also alles entspannt bis hierhin.

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Das einzige, was ich etwas kritisch beäuge, ist die Größe. Ich habe es noch nicht anprobiert, aber es könnte sein, dass das Shirt etwas groß ausfällt. Es ist ja als weit fallender Schnitt konzipiert, der dann durch den Taillengürtel in Form gebracht wird. Also muss es vielleicht auch genau so sein und ich mache mir umsonst Sorgen. Aber ich befürchte, dass es an mir etwas zu sack-artig sitzen könne. Wir werden sehen… und ich habe mir sagen lassen, dass kleiner machen viiieeel einfacher ist, als größer machen.

Davon abgesehen bin ich mit dem Schnitt super zufrieden. Für mich als Anfänger ist alles leicht verständlich und sogar ich komme sehr zügig damit voran. Ich glaube eine geübte Näherin mit einer Overlock kann mehrere Kimono Tees an einem Nachmittag produzieren.

Was ich noch vor mir habe: Halsausschnitt versäubern, Säumen, Gürtel nähen.

Ich kann es kaum erwarten, bis das Teil fertig ist. Von der Schnitt-Stoff-Kombi bin ich soooo begeistert. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Teil ein absoluter Favorit wird. Wahrscheinlich werde ich aber erst am Wochenende wieder an die Nähmaschine kommen. Diese Woche ist vollgepackt: zwei Konzerte und mindestens eine Yoga-Klasse. Da bleibt kein Abend zum Nähen… aber egal – ich FREU mich auf den Start in die Konzert-Saison!

Alles Liebe – Wiebke