Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Februar Bericht + Link-Up

Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

wie ist es euch diesen Monat ergangen? Nachdem der Januar dieses Jahr so unfassbar dunkel und trist war, habe ich die vielen Sonnenstunden in den letzten zwei Wochen sehr genossen und dadurch so richtig Lust auf Frühling bekommen. Ich finde ja immer, wenn der Februar geschafft ist, kann man den Frühling schon fast greifen.

Geht euch das auch so? Überlegt ihr schon, was ihr für eure Frühlings-Garderobe nähen werdet? Erzählt es uns! Ich freue mich schon auf eure Februar-Berichte! Das Link-Up findet ihr am Ende dieses Beitrags.

Unser shoppingfreies Jahr – Februar Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Auch diesen Monat ist es mir glücklicherweise wieder sehr leicht gefallen, keine Kleidungsstücke zu kaufen. Ich hatte mit meiner Yogalehrer-Ausbildung so viel zu tun, dass ich mich super mit anderen Dingen beschäftigen konnte. Allerdings ist mir etwas aufgefallen, dass ich im kommenden Monat näher im Blick behalten möchte. Denn ich habe im Februar einen Stoff-Impulskauf getätigt. Das sieht mir normalerweise gar nicht ähnlich. Eigentlich kaufe ich erst neue Stoffe, wenn ich mit meinen geplanten Nähprojekten fertig bin. Und dann kaufe ich auch nur Stoffe, die für ein kronkret geplantes neues Projekt benötigt werden. Ich habe zu Hause wirklich kaum Stoffe auf Lager, die nicht schon fest verplant sind und auch innerhalb absehbarer Zeit verarbeitet werden. Und das möchte ich auch auf gar keinen Fall ändern! Ich habe einen Horror vor Stoff-Bergen, die in meinem Nähzimmer darauf warten, verarbeitet zu werden. Das würde mich in den Wahnsinn treiben!

Darum werde ich jetzt genauestens darauf achten, ob Stoffkauf zu einer Art Ersatzbefriedigung für den Verzicht auf Kleidungskauf werden könnte.

Wenn ich meine geplanten Projekte, für die ich den passenden Stoff schon zu Hause habe, sehe und mir dann überlege, wie viel Zeit ich im März zum Nähen haben werde, dann weiß ich, dass ich im März definitiv kein neues Material brauchen werde. Also wird auch nichts gekauft. Punkt.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Im Februar war ich tatsächlich das erste Mal in diesem Jahr in einem Klamottenladen. Ich habe eine Mitschülerin aus dem Yogateacher-Training in der Mittagspause zum Jeans-Kauf begleitet. Es war eine sehr schöne, individuelle Boutique mit sehr ausgefallenen Teilen kleiner Labels. In Köln gibt es solche Läden ja noch *seufz* Während sie in der Umkleidekabine war, bin ich in dem Geschäft umhergewandert und habe mir die modischen Kleidungsstücke und die tolle Ladendeko angeschaut. Und was soll ich sagen: Ich war völlig entspannt. Ich war mir die ganze Zeit über vollkommen darüber bewusst, dass ich nichts kaufen würde. Und fand es überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil – ich habe mich total frei gefühlt. Frei darin, die Inspiration, die mir diese sorgfältig zusammengestellte Kollektion bietet, aufzusaugen. Und das, ohne diesen fiesen, stressigen Kaufzwang im Nacken sitzen zu haben. Ich war erstaunt darüber, wie gut es sich angefühlt hat. Jetzt weiß ich, dass ich keinen großen Bogen um Kleidungsgeschäfte schlagen muss, sondern auch ohne Kaufabsicht ruhig mal einen Fuß über die Schwelle setzen kann.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Nein. Wie schon befürchtet, hatte ich im Februar ZERO Zeit zum Nähen. Dafür ist mit dem Frühlingsjäckchen Knit-Along ein neues Strickprojekt bei mir eingezogen.

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Selbst wenn ich wenig Zeit habe, finde ich immer ein paar Minuten, um zu Stricken. Tatsächlich schaffe ich es, ein bis fünf Reihen in jedem noch so vollen Tagesablauf unterzukriegen. Auch wenn es langsam vorwärts geht – Fortschritt ist Fortschritt. Und selbst wenn ich nur eine Reihe am Tag schaffe, habe ich das gute Gefühl, trotzdem etwas Produktives mit meinen Händen gemacht zu haben. Darum lautet meine Erkenntnis: Wenn es stressig wird, ist Stricken die beste Medizin. Nicht nur, weil es an sich schon sehr meditativ ist. Sondern auch, weil es einem das gute Gefühl gibt, trotz anstrengendem Alltag etwas geschafft zu haben.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ab März werden die Pausen zwischen meinen Yogateacher Wochenend-Seminaren etwas größer. Also werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Nähzeit haben. Meine Pläne sind seit dem Januar-Bericht unverändert. Ich würde gerne eine rost-orange SoHo Shorts nähen und dazu ein York Top in schwarz-weißem Gingham Stoff.

 

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Februar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)

 

 Loading InLinkz ...

 

HINWEIS | Wenn ihr das hier installierte InLinkz Tool nutzt, um euren Blogpost zu verlinken, erklärt ihr euch damit einverstanden, dass InLinkz eure Daten speichert, um seinen Service zur Verfügung stellen zu können. Weitere Informationen hierzu findet ihr in der Datenschutzerklärung {Privacy Policy} von InLinkz HIER. Solltet ihr damit nicht einverstanden sein, verzichtet bitte auf eine Verlinkung. Danke!

1 Teil - 5 Outfits, Handgemachte Kleidung, Shoppingfreies Jahr 2018

1 Teil – 5 Outfits // Bloom Sweater aus altrosa Nicki-Stoff

Im Rahmen meines shoppingfreien Jahres habe ich mir vorgenommen, mich intensiv mit den Kombinations-Möglichkeiten meines Kleiderschrank-Inhalts zu beschäftigen. Zu diesem Zweck habe ich die Serie „1 Teil – 5 Outfits“ ins Leben gerufen. Heute zeige ich euch meinen nagelneuen Kuschel-Sweater.

Schnitt: Bloom Sweater aus der Mai/Juni Ausgabe der La Maison Victor

Stoff: altrosa Nicki-Stoff und Bündchen von Marble Lake über Stoffe.de (der Nicki ist leider ausverkauft)

Zubehör: Reißverschluss über Stoffe.de

Als ich den Schnitt des Pullis letztes Jahr in der La Maison Victor Frühsommer-Ausgabe entdeckt habe, wusste ich direkt, dass ich ihn ausprobieren möchte. Ein schlichtes Basic-Teil, das durch die leicht gecroppte Form und die zwei seitlichen Reißverschlüsse aber einen frischen und modernen Look bekommt. Genau so etwas brauche ich in meinem Kleiderschrank. Zumal ich eh im Bereich Pullover noch ein paar Teile aufstocken kann.

Den perfekten Stoff für den Schnitt habe ich dann letztes Jahr im Herbst gefunden, allerdings mussten sich die beiden noch ganze drei Monate gedulden, bis ich mich ihnen widmen konnte.

Letzten Monat war es dann soweit – ich hatte endlich mal wieder einen freien Näh-Sonntag und konnte mich auf ein neues Projekt stürzen. Genäht war der Pulli sehr schnell und problemlos. Es war das erste Mal, das ich eine Anleitung von La Maison Victor ausprobiert habe und bin damit gut zurecht gekommen. Ich habe schon viel Positives über die Schnitte aus dem Magazin gehört und kann dies jetzt auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Erklärungen sind zwar nicht sooo ausführlich, wie bei vielen Indie-Designern, aber trotzdem ist jeder Schritt so erklärt, dass bestimmt auch absolute Nähanfänger etwas damit anfangen können.

Auch der Stoff lies sich super verarbeiten. Ich habe mit schlimmsten Fussel-Attacken gerechnet, aber nichts dergleichen ist passiert. Im Gegenteil: Weil der Stoff so unheimlich kuschelig ist, war es schon beim Nähen total angenehm und ich habe mich zwischendurch immer wieder beim Stoff-Streicheln erwischt.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden – und dass der Pulli sich vielfältig mit meiner bestehenden Garderobe kombinieren lässt, zeige ich euch jetzt.

Outfit #1: 70ies Chic

Ich mag es, dass dieses Outfit ein bisschen 70er-Vibe hat. So hätte ich doch bestimmt in der Schlange vor dem Studio 54 stehen können, oder? Ob ich dann auch rein gekommen wäre, ist eine andere Frage. *lach*

Outfit #2: Street Style

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Outfit gut als Berliner Street-Style durchgehen würde. Allerdings bin ich keine Berlinerin, also was weiß ich schon… Dieses Outfit werde ich im Frühling aber trotzdem anziehen und damit auf die Straße gehen.

Die hellblaue Culotte ist ein Memade-Teil. Hier findet ihr den Blogpost dazu.

Outfit #3: Rockig angehaucht

So würde ich auf ein Konzert gehen. Wenn es nicht viel zu warm wäre mit einem Pulli. OK – sagen wir, so würde ich auf ein Konzert gehen, bei dem ich weiß, dass ich nicht weit vorne vor der Bühne wie eine Irre herumspringen werde.

Outfit #4: Ein Frühlings-Look

Dieses frühlings-frische Outfit kann ich mir super für eine Kaffee-Verabredung mit Freundinnen oder einen Sonntags-Ausflug im April vorstellen. Haaach – mann hab ich Lust auf Frühling! Ihr auch?

Das weiße Latzkleid ist eine handgemache Cleo. Schaut mal hier.

Outfit #5: Yoga-Style

Wenn es beim Theorie-Teil des nächsten Teacher-Training Wochenendes im Yogastudio mal kalt wird, ziehe ich mir diesen Pulli an und freue mich über meinen kuscheligen Begleiter.

So – das waren meine 5 Outfits für den rosa Nicki-Sweater. Ich habe gemerkt, dass die Farbe sehr dazu einlädt, Frühlings-Outfits zusammenzustellen. Aber das passt ja gerade ganz gut – schließlich steht diese wunderbare, heiß ersehnte Jahreszeit vor der Tür. Ich freue mich schon darauf, diese Outfits zu tragen.


Wenn ihr Lust habt, ein Näh- und Strickmuster-Set von rosa p. zu gewinnen, dann macht unbedingt noch bei meiner Verlosung mit! Ihr habt noch bis morgen abends Zeit, in den Lostopf zu hüpfen! Ich drücke euch die Daumen!


Alles Liebe – Wiebke

Verlinkt bei RUMS.

Shoppingfreies Jahr 2018, Tipps & Tools

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: Kleidung reparieren

Jetzt, wo ich mir vorgenommen habe ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, gehe ich mit den – auf einmal viel viel wertvoller gewordenen – Kleidungsstücken in meinem Schrank wesentlich liebevoller um als vorher.
Das hört sich vielleicht beim ersten Lesen etwas befremdlich an – ich kann verstehen, wenn ihr jetzt eure Augenbrauen hochgezogen habt. Aber lasst es mich erklären.

Zuerst einmal muss ich ohne Umschweife gestehen, dass ich bisher ein Mensch war, der seinem Kleiderschrank-Inhalt keine große Liebe in Form von Pflege entgegengebracht hat.
Ich hasse Wäsche machen.
Das niemals enden wollende Waschen, Falten und Einsortieren ist meine absolute Straf-Aufgabe.

Und von Bügeln sprechen wir hier mal gar nicht, denn das mache ich wirklich nur beim Nähen oder in absoluten Ausnahmefällen. Sonst nicht. Und wenn ich in einem T-Shirt ein kleines Lock entdeckt habe oder es zu ausgeblichen war, dann habe ich es weggeworfen ohne mit der Wimper zu zucken.

Sascha ist da anders – er findet, dass man Kleidung Wertschätzung entgegenbringen muss, indem man sie gut pflegt, sorgfältig faltet und in einen ordentlichen Kleiderschrank einräumt. Allein ihm habe ich es zu verdanken, dass meine Schrankhälfte jetzt seit zwei Jahren aufgeräumt ist. Er hat sich damals die Mühe gemacht, mit mir gemeinsam einmal ALLES auszuräumen, zu sortieren und wieder neu einzuräumen. Und ich habe es tatsächlich geschafft, die Ordnung beizubehalten. Das war der erste Schritt.

Seitdem ich vor einem Jahr angefangen habe, Kleidung selber zu nähen, hat sich an meiner bisherigen Einstellung schon eine ganze Menge geändert.

Um meine handgemachten Stücke kümmere ich mich wie um Haustiere. Ich lege sie zum Waschen vorsichtig in Wäschenetze und achte mit Argusaugen darauf, dass sie nicht im Trockner landen. Ich bügele sie und lege sie sorgfältig in meinen Schrank.

Und jetzt, wo ich weiß, dass ich auch meine Kauf-Kleidung nicht einfach so austauschen kann, betrachte ich auch diese Stücke mit einem anderen Blick.
Ein alter Chef von mir hatte einen Standard-Spruch, den er gerne und oft kundgetan hat. Er sagte immer: “Knappheit schafft Begehrlichkeit”. An diesen Spruch muss ich in letzter Zeit wieder öfter denken, denn es stimmt. Und das meinte ich mit meinem ersten Satz: Meine Kleidung ist auf einmal wertvoller geworden – sie ist mir mehr ans Herz gewachsen und kein Wegwerf-Artikel mehr.

Und wenn man T-Shirts oder Hosen mit Löchern nicht einfach so wegwerfen kann, weil es die einzigen ihrer Art im Kleiderschrank sind, dann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man über das Reparieren von Kleidung nachdenken muss.

Ich habe im letzten Jahr schon zwei T-Shirts von Sascha geflickt, weil er mich darum gebeten hat (wie gesagt, er ist bisher wesentlich netter zu seiner Kleidung gewesen als ich), daher weiß ich, dass meine Maschine super gut flicken kann. Denn von den Ergebnissen war ich richtig begeistert. Außerdem hat es sich gut angefühlt, etwas zu reparieren. Nachhaltig und liebe- bzw. respektvoll.

Und jetzt sind also zum ersten mal meine eigenen Klamotten dran.

Genauer gesagt zwei Yogahosen. Die brauche ich nämlich in den nächsten Monaten sehr dringend. Außerdem hat Sascha mir auch schon wieder drei Kleidungsstücke zum Flicken herausgelegt. Ein ausgerissener Jeansknopf, eine Manteltasche und ein anzunähender Knopf. Ich habe also einen richtigen Reparier-Stapel, den ich in den nächsten Tagen abarbeiten werde. Hier ein paar Beispiel-Löcher aus meinem Stapel. Es ist sogar ein Memade Teil dabei – mein orange-gestreifter Sloane Sweater.

Wie sieht es in eurem Kleiderschrank aus?
Könnten ein paar eurer Stücke auch etwas Zuwendung gebrauchen?
Wie steht ihr zum Thema Flicken und Reparieren?

Für alle, die sich dem Thema in der kommenden Zeit auch nähern wollen, habe ich einige Anleitungen aus dem Netz zusammengesucht.

6 hilfreiche Techniken, mit denen ihr fast all eure Kleidungsstücke reparieren könnt.

  1. Die perfekte Anleitung, um richtig professionell Knöpfe anzunähen findet ihr hier.
  2. Löcher in Jeanshosen flicken #1 – Knie oder Oberschenkel
  3. Löcher in Jeanshosen flicken #2 – Schritt 
  4. – 6. In diesem Video werden gleich drei verschiedene Techniken zum Flicken von Löchern mit der Nähmaschine erklärt.

 

PS:
Bei der Recherche bin ich auf den Blog Widerstand ist zweckmäßig gestoßen – Maria engagiert sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und veranstaltet eine Linkparty mit dem Motto “Fix it – Reparieren ist nachhaltig.” Ich finde ihren Blog auf vielen Ebenen sehr inspirierend, darum an dieser Stelle den Lesetipp für euch.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr 2018 // Januar Bericht + Link-Up

ShoppingfreiesJahr18_Visual

Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

ich hoffe, es geht euch gut. Hattet ihr einen tollen Start in das neue Jahr und seid euren guten Vorsätzen bis jetzt treu geblieben? Ist es nicht unglaublich, dass der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei ist? Für mich ist die Zeit geflogen!

Ich bin so gespannt, wie der erste Monat bei euch gelaufen ist und freue mich schon darauf, eure Berichte zu lesen. Aber zuerst erzähle ich euch von meinem shoppingfreien Januar.

Shoppingfrei im Januar – Mein Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Nachdem ich meinen Vorsatz ja fast am ersten Tag des Jahres schon wieder vergessen und damit um ein Haar gebrochen hätte, habe ich diese Mitmach-Aktion gestartet. Seitdem ist mir der Shoppingverzicht leicht gefallen. Ich glaube, das liegt hauptsächlich an zwei Punkten.
Erstens habe ich mich durch den Start der Mitmach-Aktion sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ich möchte ja ein guter Gastgeber für die Aktion sein. Darum habe ich mir viele Post-Ideen und inspirierende Inhalte für das ganze Jahr ausgedacht, um uns alle bei Laune und motiviert zu halten. Ich habe mit anderen Bloggern gesprochen, die bereits ein shoppingfreies Jahr hinter sich haben und ich habe viel dazu gelesen. So war die Challenge stets präsent und ich konnte sie nicht im Alltagstrubel vergessen.
Zweitens bin ich total geflasht davon, wie häufig das Thema in den Sozialen Medien momentan auftaucht. Lisa von mein feenstaub hat ja auch eine ähnliche Aktion gestartet und bei Instagram begegnet mir jeden Tag mehrfach der Hashtag #2018DIYdontbuy. Das macht mich sehr happy und ich bin jetzt schon stolz, ein Teil der Bewegung zu sein.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Während der Intensivwoche meiner Yogalehrer-Ausbildung bin ich in Versuchung gekommen, mir in der studio-eigenen Boutique ein Yogashirt mit dem Label des Studios zu kaufen. Ich fand, dass es ein schönes Andenken an diese besondere und aufregende Zeit wäre. Aber ich bin standhaft geblieben. Stattdessen habe ich mir einfach ein anderes Andenken ausgesucht – es ist ein Notizbuch von einer kleinen Kölner Manufaktur geworden. In diesem Buch möchte ich meine ersten selbst zusammengestellten Yoga-Klassen notieren. Und jetzt finde ich, dass es sogar ein viel besseres Andenken ist als ein Shirt.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Ich habe einen neuen rosafarbenen Nicki Sweater nach einem Schnitt aus der La Maison Victor fast fertig genäht. Es fehlt nur noch ein Deko-Zipper und die Ärmelbündchen. Im Februar stelle ich ihn euch hier auf dem Blog vor.

20180129_230353.jpg

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Dass ich in meinem eigenen Kleiderschrank shoppen gehen kann! Die Erkenntnis überkam mich, während ich das Video meines Fashion Mood-Books für euch gedreht habe. Gebastelt habe ich das Buch ja schon vor zwei Jahren und hatte es zwischenzeitlich ein paar Monate nicht in der Hand. Bei der Durchsicht der Outfit-Fotos ist mir aufgefallen, dass ich einige der Outfits sehr ähnlich mit Kleidungsstücken aus meinem eigenen Schrank nachbauen kann. Das war mir tatsächlich vorher noch nicht so bewusst. Darum möchte ich mir diese Erkenntnis merken: Wenn ich ein inspirierendes Outfit sehe, denke ich zuerst darüber nach, ob ich es nicht vielleicht schon in meinem eigenen Kleiderschrank finden kann.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ich habe im Dezember – als ich eigentlich nur mal schnell orangefarbenes Garn für meine Butterick Tunika kaufen wollte – aus Versehen einen ganzen Stapel neuen Stoff in Grau- und Orange-Tönen gekauft. Die Farben haben es mir im Moment total angetan.

20180130_172852.jpg

Mit dabei ist ein wunderbarer rost-oranger Cordstoff. Den würde ich gerne in eine SoHo Shorts verwandeln. Und dazu ein York-Top aus s/w-Gingham Stoff. Dieses Outfit kann ich schon ganz wunderbar vor meinem inneren Auge sehen. Ich weiß nicht, ob ich genug Nähzeit haben werde – zwei Wochenenden sind im Februar schon mit Seminaren im Rahmen der Yogalehrer-Ausbildung belegt – aber ich werde einfach versuchen, in kleineren Zeitfenstern Schritt für Schritt voran zu kommen.

ShoppingfreiesJahr18_NewsletterSignupButton

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Januar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
 Loading InLinkz ...

 

HINWEIS | Wenn ihr das hier installierte InLinkz Tool nutzt, um euren Blogpost zu verlinken, erklärt ihr euch damit einverstanden, dass InLinkz eure Daten speichert, um seinen Service zur Verfügung stellen zu können. Weitere Informationen hierzu findet ihr in der Datenschutzerklärung {Privacy Policy} von InLinkz HIER. Solltet ihr damit nicht einverstanden sein, verzichtet bitte auf eine Verlinkung. Danke!

Bloggertalk, Shoppingfreies Jahr 2018

Shoppingfreies Jahr 2018 // Blogger-Talk mit Fredi von Seemannsgarn handmade

ShoppingfreiesJahr18_Bloggertalk

Damit wir während unseres shoppingfreien Jahres immer mit frischem Input und Inspiration versorgt sind, habe ich einige Nähbloggerinnen auf den Blog eingeladen und zum Interview gebeten.

Den Anfang macht heute die liebe Fredi – ich bin sicher, ihr kennt sie und ihren Blog Seemannsgarn handmade. Unterhalten haben wir uns unter anderem über das spannende Thema Nähplanung und Stilfindung. Aber lest selbst…


Wie lange nähst du schon Kleidung für dich selber und wie bist du zum Nähen gekommen?1-e1516710236907.jpg

Ich nähe jetzt seit fast vier Jahren Kleidung. Mein erstes Kleid habe ich im August 2014 genäht und stolz auf meinem Blog gezeigt – seitdem sind viele Kleidungsstücke dazu gekommen. Bevor ich mich an Kleidung gewagt habe, habe ich kleine Täschchen genäht. Ich habe damals die Nähmaschine meiner Mama entdeckt und einfach angefangen. Seitdem geht’s nicht mehr ohne!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Welche Kleidungsstücke dürfen in deinem Kleiderschrank auf keinen Fall fehlen und mit welchen (eventuell gerade angesagten) Teilen oder Schnitten wirst du nicht warm?

Meinen momentanen Stil würde ich als schlicht beschreiben, was sowohl Farben als auch Schnitte betrifft – ich nähe weniger mit auffallenden Mustern und wenn, dann in gedeckten Farben. Und irgendwie ist mein Stil auch praktisch in möglichst stilvoller Art und Weise. Niemals fehlen dürfen Jacken. Ich bin absoluter Jacken-Junkie und nähe sie auch mit am liebsten. Jacken kann man einfach am besten und vielfältigsten kombinieren. Was ich dagegen überhaupt nicht verstehe sind Cut-Outs z.B. an Ärmeln. Der Trend geht absolut an mir vorbei.

6

Hast du das Gefühl, dass du durch das Nähen eigener Kleidungsstücke deinem eigenen Stil näher gekommen bist? In wieweit hängt Nähen für dich mit dem Thema Stilfindung zusammen?

Ich würde behaupten, dass ich durch das Nähen am Anfang erstmal einen Schritt zurück gemacht habe, was Stilfindung angeht. Bei mir ging das anfangs nicht wirklich Hand in Hand. Ich habe mit bunten, verspielten Stoffe angefangen, weil diese Stoffe zu der Zeit einfach ‚in‘ waren in der Nähwelt. Erst seit etwa 1 1/1 Jahren beschäftige ich mich mehr mit dem, was mir auch im Alltag gut gefällt und nicht nur, weil ein Stoff auf dem Nähtisch hübsch aussieht. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es mir deutlich leichter fallen würde, ‚meinen‘ Stil zu finden, wenn ich ausschließlich Kleidung kaufen würde. Man erspart sich Fehlkäufe bei Schnittmustern, weil man etwas einfach anprobiert und entscheidet, dass es zum eigenen Stil passt oder nicht. Bei genähter Kleidung ist da immer der Schritt dazwischen, bei dem etwas schief gehen kann und das Resultat eben doch nicht zum Stil passt. Und trotzdem hat mir das Nähen geholfen, einfach bewusster mit dem Thema Stil umzugehen und mir meine Gedanken dazu zu machen.

Wie hat sich die Auswahl deiner Nähprojekte in den letzten Jahren entwickelt? Hat sich in deiner Herangehensweise an ein neues Projekt seit deinen Näh-Anfängen bis heute etwas verändert? Warst du früher impulsiver? Inwieweit hilft dir deine Näherfahrung, heute Schnitte und Stoffe direkt besser einschätzen zu können?

Die größte Veränderung beim Planen ist für mich wohl die gewesen, dass ich heute mehr die Kombinierbarkeit meiner Kleidung anstrebe. Früher habe ich ein Shirt genäht, weil ich einen coolen Stoff hatte und Lust, diesen zu vernähen. Heute frage ich mich vorher: Passt das zu den anderen Stücken in meinem Kleiderschrank? Womit kann ich es kombinieren? Werde ich es wirklich gerne anziehen?

Was Stoffe und Materialien angeht, habe ich in den letzten Jahren sehr viel gelernt. Es gibt nicht nur Jersey und Sweat – das war eine große Einsicht! Es gibt tolle Stoffe, die dem Stil, den ich verwirklichen will, so viel besser entsprechen. Aber da gibt es auch gerade eine ‚Neuorientierung‘ bei den bekannten Stoffhändlern. Auch bei Schnittmustern würde ich mich so einschätzen, dass ich selten einen richtigen Schnitt-Fehlkauf lande. Manchmal liegt es aber auch einfach an der Konzeption des Schnittes, dass man damit nicht warm wird.

IMG_1969

Auf deinem Blog zeigst du häufiger Einblicke in deine Nähplanung und dein Näh-BuJo. Erzähle uns doch einmal, was es mit einem BuJo auf sich hat und wie du es für deine Nähplanung nutzt.

Ich habe vor einem Jahr das Bullet Journaling für mich entdeckt. Es geht darum, ein leeres Notizbuch zu nutzen, um seine Termine, Finanzen, Ideen, Projekte etc. zu planen. Klingt nicht spannend, aber ich kann mich dabei so kreativ ausleben und alles so gestalten, wie es für meine Bedürfnisse am besten passt. Dass das auch praktisch als Nähplaner ist, habe ich dann schnell festgestellt. Ich zeichne z.B. Outfitideen oder Projekte und mache Notizen.

IMG_1971

9

4-1

Inwieweit hilft dir deine Planung dabei, dass deine handgemachte Garderobe in sich stimmig und gut kombinierbar ist?

Ich würde sagen, dass ich da noch ganz am Anfang stehe. Es reicht ja nicht, dass ich mir für zukünftige Projekte überlege, wie ich sie kombiniere, sondern der Schrank ist ja schon voll mit genähten Sachen. Die versuche ich mir momentan wieder mehr ins Gedächtnis zu rufen und mit Mix & Match-Outfits zu zeigen, wie ich sie zusammen anziehen kann. Was mir aber auch sehr hilft bei der Planung, ist die Besinnung auf Farben und Schnitte, von denen ich weiß, dass ich sie gerne trage. Ich mag gedeckte Farben, grau und blau oder schwarz, weitere Oberteile und enge Hosen oder Röcke. Dass ich ein rosanes Maxikleid eher nicht tragen würde, ist da klar und da kann es einen noch so schönen Stoff oder Schnitt zu geben. Ich reflektiere aber auch viel, z.B. habe ich festgestellt, dass meine weit geschnittene Mom Jeans noch nicht so viele kombinierbare Oberteile findet, da ich zu weiten Hosen lieber enge Oberteile trage. Da ich aber bisher meist weite Oberteile genäht habe, fehlen Sachen zur Mom Jeans. Damit ergibt sich dann beispielsweise auch ein neues Projekt.

BeFunky Collage

Wenn eine Leserin durch dein Interview inspiriert wurde und ein eigenes Näh-BuJo starten möchte – was empfiehlst du für den Start? Wie fängt man am besten mit einem BuJo an?

Ich denke, da hilft nur: Ausprobieren. Man braucht nur ein paar Stifte und los geht’s. Alle Ideen können einfach als To-Sew-Liste notiert werden oder als Projekt erstmal gezeichnet werden. Wer zeichnen nicht so mag, kann auch Fotos aus Zeitschriften zur Inspiration aufkleben oder die Modellzeichnungen von Schnittmustern ausdrucken und anmalen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man einfach anfangen sollte und mit seinem Bujo ‚mitwächst‘. 😉

27-05_3

28-05_2

Und jetzt zu deinen Plänen: Hast du dir für 2018 etwas Besonderes vorgenommen? Gibt es spannende Projekte oder Aktionen, von denen du erzählen möchtest?

Für 2018 sollen ein paar Dinge von meiner ‚Ich-wollte-jetzt-schon-so-lange-Liste‘ abgehakt werden. Das könnte eventuell etwas mit neuem Blog-Design und Online-Shop zu tun haben… 😉 Ansonsten lasse ich mich gerne vom Jahr inspirieren, ich werde sicher weiter das Thema Planung und Kombination verfolgen und dazu hoffentlich auch für die Leser spannende Beiträge schreiben.

Außerdem mache ich dieses Jahr bei der Challenge #2018makenine mit. Es geht dabei darum, sich 9 Projekte für das Jahr rauszusuchen, die man gerne umsetzen möchte. Es geht nicht darum, dass man sie nähen muss oder nur diese 9 nähen darf, sondern einfach, sich ein paar Gedanken zu machen. Ich finde es sehr spannend, damit meine Prioritäten für dieses Jahr zu setzen. Vielleicht werden auch noch Schnittmuster getauscht oder Projekte ersetzt, aber ich habe jetzt schon mal ein Bild davon, welche Kleidungsstücke mir für dieses Jahr wichtig sind. Daher ist es eine tolle Challenge für mich. 🙂

Alle Fotos von Frederike Matthäus // Seemannsgarn handmade

So ihr Lieben – ich hoffe, das Interview hat euch gefallen und ihr konntet das ein oder andere daraus mitnehmen.

Einen Tipp habe ich noch für euch: Fredi hat als Freebie für ihre Blogleser einen Nähplaner zum Download und Ausdrucken gestaltet. Wenn ihr für eure Nähplanung noch auf der Suche nach dem richtigen Tool seid, dann schaut doch mal bei ihr vorbei!

An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Fredi für das schöne Interview!

Und euch wünsche ich einen tollen Tag!

Alles Liebe – Wiebke

 

1 Teil - 5 Outfits, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Shoppingfreies Jahr 2018

1 Teil – 5 Outfits // SoHo Shorts

Im Rahmen meines shoppingfreien Jahres habe ich mir vorgenommen, mich intensiv mit den Kombinations-Möglichkeiten meines Kleiderschrank-Inhalts zu beschäftigen. Zu diesem Zweck habe ich die Serie “1 Teil – 5 Outfits” ins Leben gerufen. Heute geht es los mit einem Teil, das ich bereits letztes Jahr im Rahmen meiner Sommer-Capsule genäht, bisher aber noch nicht verbloggt habe: meinen SoHo Shorts.

Schnitt: SoHo Shorts von Liesl & Co.

Variante: A

Stoff: hellbrauner Baumwoll-Leinen Mix

Warum diese Shorts zu einem absoluten Lieblings-Kleidungsstück geworden ist, ist leicht zu erklären: Sie ist so praktisch wie eine kurze Hose, sieht aber aus wie ein Rock. Sie ist absolut leicht und bequem. Sie ist lässig, kann aber auch schick. UND sie hat Taschen! Klare Sache, oder?

Genäht war sie – ausführlichem Sew-Along sei Dank – auch ohne Probleme. Und weil es – wie ihr jetzt sehen werdet – ein so vielseitiges Kleidungsstück ist, wird die hellbraune Version mit Sicherheit nicht die einzige bleiben.

So – und jetzt zeige ich euch die 5 Outfit-Varianten.

Outfit #1: Picknick am See

20180114_140749.jpg

20180114_140648.jpg

Blaues Ringel-Longsleeve: Handmade – Schnittmuster von Stoff & Stil

Outfit #2: Italien-Urlaub

20180114_140910.jpg

20180114_141035.jpg

Oberteil: Handmade – Sointu Kimono Tee

Outfit #3: Schick – für’s Büro oder festliche Anlässe

20180114_140218.jpg

20180114_140328.jpg

Oberteil: Handmade – Schnitt “Sunny Me” von Finas Ideen
Blazer: vor zwei Jahren bei H&M gekauft

Outfit #4: Lässig & Cool

20180114_140528.jpg

20180114_140424.jpg

Oberteil: Handmade – Burda Off-Shoulder Top

Outfit #5: Rockig für den nächsten Konzert-Besuch

20180114_140109.jpg

20180114_135946.jpg

Tshirt: Lorde Merchandising – letztes Jahr auf dem Konzert gekauft
Lederjacke: vor mehreren Jahren bei Zara gekauft

Ich habe versucht, in den Outfits so viele selbstgemachte Stücke wie möglich unterzubringen und bin ganz froh darüber, dass sich soweit alles gut miteinander kombinieren lässt. Das soll weiterhin eine Prämisse für all meine zukünftigen Nähprojekte sein.

Alles Liebe –  Wiebke