Bloggertalk, Shoppingfreies Jahr 2018

Shoppingfreies Jahr 2018 // Blogger-Talk mit Elke von Elle Puls

Damit wir während unseres shoppingfreien Jahres immer mit frischem Input und Inspiration versorgt sind, habe ich einige Nähbloggerinnen auf den Blog eingeladen und zum Interview gebeten.

Den Anfang hat im Januar die liebe Fredi von Seemannsgarn handmade gemacht. Heute freue ich mich, Elke hier auf dem Blog begrüßen zu dürfen. Elke setzt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Nähen & Stilfindung auseinander und berichtet auf ihrem Blog Elle Puls über ihre Erfahrungen. Vor einigen Wochen hat sie passend dazu ihren Podcast “Näh deinen Stil” ins Leben gerufen. Also freut euch auf die Erkenntnisse, an denen uns die Expertin im Interview teilhaben lässt …


Wie lange nähst du schon Kleidung für dich selber und wie bist du zum Nähen gekommen?

Ich habe 2 Söhne und eine kleine Tochter. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich angefangen, Upcyclingprojekte für die Kinder zu nähen. Bodies aus T-Shirts meines Mannes, zu kurze Shirts verlängert etc. Danach habe ich begonnen, nach Ottobre Heften für die Kinder zu nähen bis ich irgendwann gemerkt habe, dass es doch mehr Sinn macht, für mich selbst zu nähen. Die Kinder sind den Kleidern immer so schnell entwachsen. Und als ich das erste Shirt mit überlangen Ärmeln anziehen durfte, war ich glücklich, denn im Laden sind mir die meisten Sachen mit meinen 1,82 m immer etwas zu kurz. Kleine Accessoires und Kissen habe ich aber schon als Jugendliche genäht.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Welche Kleidungsstücke dürfen in deinem Kleiderschrank auf keinen Fall fehlen und mit welchen (eventuell gerade angesagten) Teilen oder Schnitten wirst du nicht warm?

Mein Stil ist unaufgeregt, schlicht, sportlich. Ich suche immer eine unaufgeregte Extravaganz auch wenn sich das auf den ersten Blick widersprüchlich anhört. Damit meine ich, dass ich lieber einen etwas ausgefalleneren Schnitt mit schlichtem Stoff wähle als einen schlichten Schnitt mit auffallendem Stoff. Ich finde, bei schlichten Stoffen sieht man die Schnittführung besser. Das ist meins. Bei mir im Schrank dürfen auf keinen Fall schmale Hosen und Strickjacken fehlen.

Womit ich gerade (für mich) noch nicht warm werde ist der aktuelle Rüschentrend. Ich sehe immer wieder schöne Beispiele, doch habe ich das Gefühl, dass sie nicht zu mir passen wollen. Ich bin kein Trendsetter, ich brauche immer eine Weile bis ich mich an einen neuen Look gewöhnt habe und springe manchmal verspätet oder nicht auf einen Trend auf. Schnitte mit A-Linie sind definitiv nicht mein Ding. Das sieht bei mir immer nach Nachthemd aus.

Du dokumentierst auf deinem Blog ja bereits seit mehreren Jahren deinen Weg der Stilfindung, bzw. Stilentwicklung. In wieweit hängt Nähen für dich mit dem Thema Stilfindung zusammen?

Die Stilfindung war gleich vom ersten Moment an mit dem Nähen verbunden. Mein erstes Shirt für mich war aus türkisem Jersey mit apfelgrünen Bündchen und als Eyecatcher gab es noch ein gehäkeltes Äpfelchen dazu. Da merkte man den Farbenmix-Einfluss, denn dort habe ich mich damals für die Kinder inspirieren lassen. Das Shirt habe ich dann auch nur ein mal in der Öffentlichkeit getragen. So stellte sich die Frage, was mein Stil sein sollte. Da ich mich bei der Planung für ein neues Kleidungsstück unweigerlich mit dem Thema Farbe und Schnitt auseinandersetzen muss/darf, ist es für mich wichtig eine Art Fahrplan zu haben um Schrankleichen zu vermeiden.
Die Frage nach dem eigenen Stil wirft auch die Frage auf, was man eigentlich nach außen hin verkörpern möchte. Mir hat die Auseinandersetzung mit meinem Stil und mir selbst mehr Klarheit gegeben. Ich weiß jetzt besser, was ich will und was nicht. Und das nicht nur bei der Kleidung.

Du hast auf dem Gebiet der Stilentwicklung ja schon einiges an Erfahrungen gesammelt und viele Dinge ausprobiert – zum Beispiel hast du schon Farb- und Stil-Beratungen in Anspruch genommen, selber ein shoppingfreies Jahr eingelegt und auf deinem Blog Aktionen rund um das Thema ins Leben gerufen. Welche Maßnahmen haben dir auf deinem Weg am meisten geholfen und dich deinem Stil wesentlich näher gebracht? Wodurch hast du am meisten gelernt? Welche Schritte würdest du weiterempfehlen?

Den schnellsten Erfolg habe ich mit der Farbberatung gehabt. Instinktiv habe ich schon die richtigen Farben gewählt, aber immer mit merkwürdigen Ausreißern. Kühle Farben mit wenig Kontrast stehen mir am besten, also nicht schwarz-weiß geringelt sondern eher off-white-grau geringelt um ein Beispiel zu nennen. Ich habe mich dann selbst auf die Farben grau, blau, weiß, rosé und “schmutziges mint” eingschränkt. Dadurch passen schon mal alle Teile in meinem Kleiderschrank farblich wunderbar zusammen.

Das erleichtert auch den Einkauf von Stoffen. Ich gehe mit meinem persönlichen “Farbscanner” durch Stoffläden und blende mittlerweile gleich alle anderen Farben aus. Anfangs habe ich dazu einen Farbpass von meiner Beraterin mitgenommen. Den brauche ich jetzt nicht mehr. Ich weiß welche Farben und Nuancen ich haben möchte. Ich habe alle anderen Farben aus meinem Schrank verbannt. Dadurch sieht mein Schrankinhalt schön stimmig aus und macht Lust, sich etwas daraus auszusuchen.

Danach habe ich mich zu meinem Körpertyp beraten lassen, sprich, welche Schnitte mir am besten stehen. Da bin ich nicht so stringent, aber es hilft auch wieder, eine klarere Linie für sich zu finden.

Durch diese vermeintlichen “Einschränkungen” schärft man sein Profil. Ich höre jetzt öfter, dass die Farbe oder das Kleidungsstück “typisch Elke” sei. Für mich ist das ein Zeichen, dass ich so langsam einen Wiedererkennungseffekt mit meiner Kleidung erziele. Man kann diesen Rahmen, den ich mir gesetzt habe auch als Stützräder verbildlichen. Wenn man denn Fahrrad fahren kann, kann man die Stützräder abmontieren, sprich, ohne Farbpass einkaufen gehen. Freihändig fahren wäre dann, mal mutig etwas Neues auszuprobieren. Das ist meine Herangehensweise mit der ich zufrieden bin. Sie hat mein Leben vereinfacht. Ich finde immer eine gute Outfit-Kombination, wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe.

Erzähl uns doch noch ein bisschen mehr von deinem shoppingfreien Jahr. Was hat den Auslöser dafür gegeben? Wie ist das Jahr für dich gelaufen? Wie bewertest du die Erfahrung? Ist dir der Verzicht schwer gefallen? Welche waren die größten Herausforderungen, die du meistern musstest?

Der Verzicht ist mir überhaupt nicht schwer gefallen. Shoppen war seit den Kindern sowieso keine große Freude mehr. Mit Kinderwagen und ein bis drei Kindern durch die Läden zu ziehen war nie sehr zielführend. Und online zu shoppen ist keine gute Idee, weil ich die Retouren immer zu lange vor mir her schiebe…

Das Jahr war super. Ich habe mich nähtechnisch sehr weiter entwickelt und eben auch in Sachen Stil. Ich habe seitdem deutlich weniger Kleidung im Schrank, dafür aber deutlich mehr, was getragen wird. Die größte Herausforderung war das Nähen von Jeans. Ich habe in dem Jahr den Schnitt von meiner Lieblingsjeans abgenommen und mir zwei Hosen danach genäht, aber Jeansstoff ist nicht gleich Jeansstoff. Die Ergebnisse waren, sagen wir mal, durchwachsen.

Meine Regeln für das Jahr waren:

  • keine neue Kleidung kaufen außer Socken und Unterwäsche
  • Second Hand Kleidung ist erlaubt
  • selbst genähte Kleidung ist erlaubt

Ich habe kein einziges Second Hand Stück gekauft, weil ich auch nie danach suche.

Was hast du in dem Jahr gelernt? Welche Wirkung hatte der Konsumverzicht auf dich, deinen Alltag und deine Schneiderei? Gibt es etwas, auf das du besonders stolz bist?

Man braucht viel weniger als man immer meint. Es braucht nicht viele Kleidungsstücke um immer gut angezogen zu sein. Es braucht einfach die Richtigen. Das heißt, es macht Sinn, sich wirklich zu überlegen, welche Teile man braucht um verschiedene Outfits kombinieren zu können. Es braucht auch keine fancy Nähmaschine (obwohl ich welche habe). Ich hätte das alles auch mit einer einfachen Nähmaschine nähen können.

 

Der Konsumverzicht hat mir gezeigt, dass ich vorher viele Kleider einfach nur geshoppt habe um des Shoppen willens. Ich habe mich von Marken und Sonderangeboten leiten lassen. Der Grundgedanke ist jetzt ein ganz anderer. Manchmal kaufe ich etwas im Laden, aber dann ist es auch das Richtige. Ich kann auch 3 Stunden durch Geschäfte bummeln und nichts kaufen. Ich schaue mir lieber an was dort für Schnitte hängen und welche Stoffe von den Labels verwendet werden. Das inspiriert mich eher für neue Nähprojekte als zum Kauf.

Und jetzt zu deinen Plänen: Hast du dir für 2018 etwas Besonderes vorgenommen? Wie geht dein Weg der Stilentwicklung für dich weiter? Gibt es spannende Projekte oder Aktionen, von denen du erzählen möchtest?

Mein neues Projekt für dieses Jahr ist ein Podcast rund um das Thema Nähen und Stil. Der Podcast “Näh deinen Stil” ist schon gestartet. Es wird eine Mischung aus Interviews mit Personen aus der Nähszene und Solo-Episoden sein. Dadurch setze ich mich automatisch noch mehr mit dem Thema auseinander ohne meinen Schrank ständig neu zu füllen. Es macht mir Spaß über meine Garderobe zu sinnieren.

Aber es macht mir natürlich auch Spaß mir etwas zu nähen. Das wird in 2018 nicht ganz so viel werden, weil ich quasi durch Deutschland toure mit meinen Nähcamps. Bei meinen Nähcamps finden sich bis zu 40 begeisterte Hobbynäherinnen zusammen, um gemeinsam ein Wochenende lange zu nähen unter dem Motto “Zeit zum Nähen”. Wir haben immer einen Nähcoach dabei, der/die bei Fragen rund um Schnittänderung und Nähtechniken zur Verfügung steht. Zusätzlich kann man noch an einem Workshop teilnehmen. Ich sage nur #nähenverbindet.

Hast du einen Tipp, den du den diesjährigen Challenge-Mitstreiterinnen mit auf den Weg geben möchtest?

Arbeitet mit dem was ihr habt. Mit den Kleidern, die schon im Schrank hängen, mit den Stoffen, die schon im Regal liegen. Kauft neue Stoffe/ Kleider mit Bedacht, dann habt ihr länger Freude daran.

Alle Fotos von Elke Puls // Elle Puls

So ihr Lieben – ich hoffe, das Interview hat euch gefallen und ihr hattet beim Lesen genau so viele Erkenntnisse wie ich. Ich fühle mich durch Elke immer super inspiriert und bin sehr dankbar, dass sie sich – trotz ihres vollen Terminkalenders – die Zeit für unser Interview genommen hat.

Jetzt habe ich noch ein paar Klick-Tipps für euch – quasi die Show-Notes zu diesem Interview:

Habt ihr Lust, gemeinsam mit Elke zu Nähen und viele nähbegeisterte Frauen kennen zulernen? Dann schaut hier bei Elkes Nähcamp Tour vorbei. Vielleicht findet ihr ja einen Termin in eurer Nähe.

Elke entwirft und verkauft auch eigene Schnittmuster, z.B. das neue Knotenshirt “Mahé”. Schaut mal hier in ihrem Shop vorbei.

Super spannend für alle, die sich intensiver mit dem Thema Stilfindung auseinandersetzen möchten: Elke hat eine Blogserie mit dem Titel #klarheitimschrank gestartet. Hier findet ihr viele Tipps, um eure Garderobe stimmiger zu gestalten.

Und natürlich verlinke ich auch hier noch einmal zu dem sehr hörenswerten Podcast “Näh deinen Stil”. Ich habe alle Folgen auf einer langen Autofahrt hintereinander weg gehört und freue mich schon auf die nächsten Folgen.

So- jetzt habt ihr viel zu Lesen und zu Entdecken. Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Alles Liebe – Wiebke

Krimskrams

#fünffragenamfünften // April

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

April Edition von #fünffragenamfünften

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?

Diese Frage ist wirklich wie für mich gemacht, denn wilde Partys finde ich super. Beziehungsweise fand ich immer super. Denn in letzter Zeit – seitdem ich die 30 überschritten habe, seitdem ein Kater schon mal ein ganzes Wochenende lang dauern kann und seitdem alle meine Freunde Eltern geworden sind, kommen die irgendwie überhaupt nicht mehr vor. Und dabei finde ich, es geht nichts über einen ausgewachsenen Exzess von Zeit zu Zeit,  um das ganze über-gesunde Leben mal ein bisschen auszugleichen. Wenn ich mir für einen Party-Exzess als Ersatz für meine Freunde, die dabei ja nicht mehr mitmachen, berühmte Persönlichkeiten aussuchen dürfte, dann müsste ich nicht lange überlegen.

An erster Stelle der Gästeliste stünde Juliette Lewis. Ich verehrte diese Frau einfach. Ich liebe ihre Musik, ihre Energie und den Mut, den sie aufgebracht hat, als sie ihre Hollywood-Karriere für den Rock’n’Roll an den Nagel gehängt hat.
Dann dürfte Josh Homme auf keinen Fall fehlen. Er ist der Sänger und Mastermind meiner Lieblingsband – den Queens of the Stoneage. Für mich ist dieser Mann der personifizierte Exzess, also wird die Party bei seiner Anwesenheit mit Sicherheit ein voller Erfolg. Zwischen den Tanzeinlagen würde ich mich bei einem Glas Rotwein in einer dunklen Ecke unheimlich gerne mal mit Marilyn Manson unterhalten. Ich glaube, dass er ein sehr netter Kerl und eloquenter Gesprächspartner ist, der viel zu erzählen hat. Aus der deutschsprachigen Fraktion würde ich gerne die Jungs von Milky Chance und Marteria einladen, so geht die Party auf jeden Fall bis 5 Uhr morgens. Und damit die Mischung so richtig schillernd-bunt wird, würde ich noch Björk und Lorde einladen. Auch zwei Frauen, deren Kunst ich sehr sehr verehre.

So – das war die Party mit den noch lebenden berühmten Persönlichkeiten.

Wenn ich hier schon total unrealistisch sein darf, dann treibe ich das Spiel noch weiter und erzähle euch noch kurz, wen ich für meine Monsterparty von den Toten auferstehen lassen würde. Das wären nämlich: Jim Morrison, Kurt Cobain, Layne Staley, Scott Weiland und Chris Cornell. Ich glaube Jim würde sich gut mit den Grunge-Jungs verstehen, wir würden viele Zigaretten rauchen und ich hoffe, irgendjemand würde daran denken, eine Gitarre mitzubringen. Hachhhh – das wäre schöööön.

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?

Ja! Manchmal auch, wenn ich nicht allein unterwegs bin. Ich habe mit meinen Mädels schon mehrstündige Fahrten in den Urlaub komplett durch gesungen. Auch wenn ich die Musik im Alltag eigentlich gar nicht mehr höre, finde ich es geht nichts über die guten alten Songs von den Ärzten. Die kann irgendwie fast jeder auswendig, sie machen total Spaß und es gibt so viele davon, dass man locker damit von Düsseldorf bis Hamburg kommt.

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?

Oh Gott – ja. Schrecklich ist das. Ich arbeite als Kundenberaterin in einer Werbeagentur und rede da den ganzen lieben langen Tag Werber-Sprech, wie er im Buche steht. Ich bin so froh darüber, dass meine armen Kreativ-Kollegen keine Strichliste darüber führen, wie oft ich Sätze sage wie “Ich hätte da noch eine klitzekleine Änderung.”, “Kannst du das heute vielleicht noch kurz dazwischen schieben?” oder “Ich will dich nicht stressen, ich wollte nur mal kurz fragen, wie lange du ungefähr noch für den Job brauchst.” Es gibt sogar ein Bullshit-Bingo Spiel mit Werber-Sprech und ich befürchte, ich sage alles, was es darauf abzuhaken gibt. Peinlich, Peinlich.

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?

Über diese Frage musste ich tatsächlich erst einmal ein wenig nachdenken. Ich möchte sie für die Beantwortung gerne ein wenig auseinander nehmen. Also zuerst einmal glaube ich daran, dass Menschen eine Aura haben. Allein das ist ja nicht so selbstverständlich. Dann glaube ich auch, dass man als Mensch so starke Vibes ausstrahlt, dass andere Menschen es spüren und darauf reagieren. Was ich allerdings nicht glaube ist, dass diese Vibes immer die gleichen sind – also grundsätzlich positiv oder grundsätzlich negativ. Sie ändern sich mit der Stimmung, die die jeweilige Person hat.

Ich kenne Menschen, die – wenn sie schlechte Laune haben – so starke Vibes ausstrahlen, dass ich das Gefühl habe, gegen eine unsichtbare Mauer zu prallen, wenn ich auf sie zugehen möchte. Die gleichen Menschen können aber in einer anderen Gefühlslage auch eine Energie verströmen, in der ich mich absolut wohl fühle.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?

Mein Nachmittags-Tief im Büro bekämpfen. Die größte Herausforderung dabei ist es, mich von den Gedanken an Schokolade abzulenken.

 

So – das waren die April Mini-Interview Fragen. Ich bin schon total gespannt, was die anderen Mitmacher bei #fünffragenamfünften so antworten und welche verrückten Party-Gästelisten ich entdecken werde.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // März Bericht + Link-Up

Unser shoppingfreies Jahr

Hallo ihr Lieben,

wie ist es euch ergangen? Fällt euch “Unser shoppingfreies Jahr” immer noch so leicht, wie zu Beginn des Jahres? Ich bin diesen Monat durch einen Katalog mit Frühlingsmode das erste Mal in Versuchung geführt worden, konnte aber widerstehen. Wie geht ihr mit den ständigen Versuchungen und Werbebotschaften um, denen man im Alltag ja kaum entfliehen kann? Ich finde die Frühlingsmode ja immer besonders gefährlich – wenn man den langen Winter so satt hat und sich einfach nur nach Licht und frischen Farben sehnt, ist man besonders anfällig für Versuchungen. Ich hoffe, ihr seid alle weiterhin standhaft und freut euch an eurer handgemachten Garderobe!

So – hier kommt mein ausführlicher Monatsbericht.

Unser shoppingfreies Jahr – März Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Die meiste Zeit war ich im März so beschäftigt, dass ich überhaupt nicht dazu gekommen bin, an Shoppen zu denken. Das war der Challenge natürlich sehr zuträglich. Was meine Stoffkäufe angeht, bin ich jetzt auch wieder beruhigt. Nachdem ich letzten Monat ja befürchtet hatte, eventuell jetzt als Ersatzbefriedigung zum unkontrollierten Stoffe-Shoppen überzugehen. Aber diese Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Denn diesen Monat habe ich tatsächlich nur 1.5 Meter schwarz-weißen Gingham-Baumwollstoff gekauft. Und der ist auch schon für ein ganz konkretes Projekt eingeplant. Davon abgesehen hatte ich im März kein Bedürfnis, weitere Stoffe nach Hause zu bringen. Ich habe aktuell einen ganzen Stapel Stoffstücke zu Hause liegen. Für jedes einzelne Stoffstück habe ich schon eine Kleidungsstück-Vision, aber leider viel zu wenig Nähzeit. Und um die Warteschlange nicht noch länger zu machen, werde ich jetzt erst einmal die Stoffe verarbeiten, die ich zu Hause habe. Sonst macht mich der Stapel eines Tages wahnsinnig.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Letzt Woche lag der H&M Frühjahrs-Katalog im Briefkasten. Ja, ich hätte ihn einfach ungeöffnet in die blaue Tonne schmeißen können. Mit dem Gedanken habe ich auch kurz gespielt. Aber dann dachte ich mir “Och wieso denn nicht ein wenig blättern? Nur so für die Inspiration.” Bei einer Tasse Tee habe ich es mir mit dem Katalog dann auf der Couch gemütlich gemacht und mir die neue Kollektion angeschaut, von der mir einige Teile wirklich, wirklich gut gefallen haben. Ich hatte direkt beim Blättern viele tolle Outfit Ideen im Kopf und fühlte mich sehr inspiriert. Und auf einmal hatte ich Sätze im Kopf wie “Boah, bis du dazu gekommen bist, dir so ein Outfit zu nähen, ist schon wieder Herbst. Es würde so viel einfacher und schneller gehen, wenn du dir einfach drei oder fünf Teile kaufen könntest. Dann könntest du diesen Look jetzt schon tragen.” Joaaa – das war also nicht so schön. Ich habe den Katalog dann zugeklappt, nach draussen in die Papier-Tonne gebracht und zur Ablenkung ein paar Reihen an meinem Frühlingsjäckchen gestrickt. Unfassbar, wie schnell solche Werbeprospekte Bedürfnisse wecken, die man eigentlich gar nicht hat. Denn genau das wollte ich ja nicht mehr: Schnell neue Klamotten kaufen, damit man bei allen kurzlebigen Trends mitmischen kann. Nee nee – ohne mich. Der nächste Katalog landet direkt in der Tonne.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Und schon wieder kann ich leider nur mit einem NEIN antworten. Aber immerhin habe ich ein kleines bisschen genäht. Zwar keine Kleidung, aber hübsches Strickzubehör. Ein Nadel-Etui und eine – bisher noch nicht verbloggte – Projectbag nach dem Vorbild der tollen Stricktaschen von Fringe & Co. Die zeige ich euch gerne schon mal:

 

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Die Erkenntnis des Monats lautet: Es geht nicht immer alles gleichzeitig. Diesen Monat habe ich gefühlt viel zu wenig gebloggt und es nur geschafft, einen einzigen Inspirations-Post zu unserem shoppingfreien Jahr zu veröffentlichen. Auch wenn ich deswegen ein wenig traurig bin, weil ich so viele tolle Ideen habe, die gerne mit euch teilen möchte, war in den letzten Wochen einfach nicht mehr drin. Und das aus einem guten und schönen Grund. Wie ich hier schon kurz berichtet habe, durfte ich am vergangenen Wochenende meine allererste offizielle Yogastunde gegeben. Mit echten Schülern in einem echten Yogastudio. Auf diese erste Stunde habe ich mich sehr ausführlich vorbereitet. Darum konnte ich nicht so viel Zeit in den Blog investieren. So ist es halt manchmal, wenn das Herz für mehrere Dinge schlägt. Aber auch das wird sich in den nächsten Wochen wieder einpendeln. Ich gehe einfach mit dem Flow.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Auf meinem Nähtisch liegt eine halb zugeschnittene Raglan-Else aus tollem Sweat in Rost-Orange. Ich hoffe, dass ich dieses gute Stück am Osterwochenende fertig stellen kann. Und dann gibt es da ja immer noch das Outfit, das ich schon seit Januar nähen möchte: Meine rost-orangen SoHo Shorts in Kombination mit dem Seamwork York Top in schwarz-weißem Gingham Stoff. Vielleicht schaffe ich ja an Ostern zumindest den Zuschnitt dieser Teile. Dann könnte ich unter der Woche Abends immer mal ein bisschen nähen, um diese Teile endlich, endlich von meiner To-Sew Liste abhaken zu können.

So – das war mein März Bericht. Jetzt bin ich gespannt, wie es euch ergangen ist!

Genießt das lange Osterwochenende und macht euch eine schöne Zeit mit euren Lieben!

Frohe Ostern und alles Liebe von Wiebke

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure März-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Inspiration, Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Inspiration: Sportkleidung nähen

Ich hatte mir schon ganz zu Beginn überlegt, für die Inspirations-Artikel zu “Unser shoppingfreies Jahr” ab und zu mal Linksammlungen für euch zusammenzustellen.
Dass diese erste Linksammlung jetzt Sportkleidung zum Thema hat ist nicht ganz uneigennützig.
Denn Sportkleidung ist bei mir gerade Mangelware. Unsere Waschmaschine läuft schon im Dauerbetrieb und trotzdem komme ich – Yogalehrer-Ausbildung sei Dank – nicht hinterher und krame ständig in meinen Schubladen nach einem halbwegs brauchbaren Yoga-Outfit.
In absehbarer Zeit möchte ich darum gerne meine Yoga-Garderobe um ein paar Teile aufstocken. Und weil ja das Frühjahr in den Startlöchern steht und damit die Sportsaison wieder anfängt, habe ich mir gedacht, dass dieses Thema auch für euch interessant sein könnte.
Darum habe ich das Netz nach schönen und funktionellen Sport-Schnittmustern und inspirierenden Designbeispielen durchforstet. Ich hoffe, meine Fundstücke gefallen euch!

1 Papierschnitt-Set von Stoff & Stil bestehen aus einem Sportshirt und einer Weste.

2 Kuschelige Wickeljacke von Burda – Nählevel “Super easy”.

3 Tanktop mit Racerback von Christine Haynes.

4 Sport-Bustier von Burda.

1 Sloan Leggins von Hey June Handmade. Zu diesem Modell gibt es auf dem Spoonflower-Blog einen Sew-Along und viele tolle Design-Beispiele aus den Spoonflower Sport-Lycra Stoffen .

2 Mountain Pose Pants von Hey June Handmade.

3 Leggings mit Hüftschmeichler-Rock von Burda.

4 Lässige Jogginghose von Burda. Hier sind die Bündchen an den Beinabschlüssen super. So können die Hosenbeine auch bei Kopfstand & Co. nicht rutschen.

5 Für Freunde der Papierschnitte: Sport-Set von Stoff & Stil, bestehend aus Leggings und Jacke.

1 Als ich den Joni Jumpsuit auf Selmins Blog entdeckt habe, wusste ich direkt, dass dieses tolle Teil auch beim Yoga eine super Figur machen würde.

2 Absoute Bewegungsfreiheit garantiert dieser lässige Yoga-Jumpsuit von Burda.

3 Wem im herabschauenden Hund schon mal sein T-Shirt über den Kopf gerutscht ist und wer dabei fast umgekippt wäre, weil er panisch versucht hat, seinen entblößten Oberkörper wieder zu bedecken, der weiß, warum ein T-Shirt Body das perfekte Teil für die Yoga-Garderobe ist. Dieser Schnitt von Aime comme marie ist zwar auf Französisch, aber mit Fredis Vokabelliste sollte es trotzdem klappen.

4 Langärmeliger Bodysuit von Named Clothing.

Sew your own activewear
Dieses Buch stamm aus der Feder der Bloggerin Melissa Fehr und ist ganz frisch erschienen. Auf ihrem Blog findet ihr viele Designbeispiele und auch Tipps für den Kauf und die Verarbeitung von Sport-Stoffen.

Nähen fürs Yoga
In diesem Buch gibt es nicht nur Schnittmuster für Yoga-Leggings und Kuscheljacken, sondern auch Anleitungen für Yoga-Accessoires wie Meditationskissen.

 

So – ich hoffe, dass ich euch mit dieser Zusammenstellung inspirieren konnte!

Kennt ihr auch noch tolle Sport-Schnittmuster? Gebt mir gerne eure Tipps in den Kommentaren – ich bin über jede Empfehlung dankbar!

Alles Liebe – Wiebke

Nähen, Stricken

DIY Strick-Zubehör // Mein selbst genähtes Stricknadel-Etui

Das viele Stricken und Yoga üben der letzten Wochen hat mich offenbar mehr Federn gekostet, als ich wahrhaben wollte. Denn als letzte Woche auf einmal morgens nach dem Aufwachen mein linkes Handgelenk beim Aufstützen geschmerzt hat, war ich tatsächlich erst einmal überrascht.

Als der Schmerz auch Nachmittags noch da war und mir klar wurde, dass ich jetzt wohl erst einmal pausieren muss – und zwar sowohl mit dem Yoga als auch mit dem Stricken – bin ich leicht panisch geworden. Alles, was ich denken konnte war: “Oh Gott – jetzt bitte keine Sehnenscheiden-Entzündung! Oh Gott – jetzt bitte keine Sehnenscheiden-Entzündung!” Denn die kann ich gerade – mitten in meiner Yogalehrer-Ausbildung – wirklich nicht gebrauchen. Darum bin ich auf die Bremse getreten und habe eine ganze Woche lang gar nichts anstrengendes mit meinen Händen gemacht. Meine Strategie ist: Lieber etwas vorsichtiger sein, als nachher wochenlang ausfallen. Und offenbar war es die richtige Strategie. Gestern war ich das erste Mal wieder beim Yoga und es hat ganz gut geklappt. Ich habe meine Hand zwar gemerkt, aber es hat nicht weh getan. Ich denke, wenn ich es jetzt langsam angehen lasse und nicht übertreibe, dann wird alles wieder gut und ich kann weiter üben.

Mit dem Stricken bin ich aber weiterhin vorsichtig. Darum mache ich mit meinem Frühlingsjäckchen gerade keine Fortschritte.

Aber etwas Schönes zum zeigen habe ich trotzdem für euch. Ich habe nämlich (vor den Handgelenks-Schmerzen) ein Stricknadeletui für meine auswechselbaren Nadelspitzen genäht.

Inspiriert dazu hat mich dieses wunderschöne Etui von Twig & Horn. Entdeckt habe ich die Etuis auf der Seite von Quince & Co und war direkt verliebt. Mittlerweile gibt es die wunderschönen Teile auch im Maschenfein Shop. Mir sind sie aber leider viel zu teuer und ausserdem ist da ja noch mein shoppingfreies Jahr. So ein Etui fällt zwar nicht unter die Kategorie Kleidung, aber trotzdem dachte ich mir, dass ich so ein Täschchen bestimmt auch selber nähen kann.

Darum habe ich sehr lange auf die Fotos gestarrt
und mir mit ratterndem Kopf ein Schnittmuster ausgetüftelt. Vor zwei Wochen konnte ich dann endlich ausprobieren,
ob meine Anleitung so aufgeht wie ich es mir überlegt habe.

Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden. Auch wenn ich mit meiner Druckknopf-Zange etwas auf Kriegsfuß stehe und darum jetzt zwei Druckknöpfe auf der Außenseite vorhanden sind, (von denen aber nur einer funktioniert) finde ich meine neue Nadeltasche sehr hübsch.

Genäht habe ich sie aus schwarzem Canvas. Als Innenfutter habe ich einen dünnen, hellroten Baumwollstoff genutzt. Zusätzlich dazu brauchte ich nur noch einen Reißverschluss, einen Druckknopf und ein Stück Lederband.

Im Innenteil gibt es x Einsteckfächer für Nadelspitzen in unterschiedlichen Stärken. Ausserdem habe ich extrabreite Fächer für Zopfnadeln abgeteilt.

Auf der gegenüberliegenden Seite, gesichert durch den Reißverschluss, befinden sich drei Fächer für die Kabel und anderen Kleinkram. So findet alles, was man so an Strickzubehör benötigt, seinen Platz in diesem Etui.

Ich bin ganz happy, dass ich durch dieses DIY eine ganze Menge Geld sparen konnte und jetzt trotzdem so ein hübsches Täschchen mein Eigen nennen darf.

Was meint ihr? Seid ihr auch so verrückt nach Täschchen und Strickzubehör?

Alles Liebe – Wiebke


Verlinkt bei:

RUMS

TT-Taschen und Täschchen

Krimskrams

#fünffragenamfünften // März

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

Letzten Monat bin ich bei der tollen Aktion mit eingestiegen und jetzt ist es schon an der Zeit für die März Fragen.

März Edition von #fünffragenamfünften

1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?

Ha! Weil ich so eine Scanner-Persönlichkeit bin und mich für so viele verschiedene Dinge begeistern kann ist die Antwort hier ganz klar: Eine große Vorspeisen-Platte mit vielen unterschiedlichen Häppchen. Und zwar nicht irgendeine Vorspeisen-Platte, sondern eine orientalische. Denn ich liebe die Kombination von süßen und würzig-herzhaften Geschmackskomponenten, wie es ja in der orientalischen Küche so oft der Fall ist. Das passt auch charakterlich zu mir, wenn man bedenkt, dass ich es in meinem Kopf problemlos vereinen kann, sonntags Inga Lindström Schnulzen im ZDF zu gucken, montags mit meinem Herzallerliebsten in Köln auf einem Progressive-Metal Konzert meine Haare zu schwingen und dienstags auf der Yogamatte in Bewegung zu meditieren.

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich besitze alle Bücher, die Ildiko von Kürthy jemals geschrieben hat (OK- bis auf das neueste mit dem Hund) und habe sie alle schon mehrmals gelesen. Das liegt daran, dass ich sie zu Zwecken der Eigentherapie immer dann gelesen habe, wenn ich a) frisch getrennt war, b) über das Verhalten eines potentiellen Liebes-Kandidaten grübeln musste c) desillusionierter Single war und kein geeigneter Mann weit und breit in Sicht war. Ildikos Bücher zu lesen ist wie mit einer Freundin zu telefonieren und einfach Balsam für die Frauen-Seele.

Außerdem gibt es ein kleines, unbekanntes Buch, das ich sehr liebe. Es heißt “Wer wandert, braucht nur was er tragen kann.” Die Autorin Anne Donath schreibt darin völlig undogmatisch und pragmatisch über ihren gelebten Minimalismus. Sie erzählt, wie sie ihr Leben und Wohnen – nachdem die Kinder aus dem Haus waren und sie eine Trennung hinter sich hatte – immer weiter vereinfacht hat, so dass sie heute nur noch wenige Monate im Jahr zu arbeiten braucht, um den Rest des Jahres völlig frei leben und reisen zu können. Das Buch ist aus dem Jahr 2006 – geschrieben wurde es also lange bevor Minimalismus hip wurde und Marie Kondo Ausmisten zu einem coolen Lifestyle gemacht hat. Es ist absolut bodenständig und trotzdem finde ich es fast poetisch. Ich lese es immer wieder, wenn ich eine frische Portion Inspiration und Einfachheit gebrauchen kann.

Und dann gibt es noch die wunderbare Buchreihe “Ein Jahr in…” aus dem Herder Verlag. Diese Bücher liebe ich heiß und innig und lese sie immer mal wieder wenn mich das Fernweh packt und der nächste Urlaub noch auf sich warten lässt.

3. Entschuldigst du dich zu oft?

Nö. Ich mache das immer genau dann, wenn ich es wichtig und richtig finde. Ich halte Sich-Entschuldigen-Können und echtes Verzeihen-Können für sehr wichtige Fähigkeiten. Das können wir alle ruhig üben, üben, üben. Lieber einmal zu viel als ein mal zu wenig. Dabei bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?

Über alle Babys und Heiratsanträge, die meine Freundinnen in den letzten Jahren bekommen haben. Über die Alice in Chains Tickets, die an meinem Kühlschrank hängen. Über die Nachricht, dass Sascha den Job bekommen hat, für den er sich beworben hat. Über die Möglichkeit, schon bald meine erste Yogastunde geben zu dürfen.

5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?

Ich würde zur Zeit der Herbstlaubfärbung einen Roadtrip entlang der amerikanischen Ostküste machen. Von NYC bis zur kanadischen Grenze. Am liebsten drei Wochen lang. Leuchttürme und Wale gucken. Ein paar Inseln besuchen aber auch Abstecher weiter ins Landesinnere machen. Auf den Spuren der Gilmore Girls wandeln und Stars Hollow suchen. Mein ganzes Taschengeld in Stoff- und Wollgeschäften auf den Kopf hauen. Wander-Touren unternehmen. Farmers Markets und Kürbis-Felder besuchen. Ivy Leage Colleges besichtigen. Durch Boston spazieren. Stundenlang in süßen Cafes sitzen, Kaffee trinken, Zeitung lesen, quatschen, Leute gucken. Hach… das wäre schön!

So – jetzt gehe ich bei den anderen tollen Bloggern stöbern, die bei den #fünffragenamfünften mitmachen.

Alles Liebe – Wiebke