Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung, Nähen

Meine Frühlings-Capsule

Heute zeige ich euch meine Frühlings-Capsule.

Sie besteht aus 37 Teilen.
22 davon existieren bereits und kommen aus meinem Kleiderschrank.
12 Teile existieren bis heute nur in meiner Fantasie und müssen noch genäht werden.
3 Teile muss/will/darf ich neu shoppen.

Diese Vorgehensweise ist eigentlich total unüblich für eine klassische Capsule und ich sehe die Capsule-Polizei schon verärgert die Stirn runzeln. Denn eigentlich soll man ja während der Saison nicht shoppen und so. Eigentlich werden die Teile zu Beginn der Saison festgelegt und that’s it. Aber bei meinem Handmade-Capsule-Project läuft es halt anders. Ich nähe während der Saison – anders bekomme ich das nicht hin. Ich weiß ganz genau, dass es für mich nicht klappen würde so weit im Voraus zu planen, dass ich alle zu nähenden Teile schon zu Beginn der Saison fertig im Schrank hängen habe. Nee, nee Leute – den Stress tu ich mir erst gar nicht an.

Ich nehme meine Capsule lieber als “To-Sew-Liste” und arbeite mich Stück für Stück und Outfit für Outfit durch.

Zumindest für meine blutigen Anfänge mit diesem Projekt. Vielleicht muss ich später ja wesentlich weniger Teile pro Saison nähen und das Nähen geht mir so schnell und routiniert von der Hand, dass es doch möglich wird, alle Teile pünktlich zum Saisonstart fertig zu haben. Aber so weit will ich noch gar nicht denken.

Besonders interessant finde ich es, dass auf meiner Shopping-Liste für die Frühlings-Capsule tatsächlich nur Schuhe stehen. Und dabei bin ich gar nicht so eine Schuh-Verrückte… aber vielleicht liegt es auch genau daran, dass ich hier noch Bedarf habe. Anscheinend liegt ein schwerer Fall von Schuh-Investitionsstau vor. Innnteressannnt….

So – genug der Worte. Hier meine 37 Teile. Die zu nähenden Teile erkennt ihr daran, dass ich immer eine Bildkombi aus Schnitt und dem dafür geplanten Stoff erstellt habe. Ich hoffe, so könnt ihr meine Vision teilen und euch die fertigen Stücke gut vorstellen. Sobald ich mit dem Nähen weiter komme, aktualisiere ich die Übersicht Stück für Stück.

Oberteile – Kurzarm (5 Teile)

 Zu Nähen:

Kimono Shirt “Sointu” von Named in gestreiftem Jersey von Stoff & Stil

Burda Off-shoulder Top (2/2017) aus blau-weißem Gingham Stoff

Oberteile – Langarm (9 Teile)

Burda Bluse aus lila-farbenem Baumwoll-Satin

Sweater “Sloane” von Named aus orange-weiß gestreiftem Sweat von Stoffbüro

Basic-Longsleeve von Stoff & Stil aus rot-weiß gestreiftem Jersey

Basic-Longsleeve von Stoff & Stil aus hellblau-weiß gestreiftem Jersey

Cardigans, Blazer (3 Teile)

Zu Nähen:

Blouson ( entweder März-Ausgabe Burda Style oder Maneela) aus gewebter Viskose von Stoff & Stil

Röcke, Kleider & Jumpsuits (9 Teile)

Zu Nähen:

Kleid Cleo von Tilly and the buttons aus weißem Denim

Ethno Hose (Februar-Ausgabe Burda Style) aus dem Original-Stoff

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Girl-Friday Culotte aus hellblauem Baumwoll-Chambrey von Stoff & Stil

Burda Marlene-Hose aus weißem Twill von Stoff & Stil

Jeans-Rock von Stoff & Stil aus dunkelblauem Stretch-Denim von Stoff & Stil

Jacken (3 Teile)

Schuhe (8 Paar)

Noch zu shoppen:

Rosa Slingback-Pumps von Asos

Weiße Blockabsatz-Pumps von Asos

Schwarze Mules von Asos

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung

Das erste Teil – eine rote Cleo

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Meine zwei Leitgedanken zum Nähen dieses – meines allerersten – Kleidungsstückes:

  1. Fang leicht an. Ich habe mir ein Schnittmuster gesucht, dass als Anfängerstück ausgewiesen ist und dem eine ausführliche und bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung beiliegt. So wird es mir hoffentlich leichter fallen, Arbeitsschritte, die sonst nur mit einem einzigen Fachterminus benannt sind, ohne Herzinfarkt und Sinnkrise meistern zu können.
  2. Nutze, was zu hast. Ich habe ein 3m langes Stück roten Baumwoll-Twill in meiner Stoffsammlung. Den nehme ich jetzt erst mal. Ist nicht meine Lieblingsfarbe für dieses Kleidungsstück. Der Stoff war eigentlich für ein anderes Projekt gedacht, aber zum üben ist es perfekt. Wenn mir das Kleid gefällt und passt, kann ich immer noch den perfekten weißen Denim für die Cleo meiner Träume kaufen.

Der erste Näh-Nachmittag liegt jetzt schon hinter mir. So weit bin ich gekommen:

  • Schnittmuster ausgedruckt und zusammengeklebt
  • Maße genommen
  • Alle Stücke zugeschnitten
  • Die ersten vier Nähte gemacht

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Das sind meine Erkenntnisse & Gedanken:

  • “Ach SO sind Jeans-Nähte aufgebaut!”
  • Dieses dicke Nähgarn verstopft meine Nähmaschine… ich glaube ich kaufe mal lieber den guten Gütermann Jeans-Faden
  • Ich kann noch nicht glauben, dass aus diesen Stoffstücken tatsächlich ein tragbares Kleidungsstück entstehen soll
  • Oh je… hoffentlich passt es nachher auch!
  • Ich frage mich, warum sich der Stoff der Nahtzugabe beim Versäubern mit Zick-Zack-Stich so blöd kräuselt…
  • Ich überlege mir schon, wie ich das Kleid kombinieren und stylen kann, wenn es fertig ist.
  • Ich überlege auch schon, in welchen Stoffen und Varianten ich Dritt- und Viert-Versionen schneidern könnte.

Und es macht mir Spaß – das ist eigentlich das Beste daran!

Alles liebe – Wiebke

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #1

Heute starte ich mit einem weiteren Herzensprojekt. Einem Projekt aus der Rubrik “Draußen”. Ich habe mir nämlich schon im Herbst letzten Jahres ganz fest vorgenommen, dieses Jahr selber Gemüse anzubauen. Und zwar von Anfang an. Ich starte also mit der Aussaat der Samen jetzt – wo es noch nicht mal richtig Frühling ist – und hoffe, im Sommer unser erstes selbst gezogenes Gemüse ernten zu können.

Meine Vision für diese erste Gemüse-Saison ist es, mit einem Korb raus in den Garten zu gehen und dort alles ernten zu können, was ich für einen leckeren Salat benötige. Einen richtig echten Garten-Salat halt.

Und heute geht es also los. Darauf habe ich lange gewartet: Die Samen habe ich schon letztes Jahr bei Gärtner Pötschke bestellt und den Winter über hatte ich seeeehr viel Zeit, mir viel zu viele Gedanken darüber zu machen, welche Pflanzen in welche Hochbeete und Kübel gesetzt werden können. Aber soweit sind wir ja noch gar nicht. Erst mal müssen aus diesen Körnchen Pflanzen werden – und das ist ja schon schwierig genug.

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Wenn alles gut klappt, kann ich also im Mai diese Pflanzen in den Garten setzen:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Gurke
  • Radieschen
  • Kopfsalat
  • Rukola
  • Pflücksalat
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Kamille
  • Sonnenblumen
  • Zinnien
  • Tagetes
  • Cosmea
  • Ringelblume

Ja – ihr habt richtig gelesen, es haben sich auch ein paar Blümchen dazu gesellt. Nicht nur, weil sie so schön sind, sondern teilweise auch, weil sie einen Nutzen haben. Sie halten Schädlinge vom Gemüse fern oder sind essbar. Aber auch das ist Stoff für einen anderen Post.

Zur Aussaat habe ich einen genauen Zeitplan gemacht. Ab jetzt wird im Wochen-Rhythmus ausgesät. Heute starte ich mit zwei Sorten Tomaten. Von den Tomaten-Pflanzen hätte ich gerne 3 pro Sorte. Ich habe zur Vorsicht aber mal ein paar mehr ausgesät.

Damit die Keimlinge es auf der Fensterbank auch schön gemütlich haben, habe ich mir eine Mini-Erstausstattung zugelegt. Eigentlich wollte ich nichts extra kaufen. Aber zum einen ist meine Joghurtbecher-Sammlung nicht so groß geworden wie erhofft, und zum anderen habe ich in unserem Action-Markt so unheimlich günstige Gewächshäuser gefunden, dass ich nicht nein sagen konnte. Für diese Teile habe ich insgesamt 10 EUR bezahlt. Praktischerweise gab es bei Aldi Süd ein paar Tage später auch Anzucht-Erde im Angebot für 1.99 EUR. Perfekt!

 

So – und jetzt heißt es laut Samentütchen: Keimlinge immer schön feucht halten. Und Daumen drücken, dass sie aufgehen!

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In zwei Wochen berichte ich weiter. Alles Liebe – Wiebke