Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Stricken

Gestricktes // Kate’s Cardigan von Rosa P. // MeMadeMittwoch

Willkommen zu meinem heutigen Beitrag zum MeMadeMittwoch! Ich freue mich total, heute mal wieder dabei sein zu können und euch mein neuestes fertiges Strickprojekt zu zeigen. Den Kate’s Cardigan von rosa p.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog

Auf die Passform dieser Jacke bin ich besonders stolz, denn ich habe völlig andere Wolle benutzt, als in der Anleitung vorgesehen und habe mich zum ersten Mal daran gewagt, eine Maschenprobe umzurechnen.

Das letzte Strickprojekt, bei dem ich fröhlich die empfohlene Wolle ignoriert habe, war mein hier gezeigter Balloon Cardigan von PetiteKnit. Nun ja – so richtig gut geklappt hat das nicht. Der Cardigan ist zwar schön geworden und flauschig und alles. Aber leider eben auch viel zu groß. Was ihn super schwierig zu kombinieren macht. Und die überdimensionierten Ballonärmel machen ihn leider auch etwas unpraktisch. Brote schmieren ist keine gute Idee, wenn man diese Jacke trägt. Das ist natürlich 100% mein Fehler und liegt nicht an der Anleitung. Auch wenn ich den Balloon Cardigan trotzdem sehr liebe, wollte ich es bei meinem nächsten Strickprojekt besser machen.

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Denn auch bei meinem geplanten Kate’s Cardigan von rosa p. wollte ich eine andere Wolle nutzen. Ich hatte mich bei meinem Besuch in einem feinen Düsseldorfer Strickladen – dem Atelier Frohsinn – unsterblich in die Farbe und Flauschigkeit der Wool Addicts Water verliebt. Und darum musste es unbedingt diese Wolle für den Cardigan sein. Leider stellte sich dieses Garn von Lauflänge und Maschenprobe her als gänzlich unpassend heraus. Aber ich habe mich herangewagt und fleißig meine Strickmathe-Hausaufgaben erledigt.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog
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Soll heißen: Maschenprobe gestrickt. Maschenprobe gewaschen und geblockt! (Dies zu vergessen war mein Verhängnis beim Balloon Cardigan). Maschen und Reihen gezählt. Getüftelt.

So habe ich die Maschenprobe umgerechnet

Für diejenigen, die es interessiert – und möglicherweise auch für mich, damit ich es später selber noch einmal nachlesen kann – halte ich hier mal meinen Prozess fest, mit dem ich zu meinem Umrechnungs-Ergebnis gekommen bin. Ich weiß nicht, ob es der einfachste und professionellste Weg ist, aber so bin ich es angegangen.

Die Anleitung des Kate’s Cardigan ist für eine Maschenprobe von 22 Maschen und 34 Reihen auf 10cm bei einer Nadelstärke von 4.5mm ausgelegt.

Meine geblockte Maschenprobe betrug 19 Maschen und 27 Reihen auf 10cm bei einer Nadelstärke von 4.5 mm.

Das Maschenbild gefiel mir, also wollte ich die Nadelstärke beibehalten und habe von hier aus folgende Überlegungen angestellt.

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Reihen/Länge

Da ich wesentlich weniger Reihen stricken musste, um auf die 10cm zu kommen, habe ich beschlossen, während des Strickens eher auf die Maße, also die Länge des Strickstücks zu achten, als auf die laut Anleitung zu strickenden Reihen. Ich habe die Jacke beim Stricken immer wieder anprobiert und abgemessen, wie lang ich sie haben möchte. So habe ich sowohl den Körper als auch die abschließende Rüsche um einige Reihen verkürzt.

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Maschen/Breite

Hier habe ich die Maschen mit den in der Anleitung angegebenen Maßen des fertigen Strickstücks verglichen. In der Anleitung waren 22 Maschen für 10cm angegeben. Wenn ich mit meiner Wolle 22 Maschen stricke, komme ich auf 12 cm. Pro 10cm hätte ich also 2cm Mehrweite. Dies habe ich auf den angegebenen Brustumfang der fertigen Jacke hochgerechnet und so bin ich zu dem Ergebnis gekommen, die Jacke in Größe 36 zu stricken. Laut Anleitung hätte die Jacke in dieser Größe nur einen Brustumfang von 90,5cm. Mit meinen 2cm Mehrweite pro 10cm komme ich mit meiner Wolle auf einen Brustumfang von ca. 108 cm. (2cm x 9 = 18cm | 90cm + 18 cm = 108cm) Und der würde mir super passen. Mit ca. 10cm positive ease für mich genau richtig.

Also habe ich die Maschen für Größe 36 angenadelt und in Gedanken die Daumen gedrückt, dass meine Strickmathematik am Ende aufgeht.

Mein Loblied auf die Wool Addicts Water

Und das tat sie zum Glück! Ich bin mit der Größe sehr zufrieden und bin absolut froh, dass ich die flauschige und voluminöse Baby Alpaka Wolle für den Kate’s Cardigan genutzt habe. Denn sie ist einfach ein Traum! Weich wie eine Wolke und super leicht. Man merkt fast gar nicht, dass man eine Jacke trägt. Gleichzeitig hält sie schön warm ohne zu warm zu sein. Ich glaube, ich entwickele mich zu einem riesen Fan von Alpaka Wolle.

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Die Wool Addicts Water kann ich wirklich nur empfehlen. Aufgrund der voluminösen und leicht unregelmäßigen Struktur, passt sie zwar nicht zu jeder Anleitung und man muss sich seine Projekte sehr genau aussuchen. Aber die Mühe lohnt sich definitiv! Meine Alpaka Kate hat sich jetzt schon zu einem absoluten Favoriten in meinem Kleiderschrank entwickelt. Durch die tolle Farbe lässt sie sich super kombinieren und die Rüsche gepaart mit den leichten Ballonärmeln machen so feine Details aus, dass ich mich mit dieser Jacke immer gut angezogen fühle.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog
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Ein weiterer Vorteil dieser Wolle: Ich war für meine Verhältnisse super schnell mit der Jacke fertig! Angenadelt habe ich sie im April und abgekettet habe ich Ende Juni. Das ist für mich Strickschnecke wirklich schnell!

… ich könnte bei jedem fertigen Teil Konfetti werfen!

Ich freue mich jedenfalls sehr über diesen kuscheligen Neuzugang in meinem Kleiderschrank und kann es kaum erwarten, bis das nächste Strickstück fertig ist. Vielleicht gerade weil ich immer so lange daran stricke, sind fertige Strickstücke für mich einfach die tollsten Erfolgserlebnisse. Richtige Feierlichkeiten. Und der Effekt nutzt sich überhaupt nicht ab. Auch wenn es mittlerweile gar nicht mehr sooo wenige sind, könnte ich bei jedem fertigen Teil Konfetti werfen! Kein Wunder, dass Stricken so süchtig macht und es sich so schnell zu meinem liebsten Hobby entwickelt hat.

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Geht euch das auch so?

Ich schaue jetzt noch bei den anderen Beiträgen vom MeMadeMittwoch vorbei und hole mir eine frische Ladung Inspiration.

Ich wünsche euch einen tollen Start in den Oktober!

It’s sweater season!

Happy fall y’all!

Alles Liebe

Wiebke


Zusätzlich verlinkt bei Maschenfein’s Auf den Nadeln im Oktober.


Die Projekt-Details im Überblick

Anleitung: Kate’s Cardigan von rosa p.

Wolle: Wool Addicts Water in der Farbe 0015

Nadelstärke: 4.5mm

Größe: 36

Garnverbrauch: 300g (6 Knäuel)

Änderungen: Körper 3 Reihen kürzer als angegeben. Rüsche 3cm kürzer als angegeben.

Hier könnt ihr auch noch einmal alle Details auf meiner Ravelry Projekt-Seite anschauen.

Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Stricken

Gestricktes // Mein strahlend blauer Balloon Cardigan

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Heute hole ich meinen zwar sehr vernachlässigten aber noch immer heiß geliebten Blog endlich aus seinem sehr langen Dornröschenschlaf. Für irgendewas muss die Corona Zwangspause ja gut sein. Ich nutze die gewonnene Zeit dazu, euch endlich mal wieder ein fertig gestelltes Strickprojekt zu zeigen. Und großartigerweise kann ich dazu sogar eine wunderschöne Urlaubskulisse nutzen. Heute nehme ich euch mit an den Strand von Katwijk und präsentiere euch meinen Balloon Cardigan, gestrickt nach der Anleitung von PetiteKnit.

So lief der Strick-Prozess meines Balloon Cardigans

Ich kann direkt zu Beginn sagen, dass ich für diese Jacke die gemischtesten Gefühle hege.

10 Monate lang hat mich dieses Projekt begleitet und ich habe – unterbrochen von anderen Strickprojekten – immer mal wieder daran gestrickt. Die wunderschöne Farbe und die Flauschigkeit der Woll-Mischung haben mir beim Stricken jedes Mal richtig gute Laune gemacht und ich konnte es kaum erwarten, die Kuschel-Jacke tragen zu können.

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Ich mochte die Anleitung und die Konstruktion der Jacke sehr. Das Highlight sind natürlich die gigantischen Ballon-Ärmel. Die haben mich zwar beim Stricken ein paar Nerven gekostet, weil sie einfach nicht fertig werden wollen. Aber ich wusste ja, daß sich die Mühe lohnen würde.

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Abgesehen von den Ärmeln mag ich vor allem das Detail, bzw. die Konstruktion der Blende. Sie sieht irgendwie so besonders ordentlich professionell aus und lässt den Balloon Cardigan dadurch wie ein gekauftes Teil wirken.

Weil ich so viel Zeit und Liebe in die Jacke gesteckt habe, habe ich mir auch bei den “finishing touches” richtig viel Mühe gegeben. Ich habe alle Säume mit dem Italienischen Abschluss abgekettet und die Knöpfe habe ich für mehr Stabilität mit so genannten “Gegenknöpfen” vernäht.

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Dabei näht man gleichzeitig zu dem sichtbaren Knopf auf der Rückseite der Knopfleiste einen weiteren Knopf an. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass sich das Gestrick durch das Zerren am Knopf nicht verzieht. Die beiden Knöpfe geben sich gegenseitig Halt und schonen die Knopfleiste. Sylvie hat eine super Video Anleitung dazu gemacht – schaut mal hier.

Mein erster Eindruck – was ich nich so gerne an meinem Balloon Cardigan mag

Ich erwähnte ja bereits, dass ich extrem gemischte Gefühle habe, was diese Jacke angeht. Denn leider leider habe ich bei diesem Projekt ganz schön Lehrgeld bezahlt. Hier zeigt sich, dass ich eben erst seit 3 Jahren Kleidung stricke und noch nicht auf 20 Jahre Strick-Erfahrung zurückgreifen kann. Denn obwohl ich eine perfekt passende Maschen Probe hatte, ist dieses Kleidungsstück leider ziehmlich aus den Fugen geraten.

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Es hat schon damit angefangen, dass ich mich dazu entschieden habe, die Jacke dreifädig, anstatt zweifädig zu Stricken. Ich habe zwei Mohair Beilauffäden genutzt, weil ich die Farbe so lieber mochte. Dadurch ist der Stoff viel schwerer und dichter geworden, als im Design vorgesehen.

Ausserdem habe ich die größte Größe gestrickt. Als ich die Jacke nach dem Abketten gebadet habe, ist sie zusätzlich noch ganz schön gewachsen. Und das obwohl ich sie liegend getrocknet habe, ohne sie zu spannen oder zu ziehen. Einfach nur durch das “Aufblühen” der Wolle ist sie noch mal eine Nummer größer geworden.

Dadurch ist sie zwar nicht untragbar geworden, aber der Schnitt und der Look ist ein komplett anderer, als ich erwartet und geplant hatte. Sie ist viel länger und breiter und noch “oversiziger” als eh schon laut Anleitung geplant geworden.

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Bei der ersten Anprobe musste ich ganz schön schlucken. Mein erster Eindruck war – ich gebe es zu – eher negativ. Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie “Was für ein unvorteilhafter Sack, den ziehst du besser nur zu Hause auf der Couch an.”. Ausserdem wusste ich auf einmal nicht mehr, wie ich den Cardigan kombinieren sollte.

Das hat ganz schön an mir genagt. Denn eigentlich ist es beim Kleidung selber machen immer mein oberstes Ziel, Teile zu kreieren, die ich einfach und sehr oft tragen kann. Ich strebe immer nach Teilen, die sich nahtlos in meine Garderobe einfügen und die schnell zu Alltagskleidern werden.

Mein zweiter Eindruck – Warum ich meinen Balloon Cardigan jetzt trotzdem liebe…

Aber dann dachte ich mir “Challenge accepted!” und habe in meinem Kleiderschrank gestöbert und mir ein paar richig coole Outfit Kombinationen herausgesucht, mit denen die Jacke super aussieht und in denen ich mich wohl und gut angezogen fühle. Um gar nicht erst ins Zögern zu geraten habe ich sie direkt am nächsten Tag ins Büro angezogen und prompt ein paar ganz süße Komplimente von meinen lieben Kolleginnen einkassiert.

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Ok – ich unterschlage nicht, dass ein Kollege – ein männlicher natürlich – mich gefragt hat, ob ich mein Krümelmonster-Kostüm aus der Verkleidungskiste geholt hätte.

via GIPHY

Dazu sage ich jetzt mal nichts weiter. Zum Glück ganz ich laut und herzhaft über mich selber lachen. Denn ein klitzekleines bisschen recht hat er ja schon.

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Ich trage die Jacke mittlerweile unheimlich gerne – zum einen ist sie weich wie eine Wolke und ein absoluter Flausch Traum. Und zum anderen bin ich froh, dass sie mich herausgefordert hat, aus meiner Style-Komfortzone herauszukommen und mir neue Outfits auszudenken, die ich sonst nie in meinem Kleiderschrank vermutet hätte.

Würde ich den Balloon Cardigan noch einmal stricken?

Definitiv ja! Ich mag das Strickmuster sehr gerne und würde die Lektion, die ich bei dieser Version gelernt habe gerne in der nächsten Version anwenden. In Version #2 würde ich den Cardigan auch nur zweifädig stricken, mindestens eine Nummer kleiner anschlagen und stärker auf die Länge achten, denn ich hätte gerne eine etwas kürzere Version der Jacke.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog
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Mal sehen, wann ich mich dem Ballon Cardi #2 widmen möchte. Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern. Aber für 2021 sehe ich Chancen. 🙂

Die Projekt-Details

Anleitung: Balloon Cardigan von PetiteKnit – hier geht es zu der deutschen Version

Größe: L

Nadeln: Chiagoo Twist Red Lace – 4mm

Garn: Wolle Rödel Siena in hellblau + Rico Design Essentials Super Kid Mohair loves silk in blau

Ravelry: Hier kommt ihr zu meiner Ravelry Projekt-Seite für den Cardigan. Dort könnt ihr euch alle Projekt-Notizen inklusive Garnverbrauch noch einmal ansehen.


Großartigerweise ist heute Memademittwoch – und ich kann endlich mal wieder dabei sein! Schaut doch auch dort vorbei und bewundert die Werke der anderen tollen Macherinnen!

Handgemachte Kleidung, Kleid-Layering Mini-Capsule 2019, Me Made Mittwoch

Ein neues Outfit aus meiner DIY Mini Capsule-Wardrobe: Cleo Latzkleid + Edie Top + Caramel Cardigan | MeMadeMittwoch

Es ist so ein gutes Gefühl zu merken, dass die Pläne, die ich für meine Mini-Capsule ausgetüftelt habe, tatsächlich funktionieren. Dass die Einzelteile wirklich so gut zusammenpassen, wie ich es mir vorgestellt habe. Und dass ich sie auch wirklich so gerne trage, wie ich es mir gewünscht habe.

Das Outfit, das ich euch heute – pünktlich zum MeMadeMittwoch – zeigen kann, ist für mich ein schöner erster Beweis dafür, dass meine Mini-Garderobe vielseitig ist und auch wirklich im Alltag funktioniert.

Eine erste Outfit-Kombi mit meiner Cord-Cleo habe ich euch hier ja schon gezeigt.

Dieses Mal habe ich das Latzkleid von Tilly and the Buttons mit einem ¾-Arm Shirt aus rosa Romanit-Jersey kombiniert. Es ist das Edie Top von Sew over it London. Der Schnitt ist Teil des eBooks „My Capsule Wardrobe – Work to Weekend“ und ich habe direkt zwei davon genäht. Eine dunkelgraue Edie-Version ist nämlich auch schon fertig.

Die wunderschöne Linienführung des Ausschnitts hat mich direkt angesprochen und war der ausschlaggebende Punkt dafür, diesen Schnitt mit in meine Mini-Capsule aufzunehmen. Und ich bereue es nicht – Edie ist super. Sie ist schnell genäht und macht was her. Ein tolles Basic Teil, das durch den tiefen Uboot-Ausschnitt trotzdem das gewisse Etwas hat.

Um die Kombination aus Shirt und Kleid Islandwetter-tauglich zu machen, habe ich meinen selbstgestrickten Caramel Cardi übergezogen und schon war es ein perfektes Island-Urlaub-Outfit. An unserem ersten Ferienhaus in Island sind die Fotos für diesen Beitrag entstanden, darum passt er auch so gut zum “Ich packe meinen Koffer”-Sommer-Special des MeMadeMittwoch.

Weil ich mit jedem Teil, das ist nähe, ein größerer Fan werde, verliere ich gerne noch ein paar Worte über die Sew over it eBooks. Lisa Comfort, die Designerin hinter dem Label Sew over it London, hat neben ihren zahlreichen retro angehauchten Schnitten auch zwei eBooks herausgegeben. Beide eBooks präsentieren eine perfekt miteinander kombinierbare Mini-Garderobe. Die erste Ausgabe steht unter dem Motto „My Capsule Wardrobe – City Break“ – hier sind alle Kleidungsstücke enthalten, die man für einen Städte-Trip benötigt. Von der Skinny Jeans, über ein Hemdblusenkleid und einen Jeansrock bis hin zu einem leichten Mantel. Lisa Comfort modelt alle Schnitte selber – vor der wunderbaren Kulisse von Paris. Allein in den Bildern zu schwelgen finde ich extrem inspirierend.

Aus diesem eBook habe ich schon zwei Teile genäht. Einen Rock und ein Longsleeve – hier habe ich euch die Teile bereits gezeigt. Und auch für meine aktuelle Mini-Capsule steht noch eine weitere, kürzere Version des Erin Rocks aus schwarzem Cord auf meiner Liste.

Das zweite eBook – aus dem auch der Schnitt für mein Edie Top ist – heißt „My Capsule Wardrobe – From Work to Weekend“. Die hier enthaltenen Schnitte zeichnen sich dadurch aus, dass man sie sowohl für die Arbeit als auch für die Freizeit nähen und stylen kann. Je nach Stoffwahl und je nachdem für welche Variante des Schnittes man sich entscheidet. Ich finde das Konzept super und hoffe auf viele weitere Ausgaben dieser eBook Reihe!

Leider komme ich mit meinen weiteren geplanten Kleidungsstücken viel langsamer voran, als mir lieb ist. In meinem Kopf sehe ich schon die komplette Garderobe vor mir und kombiniere nach Herzenslust Teile zu den schönsten Outfits. Aber in der Realität ist seit Wochen kein Teil fertig geworden. Und das obwohl in meinem Nähzimmer schon zwei fertig zugeschnittene Kleidungsstücke darauf warten, vernäht zu werden.

Was mich davon abhält? Ganz klar die Temperaturen! Ich kann mich bei über 30°einfach nicht dazu aufraffen, nach oben in mein Nähzimmer zu gehen. Im Somme sitze ich lieber an einem schattigen Platz im Garten und stricke mit einem Podcast auf den Ohren gemütlich vor mich hin.

Aber irgendeine Strategie muss ich mir überlegen. Denn eigentlich juckt es mir in den Fingern und ich möchte unbedingt an die Nähmaschine. Vielleicht versuche ich es am Wochenende mal ganz früh morgens.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Alles Liebe – Wiebke

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MeMadeMittwoch // Eine kurze Hose für den Herbst! SoHo Shorts in Rost-Orange

Ach was freue ich mich, dass ich heute endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei sein kann! Seitdem zu Beginn des Jahres der Rhythmus von einer wöchentlichen auf eine monatliche Aktion umgestellt wurde, bin ich irgendwie nicht mehr so ganz mitgekommen.

Umso mehr freue ich mich, dass es dieses Mal klappt und ich euch meine neuen SoHo Shorts zeigen kann.

Schnitt: SoHo Shorts von Liesl & Co

Version: mit Gürtelschlaufen – dazu gibt es hier eine separate Anleitung

Stoff: Leichter Cordstoff in Rost-Orange aus dem Stoff-Outlet in Mönchengladbach

Genau wie mein Kimono Tee, das ich im letzten Beitrag vorgestellt habe, lag auch diese Hose viele Monate fertig zugeschnitten auf meinem Nähtisch herum und hat geduldig darauf gewartet, dass ich endlich wieder Zeit zum Nähen habe.

Und als ich dann im Urlaub endlich die Zeit hatte, war die Hose super schnell genäht. Ok – es kann auch daran gelegen haben, dass ich etwas im Näh-Rausch war. Aber ich kann diese Shorts wirklich empfehlen – vor allem, wenn man sich das erste mal an eine (kurze) Hose herantrauen möchte. Denn neben einer ausführlichen und gut illustrierten Anleitung, gibt es auf dem Blog von Oliver and S. auch einen Sew-Along bei dem man anhand von Schritt-für-Schritt Fotos noch einmal durch den kompletten Näh-Prozess geführt wird.

Für mich ist dies schon meine zweite SoHo Shorts. Letztes Jahr habe ich bereits eine Version aus beige-farbenem Baumwoll-Leinen Stoff genäht. Und weil ich von diesem Schnitt so begeistert bin, musste noch eine zweite Version her.

Was ich an dem Schnitt so toll finde? Ganz einfach: Es sieht aus wie ein Rock. Ist aber eine kurze Hose. Eine kurze Hose, die super super bequem ist und – ganz wichtig – die Taschen hat! Außerdem finde ich es toll, dass man den Schnitt an alle Jahreszeiten anpassen kann.

Meine erste Version ist durch den Leinen-Anteil im Stoff luftig-leicht und damit absolut sommer-tauglich. Jetzt habe ich aus dem Cord-Stoff eine herbstliche Version im Schrank. Und für den Winter könnte ich mir auch noch ein Modell aus dunklem Wollstoff vorstellen. Mal sehen, ob es noch eine dritte SoHo Shorts in meinen Kleiderschrank schafft.

Was ich dieses Mal anders gemacht habe ist, Gürtelschlaufen an den Bund zu nähen. Dies in der Anleitung ursprünglich nicht vorgesehen, es gibt aber einen tollen Pattern-Hack auf dem Blog von Oliver and S. Damit war es ganz leicht, dieses tolle Detail zu ergänzen. Ich finde, durch die Gürtelschlaufen wirkt das ganze Kleidungsstück viel professioneller und man sieht damit noch angezogener aus.

Ich freue mich schon darauf, diesen Herbst viele verschiedene Outfit-Kombinationen für das neue Teil in meiner Garderobe zu finden. Das York-Top, das sich gerade zugeschnitten auf meinem Nähtisch befindet und das hoffentlich dieses Wochenende fertig wird, kann ich mir jedenfalls schon super dazu vorstellen.

So – und jetzt gehe ich mal in den Beiträgen der anderen Mädels beim MeMadeMittwoch stöbern und tanke mich mit frischer Inspiration auf.

Alles Liebe – Wiebke

1 Teil - 5 Outfits, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Shoppingfreies Jahr 2018

1 Teil – 5 Outfits // SoHo Shorts

Im Rahmen meines shoppingfreien Jahres habe ich mir vorgenommen, mich intensiv mit den Kombinations-Möglichkeiten meines Kleiderschrank-Inhalts zu beschäftigen. Zu diesem Zweck habe ich die Serie “1 Teil – 5 Outfits” ins Leben gerufen. Heute geht es los mit einem Teil, das ich bereits letztes Jahr im Rahmen meiner Sommer-Capsule genäht, bisher aber noch nicht verbloggt habe: meinen SoHo Shorts.

Schnitt: SoHo Shorts von Liesl & Co.

Variante: A

Stoff: hellbrauner Baumwoll-Leinen Mix

Warum diese Shorts zu einem absoluten Lieblings-Kleidungsstück geworden ist, ist leicht zu erklären: Sie ist so praktisch wie eine kurze Hose, sieht aber aus wie ein Rock. Sie ist absolut leicht und bequem. Sie ist lässig, kann aber auch schick. UND sie hat Taschen! Klare Sache, oder?

Genäht war sie – ausführlichem Sew-Along sei Dank – auch ohne Probleme. Und weil es – wie ihr jetzt sehen werdet – ein so vielseitiges Kleidungsstück ist, wird die hellbraune Version mit Sicherheit nicht die einzige bleiben.

So – und jetzt zeige ich euch die 5 Outfit-Varianten.

Outfit #1: Picknick am See

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Blaues Ringel-Longsleeve: Handmade – Schnittmuster von Stoff & Stil

Outfit #2: Italien-Urlaub

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Oberteil: Handmade – Sointu Kimono Tee

Outfit #3: Schick – für’s Büro oder festliche Anlässe

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Oberteil: Handmade – Schnitt “Sunny Me” von Finas Ideen
Blazer: vor zwei Jahren bei H&M gekauft

Outfit #4: Lässig & Cool

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Oberteil: Handmade – Burda Off-Shoulder Top

Outfit #5: Rockig für den nächsten Konzert-Besuch

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Tshirt: Lorde Merchandising – letztes Jahr auf dem Konzert gekauft
Lederjacke: vor mehreren Jahren bei Zara gekauft

Ich habe versucht, in den Outfits so viele selbstgemachte Stücke wie möglich unterzubringen und bin ganz froh darüber, dass sich soweit alles gut miteinander kombinieren lässt. Das soll weiterhin eine Prämisse für all meine zukünftigen Nähprojekte sein.

Alles Liebe –  Wiebke

Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Nachtblau & Puderrosa // Ein schickes Outfit für die kältere Jahreshälfte

Letztes Wochenende war es soweit: Ich habe endlich meinen neuen DIY Nähtisch eingeweiht. Aber nicht nur irgendwie luschig-halbherzig. Nee Leute, so richtig! Ich hab ihn SOWAS VON eingeweiht. Hinter mir liegt ein berauschtes Wochenende im Näh-Tunnel. Dabei herausgekommen ist ein komplettes Outfit nach Schnitten aus dem eBook “My Capsule Wardrobe – City Break” von Sew over it London.

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Und das kam so:

Normalerweise werde ich ja immer zu Kindergartenzeiten müde – so formuliert Sascha es zumindest. Aber nicht so am Freitag. Da habe ich mich mit einem Glas Wein in mein Zimmer verabschiedet, meine “Every day I slay”-Playlist (Ja, ihr dürft schmunzeln… aber ich bin nun mal ein Metalhead) bei Spotify an geschmissen und mich ans Werk gemacht. Bin lauthals singend und headbangend um meinen Tisch herumgewirbelt. Habe zugeschnitten, markiert, gebügelt, gesteckt, genäht. Und so lange nicht aufgehört, bis um zwei Uhr Nachts mein wunderbar gestreiftes Molly-Top fix und fertig war. Dann habe ich es kurz anprobiert, Sascha präsentiert, der noch unten auf der Couch saß und Fifa 18 gespielt hat (it’s this time of the year again…), die Musik aus gemacht und bin wie eine Tote ins Bett gefallen.

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20171008_202247.jpgAm Samstag dann das gleiche noch einmal. Dieses Mal allerdings nicht mit lauter Rock-Musik, sondern mit entspannteren Tönen. An diesem Tag hatte ich mir den Erin-Rock aus dem “Capsule Wardrobe – City Break” eBook vorgenommen. Und auch bei der Arbeit an diesem Kleidungsstück bin ich wieder so richtig in einen Näh-Rausch geraten. Alles ging mir leicht von der Hand. Der Stoff ließ sich absolut traumhaft einfach verarbeiten und ich hatte sogar nach 24 Uhr noch ausreichend Energie, um die 8(!) Knopflöcher in Angriff zu nehmen, die für die lange Version des Rockes genäht werden müssen.20171008_213345.jpg

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Einzig das Annähen der Knöpfe habe ich auf den Sonntag verschoben. Denn Knöpfe annähen – vor allem wenn sie den Rock zusammenhalten und also wirklich, wirklich gut halten müssen, damit es nicht peinlich wird – das konnte ich bis Sonntag Morgen gar nicht. Außerdem habe ich wirklich viel Herzblut in die Arbeit an diesem Rock gesteckt. Darum wollte ich die Knöpfe auf keinen Fall schludrig annähen – es sollte perfekt werden! So habe ich mir erst einmal in Ruhe dieses super Tutorial bei der Fashionmakery angeschaut. Und mich zum dritten Mal an diesem Wochenende in meinem Zimmer verschanzt. Bei den Knöpfen 1 bis 3 hat das Annähen noch etwas länger gedauert. Aber bei 8 Knöpfen hat man ja wirklich viel Gelegenheit zum Üben, so dass ich jetzt verkünden kann: Knöpfe annähen – hab ich drauf. Ja, auch mit Steg. Check!

An diesem Wochenende gab es also gleich mehrere Premieren:

  • Das erste Mal Nähen am neuen Tisch.
  • Das erste Mal ein ganzes Outfit an einem Wochenende fertig genäht.
  • Das erste Mal – richtig gut – von Hand Knöpfe angenäht.

Dieser Näh-Flow hat sich so unfassbar gut angefühlt. Auch wenn ich Abends immer total kaputt und ausgezehrt ins Bett gefallen bin. Aber ich glaube, genau so muss es sein, wenn eine kreative Vision “raus” will. Schade, dass man sich so etwas nicht vornehmen kann. Ein Flow passiert einfach. Gut, wenn man dann genug Zeit hat, um ihn in voller Länge ausleben zu können.

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Ich bin jedenfalls sehr dankbar für dieses Wochenende im Kreativ-Rausch und freue mich sehr, dass ich so endlich auch mal wieder einen Beitrag für den MeMadeMittwoch beisteuern kann.

Außerdem verlinke ich mich mit diesem Outfit noch für die Monatsfarbe Blau bei Selmins 12 Colours of handmade fashion-Challenge.

Alles Liebe – Wiebke