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MeMadeMittwoch // Eine kurze Hose für den Herbst! SoHo Shorts in Rost-Orange

Ach was freue ich mich, dass ich heute endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei sein kann! Seitdem zu Beginn des Jahres der Rhythmus von einer wöchentlichen auf eine monatliche Aktion umgestellt wurde, bin ich irgendwie nicht mehr so ganz mitgekommen.

Umso mehr freue ich mich, dass es dieses Mal klappt und ich euch meine neuen SoHo Shorts zeigen kann.

Schnitt: SoHo Shorts von Liesl & Co

Version: mit Gürtelschlaufen – dazu gibt es hier eine separate Anleitung

Stoff: Leichter Cordstoff in Rost-Orange aus dem Stoff-Outlet in Mönchengladbach

Genau wie mein Kimono Tee, das ich im letzten Beitrag vorgestellt habe, lag auch diese Hose viele Monate fertig zugeschnitten auf meinem Nähtisch herum und hat geduldig darauf gewartet, dass ich endlich wieder Zeit zum Nähen habe.

Und als ich dann im Urlaub endlich die Zeit hatte, war die Hose super schnell genäht. Ok – es kann auch daran gelegen haben, dass ich etwas im Näh-Rausch war. Aber ich kann diese Shorts wirklich empfehlen – vor allem, wenn man sich das erste mal an eine (kurze) Hose herantrauen möchte. Denn neben einer ausführlichen und gut illustrierten Anleitung, gibt es auf dem Blog von Oliver and S. auch einen Sew-Along bei dem man anhand von Schritt-für-Schritt Fotos noch einmal durch den kompletten Näh-Prozess geführt wird.

Für mich ist dies schon meine zweite SoHo Shorts. Letztes Jahr habe ich bereits eine Version aus beige-farbenem Baumwoll-Leinen Stoff genäht. Und weil ich von diesem Schnitt so begeistert bin, musste noch eine zweite Version her.

Was ich an dem Schnitt so toll finde? Ganz einfach: Es sieht aus wie ein Rock. Ist aber eine kurze Hose. Eine kurze Hose, die super super bequem ist und – ganz wichtig – die Taschen hat! Außerdem finde ich es toll, dass man den Schnitt an alle Jahreszeiten anpassen kann.

Meine erste Version ist durch den Leinen-Anteil im Stoff luftig-leicht und damit absolut sommer-tauglich. Jetzt habe ich aus dem Cord-Stoff eine herbstliche Version im Schrank. Und für den Winter könnte ich mir auch noch ein Modell aus dunklem Wollstoff vorstellen. Mal sehen, ob es noch eine dritte SoHo Shorts in meinen Kleiderschrank schafft.

Was ich dieses Mal anders gemacht habe ist, Gürtelschlaufen an den Bund zu nähen. Dies in der Anleitung ursprünglich nicht vorgesehen, es gibt aber einen tollen Pattern-Hack auf dem Blog von Oliver and S. Damit war es ganz leicht, dieses tolle Detail zu ergänzen. Ich finde, durch die Gürtelschlaufen wirkt das ganze Kleidungsstück viel professioneller und man sieht damit noch angezogener aus.

Ich freue mich schon darauf, diesen Herbst viele verschiedene Outfit-Kombinationen für das neue Teil in meiner Garderobe zu finden. Das York-Top, das sich gerade zugeschnitten auf meinem Nähtisch befindet und das hoffentlich dieses Wochenende fertig wird, kann ich mir jedenfalls schon super dazu vorstellen.

So – und jetzt gehe ich mal in den Beiträgen der anderen Mädels beim MeMadeMittwoch stöbern und tanke mich mit frischer Inspiration auf.

Alles Liebe – Wiebke

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Auf den Nadeln im Januar

Wie ich hier in meinen Plänen für das Jahr 2018 ja schon verkündet habe, möchte ich dieses Jahr auch einige Strickprojekte für meine handgemachte Garderobe angehen.
Da ich immer nur abends ein paar Reihen stricke, komme ich mit meinen Projekten zwar stetig – aber insgesamt nur ziemlich langsam vorwärts.
Um euch hier trotzdem regelmäßig etwas von meinen Strick-Abenteuern erzählen zu können, beteilige ich mich dieses Jahr an der Aktion “Auf den Nadeln”, die Marisa auf ihrem Blog Maschenfein organisiert.

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Diesen Monat stricke ich fleißig an meinem Sous Sous Sweater weiter.
Nachdem ich das Rückenteil fertig habe, ist mir das Zopfmuster mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen und das Stricken ist tatsächlich entspannt geworden. Auch wenn man sich das bei einem solchen Muster kaum vorstellen kann.
Ich hoffe so sehr, dass ich es schaffe, den Pullover bis Ende Februar fertig zu stricken. Dann könnte ich ihn diesen Spät-Winter noch tragen und muss nicht bis zum Herbst warten. Ich habe schon so viele Outfit-Ideen für den Pulli im Kopf und hoffe sehr, dass er tatsächlich so wird, wie ich es mir vorstelle!

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Aktuell habe ich noch keinen blassen Schimmer davon, was ich machen muss, um die Teile zusammen zu nähen oder was es bedeutet, Maschen aufzunehmen, um die Ärmel anzusetzen. Aber das werde ich schon herausfinden, wenn es soweit ist. Ich nehme diese Herausforderung Reihe für Reihe und stresse mich jetzt noch nicht damit.

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Das nächste Projekt steht auch schon in den Startlöchern. Ich habe mir letzten Monat nämlich meine allererste Madeline Tosh Wolle gekauft.

Vorher habe ich es mir selber noch nicht erlaubt, so viel Geld für Wolle auszugeben. Ich war mir einfach nicht sicher, ob ich das Durchhaltevermögen habe, auch so langfristige Strickprojekte wie einen Pullover oder ein großes Tuch zu Ende zu führen. Mittlerweile weiß ich aber, dass mich das Strickfieber so schnell nicht wieder verlässt.

Und darum habe ich mir meine ersten Madeline Tosh Stränge gegönnt.
Und das habe ich auch so richtig zelebriert! Ich war nämlich das erste mal in meinem “Local Yarn Store”, dem Atelyeah in Mönchengladbach. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich schon seit 5 Jahren, – also so lange ich in Mönchengladbach arbeite – dass es dieses tolle Wollgeschäft gibt. Aber ich habe es noch nie geschafft, einen Fuß in den Laden zu setzen. Und jetzt, nachdem ich das erste mal dort war, könnte ich mir selber dafür so richtig zünftig in den Hintern treten. Denn was soll ich sagen: Es ist das Woll-Paradies auf Erden!
Sogar Sascha, der mich liebenswürdigerweise begleitet hat, war begeistert und konnte verstehen, warum ich stundenlang Wolle streicheln musste, bevor ich mich entscheiden konnte.

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Aus diesen vier Strängen möchte ich einen Shockwaves Schal stricken, wenn ich mit dem Pullover fertig bin. Ich kann es kaum abwarten, mit dieser wunderbaren Wolle zu arbeiten.

Strickideen habe ich darüber hinaus schon jetzt viel zu viele für das Jahr. Eine Sache, die ich aber ganz fest plane ist, Jaquard-Stricken zu üben. Vielleicht bei einem Paar Socken oder an einer Mütze, damit ich mich dann im Herbst an den Sunset Highway Pullover von Boylandknitworks wagen kann.

So das war mein aktueller Strick-Bericht!
Jetzt werde ich mal schauen, was die anderen Mädels so auf den Nadeln haben.

Viele liebe Grüße,
Wiebke

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Mein selbstgestrickter Winter-Begleiter – Das Drachenfels Tuch

Mein Drachenfels Tuch ist schon länger fertig – es hat mich schon durch den Spätsommer und den kompletten Herbst begleitet. Irgendwie habe ich es bisher nur noch nicht geschafft, schöne Fotos von meinem wolligen Begleiter zu machen. Darum freue ich mich umso mehr, dass es heute -passend zu den ersten Schneeflocken – endlich soweit ist!

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Auf Christines wunderbarem Blog dennmanto habe ich das Drachenfels Tuch zum ersten Mal gesehen und war direkt hin und weg. Das einzige, was mich zunächst noch davon abhielt direkt loszulegen, war die Qual der Farbauswahl. Ich wollte, dass das Tuch ein bisschen Farbe bekommt – allein schon, damit es beim Stricken nicht so langweilig wird. Ich wollte aber auch, dass es sich gut kombinieren lässt. So bin ich nach einigem Überlegen bei der Farbe Türkis gelandet. Obwohl es meine Lieblingsfarbe ist, besitze ich kaum ein türkises Kleidungsstück – denn zum Tragen bevorzuge ich eigentlich andere Farben. Darum habe ich das Türkis in dem Tuch mit hellem Beige und Wollweiß kombiniert – so wird es für mich tragbarer und neutral genug, um es mit Trenchcoats, Jeansjacken und fast all meinen Pullis zu kombinieren.

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Das Stricken hat mir super viel Spaß gemacht. Ich habe mich dabei ein wenig über mich selbst gewundert. Bisher hatte ich bei größeren Strickprojekten selten genug Durchhaltevermögen, um sie auch wirklich zu Ende zu bringen. Mir wurde mittendrin langweilig und irgendwann sind die Wollknäule hinten im Schrank verschwunden. Aber anscheinend hat sich etwas geändert. Denn obwohl das Strickmuster sehr einfach ist – man muss wirklich nicht mitzählen oder die ganze Zeit hochkonzentriert bei der Sache sein – habe ich mich während der Arbeit an dem Tuch kein einziges Mal gelangweilt. Und das, obwohl ich wirklich sehr lange daran gestrickt habe. Ich habe das Stricken eher als entspannend empfunden und wirklich jede Minute genossen, die ich daran gearbeitet habe.

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Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich richtig in die Wolle verknallt habe, je größer das Tuch beim Stricken wurde. Ich konnte kaum glauben, wie wunderbar weich und kein einziges bisschen kratzig die Wolle sich in verarbeiteter Form anfühlt. Ich bin nämlich bisher überhaupt kein Fan von Kleidungsstücken aus Wolle gewesen. Ich habe zwar immer sehr gerne mit Wolle gearbeitet – aber ich habe ein regelrechtes Kratze-Pulli Trauma. Ich finde, es gibt kaum etwas schlimmeres (auch Rutsche-Socken, die sich unten im Schuh zusammengekrumpelt haben, sind ein Pups dagegen) als kratzige Woll-Kleidungsstücke. Sogar mit Longsleeve unter dem Pulli könnte ich mir die Haut von den Armen ziehen, wenn ich einen Woll-Pulli trage.

Aber so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass ich bisher einfach nur immer an die falsche Wolle geraten bin. Denn diese Baby Merino Wolle ist einfach nur ein Traum. Ich habe mir beim Stricken immer wieder mit dem schon fertigen Stück über den Arm gestrichen und hätte am liebsten schon mit dem Tuch gekuschelt. Und dabei habe ich noch nicht mal in ganz teure Merino Wolle von Madeline Tosh o.ä. investiert. Ich kann mir kaum vorstellen, wie weich eine solche Premium Wolle dann sein wird. *träum*

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Je größer das Tuch wurde, desto langsamer kam ich vorwärts. Bei über 300 Maschen pro Reihe habe ich gegen Ende manchmal nur eine einzige am Abend geschafft. Aber meine Motivation, fertig zu werden wurde immer größer. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie happy ich war, als ich die letzten Maschen abgekettet hatte und mir das Tuch das erste Mal umlegen konnte. Seit dem Tag trage ich es ständig . Es wärmt so wunderbar wie eine kleine To-Go-Decke und fühlt sich richtig luxuriös an. Ich glaube, ein so großes Tuch aus 100% Merino Wolle wäre im Geschäft für mich unbezahlbar.

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Ich denke, dies wird nicht das letzte Stricktuch gewesen sein. In dem Ravelry Shop von Melanie Berg – der Designerin des Strickmusters – gibt es noch so viele schöne andere Tücher! Aber im Moment stricke ich erst einmal an meinem Sous Sous Pullover weiter. Auf den freue ich mich nämlich auch schon kolossal! Und ich denke, dass ich mit diesem Pulli dann mein Trauma endgültig ad acta legen kann.

Alles Liebe – Wiebke

Falls ihr jetzt auch so einen kuscheligen Begleiter stricken möchtet, habe ich euch hier noch einmal die Material-Infos zusammengestellt:

Strickmuster: Drachenfels-Schal von Melanie Berg

Wolle: Drops Baby Merino – Farben: Natur, Hellbeige + Helltürkis

Stricknadeln: Rundstricknadeln mit auswechselbaren Spitzen von Knitpro

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Mit diesem Beitrag verlinke ich mich noch nachträglich für die Farbe Beige bei Selmins 12 Colours of handmade fashion Challenge.