Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #6 – Der Blumen-Status

Heute lasse ich die Bilder mal größtenteils für sich sprechen und zeige euch einfach einen Vor-Dem-Urlaub / Nach-Dem-Urlaub Vergleich.

Zinnien

 

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Zinnen – Vor dem Urlaub
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Zinnen – 1 Woche nach dem Urlaub

Tagetes

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Tagetes – Vor dem Urlaub

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Tagetes – 1 Woche nach dem Urlaub

Prunkwinde

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Prunkwinden – Vor dem Urlaub

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Prunkwinden – 1 Woche nach dem Urlaub

Als ich nach dem Urlaub zur Haustüre herein kam und die Prunkwinden bemerkt habe, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Jetzt wird es wirklich höchste Zeit, dass wir die Eisheiligen hinter uns bringen, damit die Blumen endlich nach draußen umziehen können. So langsam bekomme ich arge Platznot auf der Fensterbank. Und außerdem warten die nächsten Samen schon darauf, endlich ausgesät zu werden. Ich musste tatsächlich einen Aussaat-Stopp machen, weil ich sonst keinen Platz mehr für die Töpfe gefunden hätte. Aber ich denke, in zwei Wochen kann es weitergehen. Dann kommen die nächsten Sommerblumen an die Reihe: Schmuckkörbchen und Sonnenblumen. Außerdem habe ich noch Dahlien-Zwiebeln, die ich drinnen vorziehen möchte, damit sie nicht direkt als Schnecken-Futter enden.

Ihr seht – es gibt noch viel zu tun. 🙂

Alles Liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #5 – Der Gemüse-Status

Nachdem ich in meinem ersten Aussaat-Anlauf ja sämtliche brav gekeimten Mini-Tomaten gekillt habe, war mein Selbstvertrauen, was die Anzucht von eigenen Tomatenpflanzen angeht, auf dem Nullpunkt. Irgendwie hatte ich vermutet, ich würde schon alles intuitiv richtig machen, schließlich können die Pflanzen das mit dem Wachsen in der Natur ja auch ohne menschliches Zutun ganz wunderbar. Aber anscheinend fällt es ihnen mit menschlichem Zutun möglicherweise in einigen Fällen sogar schwerer. Naja – ich jedenfalls beäugte die Tomaten-Keimlinge aus Saatversuch Nummer 2 jeden Tag immer skeptischer und wusste nicht so recht, ob ich sie nun gut oder eher tot pflegte. Mal sahen sie vital aus, mal eher schlapp.

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Bis Sascha vor zwei Wochen von der Arbeit kam und das Ruder in die Hand nahm. Er meinte: “Wiebke, ich hab mir das heute noch mal genau durchgelesen und ein paar Bilder angeguckt. Da sah die Erde immer so richtig sickenass (ja – so hat er es gesagt) aus. Die Gewächshäuser waren total beschlagen und es liefen richtig Tropfen an den Scheiben herunter. Du hältst die Pflanzen viel zu trocken.”

Öhm – ja, das tat ich. Schließlich hatte ich einige meiner Keimlinge weggeschmissen, weil die Pflanztöpfe angefangen hatten zu schimmeln. Aber ok, einen Versuch war es wert. Ich schloss also die Belüftungsklappen an den Gewächshäusern und besprühte, bzw. goss die Pflänzchen morgens und abends. Und siehe da – sie wuchsen. Und zwar im Eiltempo, als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich es endlich schnalle.

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Ja, die Pflanztöpfe sind alle komplett verschimmelt, aber ich habe es einfach mal ignoriert. Für die nächsten Aussaaten habe ich bei unserem örtlichen Gartencenter 5,95 Euro in einen Mega-Pack Mini-Tontöpfe investiert. Nimm das – Schimmel! Ich gewinne!

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Wirklich alle Gemüsepflanzen wachsen seit diesem Break-Through-Moment ganz wunderbar. Die ersten drei Tomaten habe ich schon in größere Töpfe umgesetzt, aber auch die Nachzügler machen sich gut. Wenn jetzt alles so weiterläuft, rechne ich damit, im Mai 6-8 Tomatenpflanzen in den Garten bringen zu können. Das wäre großartig – hoffentlich sind dann von allen drei Sorten welche dabei.

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Aber nicht nur den Tomaten geht es gut – auch die Zucchinis wachsen und gedeihen. Von den ersten Keimblättern (in diesem Stadium haben sie mich sehr an Audrey – die blutdurstige Pflanze aus dem kleinen Horrorladen – erinnert, findet ihr nicht auch?!) bis zu 15 cm großen Jungpflanzen sind nur zweieinhalb Wochen vergangen.

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Worauf ich am bisher am längsten warten musste, waren die Petersilien-Keimlinge. Auf dem Samentütchen war eine Keimzeit von 3-4 Wochen angegeben. Ich blieb also entspannt, wurde aber trotzdem langsam ungeduldig. Aber siehe da – pünktlich in Woche 4 zeigte sich das erste Grün und jetzt sehen die Keimlinge schon richtig groß aus.

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Unten auf dem Bild seht ihr Mini-Pfefferminze. Ich frage mich nur, wie ich diese zarten Pflanzen in andere Töpfe bekomme – ich glaube, ich werde die Pflanztöpfchen einfach auseinanderschneiden und mit einpflanzen… so wie die schimmeln, verrotten die doch bestimmt total schnell, oder? Hat das jemand schon mal ausprobiert?

Alles liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed-Starter #4 – Größere Töpfe müssen her!

News von unserer Fensterbank: Die ersten Pflanzen sind in größere Töpfe umgezogen. Die Kopfsalat Jungpflanzen aus der ersten Aussaat-Runde sind schon richtig groß geworden. Sie durften dieses Wochenende das erste Mal frische Luft schnuppern und sich für ein paar Stunden draußen auf der Fensterbank sonnen.

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In den letzten zwei Wochen sind eindeutig die Blumen-Keimlinge am stärksten gewachsen. Die ersten Mini-Zinnien habe ich bereits in einen größeren Topf umgepflanzt.

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Richtig umgehauen haben mich aber die Prunkwinden. Die Samen habe ich von einer lieben Kollegin bekommen – zusammen mit dem Tipp, sie vor der Aussaat 24 Stunden lang in Wasser einzuweichen. Das habe ich genau so gemacht und offensichtlich war es der richtige Tipp. Denn aus den Samen sind innerhalb von 1.5 Wochen 8 cm große Jungpflanzen geworden!

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Bei den Tomaten allerdings geht es nur sehr schleppend voran. Bisher ist nur eine der drei Tomaten-Sorten gekeimt – die Bio-Wildtomaten. Und hier auch nur drei von vier Samen.

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Zuerst dachte ich kurz nachdem sich die ersten Keimblätter durch die Erde gekämpft haben, dass auch diese Jungpflanzen direkt wieder das zeitliche segnen. Die Blätter waren so komisch eingerollt. Aber nach ein paar Tagen sahen sie dann doch sehr vital aus. Ich hoffe, dass es auch so bleibt – drückt mir die Daumen!

 

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #3 – Die Tomaten Großoffensive

Die Tomaten-Großoffensive ist gestartet. Das letzte Mal habe ich euch ja schon gebeichtet, dass ich leider all meine Tomaten-Zöglinge ins Jenseits befördert habe. Nachdem mir diese Verluste etwas schlechte Laune bereiteten, hatte Sascha Mitleid und brachte mir eines Abends nach der Arbeit drei neue Samentütchen mit. Einfach so – total süß… ist ja quasi auch so etwas wie ein Blumenstrauß 😀

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Und diesen Sonntag war es dann soweit: Tomaten-Großoffensive. Ich habe alle drei Tomaten-Sorten ausgesät. Von jeder Sorte vier Stück – ein Korn pro Töpfchen.

Dazu sind noch weitere Samen in die Erde gekommen:

  1. Die nächste Fuhre Kopfsalat. Ich mache es jetzt so, dass ich alle zwei Wochen vier neue Kopfsalat-Samen säe. Wenn sie gleichmäßig wachsen, dürfte das nachher einen gut handhabbaren Ernte-Abstand ergeben.
  2. Die Samen habe ich breitwürfig in einer größeren Schale ausgebracht.
  3. Tagetes & Zinnien – die ersten Blumen. Ebenfalls breitwürfig in jeweils einer größeren Anzuchtschale.

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Die Kopfsalat-Keimlinge aus der ersten Aussaat sind jetzt zwei Wochen alt und haben gerade ihr drittes Blatt hervorgebracht. Von den vier Pflanzen sind noch drei übrig geblieben. Eine ist an unerklärlicher, allgemeiner Schwäche (oder so) eingegangen.

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Unsere Fensterbank ist übrigens jetzt schon wegen Überfüllung geschlossen… und dabei hab ich noch so viele Samen. Ich glaube, ich muss mir da für die nächste Aussaat-Runde etwas einfallen lassen.

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Alles Liebe – Wiebke

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed-Starter #2

Was tut sich auf unserer Fensterbank? Nun ja… es gab Gewinne und Verluste in den letzten zwei Wochen. Wobei ich zugeben muss, dass die Verluste enorm in der Überzahl sind.

Zuerst sah alles sehr gut aus: Nach einer Woche fleißig Erde besprühen konnte ich voller Stolz vermelden, dass alle (!) Tomatensamen gekeimt waren. Ich hatte 10 überaus gesund und vital aussehende Keimlinge angezogen.

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Ab dann nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einer Woche + 2 Tagen musste ich 4 davon aufgrund von Schimmelbefall entsorgen. Nach einer Woche + 5 Tagen waren alle (!) meine Tomatenkeimlinge tot. Vertrocknet und/oder verbrannt vermute ich. Ich war untröstlich, hatte ich sie doch meiner Meinung nach extrem mütterlich gehegt und gepflegt. Aber offensichtlich entsprach die Meinung von Mutter Wiebke nicht der von Mutter Natur.

Woran es lag? Ich nehme an, das sachte Besprühen der Erde mit Wasser reicht irgendwann nicht mehr aus, um die Mini-Pflanzen ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Vielleicht war es auch etwas zu viel Sonne. Ich habe die Abdeckung nämlich noch auf dem kleinen Gewächshaus gelassen.

Und jetzt? Na ja, ich bin zwar etwas frustriert, aber lasse mich nicht abschrecken. Ich starte einfach direkt den nächsten Versuch. Sascha hatte Mitleid mit mir und hat mir als Trösterchen direkt drei (!) neue Samentütchen für unterschiedliche Tomatensorten mitgebracht. <3

Das waren die Verluste – nun zu den Gewinnen.

 

Ich habe letztes Wochenende Kopfsalat ausgesät und nach einer Woche sind alle vier Samen gekeimt. Yay! Jetzt nur nicht wieder die gleichen Fehler machen… darum achte ich jetzt ganz besonders auf die Wasser-Zufuhr und hoffe, dass diese Mini-Pflanzen überleben! Drückt mir die Daumen!

 

Außerdem habe ich noch Petersilie ausgesät, aber die braucht noch mindestens drei Wochen, bis mal etwas zu sehen ist.

Alles Liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #1

Heute starte ich mit einem weiteren Herzensprojekt. Einem Projekt aus der Rubrik “Draußen”. Ich habe mir nämlich schon im Herbst letzten Jahres ganz fest vorgenommen, dieses Jahr selber Gemüse anzubauen. Und zwar von Anfang an. Ich starte also mit der Aussaat der Samen jetzt – wo es noch nicht mal richtig Frühling ist – und hoffe, im Sommer unser erstes selbst gezogenes Gemüse ernten zu können.

Meine Vision für diese erste Gemüse-Saison ist es, mit einem Korb raus in den Garten zu gehen und dort alles ernten zu können, was ich für einen leckeren Salat benötige. Einen richtig echten Garten-Salat halt.

Und heute geht es also los. Darauf habe ich lange gewartet: Die Samen habe ich schon letztes Jahr bei Gärtner Pötschke bestellt und den Winter über hatte ich seeeehr viel Zeit, mir viel zu viele Gedanken darüber zu machen, welche Pflanzen in welche Hochbeete und Kübel gesetzt werden können. Aber soweit sind wir ja noch gar nicht. Erst mal müssen aus diesen Körnchen Pflanzen werden – und das ist ja schon schwierig genug.

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Wenn alles gut klappt, kann ich also im Mai diese Pflanzen in den Garten setzen:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Gurke
  • Radieschen
  • Kopfsalat
  • Rukola
  • Pflücksalat
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Kamille
  • Sonnenblumen
  • Zinnien
  • Tagetes
  • Cosmea
  • Ringelblume

Ja – ihr habt richtig gelesen, es haben sich auch ein paar Blümchen dazu gesellt. Nicht nur, weil sie so schön sind, sondern teilweise auch, weil sie einen Nutzen haben. Sie halten Schädlinge vom Gemüse fern oder sind essbar. Aber auch das ist Stoff für einen anderen Post.

Zur Aussaat habe ich einen genauen Zeitplan gemacht. Ab jetzt wird im Wochen-Rhythmus ausgesät. Heute starte ich mit zwei Sorten Tomaten. Von den Tomaten-Pflanzen hätte ich gerne 3 pro Sorte. Ich habe zur Vorsicht aber mal ein paar mehr ausgesät.

Damit die Keimlinge es auf der Fensterbank auch schön gemütlich haben, habe ich mir eine Mini-Erstausstattung zugelegt. Eigentlich wollte ich nichts extra kaufen. Aber zum einen ist meine Joghurtbecher-Sammlung nicht so groß geworden wie erhofft, und zum anderen habe ich in unserem Action-Markt so unheimlich günstige Gewächshäuser gefunden, dass ich nicht nein sagen konnte. Für diese Teile habe ich insgesamt 10 EUR bezahlt. Praktischerweise gab es bei Aldi Süd ein paar Tage später auch Anzucht-Erde im Angebot für 1.99 EUR. Perfekt!

 

So – und jetzt heißt es laut Samentütchen: Keimlinge immer schön feucht halten. Und Daumen drücken, dass sie aufgehen!

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In zwei Wochen berichte ich weiter. Alles Liebe – Wiebke