Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Halbzeit! Mein Zwischenfazit + Link-Up

Es ist unglaublich, aber die Hälfte der Challenge “Unser shoppingfreies Jahr” ist jetzt schon geschafft! Wie fühlt es sich für euch an? Könnt ihr es kaum erwarten, euch endlich mal wieder für einen ausgiebigen Shoppingbummel zu verabreden? Oder fehlt euch das Shoppen gar nicht? Ist die Challenge-Situation für euch schon zum neuen Normal geworden?

Ich würde mich so gerne mal zum ausgiebigen Quatschen mit euch verabreden, um eure Erfahrungen aus 6 Monaten shoppingfreiem Leben zu hören.

Heute versuche ich einmal, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen und auf das vergangene Halbjahr zurückzublicken.

6 Monate shoppingfrei – Mein Zwischenfazit

Wenn ich für das vergangene shoppingfreie Halbjahr ein Motto finden müsste, dann wäre es:

Es kommt immer anders, als man denkt.

Denn, dass ich in diesen 6 Monaten so gut wie keine Zeit zum Nähen haben würde, damit habe ich so absolut gar nicht gerechnet. Ich bin so voller rosaroter Nähpläne in das Jahr 2018 gestartet, dass ich nach den ersten Wochen Yogalehrer-Ausbildung sehr hart auf dem asphaltierten Boden der Tatsachen gelandet bin. Das kommt davon, wenn man immer alles gleichzeitig machen will.

Vor jedem Seminar Wochenende dachte ich: Komm Wiebke, nur noch dieses Wochenende und danach wird es wieder etwas entspannter… dann findest du Zeit zum Nähen. Und nach jedem Seminar Wochenende dachte ich: Oh Gott, Wiebke… wie sollst du das alles nur bis zum Examen in deinen Kopf bekommen!

Und so kam – wie schon gesagt – alles anders, als ich gedacht habe. In den letzten 6 Monaten ist nämlich nur genau ein einziges neues Kleidungsstück in meinen Kleiderschrank gewandert. Und mit dem hatte ich schon im Dezember angefangen.

Ich habe jetzt also tatsächlich 6 Monate aus meinem bestehenden Kleiderschrank gelebt. Und soll ich euch etwas verraten:

Es hat gar nicht weh getan!

Im Gegenteil. Durch die unerwartete Verschärfung der Challenge habe ich viel über meine Garderobe gelernt.

Meine Top 5 Erkenntnisse aus dieser Zeit

  1. Neu ist nicht gleich besser.
    Auch, wenn nicht ständig etwas neues in den Schrank wandert, kann man sich jeden Tag gut angezogen fühlen. Ich habe in den 6 Monaten in meinem Alltag keine wirklich schlimme Situation gehabt, in der ich verzweifelt bis panisch nach einem Outfit gesucht habe. Dadurch ist mir einerseits klar geworden, dass ich über eine solide Anzahl an gut kombinierbaren Klassikern verfüge, in denen ich mich wohl fühle und mit denen ich prima durch den Alltag komme. Diese Erkenntnis hat mir Ruhe und Gelassenheit gegeben. Außerdem habe ich erkannt, dass ich meinen Stil nicht – wie ich zu Beginn des Jahres dachte – komplett neu erfinden muss. Ich kann ihn aber ausbauen und schleifen.
  2. Ich habe mehr tolle Kleidung, als ich dachte.
    Zusätzlich zu der soliden Alltags-Kleidung habe ich auch für besondere Anlässe immer etwas in meinem Schrank gefunden. Meetings mit Kunden, Hochzeiten, Essen gehen – weil ich die Herausforderung hatte, habe ich mir viel mehr Mühe gegeben, meine Kleider durch Accessoires und neue Kombinationen selber noch einmal in neuem Licht zu sehen. Dabei sind tolle Outfits entstanden, die ich sonst nie in meinem Schrank entdeckt hätte.
  3. Outfits sind nicht gleich Outfits.
    Durch das stetig kreativer und wilder werdende Kombinieren meiner Kleidungsstücke, habe ich in den letzten 6 Monaten Outfits getragen, die mir vorher nie in den Sinn gekommen wären. Durch die künstlich geschaffene Knappheit bin ich kreativer und mutiger geworden. Dabei habe ich mich an manchen Tagen so so so gut in meiner (zweiten) Haut gefühlt. Bin voller Selbstbewusstsein durch den Tag gegangen und habe richtig gestrahlt. Zum Glück hatte ich direkt zu Beginn des Jahres die Eingebung, mir genau diese Outfits zu merken. Ich habe noch nicht mal Fotos davon gemacht, sondern mir einfach in meinem Notizbuch eine Liste mit dem Titel “Lieblings-Outfits” angelegt. Auf diese Liste kommen wirklich nur die Herzchen-Augen mit Sternchen super-duper Outfits, bei denen wirklich alles passt. Mittlerweile umfasst diese Liste 6 Outfits. Ich hoffe zum einen, dass ich diese Liste noch weiter ausbauen kann. Und zum anderen, dass ich aus diesen Outfits weitere Erkenntnisse für meine Stil-Entwicklung ziehen kann. Für meine Nähpläne werde ich diese Outfits jedenfalls als Inspiration nutzen.
  4. Es gibt Lücken in meiner Garderobe.
    Allerdings an ganz anderer Stelle, als ich gedacht hätte. Ich sagte ja bereits, dass ich mit tollkühnen Nähplänen in das Jahr gestartet bin. Und ich war fest davon überzeugt, dass ich zu den vernünftigen Näherinnen gehöre, die nicht einfach nur ein Teil nähen, weil es gerade in der Näh-Szene angesagt ist oder weil der Stoff gerade im Angebot war. Allerdings weiß ich eigentlich erst jetzt, was in meinem Kleiderschrank wirklich fehlt. Und diese Liste hat gar nicht mal sooo viele Übereinstimmungen mit meiner Näh-Liste vom Jahresanfang. Ich dachte ursprünglich, dass mir Unterteile fehlen – also Hosen und Röcke. Aber weit gefehlt – der Alltagstest hat gezeigt, dass ich mit meinen Jeans prima klar komme. Klar hätte ich gerne noch die eine oder andere Blau-Waschung mehr in meinem Schrank. Aber es funktioniert. Was bei mir aber tatsächlich Mangelware ist, sind Oberteile: T-Shirts, Pullover, Blusen. Hier könnte ich wirklich noch etwas aufstocken. Und Yoga-Kleidung. Wenn wir mit dem Waschtag mal etwas hinterher sind, wird es hier echt knapp.
  5. Auch – oder gerade dann – wenn man 6 Monate lang nicht shoppt und näht gibt es Ausmiste-Potential!
    Denn wenn man ein Kleidungsstück auch in dieser Challenge-Zeit nicht anfasst oder auch nur für Outfits in Erwägung zieht, dann kann man sich auch getrost davon trennen und lieber Platz für neue Teile schaffen. Ich habe tatsächlich Anfang diesen Monats eine Ausmiste-Runde gestartet und war mit meiner lieben Freundin Julia auf dem Weiberkram Markt. Auch wenn ich dort nicht all meine Teile losgeworden bin, werden die Stücke nicht wieder in den Schrank zurück wandern. Mir gefällt der neue Platz im Schrank. Und die Erkenntnis: Auch durch Wegnehmen kann man seinen Stil entwickeln und schärfen.

Was ist in den letzten 6 Monaten sonst noch passiert?

Ich habe meine große Strickliebe entdeckt. Auch wenn ich letztes Jahr schon gestrickt habe, ist es mir dieses Jahr noch einmal so richtig, richtig ans Herz gewachsen. Denn auch in den Phasen, in denen ich total gestresst war und absolut keine Zeit hatte, um auch nur an mein Nähzimmer zu denken – ein paar Reihen stricken abends auf der Couch gingen immer. (Wenn mir mein Handgelenk nicht gerade weh getan hat.) Und es hat mich so wunderbar beruhigt und geerdet. Strick-Therapie wirkt in hektischen Zeiten wahre Wunder.

Wie geht es in den nächsten 6 Monaten weiter?

Ich freue mich total darauf, wieder mit dem Nähen loslegen zu können. Ein Teil habe ich sogar schon fertig: Eine Raglan-Else, die ich euch bald hier zeigen werde. Zwei weitere Teile liegen schon fertig zugeschnitten auf meinem Nähtisch bereit.

Meine Ziele/Pläne für das zweite Halbjahr:

  • Ich möchte meine Make-Nine Teile für 2018 schaffen
  • Ich möchte meine Lieblings-Outfit-Liste weiter ausbauen und meine Nähplanung dementsprechend anpassen
  • Ich möchte weiterhin Stricken und mich in Colorwork üben, damit ich die tollen Pullis von Caitlin Hunter stricken kann.
  • Ich freue mich auf das Wollfestival in Düsseldorf im August und auf einen Workshop mit Melanie Berg im Atelyeah im November.
  • Ich möchte natürlich weiterhin hier tolle Blogposts und Interviews im Rahmen der Challenge “Unser shoppingfreies Jahr” veröffentlichen

So – ihr Lieben, das war mein Halbjahres-Fazit. Ich hoffe, ihr konntet bisher auch schon etwas aus der Challenge mitnehmen und seid euren Zielen und Wünschen, die ihr mit in die Challenge gebracht habt, ein großes Stück näher gekommen!

Ich freue mich auf eure Berichte!

Alles Liebe – eure Wiebke


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure April-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // April Bericht + Link-Up

Hallo ihr Lieben,

wie geht es euch? Ich hoffe, eure Motivation ist immer noch so hoch, wie zu Beginn der Challenge, bei unseren ersten Schritten auf diesem Weg.

Seid ihr weiterhin euren Vorsätzen treu geblieben?

Für mich war der April ein Wirbelwind von einem Monat. Darum habe ich auch beschlossen, meinen Bericht diesen Monat nicht – so wie in den letzten Monaten – anhand der strukturierten Fragen zu schreiben. Denn ich habe diesen Monat weder genäht noch eine einzige Masche gestrickt. Also könnte ich zu den Fragen eh nicht soo viel erzählen.

Mein April stand ganz im Zeichen meiner Yogaausbildung.

Ich musste bis heute all meine acht Buch-Reports fertig schreiben. Was natürlich voraussetzt, diese acht Bücher auch gelesen zu haben. Zusätzlich dazu mussten wir nachweisen, 42 öffentliche Yoga-Klassen besucht zu haben. Und auch um diesen Stunden-Zettel voll zu bekommen, hatte ich in den letzen vier Wochen eine ganze Menge zu tun.

Ich bin vier mal pro Woche im Yogastudio gewesen und habe an den anderen Abenden gelesen. Ein ganzes Wochenende stand im Zeichen der Ausbildung. Und auch dieses lange Wochenende über bin ich jeden Tag in Köln, um das letzte Ausbildungswochenende vor der Prüfung zu absolvieren.

Heute – es ist Sonntagabend – habe ich um neun Uhr morgens schon gemeinsam mit meinen Mitschülerinnen Kopf-und Unterarmstand geübt und bin erst nach sieben nach Hause gekommen. Ich sitze jetzt gerade beim Schreiben dieses Monatsbericsts noch in meinen Yogaklamotten auf dem Wohnzimmerboden und müsste eigentlich ins Bett. Denn morgen geht es auch um 8.00h pünktlich wieder los. Und das bedeutet, dass mein Wecker um 5.30h klingelt. Oh ja – ihr habt richtig gelesen. An meinem Brücken-Urlaubstag werde ich um h-a-l-b sechs aufstehen. “Du musst Yoga aber wirklich mögen, um so früh dafür aufzustehen.”, denkt ihr? Ja, so ist es. Diese Ausbildung ist eine der herausforderndsten Dinge, die ich bis jetzt gemacht habe. Ich befinde mich so oft weit ausserhalb meiner Komfortzone und liebe trotzdem jede Sekunde.

Allerdings fehlt mir das Nähen und Stricken mittlerweile sehr.

Ich freue mich schon sooo sehr darauf, mal wieder ein richtig ausgiebiges Nähwochenende einzulegen. Denn dass ich wirklich nur so wenig zum Nähen kommen würde – damit hätte ich zu Beginn der Ausbildung und zu Beginn unserer gemeinsamen Challenge nicht gerechnet.

Aber na ja – der Großteil ist geschafft. An Pfingsten haben wir unsere Prüfung und dann wird alles wieder etwas ruhiger. Dann kann ich endlich mal damit anfangen, an meinen “Make 9” Teilen zu arbeiten. Und habe hoffentlich mal wieder etwas Genähtes zu zeigen.

Was aber eigentlich ja die wichtigste Information
für diesen Monatsbericht ist, habe ich noch gar nicht erzählt:
Ich habe nichts gekauft!

Und so soll es auch weitergehen. Also auf in den Mai – ich freue mich auf alle Herausforderungen und Feierlichkeiten, die der Monat im Gepäck hat und bin gespannt, ob ich es nach Pfingsten endlich mal wieder an die Nähmaschine schaffe.

Und jetzt bin ich gespannt auf eure Berichte!

Alles Liebe – Wiebke


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure April-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

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Bloggertalk, Shoppingfreies Jahr 2018

Shoppingfreies Jahr 2018 // Blogger-Talk mit Elke von Elle Puls

Damit wir während unseres shoppingfreien Jahres immer mit frischem Input und Inspiration versorgt sind, habe ich einige Nähbloggerinnen auf den Blog eingeladen und zum Interview gebeten.

Den Anfang hat im Januar die liebe Fredi von Seemannsgarn handmade gemacht. Heute freue ich mich, Elke hier auf dem Blog begrüßen zu dürfen. Elke setzt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Nähen & Stilfindung auseinander und berichtet auf ihrem Blog Elle Puls über ihre Erfahrungen. Vor einigen Wochen hat sie passend dazu ihren Podcast “Näh deinen Stil” ins Leben gerufen. Also freut euch auf die Erkenntnisse, an denen uns die Expertin im Interview teilhaben lässt …


Wie lange nähst du schon Kleidung für dich selber und wie bist du zum Nähen gekommen?

Ich habe 2 Söhne und eine kleine Tochter. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich angefangen, Upcyclingprojekte für die Kinder zu nähen. Bodies aus T-Shirts meines Mannes, zu kurze Shirts verlängert etc. Danach habe ich begonnen, nach Ottobre Heften für die Kinder zu nähen bis ich irgendwann gemerkt habe, dass es doch mehr Sinn macht, für mich selbst zu nähen. Die Kinder sind den Kleidern immer so schnell entwachsen. Und als ich das erste Shirt mit überlangen Ärmeln anziehen durfte, war ich glücklich, denn im Laden sind mir die meisten Sachen mit meinen 1,82 m immer etwas zu kurz. Kleine Accessoires und Kissen habe ich aber schon als Jugendliche genäht.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Welche Kleidungsstücke dürfen in deinem Kleiderschrank auf keinen Fall fehlen und mit welchen (eventuell gerade angesagten) Teilen oder Schnitten wirst du nicht warm?

Mein Stil ist unaufgeregt, schlicht, sportlich. Ich suche immer eine unaufgeregte Extravaganz auch wenn sich das auf den ersten Blick widersprüchlich anhört. Damit meine ich, dass ich lieber einen etwas ausgefalleneren Schnitt mit schlichtem Stoff wähle als einen schlichten Schnitt mit auffallendem Stoff. Ich finde, bei schlichten Stoffen sieht man die Schnittführung besser. Das ist meins. Bei mir im Schrank dürfen auf keinen Fall schmale Hosen und Strickjacken fehlen.

Womit ich gerade (für mich) noch nicht warm werde ist der aktuelle Rüschentrend. Ich sehe immer wieder schöne Beispiele, doch habe ich das Gefühl, dass sie nicht zu mir passen wollen. Ich bin kein Trendsetter, ich brauche immer eine Weile bis ich mich an einen neuen Look gewöhnt habe und springe manchmal verspätet oder nicht auf einen Trend auf. Schnitte mit A-Linie sind definitiv nicht mein Ding. Das sieht bei mir immer nach Nachthemd aus.

Du dokumentierst auf deinem Blog ja bereits seit mehreren Jahren deinen Weg der Stilfindung, bzw. Stilentwicklung. In wieweit hängt Nähen für dich mit dem Thema Stilfindung zusammen?

Die Stilfindung war gleich vom ersten Moment an mit dem Nähen verbunden. Mein erstes Shirt für mich war aus türkisem Jersey mit apfelgrünen Bündchen und als Eyecatcher gab es noch ein gehäkeltes Äpfelchen dazu. Da merkte man den Farbenmix-Einfluss, denn dort habe ich mich damals für die Kinder inspirieren lassen. Das Shirt habe ich dann auch nur ein mal in der Öffentlichkeit getragen. So stellte sich die Frage, was mein Stil sein sollte. Da ich mich bei der Planung für ein neues Kleidungsstück unweigerlich mit dem Thema Farbe und Schnitt auseinandersetzen muss/darf, ist es für mich wichtig eine Art Fahrplan zu haben um Schrankleichen zu vermeiden.
Die Frage nach dem eigenen Stil wirft auch die Frage auf, was man eigentlich nach außen hin verkörpern möchte. Mir hat die Auseinandersetzung mit meinem Stil und mir selbst mehr Klarheit gegeben. Ich weiß jetzt besser, was ich will und was nicht. Und das nicht nur bei der Kleidung.

Du hast auf dem Gebiet der Stilentwicklung ja schon einiges an Erfahrungen gesammelt und viele Dinge ausprobiert – zum Beispiel hast du schon Farb- und Stil-Beratungen in Anspruch genommen, selber ein shoppingfreies Jahr eingelegt und auf deinem Blog Aktionen rund um das Thema ins Leben gerufen. Welche Maßnahmen haben dir auf deinem Weg am meisten geholfen und dich deinem Stil wesentlich näher gebracht? Wodurch hast du am meisten gelernt? Welche Schritte würdest du weiterempfehlen?

Den schnellsten Erfolg habe ich mit der Farbberatung gehabt. Instinktiv habe ich schon die richtigen Farben gewählt, aber immer mit merkwürdigen Ausreißern. Kühle Farben mit wenig Kontrast stehen mir am besten, also nicht schwarz-weiß geringelt sondern eher off-white-grau geringelt um ein Beispiel zu nennen. Ich habe mich dann selbst auf die Farben grau, blau, weiß, rosé und “schmutziges mint” eingschränkt. Dadurch passen schon mal alle Teile in meinem Kleiderschrank farblich wunderbar zusammen.

Das erleichtert auch den Einkauf von Stoffen. Ich gehe mit meinem persönlichen “Farbscanner” durch Stoffläden und blende mittlerweile gleich alle anderen Farben aus. Anfangs habe ich dazu einen Farbpass von meiner Beraterin mitgenommen. Den brauche ich jetzt nicht mehr. Ich weiß welche Farben und Nuancen ich haben möchte. Ich habe alle anderen Farben aus meinem Schrank verbannt. Dadurch sieht mein Schrankinhalt schön stimmig aus und macht Lust, sich etwas daraus auszusuchen.

Danach habe ich mich zu meinem Körpertyp beraten lassen, sprich, welche Schnitte mir am besten stehen. Da bin ich nicht so stringent, aber es hilft auch wieder, eine klarere Linie für sich zu finden.

Durch diese vermeintlichen “Einschränkungen” schärft man sein Profil. Ich höre jetzt öfter, dass die Farbe oder das Kleidungsstück “typisch Elke” sei. Für mich ist das ein Zeichen, dass ich so langsam einen Wiedererkennungseffekt mit meiner Kleidung erziele. Man kann diesen Rahmen, den ich mir gesetzt habe auch als Stützräder verbildlichen. Wenn man denn Fahrrad fahren kann, kann man die Stützräder abmontieren, sprich, ohne Farbpass einkaufen gehen. Freihändig fahren wäre dann, mal mutig etwas Neues auszuprobieren. Das ist meine Herangehensweise mit der ich zufrieden bin. Sie hat mein Leben vereinfacht. Ich finde immer eine gute Outfit-Kombination, wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe.

Erzähl uns doch noch ein bisschen mehr von deinem shoppingfreien Jahr. Was hat den Auslöser dafür gegeben? Wie ist das Jahr für dich gelaufen? Wie bewertest du die Erfahrung? Ist dir der Verzicht schwer gefallen? Welche waren die größten Herausforderungen, die du meistern musstest?

Der Verzicht ist mir überhaupt nicht schwer gefallen. Shoppen war seit den Kindern sowieso keine große Freude mehr. Mit Kinderwagen und ein bis drei Kindern durch die Läden zu ziehen war nie sehr zielführend. Und online zu shoppen ist keine gute Idee, weil ich die Retouren immer zu lange vor mir her schiebe…

Das Jahr war super. Ich habe mich nähtechnisch sehr weiter entwickelt und eben auch in Sachen Stil. Ich habe seitdem deutlich weniger Kleidung im Schrank, dafür aber deutlich mehr, was getragen wird. Die größte Herausforderung war das Nähen von Jeans. Ich habe in dem Jahr den Schnitt von meiner Lieblingsjeans abgenommen und mir zwei Hosen danach genäht, aber Jeansstoff ist nicht gleich Jeansstoff. Die Ergebnisse waren, sagen wir mal, durchwachsen.

Meine Regeln für das Jahr waren:

  • keine neue Kleidung kaufen außer Socken und Unterwäsche
  • Second Hand Kleidung ist erlaubt
  • selbst genähte Kleidung ist erlaubt

Ich habe kein einziges Second Hand Stück gekauft, weil ich auch nie danach suche.

Was hast du in dem Jahr gelernt? Welche Wirkung hatte der Konsumverzicht auf dich, deinen Alltag und deine Schneiderei? Gibt es etwas, auf das du besonders stolz bist?

Man braucht viel weniger als man immer meint. Es braucht nicht viele Kleidungsstücke um immer gut angezogen zu sein. Es braucht einfach die Richtigen. Das heißt, es macht Sinn, sich wirklich zu überlegen, welche Teile man braucht um verschiedene Outfits kombinieren zu können. Es braucht auch keine fancy Nähmaschine (obwohl ich welche habe). Ich hätte das alles auch mit einer einfachen Nähmaschine nähen können.

 

Der Konsumverzicht hat mir gezeigt, dass ich vorher viele Kleider einfach nur geshoppt habe um des Shoppen willens. Ich habe mich von Marken und Sonderangeboten leiten lassen. Der Grundgedanke ist jetzt ein ganz anderer. Manchmal kaufe ich etwas im Laden, aber dann ist es auch das Richtige. Ich kann auch 3 Stunden durch Geschäfte bummeln und nichts kaufen. Ich schaue mir lieber an was dort für Schnitte hängen und welche Stoffe von den Labels verwendet werden. Das inspiriert mich eher für neue Nähprojekte als zum Kauf.

Und jetzt zu deinen Plänen: Hast du dir für 2018 etwas Besonderes vorgenommen? Wie geht dein Weg der Stilentwicklung für dich weiter? Gibt es spannende Projekte oder Aktionen, von denen du erzählen möchtest?

Mein neues Projekt für dieses Jahr ist ein Podcast rund um das Thema Nähen und Stil. Der Podcast “Näh deinen Stil” ist schon gestartet. Es wird eine Mischung aus Interviews mit Personen aus der Nähszene und Solo-Episoden sein. Dadurch setze ich mich automatisch noch mehr mit dem Thema auseinander ohne meinen Schrank ständig neu zu füllen. Es macht mir Spaß über meine Garderobe zu sinnieren.

Aber es macht mir natürlich auch Spaß mir etwas zu nähen. Das wird in 2018 nicht ganz so viel werden, weil ich quasi durch Deutschland toure mit meinen Nähcamps. Bei meinen Nähcamps finden sich bis zu 40 begeisterte Hobbynäherinnen zusammen, um gemeinsam ein Wochenende lange zu nähen unter dem Motto “Zeit zum Nähen”. Wir haben immer einen Nähcoach dabei, der/die bei Fragen rund um Schnittänderung und Nähtechniken zur Verfügung steht. Zusätzlich kann man noch an einem Workshop teilnehmen. Ich sage nur #nähenverbindet.

Hast du einen Tipp, den du den diesjährigen Challenge-Mitstreiterinnen mit auf den Weg geben möchtest?

Arbeitet mit dem was ihr habt. Mit den Kleidern, die schon im Schrank hängen, mit den Stoffen, die schon im Regal liegen. Kauft neue Stoffe/ Kleider mit Bedacht, dann habt ihr länger Freude daran.

Alle Fotos von Elke Puls // Elle Puls

So ihr Lieben – ich hoffe, das Interview hat euch gefallen und ihr hattet beim Lesen genau so viele Erkenntnisse wie ich. Ich fühle mich durch Elke immer super inspiriert und bin sehr dankbar, dass sie sich – trotz ihres vollen Terminkalenders – die Zeit für unser Interview genommen hat.

Jetzt habe ich noch ein paar Klick-Tipps für euch – quasi die Show-Notes zu diesem Interview:

Habt ihr Lust, gemeinsam mit Elke zu Nähen und viele nähbegeisterte Frauen kennen zulernen? Dann schaut hier bei Elkes Nähcamp Tour vorbei. Vielleicht findet ihr ja einen Termin in eurer Nähe.

Elke entwirft und verkauft auch eigene Schnittmuster, z.B. das neue Knotenshirt “Mahé”. Schaut mal hier in ihrem Shop vorbei.

Super spannend für alle, die sich intensiver mit dem Thema Stilfindung auseinandersetzen möchten: Elke hat eine Blogserie mit dem Titel #klarheitimschrank gestartet. Hier findet ihr viele Tipps, um eure Garderobe stimmiger zu gestalten.

Und natürlich verlinke ich auch hier noch einmal zu dem sehr hörenswerten Podcast “Näh deinen Stil”. Ich habe alle Folgen auf einer langen Autofahrt hintereinander weg gehört und freue mich schon auf die nächsten Folgen.

So- jetzt habt ihr viel zu Lesen und zu Entdecken. Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // März Bericht + Link-Up

Unser shoppingfreies Jahr

Hallo ihr Lieben,

wie ist es euch ergangen? Fällt euch “Unser shoppingfreies Jahr” immer noch so leicht, wie zu Beginn des Jahres? Ich bin diesen Monat durch einen Katalog mit Frühlingsmode das erste Mal in Versuchung geführt worden, konnte aber widerstehen. Wie geht ihr mit den ständigen Versuchungen und Werbebotschaften um, denen man im Alltag ja kaum entfliehen kann? Ich finde die Frühlingsmode ja immer besonders gefährlich – wenn man den langen Winter so satt hat und sich einfach nur nach Licht und frischen Farben sehnt, ist man besonders anfällig für Versuchungen. Ich hoffe, ihr seid alle weiterhin standhaft und freut euch an eurer handgemachten Garderobe!

So – hier kommt mein ausführlicher Monatsbericht.

Unser shoppingfreies Jahr – März Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Die meiste Zeit war ich im März so beschäftigt, dass ich überhaupt nicht dazu gekommen bin, an Shoppen zu denken. Das war der Challenge natürlich sehr zuträglich. Was meine Stoffkäufe angeht, bin ich jetzt auch wieder beruhigt. Nachdem ich letzten Monat ja befürchtet hatte, eventuell jetzt als Ersatzbefriedigung zum unkontrollierten Stoffe-Shoppen überzugehen. Aber diese Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Denn diesen Monat habe ich tatsächlich nur 1.5 Meter schwarz-weißen Gingham-Baumwollstoff gekauft. Und der ist auch schon für ein ganz konkretes Projekt eingeplant. Davon abgesehen hatte ich im März kein Bedürfnis, weitere Stoffe nach Hause zu bringen. Ich habe aktuell einen ganzen Stapel Stoffstücke zu Hause liegen. Für jedes einzelne Stoffstück habe ich schon eine Kleidungsstück-Vision, aber leider viel zu wenig Nähzeit. Und um die Warteschlange nicht noch länger zu machen, werde ich jetzt erst einmal die Stoffe verarbeiten, die ich zu Hause habe. Sonst macht mich der Stapel eines Tages wahnsinnig.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Letzt Woche lag der H&M Frühjahrs-Katalog im Briefkasten. Ja, ich hätte ihn einfach ungeöffnet in die blaue Tonne schmeißen können. Mit dem Gedanken habe ich auch kurz gespielt. Aber dann dachte ich mir “Och wieso denn nicht ein wenig blättern? Nur so für die Inspiration.” Bei einer Tasse Tee habe ich es mir mit dem Katalog dann auf der Couch gemütlich gemacht und mir die neue Kollektion angeschaut, von der mir einige Teile wirklich, wirklich gut gefallen haben. Ich hatte direkt beim Blättern viele tolle Outfit Ideen im Kopf und fühlte mich sehr inspiriert. Und auf einmal hatte ich Sätze im Kopf wie “Boah, bis du dazu gekommen bist, dir so ein Outfit zu nähen, ist schon wieder Herbst. Es würde so viel einfacher und schneller gehen, wenn du dir einfach drei oder fünf Teile kaufen könntest. Dann könntest du diesen Look jetzt schon tragen.” Joaaa – das war also nicht so schön. Ich habe den Katalog dann zugeklappt, nach draussen in die Papier-Tonne gebracht und zur Ablenkung ein paar Reihen an meinem Frühlingsjäckchen gestrickt. Unfassbar, wie schnell solche Werbeprospekte Bedürfnisse wecken, die man eigentlich gar nicht hat. Denn genau das wollte ich ja nicht mehr: Schnell neue Klamotten kaufen, damit man bei allen kurzlebigen Trends mitmischen kann. Nee nee – ohne mich. Der nächste Katalog landet direkt in der Tonne.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Und schon wieder kann ich leider nur mit einem NEIN antworten. Aber immerhin habe ich ein kleines bisschen genäht. Zwar keine Kleidung, aber hübsches Strickzubehör. Ein Nadel-Etui und eine – bisher noch nicht verbloggte – Projectbag nach dem Vorbild der tollen Stricktaschen von Fringe & Co. Die zeige ich euch gerne schon mal:

 

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Die Erkenntnis des Monats lautet: Es geht nicht immer alles gleichzeitig. Diesen Monat habe ich gefühlt viel zu wenig gebloggt und es nur geschafft, einen einzigen Inspirations-Post zu unserem shoppingfreien Jahr zu veröffentlichen. Auch wenn ich deswegen ein wenig traurig bin, weil ich so viele tolle Ideen habe, die gerne mit euch teilen möchte, war in den letzten Wochen einfach nicht mehr drin. Und das aus einem guten und schönen Grund. Wie ich hier schon kurz berichtet habe, durfte ich am vergangenen Wochenende meine allererste offizielle Yogastunde gegeben. Mit echten Schülern in einem echten Yogastudio. Auf diese erste Stunde habe ich mich sehr ausführlich vorbereitet. Darum konnte ich nicht so viel Zeit in den Blog investieren. So ist es halt manchmal, wenn das Herz für mehrere Dinge schlägt. Aber auch das wird sich in den nächsten Wochen wieder einpendeln. Ich gehe einfach mit dem Flow.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Auf meinem Nähtisch liegt eine halb zugeschnittene Raglan-Else aus tollem Sweat in Rost-Orange. Ich hoffe, dass ich dieses gute Stück am Osterwochenende fertig stellen kann. Und dann gibt es da ja immer noch das Outfit, das ich schon seit Januar nähen möchte: Meine rost-orangen SoHo Shorts in Kombination mit dem Seamwork York Top in schwarz-weißem Gingham Stoff. Vielleicht schaffe ich ja an Ostern zumindest den Zuschnitt dieser Teile. Dann könnte ich unter der Woche Abends immer mal ein bisschen nähen, um diese Teile endlich, endlich von meiner To-Sew Liste abhaken zu können.

So – das war mein März Bericht. Jetzt bin ich gespannt, wie es euch ergangen ist!

Genießt das lange Osterwochenende und macht euch eine schöne Zeit mit euren Lieben!

Frohe Ostern und alles Liebe von Wiebke

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure März-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Inspiration, Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Inspiration: Sportkleidung nähen

Ich hatte mir schon ganz zu Beginn überlegt, für die Inspirations-Artikel zu “Unser shoppingfreies Jahr” ab und zu mal Linksammlungen für euch zusammenzustellen.
Dass diese erste Linksammlung jetzt Sportkleidung zum Thema hat ist nicht ganz uneigennützig.
Denn Sportkleidung ist bei mir gerade Mangelware. Unsere Waschmaschine läuft schon im Dauerbetrieb und trotzdem komme ich – Yogalehrer-Ausbildung sei Dank – nicht hinterher und krame ständig in meinen Schubladen nach einem halbwegs brauchbaren Yoga-Outfit.
In absehbarer Zeit möchte ich darum gerne meine Yoga-Garderobe um ein paar Teile aufstocken. Und weil ja das Frühjahr in den Startlöchern steht und damit die Sportsaison wieder anfängt, habe ich mir gedacht, dass dieses Thema auch für euch interessant sein könnte.
Darum habe ich das Netz nach schönen und funktionellen Sport-Schnittmustern und inspirierenden Designbeispielen durchforstet. Ich hoffe, meine Fundstücke gefallen euch!

1 Papierschnitt-Set von Stoff & Stil bestehen aus einem Sportshirt und einer Weste.

2 Kuschelige Wickeljacke von Burda – Nählevel “Super easy”.

3 Tanktop mit Racerback von Christine Haynes.

4 Sport-Bustier von Burda.

1 Sloan Leggins von Hey June Handmade. Zu diesem Modell gibt es auf dem Spoonflower-Blog einen Sew-Along und viele tolle Design-Beispiele aus den Spoonflower Sport-Lycra Stoffen .

2 Mountain Pose Pants von Hey June Handmade.

3 Leggings mit Hüftschmeichler-Rock von Burda.

4 Lässige Jogginghose von Burda. Hier sind die Bündchen an den Beinabschlüssen super. So können die Hosenbeine auch bei Kopfstand & Co. nicht rutschen.

5 Für Freunde der Papierschnitte: Sport-Set von Stoff & Stil, bestehend aus Leggings und Jacke.

1 Als ich den Joni Jumpsuit auf Selmins Blog entdeckt habe, wusste ich direkt, dass dieses tolle Teil auch beim Yoga eine super Figur machen würde.

2 Absoute Bewegungsfreiheit garantiert dieser lässige Yoga-Jumpsuit von Burda.

3 Wem im herabschauenden Hund schon mal sein T-Shirt über den Kopf gerutscht ist und wer dabei fast umgekippt wäre, weil er panisch versucht hat, seinen entblößten Oberkörper wieder zu bedecken, der weiß, warum ein T-Shirt Body das perfekte Teil für die Yoga-Garderobe ist. Dieser Schnitt von Aime comme marie ist zwar auf Französisch, aber mit Fredis Vokabelliste sollte es trotzdem klappen.

4 Langärmeliger Bodysuit von Named Clothing.

Sew your own activewear
Dieses Buch stamm aus der Feder der Bloggerin Melissa Fehr und ist ganz frisch erschienen. Auf ihrem Blog findet ihr viele Designbeispiele und auch Tipps für den Kauf und die Verarbeitung von Sport-Stoffen.

Nähen fürs Yoga
In diesem Buch gibt es nicht nur Schnittmuster für Yoga-Leggings und Kuscheljacken, sondern auch Anleitungen für Yoga-Accessoires wie Meditationskissen.

 

So – ich hoffe, dass ich euch mit dieser Zusammenstellung inspirieren konnte!

Kennt ihr auch noch tolle Sport-Schnittmuster? Gebt mir gerne eure Tipps in den Kommentaren – ich bin über jede Empfehlung dankbar!

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Februar Bericht + Link-Up

Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

wie ist es euch diesen Monat ergangen? Nachdem der Januar dieses Jahr so unfassbar dunkel und trist war, habe ich die vielen Sonnenstunden in den letzten zwei Wochen sehr genossen und dadurch so richtig Lust auf Frühling bekommen. Ich finde ja immer, wenn der Februar geschafft ist, kann man den Frühling schon fast greifen.

Geht euch das auch so? Überlegt ihr schon, was ihr für eure Frühlings-Garderobe nähen werdet? Erzählt es uns! Ich freue mich schon auf eure Februar-Berichte! Das Link-Up findet ihr am Ende dieses Beitrags.

Unser shoppingfreies Jahr – Februar Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Auch diesen Monat ist es mir glücklicherweise wieder sehr leicht gefallen, keine Kleidungsstücke zu kaufen. Ich hatte mit meiner Yogalehrer-Ausbildung so viel zu tun, dass ich mich super mit anderen Dingen beschäftigen konnte. Allerdings ist mir etwas aufgefallen, dass ich im kommenden Monat näher im Blick behalten möchte. Denn ich habe im Februar einen Stoff-Impulskauf getätigt. Das sieht mir normalerweise gar nicht ähnlich. Eigentlich kaufe ich erst neue Stoffe, wenn ich mit meinen geplanten Nähprojekten fertig bin. Und dann kaufe ich auch nur Stoffe, die für ein kronkret geplantes neues Projekt benötigt werden. Ich habe zu Hause wirklich kaum Stoffe auf Lager, die nicht schon fest verplant sind und auch innerhalb absehbarer Zeit verarbeitet werden. Und das möchte ich auch auf gar keinen Fall ändern! Ich habe einen Horror vor Stoff-Bergen, die in meinem Nähzimmer darauf warten, verarbeitet zu werden. Das würde mich in den Wahnsinn treiben!

Darum werde ich jetzt genauestens darauf achten, ob Stoffkauf zu einer Art Ersatzbefriedigung für den Verzicht auf Kleidungskauf werden könnte.

Wenn ich meine geplanten Projekte, für die ich den passenden Stoff schon zu Hause habe, sehe und mir dann überlege, wie viel Zeit ich im März zum Nähen haben werde, dann weiß ich, dass ich im März definitiv kein neues Material brauchen werde. Also wird auch nichts gekauft. Punkt.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Im Februar war ich tatsächlich das erste Mal in diesem Jahr in einem Klamottenladen. Ich habe eine Mitschülerin aus dem Yogateacher-Training in der Mittagspause zum Jeans-Kauf begleitet. Es war eine sehr schöne, individuelle Boutique mit sehr ausgefallenen Teilen kleiner Labels. In Köln gibt es solche Läden ja noch *seufz* Während sie in der Umkleidekabine war, bin ich in dem Geschäft umhergewandert und habe mir die modischen Kleidungsstücke und die tolle Ladendeko angeschaut. Und was soll ich sagen: Ich war völlig entspannt. Ich war mir die ganze Zeit über vollkommen darüber bewusst, dass ich nichts kaufen würde. Und fand es überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil – ich habe mich total frei gefühlt. Frei darin, die Inspiration, die mir diese sorgfältig zusammengestellte Kollektion bietet, aufzusaugen. Und das, ohne diesen fiesen, stressigen Kaufzwang im Nacken sitzen zu haben. Ich war erstaunt darüber, wie gut es sich angefühlt hat. Jetzt weiß ich, dass ich keinen großen Bogen um Kleidungsgeschäfte schlagen muss, sondern auch ohne Kaufabsicht ruhig mal einen Fuß über die Schwelle setzen kann.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Nein. Wie schon befürchtet, hatte ich im Februar ZERO Zeit zum Nähen. Dafür ist mit dem Frühlingsjäckchen Knit-Along ein neues Strickprojekt bei mir eingezogen.

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Selbst wenn ich wenig Zeit habe, finde ich immer ein paar Minuten, um zu Stricken. Tatsächlich schaffe ich es, ein bis fünf Reihen in jedem noch so vollen Tagesablauf unterzukriegen. Auch wenn es langsam vorwärts geht – Fortschritt ist Fortschritt. Und selbst wenn ich nur eine Reihe am Tag schaffe, habe ich das gute Gefühl, trotzdem etwas Produktives mit meinen Händen gemacht zu haben. Darum lautet meine Erkenntnis: Wenn es stressig wird, ist Stricken die beste Medizin. Nicht nur, weil es an sich schon sehr meditativ ist. Sondern auch, weil es einem das gute Gefühl gibt, trotz anstrengendem Alltag etwas geschafft zu haben.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ab März werden die Pausen zwischen meinen Yogateacher Wochenend-Seminaren etwas größer. Also werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Nähzeit haben. Meine Pläne sind seit dem Januar-Bericht unverändert. Ich würde gerne eine rost-orange SoHo Shorts nähen und dazu ein York Top in schwarz-weißem Gingham Stoff.

 

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Februar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)

 

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