Handgemachte Kleidung, Stricken

Auf den Nadeln im August

Ich freue mich total, einen neuen Meilenstein bei meinem Frühlingsjäckchen, dem Caramel Cardigan von Isabell Krämer, erreicht zu haben. Ich habe es nämlich endlich so weit geschafft, dass ich den Körper abketten konnte. Juhuu!

Mir ist absolut klar, dass ich eine echte Strickschnecke bin – allein der Name “Frühlingsjäckchen” spricht ja schon Bände. Angefangen habe ich mit dieser kuscheligen Strickjacke nämlich im Rahmen des Frühlingsjäckchen Knit-Alongs. Das war Ende Februar. Jap – so lange habe ich bis hierhin gebraucht. Und damit bin ich absolut im Reinen, denn ausser an dieser Jacke zu stricken und meinem Vollzeit-Job nachzugehen, habe ich in der Zeit noch eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolviert. Bäm! Und da war echt nicht mehr viel Zeit übrig. An Nähen war nicht zu denken. Aber ein paar Reihen stricken am Abend – das ging eigentlich immer.

So hatte ich das Gefühl, wenigstens ein bisschen was mit meinen Händen zu machen und gleichzeitig hat es mir total geholfen, meine Gedanken beisammen zu halten und in dem ganzen Trubel nicht durchzudrehen.

Da ich jetzt mit der Ausbildung fertig bin, möchte ich es mit dem Jäckchen auch werden. Damit es wenigstens als Herbstjäckchen dienen kann. Und da kam mir unser Urlaub natürlich sehr gelegen. Ich habe ein paar sehr genüssliche Netflix-Stricktage auf der Couch verbracht und konnte so gestern den Hauptteil abschliessen.

Heute werde ich mit den Ärmel Nummer 1 starten. Ich habe vom Düsseldorfer Wollfestival ausser wunderschöner Wolle auch ein addi CraSyTrio mitgebracht. Damit werde ich es versuchen. Bin mal gespannt, wie gut ich damit zurecht komme.

Neben dem Jäckchen habe ich in den letzten Wochen zwei Edda Einkaufsnetze gehäkelt. Diese Netze – ob in der gestrickten oder in der gehäkelten Variante – sind in der Strickszene ja gerade der absolute Renner. Und ich kann sehr gut verstehen warum.

Es tut einfach so gut, zwischendurch mal ein einfaches, schnelles Projekt einzuschieben, mit dem man in wenigen Tagen fertig werden kann. Ein schnelles Erfolgserlebnis für Zwischendurch. Und dann auch noch so stylisch und praktisch.

Ich möchte Eddas in allen Farben für mich selber und ich habe das Bedürfnis, Eddas an alle möglichen Menschen zu verschenken. Die bunte Edda habe ich an meine beste Freundin verschenkt. Die schwarze an meine liebe Mama. Als nächstes bekommt Sascha eine Edda in Petrol und Wolle für eine Natur-farbene liegt hier auch schon bereit. Also wie ihr lest -der Edda-Virus hat mich auch infiziert!

So – das war mein aktueller Woll-Bericht. Damit wandere ich jetzt in Marisas Link-Sammlung und schaue mal, was die anderen so “Auf den Nadeln” haben.

Alles Liebe – Wiebke

 

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Juli-Bericht und Link-Up

Unser shoppingfreies Jahr – Juli Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Grundsätzlich geht es mir nach wie vor richtig, richtig gut mit der Challenge! Ich habe letzten Monat um mich herum viele Leute im SALE Fieber beobachtet. Sascha hat mehrere Abende damit verbracht, die Asos Sale Angebote durchzuforsten und ein paar Schnäppchen einzufangen. Meine Kolleginnen haben ebenfalls Sommerurlaubs-Shopping betrieben. Und mich hat das alles einfach überhaupt nicht interessiert. Es ist mittlerweile so, dass ich das Gefühl habe, dass mich das Thema Shoppen einfach nicht mehr betrifft. Wenn zwei Kolleginnen sich darüber unterhalten, hat es den gleichen Effekt, also ob sie sich über die nächsten Termine ihres Ruder-Vereins unterhalten würden. Hat nichts mit mir zu tun. Und das finde ich gut so. Das Shopping-Karussell dreht sich ohne mich.

Trotzdem habe ich zu berichten, dass ich ein Teil gekauft habe. Und zwar völlig ohne schlechtes Gewissen.

Die Geschichte dazu: Sascha und ich waren Anfang Juli auf einem Alice in Chains Konzert in Köln. Die Karten habe ich schon Anfang des Jahres gekauft und mich ewig lang wie ein kleines Kind auf das Konzert gefreut. Wir sind ja sehr regelmäßige Konzertgänger und eigentlich hängen immer irgendwelche Konzert-Karten am Kühlschrank. Aber dieses Konzert war für mich wirklich etwas ganz Besonderes. Alice in Chains ist eine Grunge-Legende. Ich bin leider drei bis fünf Jahre zu jung und habe den Grunge in meiner Jugend knapp verpasst.

Darum bin ich so so so dankbar dafür, dass wir die Chance hatten, diese großartige Band noch einmal live zu sehen. Ja – und darum wollte ich unbedingt Merch kaufen. Ein T-Shirt oder so. Ich habe kurzzeitig überlegt, Sascha zu zwingen, ein Shirt zu kaufen, das ich mir dann ausleihen kann. Aber dann dachte ich mir: Was für ein Quatsch. Es ist keine Fast-Fashion. Du bist JETZT auf dem Konzert. Du würdest dir niemals nächstes Jahr nachträglich ein Band Shirt online kaufen. Also tu es einfach. Und das habe ich dann auch gemacht. Jetzt besitze ich einen wunderbaren, coolen Alice in Chains Hoodie und ich weiß, dass ich ihn lieben werde, bis er auseinander fällt. Das waren gut und langfristig investierte 40 Euro. Isso. Manchmal muss man auch undogmatisch sein.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Definitiv JA! Aber versteht mich bitte nicht falsch. Denn ich will mich wirklich wirklich nicht beschweren. Ich LIEBE unseren Jahrhundert-Sommer! Aber meine Garderobe ist darauf definitiv nicht eingerichtet. Ich habe viel zu wenig T-Shirts und Spaghetti-Träger Tops. Unsere Waschmaschine ist momentan im Dauereinsatz und irgendwie komme ich trotzdem jeden Morgen bei der Kleiderwahl ins Stocken. Das fühlt sich alles ein wenig anstrengend an und die Versuchung ist groß, einfach die schnelle Methode zu wählen und ein paar luftige Oberteile zuerst in einen digitalen Einkaufskorb und dann zu mir nach Hause wandern zu lassen. Aber ich halte durch. Auch wenn ich – ebenfalls aufgrund unseres Jahrehundert-Sommers – momentan keine Lust habe, mich in meinem Näh-Sauna-Zimmer aufzuhalten. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass ich kurzfristig etwas an dieser Kleidersituation ändern werde.

Aber – und das ist ja genau das, was ich mir von dieser Challenge erhofft habe – durch diese Herausforderungen lerne ich etwas! Dazu schreibe ich unten mehr…

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Ja! Also wenn man Accessoires mit dazu rechnet. Denn ich habe eine sommerliche Edda-Bag gehäkelt.

Hach – hat sich das gut angefühlt, endlich mal wieder etwas fertig zu stellen! Im Moment bin ich ja die Queen of WIPs. Aber so eine Häkel-Edda, die ist echt schnell gemacht. Ich glaube, das ist auch der Grund dafür, dass ich direkt die nächste angenadelt habe… irgendwie machen die Teile süchtig. Die sind aber auch einfach sooo cool – meine Edda ist aktuell schon im Dauereinsatz. Sie kommt mit zum Einkaufen und war auch schon am Badesee.

Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Wie oben schon angeteasert, habe ich – Challenge sei dank – mal wieder etwas gelernt.

  1. Ich brauche mehr Oberteile. Also T-Shirts, luftige Blusen und Camisoles – so heißen die Spaghettiträger-Tops ja jetzt. Das war mir vorher noch nicht in dieser Notwendigkeit bewusst. Und auf meiner To-Sew-Liste waren diese Kategorien auch eher unter-repräsentiert. Das werde ich jetzt ändern.
  2. Wenn es draußen richtig warm wird, habe ich keine Lust zu nähen. Das wusste ich eigentlich auch schon. Aber ich hatte es – im Flow meiner letzten Nähplanung – kurzzeitig vergessen. Oder gehofft, es würde dieses Jahr anders sein. Aber nein – es ist, wie es ist. Ich habe schlicht und einfach keine Lust und will lieber draußen sein. Auch das ist eine Erkenntnis, die ich für meine kommende Nähplanung berücksichtigen möchte. Sommer-Garderobe muss frühzeitig genäht werden, denn im Sommer ist Nähpause angesagt. Ich finde das völlig in Ordnung und gehe da gerne mit den Jahreszeiten.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Puh – sehr schwer zu sagen. Es ist Sommer. Ich habe zwei Wochen Urlaub. Keine Ahnung, ob ich Lust habe, in mein Nähzimmer zu gehen. Vielleicht sollte ich mein Näh-Equipment in den Garten schleppen und ein Terassen-Outdoor-Nähstudio eröffnen… dann könnte es etwas werden. Mal sehen.

Was ich aber auf jeden Fall geplant habe ist, noch mindestens zwei weitere Eddas zu häkeln und an meinem Frühlings-Jäckchen weiterzustricken. Vielleicht schaffe ich es im August bis zu den Ärmeln!

 

So – das war mein Bericht. Wie ist es euch ergangen? Seid ihr tapfer und widersteht der Sommer-Sale Werbung, die einen überall anspringt?

Alles Liebe – Wiebke

 


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Juli-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Halbzeit! Mein Zwischenfazit + Link-Up

Es ist unglaublich, aber die Hälfte der Challenge “Unser shoppingfreies Jahr” ist jetzt schon geschafft! Wie fühlt es sich für euch an? Könnt ihr es kaum erwarten, euch endlich mal wieder für einen ausgiebigen Shoppingbummel zu verabreden? Oder fehlt euch das Shoppen gar nicht? Ist die Challenge-Situation für euch schon zum neuen Normal geworden?

Ich würde mich so gerne mal zum ausgiebigen Quatschen mit euch verabreden, um eure Erfahrungen aus 6 Monaten shoppingfreiem Leben zu hören.

Heute versuche ich einmal, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen und auf das vergangene Halbjahr zurückzublicken.

6 Monate shoppingfrei – Mein Zwischenfazit

Wenn ich für das vergangene shoppingfreie Halbjahr ein Motto finden müsste, dann wäre es:

Es kommt immer anders, als man denkt.

Denn, dass ich in diesen 6 Monaten so gut wie keine Zeit zum Nähen haben würde, damit habe ich so absolut gar nicht gerechnet. Ich bin so voller rosaroter Nähpläne in das Jahr 2018 gestartet, dass ich nach den ersten Wochen Yogalehrer-Ausbildung sehr hart auf dem asphaltierten Boden der Tatsachen gelandet bin. Das kommt davon, wenn man immer alles gleichzeitig machen will.

Vor jedem Seminar Wochenende dachte ich: Komm Wiebke, nur noch dieses Wochenende und danach wird es wieder etwas entspannter… dann findest du Zeit zum Nähen. Und nach jedem Seminar Wochenende dachte ich: Oh Gott, Wiebke… wie sollst du das alles nur bis zum Examen in deinen Kopf bekommen!

Und so kam – wie schon gesagt – alles anders, als ich gedacht habe. In den letzten 6 Monaten ist nämlich nur genau ein einziges neues Kleidungsstück in meinen Kleiderschrank gewandert. Und mit dem hatte ich schon im Dezember angefangen.

Ich habe jetzt also tatsächlich 6 Monate aus meinem bestehenden Kleiderschrank gelebt. Und soll ich euch etwas verraten:

Es hat gar nicht weh getan!

Im Gegenteil. Durch die unerwartete Verschärfung der Challenge habe ich viel über meine Garderobe gelernt.

Meine Top 5 Erkenntnisse aus dieser Zeit

  1. Neu ist nicht gleich besser.
    Auch, wenn nicht ständig etwas neues in den Schrank wandert, kann man sich jeden Tag gut angezogen fühlen. Ich habe in den 6 Monaten in meinem Alltag keine wirklich schlimme Situation gehabt, in der ich verzweifelt bis panisch nach einem Outfit gesucht habe. Dadurch ist mir einerseits klar geworden, dass ich über eine solide Anzahl an gut kombinierbaren Klassikern verfüge, in denen ich mich wohl fühle und mit denen ich prima durch den Alltag komme. Diese Erkenntnis hat mir Ruhe und Gelassenheit gegeben. Außerdem habe ich erkannt, dass ich meinen Stil nicht – wie ich zu Beginn des Jahres dachte – komplett neu erfinden muss. Ich kann ihn aber ausbauen und schleifen.
  2. Ich habe mehr tolle Kleidung, als ich dachte.
    Zusätzlich zu der soliden Alltags-Kleidung habe ich auch für besondere Anlässe immer etwas in meinem Schrank gefunden. Meetings mit Kunden, Hochzeiten, Essen gehen – weil ich die Herausforderung hatte, habe ich mir viel mehr Mühe gegeben, meine Kleider durch Accessoires und neue Kombinationen selber noch einmal in neuem Licht zu sehen. Dabei sind tolle Outfits entstanden, die ich sonst nie in meinem Schrank entdeckt hätte.
  3. Outfits sind nicht gleich Outfits.
    Durch das stetig kreativer und wilder werdende Kombinieren meiner Kleidungsstücke, habe ich in den letzten 6 Monaten Outfits getragen, die mir vorher nie in den Sinn gekommen wären. Durch die künstlich geschaffene Knappheit bin ich kreativer und mutiger geworden. Dabei habe ich mich an manchen Tagen so so so gut in meiner (zweiten) Haut gefühlt. Bin voller Selbstbewusstsein durch den Tag gegangen und habe richtig gestrahlt. Zum Glück hatte ich direkt zu Beginn des Jahres die Eingebung, mir genau diese Outfits zu merken. Ich habe noch nicht mal Fotos davon gemacht, sondern mir einfach in meinem Notizbuch eine Liste mit dem Titel “Lieblings-Outfits” angelegt. Auf diese Liste kommen wirklich nur die Herzchen-Augen mit Sternchen super-duper Outfits, bei denen wirklich alles passt. Mittlerweile umfasst diese Liste 6 Outfits. Ich hoffe zum einen, dass ich diese Liste noch weiter ausbauen kann. Und zum anderen, dass ich aus diesen Outfits weitere Erkenntnisse für meine Stil-Entwicklung ziehen kann. Für meine Nähpläne werde ich diese Outfits jedenfalls als Inspiration nutzen.
  4. Es gibt Lücken in meiner Garderobe.
    Allerdings an ganz anderer Stelle, als ich gedacht hätte. Ich sagte ja bereits, dass ich mit tollkühnen Nähplänen in das Jahr gestartet bin. Und ich war fest davon überzeugt, dass ich zu den vernünftigen Näherinnen gehöre, die nicht einfach nur ein Teil nähen, weil es gerade in der Näh-Szene angesagt ist oder weil der Stoff gerade im Angebot war. Allerdings weiß ich eigentlich erst jetzt, was in meinem Kleiderschrank wirklich fehlt. Und diese Liste hat gar nicht mal sooo viele Übereinstimmungen mit meiner Näh-Liste vom Jahresanfang. Ich dachte ursprünglich, dass mir Unterteile fehlen – also Hosen und Röcke. Aber weit gefehlt – der Alltagstest hat gezeigt, dass ich mit meinen Jeans prima klar komme. Klar hätte ich gerne noch die eine oder andere Blau-Waschung mehr in meinem Schrank. Aber es funktioniert. Was bei mir aber tatsächlich Mangelware ist, sind Oberteile: T-Shirts, Pullover, Blusen. Hier könnte ich wirklich noch etwas aufstocken. Und Yoga-Kleidung. Wenn wir mit dem Waschtag mal etwas hinterher sind, wird es hier echt knapp.
  5. Auch – oder gerade dann – wenn man 6 Monate lang nicht shoppt und näht gibt es Ausmiste-Potential!
    Denn wenn man ein Kleidungsstück auch in dieser Challenge-Zeit nicht anfasst oder auch nur für Outfits in Erwägung zieht, dann kann man sich auch getrost davon trennen und lieber Platz für neue Teile schaffen. Ich habe tatsächlich Anfang diesen Monats eine Ausmiste-Runde gestartet und war mit meiner lieben Freundin Julia auf dem Weiberkram Markt. Auch wenn ich dort nicht all meine Teile losgeworden bin, werden die Stücke nicht wieder in den Schrank zurück wandern. Mir gefällt der neue Platz im Schrank. Und die Erkenntnis: Auch durch Wegnehmen kann man seinen Stil entwickeln und schärfen.

Was ist in den letzten 6 Monaten sonst noch passiert?

Ich habe meine große Strickliebe entdeckt. Auch wenn ich letztes Jahr schon gestrickt habe, ist es mir dieses Jahr noch einmal so richtig, richtig ans Herz gewachsen. Denn auch in den Phasen, in denen ich total gestresst war und absolut keine Zeit hatte, um auch nur an mein Nähzimmer zu denken – ein paar Reihen stricken abends auf der Couch gingen immer. (Wenn mir mein Handgelenk nicht gerade weh getan hat.) Und es hat mich so wunderbar beruhigt und geerdet. Strick-Therapie wirkt in hektischen Zeiten wahre Wunder.

Wie geht es in den nächsten 6 Monaten weiter?

Ich freue mich total darauf, wieder mit dem Nähen loslegen zu können. Ein Teil habe ich sogar schon fertig: Eine Raglan-Else, die ich euch bald hier zeigen werde. Zwei weitere Teile liegen schon fertig zugeschnitten auf meinem Nähtisch bereit.

Meine Ziele/Pläne für das zweite Halbjahr:

  • Ich möchte meine Make-Nine Teile für 2018 schaffen
  • Ich möchte meine Lieblings-Outfit-Liste weiter ausbauen und meine Nähplanung dementsprechend anpassen
  • Ich möchte weiterhin Stricken und mich in Colorwork üben, damit ich die tollen Pullis von Caitlin Hunter stricken kann.
  • Ich freue mich auf das Wollfestival in Düsseldorf im August und auf einen Workshop mit Melanie Berg im Atelyeah im November.
  • Ich möchte natürlich weiterhin hier tolle Blogposts und Interviews im Rahmen der Challenge “Unser shoppingfreies Jahr” veröffentlichen

So – ihr Lieben, das war mein Halbjahres-Fazit. Ich hoffe, ihr konntet bisher auch schon etwas aus der Challenge mitnehmen und seid euren Zielen und Wünschen, die ihr mit in die Challenge gebracht habt, ein großes Stück näher gekommen!

Ich freue mich auf eure Berichte!

Alles Liebe – eure Wiebke


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure April-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

Wenn ihr erst jetzt von der Aktion erfahren habt, aber gerne noch einsteigen möchtet, dann seid ihr natürlich herzlich Willkommen! Hier im Ursprungspost zu “Unser shoppingfreies Jahr” könnt ihr noch einmal alles zu der Aktion nachlesen.

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Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // April Bericht + Link-Up

Hallo ihr Lieben,

wie geht es euch? Ich hoffe, eure Motivation ist immer noch so hoch, wie zu Beginn der Challenge, bei unseren ersten Schritten auf diesem Weg.

Seid ihr weiterhin euren Vorsätzen treu geblieben?

Für mich war der April ein Wirbelwind von einem Monat. Darum habe ich auch beschlossen, meinen Bericht diesen Monat nicht – so wie in den letzten Monaten – anhand der strukturierten Fragen zu schreiben. Denn ich habe diesen Monat weder genäht noch eine einzige Masche gestrickt. Also könnte ich zu den Fragen eh nicht soo viel erzählen.

Mein April stand ganz im Zeichen meiner Yogaausbildung.

Ich musste bis heute all meine acht Buch-Reports fertig schreiben. Was natürlich voraussetzt, diese acht Bücher auch gelesen zu haben. Zusätzlich dazu mussten wir nachweisen, 42 öffentliche Yoga-Klassen besucht zu haben. Und auch um diesen Stunden-Zettel voll zu bekommen, hatte ich in den letzen vier Wochen eine ganze Menge zu tun.

Ich bin vier mal pro Woche im Yogastudio gewesen und habe an den anderen Abenden gelesen. Ein ganzes Wochenende stand im Zeichen der Ausbildung. Und auch dieses lange Wochenende über bin ich jeden Tag in Köln, um das letzte Ausbildungswochenende vor der Prüfung zu absolvieren.

Heute – es ist Sonntagabend – habe ich um neun Uhr morgens schon gemeinsam mit meinen Mitschülerinnen Kopf-und Unterarmstand geübt und bin erst nach sieben nach Hause gekommen. Ich sitze jetzt gerade beim Schreiben dieses Monatsbericsts noch in meinen Yogaklamotten auf dem Wohnzimmerboden und müsste eigentlich ins Bett. Denn morgen geht es auch um 8.00h pünktlich wieder los. Und das bedeutet, dass mein Wecker um 5.30h klingelt. Oh ja – ihr habt richtig gelesen. An meinem Brücken-Urlaubstag werde ich um h-a-l-b sechs aufstehen. “Du musst Yoga aber wirklich mögen, um so früh dafür aufzustehen.”, denkt ihr? Ja, so ist es. Diese Ausbildung ist eine der herausforderndsten Dinge, die ich bis jetzt gemacht habe. Ich befinde mich so oft weit ausserhalb meiner Komfortzone und liebe trotzdem jede Sekunde.

Allerdings fehlt mir das Nähen und Stricken mittlerweile sehr.

Ich freue mich schon sooo sehr darauf, mal wieder ein richtig ausgiebiges Nähwochenende einzulegen. Denn dass ich wirklich nur so wenig zum Nähen kommen würde – damit hätte ich zu Beginn der Ausbildung und zu Beginn unserer gemeinsamen Challenge nicht gerechnet.

Aber na ja – der Großteil ist geschafft. An Pfingsten haben wir unsere Prüfung und dann wird alles wieder etwas ruhiger. Dann kann ich endlich mal damit anfangen, an meinen “Make 9” Teilen zu arbeiten. Und habe hoffentlich mal wieder etwas Genähtes zu zeigen.

Was aber eigentlich ja die wichtigste Information
für diesen Monatsbericht ist, habe ich noch gar nicht erzählt:
Ich habe nichts gekauft!

Und so soll es auch weitergehen. Also auf in den Mai – ich freue mich auf alle Herausforderungen und Feierlichkeiten, die der Monat im Gepäck hat und bin gespannt, ob ich es nach Pfingsten endlich mal wieder an die Nähmaschine schaffe.

Und jetzt bin ich gespannt auf eure Berichte!

Alles Liebe – Wiebke


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Handgemachte Kleidung, Stricken

Auf den Nadeln im April

In den letzten Wochen war ich hauptsächlich damit beschäftigt, für meine Yogaausbildung zu arbeiten. Wahlweise habe ich Klassen vorbereitet und auswendig gelernt, selber Klassen besucht oder in meinen Büchern gelesen. Die Abgabefrist für meine Bookreports und meine StundenNachweise rückt in großen Schritten näher und ich befinde mich im absoluten Endspurt-Modus.

Dadurch habe ich leider das sowohl das letzte Zwischenstands-Treffen des Frühlingsjäckchen Knit-Alongs sowie das Finale verpasst. Obwohl ich ja von Anfang an nicht davon ausgegangen bin, dass ich den Finale-Termin schaffen würde. Mittlerweile befürchte ich aber auch, dass ich noch nicht mal das Finale der Herzen erreichen werde. Aber so ist es halt – meinen Fortschritt möchte ich euch natürlich trotzdem zeigen.

Jetzt habe ich endlich – wie ich es eigentlich schon beim letzten Beitrag vorhatte – einen Streifen in jeder Farbe vorzuweisen. So könnt ihr die komplette Farbkombination jetzt einmal in verstrickt sehen und nicht nur als Knäuel. Ich bin nach wie vor total begeistert von den Farben und freue mich wirklich schon sehr auf das Jäckchen.

Allerdings ist es in den letzten Wochen nur sehr schleppend voran gegangen. Das hatte mehrere Gründe – vom Yoga üben mal ganz abgesehen: Zum einen war ich sehr vorsichtig und habe nicht zu lange am Stück gestrickt, da mir mein Handgelenk in letzter Zeit öfters mal weh getan hat. Und zum anderen musste ich sehr lange auf ein Päckchen von Amazon warten, in dem sich ein längeres Seil für meine Stricknadeln befand. Denn mit meinem 100cm Seil war es bei den vielen Maschen in den letzten Reihen einfach nur noch ein Krampf, die Maschen zu verschieben und auf dem Seil zu verteilen. Mit dem längeren 150cm Seil ist es jetzt wieder wesentlich entspannter.

Ich habe noch 7 Reihen bis ich die Ärmel-Maschen abtrennen kann. Das ist mein nächstes Zwischenziel, das ich hoffe bis Ende nächster Woche zu erreichen. Denn von einer lieben Mit-Strickerin habe ich mir sagen lassen, dass sich der Rest der Jacke danach wie von selber strickt. 🙂

Da dieser Beitrag jetzt ja nicht in das Link-Up des FJKA wandert, sondern zu Marisas Auf den Nadeln, nutze ich die Gelegenheit und zeige euch auch noch einmal den aktuellen Stand meines Sous Sous Sweaters. Hier bin ich – bevor mit dem Cardigan angefangen habe – bei dem Vorderteil ein ganzes Stück weitergekommen. Aktuell pausiert dieses Projekt. Ich hoffe aber, dass ich den schönen Pulli danach fix fertig stricken kann. Ich habe schon so einige Outfit-Ideen im Kopf, darum wünsche ich ihn mir lieber schnell als langsam in meiner Garderobe.

So – das war es mit meinen aktuellen Strick-Projekten.

In meinem Kopf wird die To-Knit-Liste immer länger. Ich habe ja noch die Wolle für meinen Shockwaves Schal unangetastet hier zu Hause liegen und bei einem Straßburg Besuch mit meiner besten Freundin habe ich in einem entzückenden Wollgeschäft traumhaft weiche Wolle gekauft, aus der ich einen Nobbles Wrap stricken möchte. Aber davon erzähle ich euch später noch mehr.

Alles Liebe – Wiebke

Stricken

Das schönste Wollgeschäft in Straßburg

Meine beste Freundin Fränzi wohnt seit vielen Jahen in einem kleinen Städtchen namens Kehl. Immer, wenn ich diesen Namen ausspreche nicken die Menschen und sagen: “Ja Kiehl ist toll – ich bin auch so gerne im Norden.” Darauf antworte ich dann jedes Mal: “Nein, sie wohnt in Keeeehhhl. Das liegt in Süddeutschland, direkt am Rhein und direkt an der Grenze zu Frankreich.” Dann nicken die meisten Leute nicht mehr, denn Kehl kennt tatsächlich so gut wie keiner. Ist auch nicht verwunderlich, denn die Stadt ist klein und unscheinbar. Und wie jede Grenzstadt ein bisschen komisch.

Aber Kehl hat mehrere wirklich ganz tolle Vorteile. Einer davon ist, dass man nur einmal den Rhein überqueren muss, um sich in Straßburg wiederzufinden. Das kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen. Und neuerdings auch – ohne umsteigen zu müssen – mit der Straßenbahn. Und diesen großartigen Vorteil nutzen wir eigentlich jedes Mal, wenn ich bei Fränzi zu Besuch bin.

 

Wir beide lieben die Stadt sehr und waren auch schon bevor Fränzi in den Süden gezogen ist mehrmals dort. Das Elsass mit seinen Fachwerkhäusern, Schindel-Dächern und Störchen ist einfach wunderschön. Und Straßburgs Altstadt – auch “Petit France” genannt – ganz besonders. In jeder noch so kleinen Gasse öffnet sich auf einmal ein hübscher Hinterhof mit einem verträumten Restaurant. Überall gibt es lebendige Plätze und bei schönem Wetter sitzen Grüppchen jeden Alters am Wasser und geniessen ihre Freizeit. Es ist französisches Lebensgefühl pur.

Aus Sicht von uns Handwerksbegeisterten ist Straßburg ebenfalls ein tolles Ziel.

Denn es gibt in der Innenstadt und Altstadt mehrere Woll- und Stoffgeschäfte. Fränzi und ich wissen das sehr genau, denn wir haben sie schon einmal alle an einem Tag abgeklappert. Und zwar unter erschwerten Bedingungen. Erschwert trifft es ziemlich genau, denn Fränzi war damals hochschwanger und hat eine prachtvolle Kugel vor sich her getragen. Dazu kam, dass es Advents- und Weihnachtsmarktzeit und damit überall brechend voll war. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, herrschte damals – es war kurz nach den Terroranschlägen von Paris – höchste Warnstufe. Die Stadt war voller Polizei, bewaffnet mit Maschinengewehren, und die Straßenbahn durfte nur an ganz bestimmten Haltestellen halten. Wir sind also SEHR viel gelaufen an dem Tag.

Die Entschädigung bekamen wir, als wir den letzten Laden auf unserer Liste – ein Geheimtipp von Fränzis Arbeitskollegin – betraten: La Droguerie. Ein Woll- und Handarbeitsgeschäft – komplett eingerichtet mit dem Holz-Mobiliar einer alten Apotheke oder Drogerie. Wir konnten es kaum fassen, so schön und inspirierend war dieser Laden. Wir fühlten uns wie im 7. DIY-Himmel. Leider war auch dieser Laden an besagtem Tag rappelvoll, so dass wir ihn mit leeren Händen aber dem guten Vorsatz, noch einmal wieder zu kommen verließen.

Diesen Vorsatz haben wir nun endlich wahr gemacht. Und dieses mal hatten wir unser kleines Handarbeits-Paradies sogar für uns alleine. Wir konnten uns in aller Ruhe umsehen, alles in die Hand nehmen, Wolle streicheln und gleichzeitig 1000 Ideen spinnen.

Neben einer schönen Auswahl an Wolle gibt es auch Liberty Stoffe mitsamt Nähzubehör und Schnittmustern. Es gibt ein riesen Sortiment an Zubehör, um Schmuck selber zu machen und die tollste Knopf-Auswahl, die ich je in einem Laden gesehen habe.

Der Laden ist voll mit den schönsten Designbeispielen – egal in welche Richtung man seinen Blick lenkt, die Inspiration springt einem ins Gesicht. Es war sehr schwer für uns, nicht einfach kreuz und quer alles mögliche zu kaufen. Aber wir haben es geschafft, wirklich nur Dinge zu kaufen, für die wir einen konkreten Plan haben. *klopfaufdieschulter* Bei mir waren das 250g von unfassbar weicher Baby-Alpakka-Seide Wolle in einem tollen, leuchtend hellen Himmelblau.

Die Wolle wird vor Ort abgewogen und auch schon gewickelt, so dass ich das Geschäft mit zwei strickbereiten Knäulen verlassen habe.

Und nach dem überaus erfolgreichen Einkaufsbummel gab es auch für uns eine Pause auf einer Restaurant-Terrasse direkt am Wasser. Herrlich!

Ich glaube, dass ein Besuch bei La Droguerie jetzt zu einem festen Programmpunkt für jeden Straßburg Besuch wird. Und für diese tolle Wolle habe ich auch schon einen Plan! Ich möchte den Nobbles Wrap von Ducathi daraus stricken. Ich kann es kaum erwarten, diese traumhaft weiche Wolle zu verarbeiten. Vorher habe ich zwar noch ein paar andere Strickprojekte auf den Nadeln, aber ich kann die Wolle zwischendurch ja schon mal streicheln.

So ihr Lieben, ich freue mich, dass ihr uns bei diesem schönen Mädels-Ausflug begleitet habt und hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf diese Stadt machen. Wart ihr schon mal in Straßburg? Kennt ihr auch tolle Wollgeschäfte im Ausland? Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Alles Liebe – Wiebke