Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Stricken

Gestricktes // Kate’s Cardigan von Rosa P. // MeMadeMittwoch

Willkommen zu meinem heutigen Beitrag zum MeMadeMittwoch! Ich freue mich total, heute mal wieder dabei sein zu können und euch mein neuestes fertiges Strickprojekt zu zeigen. Den Kate’s Cardigan von rosa p.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog

Auf die Passform dieser Jacke bin ich besonders stolz, denn ich habe völlig andere Wolle benutzt, als in der Anleitung vorgesehen und habe mich zum ersten Mal daran gewagt, eine Maschenprobe umzurechnen.

Das letzte Strickprojekt, bei dem ich fröhlich die empfohlene Wolle ignoriert habe, war mein hier gezeigter Balloon Cardigan von PetiteKnit. Nun ja – so richtig gut geklappt hat das nicht. Der Cardigan ist zwar schön geworden und flauschig und alles. Aber leider eben auch viel zu groß. Was ihn super schwierig zu kombinieren macht. Und die überdimensionierten Ballonärmel machen ihn leider auch etwas unpraktisch. Brote schmieren ist keine gute Idee, wenn man diese Jacke trägt. Das ist natürlich 100% mein Fehler und liegt nicht an der Anleitung. Auch wenn ich den Balloon Cardigan trotzdem sehr liebe, wollte ich es bei meinem nächsten Strickprojekt besser machen.

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Denn auch bei meinem geplanten Kate’s Cardigan von rosa p. wollte ich eine andere Wolle nutzen. Ich hatte mich bei meinem Besuch in einem feinen Düsseldorfer Strickladen – dem Atelier Frohsinn – unsterblich in die Farbe und Flauschigkeit der Wool Addicts Water verliebt. Und darum musste es unbedingt diese Wolle für den Cardigan sein. Leider stellte sich dieses Garn von Lauflänge und Maschenprobe her als gänzlich unpassend heraus. Aber ich habe mich herangewagt und fleißig meine Strickmathe-Hausaufgaben erledigt.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog
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Soll heißen: Maschenprobe gestrickt. Maschenprobe gewaschen und geblockt! (Dies zu vergessen war mein Verhängnis beim Balloon Cardigan). Maschen und Reihen gezählt. Getüftelt.

So habe ich die Maschenprobe umgerechnet

Für diejenigen, die es interessiert – und möglicherweise auch für mich, damit ich es später selber noch einmal nachlesen kann – halte ich hier mal meinen Prozess fest, mit dem ich zu meinem Umrechnungs-Ergebnis gekommen bin. Ich weiß nicht, ob es der einfachste und professionellste Weg ist, aber so bin ich es angegangen.

Die Anleitung des Kate’s Cardigan ist für eine Maschenprobe von 22 Maschen und 34 Reihen auf 10cm bei einer Nadelstärke von 4.5mm ausgelegt.

Meine geblockte Maschenprobe betrug 19 Maschen und 27 Reihen auf 10cm bei einer Nadelstärke von 4.5 mm.

Das Maschenbild gefiel mir, also wollte ich die Nadelstärke beibehalten und habe von hier aus folgende Überlegungen angestellt.

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Reihen/Länge

Da ich wesentlich weniger Reihen stricken musste, um auf die 10cm zu kommen, habe ich beschlossen, während des Strickens eher auf die Maße, also die Länge des Strickstücks zu achten, als auf die laut Anleitung zu strickenden Reihen. Ich habe die Jacke beim Stricken immer wieder anprobiert und abgemessen, wie lang ich sie haben möchte. So habe ich sowohl den Körper als auch die abschließende Rüsche um einige Reihen verkürzt.

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Maschen/Breite

Hier habe ich die Maschen mit den in der Anleitung angegebenen Maßen des fertigen Strickstücks verglichen. In der Anleitung waren 22 Maschen für 10cm angegeben. Wenn ich mit meiner Wolle 22 Maschen stricke, komme ich auf 12 cm. Pro 10cm hätte ich also 2cm Mehrweite. Dies habe ich auf den angegebenen Brustumfang der fertigen Jacke hochgerechnet und so bin ich zu dem Ergebnis gekommen, die Jacke in Größe 36 zu stricken. Laut Anleitung hätte die Jacke in dieser Größe nur einen Brustumfang von 90,5cm. Mit meinen 2cm Mehrweite pro 10cm komme ich mit meiner Wolle auf einen Brustumfang von ca. 108 cm. (2cm x 9 = 18cm | 90cm + 18 cm = 108cm) Und der würde mir super passen. Mit ca. 10cm positive ease für mich genau richtig.

Also habe ich die Maschen für Größe 36 angenadelt und in Gedanken die Daumen gedrückt, dass meine Strickmathematik am Ende aufgeht.

Mein Loblied auf die Wool Addicts Water

Und das tat sie zum Glück! Ich bin mit der Größe sehr zufrieden und bin absolut froh, dass ich die flauschige und voluminöse Baby Alpaka Wolle für den Kate’s Cardigan genutzt habe. Denn sie ist einfach ein Traum! Weich wie eine Wolke und super leicht. Man merkt fast gar nicht, dass man eine Jacke trägt. Gleichzeitig hält sie schön warm ohne zu warm zu sein. Ich glaube, ich entwickele mich zu einem riesen Fan von Alpaka Wolle.

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Die Wool Addicts Water kann ich wirklich nur empfehlen. Aufgrund der voluminösen und leicht unregelmäßigen Struktur, passt sie zwar nicht zu jeder Anleitung und man muss sich seine Projekte sehr genau aussuchen. Aber die Mühe lohnt sich definitiv! Meine Alpaka Kate hat sich jetzt schon zu einem absoluten Favoriten in meinem Kleiderschrank entwickelt. Durch die tolle Farbe lässt sie sich super kombinieren und die Rüsche gepaart mit den leichten Ballonärmeln machen so feine Details aus, dass ich mich mit dieser Jacke immer gut angezogen fühle.

Kates Cardigan | Drinnen und Draussen Blog
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Ein weiterer Vorteil dieser Wolle: Ich war für meine Verhältnisse super schnell mit der Jacke fertig! Angenadelt habe ich sie im April und abgekettet habe ich Ende Juni. Das ist für mich Strickschnecke wirklich schnell!

… ich könnte bei jedem fertigen Teil Konfetti werfen!

Ich freue mich jedenfalls sehr über diesen kuscheligen Neuzugang in meinem Kleiderschrank und kann es kaum erwarten, bis das nächste Strickstück fertig ist. Vielleicht gerade weil ich immer so lange daran stricke, sind fertige Strickstücke für mich einfach die tollsten Erfolgserlebnisse. Richtige Feierlichkeiten. Und der Effekt nutzt sich überhaupt nicht ab. Auch wenn es mittlerweile gar nicht mehr sooo wenige sind, könnte ich bei jedem fertigen Teil Konfetti werfen! Kein Wunder, dass Stricken so süchtig macht und es sich so schnell zu meinem liebsten Hobby entwickelt hat.

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Geht euch das auch so?

Ich schaue jetzt noch bei den anderen Beiträgen vom MeMadeMittwoch vorbei und hole mir eine frische Ladung Inspiration.

Ich wünsche euch einen tollen Start in den Oktober!

It’s sweater season!

Happy fall y’all!

Alles Liebe

Wiebke


Zusätzlich verlinkt bei Maschenfein’s Auf den Nadeln im Oktober.


Die Projekt-Details im Überblick

Anleitung: Kate’s Cardigan von rosa p.

Wolle: Wool Addicts Water in der Farbe 0015

Nadelstärke: 4.5mm

Größe: 36

Garnverbrauch: 300g (6 Knäuel)

Änderungen: Körper 3 Reihen kürzer als angegeben. Rüsche 3cm kürzer als angegeben.

Hier könnt ihr auch noch einmal alle Details auf meiner Ravelry Projekt-Seite anschauen.

Handgemachte Kleidung, Nähen

Genähtes // Ein Hinterland Dress aus Bettwäsche

Wie Wege von Inspiration und Muse sind manchmal unergründlich. Ich verfüge mittlerweile über eine recht ansehnliche und heiss geliebte Stoff-Sammlung. Eigentlich habe ich auch für all diese Stoff-Schätze schon die Kleidungsstücke im Kopf, die daraus einmal werden sollen. Kleidungsstücke, die ich wirklich gerne hätte. Also am liebsten jetzt schon fertig in meinem Kleiderschrank hängend. Aber warum auch immer, konnte ich mich zu Beginn des Jahres eine ganze Weile lang nicht dazu überwinden, mich an die Nähmaschine zu setzen.

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Ich hatte eine Näh-Blockade.

Und dann hörte ich auf dem Weg zur Arbeit eine Folge des wunderbaren “Love to sew” Podcasts, in der es um das Thema Upcycling beim Nähen ging. Helen und Caroline, die beiden Frauen hinter dem Podcast, zählten eine Liste an Quellen für Stoffe auf, die man wunderbar für Kleidung upcyceln kann. Unter anderem fiel das Wort Bettwäsche.

Und genau das war der Moment, in dem mich die Inspiration getroffen hat wie ein Blitz.

Denn ich hatte eine riesengroße Bettwäsche für genau solche Zwecke zu Hause gehortet. Und auf einmal wusste ich ganz genau, was daraus werden sollte und konnte es kaum erwarten loszulegen. Es kribbelte mir richtig in den Fingern, endlich zu Hause anzukommen und den Stoff noch einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, um ihn auf seine Tauglichkeit für meine Ideen zu überprüfen.

Zum Glück passte alles! Weicher, fließender Baumwoll-Stoff, der nicht zu durchscheinend ist. Also perfekt für meine Idee: Ein Hinterland Dress von Sew Liberated. Den Schnitt wollte ich schon lange einmal ausprobieren. Es liegt sogar schon ein wunderschönes Stück Viskose-Leinen in meinem Nähzimmer, um in ein Hinterland Dress verwandelt zu werden. Aber ich sagte ja bereits: Die Wege von Inspiration sind unergründlich. Darum musste wohl als erstes diese Bettwäsche in ein Kleid verwandelt werden, bevor die Viskose dann hoffentlich bald folgen kann.

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Welche Version des Hinterland Dress habe ich genäht?

Da der weiße Stoff mit dem zarten blauen Muster für mich eindeutig nach einem Sommerteil aussah, habe ich mich für die ärmellose Variante des Kleides entschieden. Eigentlich bin ich kein allzu großer Fan von ärmelloser Kleidung, aber ich habe auf Instagram eine Empfehlung von Meg – der Designerin hinter dem Label – gelesen, die besagt, dass ein ärmelloses Baumwoll- oder Leinenkleid in keiner Sommergarderobe fehlen darf. Einfach, weil es so vielseitig kombiniert werden kann. Denn man kann über einem ärmellosen Kleid ganz einfach vorne geknotete T-Shirts tragen und hat durch diesen Styling-Trick die Möglichkeit, aus einem einzelnen Kleid zahlreiche Outfits zu zaubern. Da ich ja immer noch von einer kleinen, aber feinen Capsule Wardrobe träume, konnte mich dieses Argument natürlich direkt überzeugen. Zumal es auf Megs Instagram Feed super viele tolle Beispiel-Outfits von ihr gibt, in denen sie das Kleid auf diese Weise gestylt hat. Und ich liebe Megs Art, sich zu kleiden wirklich sehr. #fangirl

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Bezüglich der Knopfleiste musste ich gar nicht lange überlegen. Ich bin den durchgeknöpften Kleidern und Röcken, die man gerade überall sieht, absolut verfallen und brauche selber dringend mehr davon. Darum stand für mich von Anfang an fest, die Version mit durchgängiger Knopfleiste zu nähen.

Welche Änderungen habe ich an dem Hinterland Dress gemacht?

Ich habe die Größe des Oberteils entsprechend meiner Maße ausgewählt und den Rockteil zwei Nummern kleiner zugeschnitten. Ich wusste, dass das Kleid einen sehr weiten und stark gekräuselten Rock hat und wollte vermeiden, dass die Kräuselung zu sehr aufbauscht und aufträgt. Darum habe ich auf diese Weise etwas der Mehrweite herausgenommen.

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Außerdem habe ich den Rock (und damit auch die Knopfleiste) fast 30 cm länger zugeschnitten. Ich wollte auf jeden Fall ein Kleid in Maxilänge haben, darum bin ich beim Zuschneiden auf Nummer sicher gegangen und habe die finale Länge dann erst zum Schluss beim Säumen und nach einem Trage-Test festgelegt.

Meine letzte Anpassung war ein Experiment. Denn ich hatte mich auf Instagram in das Bild dieses Kleides mit abgerundetem Saum verliebt und wollte dies für mein Hinterland Kleid umsetzen. Wahrscheinlich gibt es in den Weiten des Internets zahlreiche easy Tutorials, um abgerundete Säume hinzubekommen. Aber irgendwie bin ich an dem Tag nicht darauf gekommen, nach einem solchen zu suchen und habe auf eigene Faust losgelegt. Damit habe ich mich etwas schwer getan und das Ergebnis ist auch nicht sooo super geworden, wie es mir erhofft habe. Aber ich bin trotzdem zufrieden damit und trage das Kleid trotzdem gerne. Für einen weiteren Versuch würde ich aber dann noch mal nach Tutorials suchen. 🙂

Nähprozess & Anleitung

Die Anleitung ist sehr ausführlich und wirklich super gut beschrieben. Es gibt zu allen Schritten Zeichnungen und klare Erklärungen, so dass ich keine Probleme beim Nähen hatte. Es ist mir wirklich sehr gut von der Hand gegangen, auch wenn ich immer nur in kleinen Abschnitten über ein paar Wochen hinweg an dem Kleid gearbeitet habe, hatte ich keine Probleme, auch nach ein paar Tagen Pause die Arbeit wieder aufzunehmen und zum nächsten Schritt überzugehen.

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Wie zufrieden bin ich mit dem Ergebnis?

Um es kurz zu sagen: sehr! Ich finde den Sitz des Kleides super. Ärmellose Kleidungsstücke bergen ja immer die Gefahr in sich, dass man durch die Armlöcher den BH hervorblitzen sieht und das ist hier absolut nicht der Fall. Die Größenwahl war für mich auch die richtige. Ich finde es sehr bequem und luftig für den Sommer, ohne dass es zu groß und sackig wirkt. Durch den eingenähten Gürtel, kann man die Weite der Taille zusätzlich nach den eigenen Vorlieben anpassen und ich mag es am liebsten, wenn ich den Gürtel recht eng hinten im Rücken knote, denn so erhält das Kleid mehr Silhouette und passt besser zu meinem Körpertyp.

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Wenn ich meine zweite Version des Hinterland nähe, werde ich den Oberkörper um ca. 3cm verlängern, denn die Taillen-Naht sitzt für mich ein klein wenig zu hoch. Ansonsten bin ich mit der Passform sehr happy.

Und das Trage-Gefühl ist einfach der Hammer. Dank dieses Kleides kann ich jetzt verstehen, warum überall in der weltweiten Näh-Szene der Satz “Es hat Taschen!” nicht nur ein unschlagbares Verkaufs-Argument ist, sondern fast wie eine magische Zauberformel, ein Mantra oder der Zugangscode für einen Geheimclub behandelt wird. Denn: Oh mein Gott! Es hat Taschen! Ein Kleid zu tragen, bei dem man lässig die Hände in die Taschen stecken kann, ist pure Glückseligkeit. Ich werde dieses Hinterland Kleid für immer als mein erstes Kleid mit Taschen in Erinnerung behalten.

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Und eines ist klar: Ich brauche jetzt ganz dringend mehr davon! Darum hoffe ich, in meinem Urlaub im August etwas Zeit in meinem Nähzimmer verbringen zu können, um den Viskose Stoff auch endlich in ein Kleid mit Taschen verwandeln zu können.

Seit ihr auch Mitglieder im Club “Und das Beste ist: Es hat Taschen!”? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe – Wiebke


Verlinkt bei: Du für dich am Donnerstag

Stricken

Gestricktes // Slice of light Shawl von SoSu Knits

Vor ein paar Wochen habe ich es endlich geschafft, meine liebe Mami zu einer Foto-Session zu überreden. Und zwar nicht – wie man ja eigentlich denken könnte – zu einer Foto-Session für mich, sondern zu einer für sie. Denn meine Mama zaubert am laufenden Band die wunderschönsten Strickstücke UND sie besitzt einen Instagram Account. Da braucht sie natürlich dringend Instagram taugliche Tragefotos, damit sie ihre tollen Meisterwerke auch zeigen und mit der Strick-Community teilen kann. Wenn sie schon nicht bei Ravelry ist, dann wenigstens dort. Für das Shooting sind wir ein wenig in Düsseldorf Eller spazieren gegangen und haben schließlich eine fotogene Wiese mit schönem Schatten gefunden, die sich wunderbar als Kulisse eignete. Und was soll ich sagen? Die Fotos sind super geworden! Ich glaube, nach kurzem anfänglichen fremdeln hat es ihr dann sogar richtig Spaß gemacht. Schaut mal selbst – ich habe mir die Genehmigung geholt, ein Foto hier zeigen zu dürfen.

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Da wir bei dem Spaziergang ja schon die Kamera dabeihatten und ich mein kürzlich fertig gestelltes Slice of light Tuch trug, haben wir die Situation genutzt und kurz die Rollen getauscht. So hat meine Mama auch noch ein paar tolle Tragefotos für mich geschossen und ich habe euch hier endlich mal wieder ein neues Memade-Teil zu zeigen. Freu!

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Dabei ist mir aufgefallen, dass ich hier noch nie einen Blogartikel über ein gestricktes Tuch veröffentlicht habe. [edit: mir ist aufgefallen – das stimmt gar nicht. Hier habe ich schon mein Drachenfels Tuch verbloggt. Aber es sind trotzdem viel zu viele Tücher noch unverbloggt.] So eine Schande! Warum eigentlich nicht? Ich weiß es nicht. Vielleicht dachte ich immer so etwas wie: Es ist ja „nur“ ein Accessoire und damit lohnt es sich nicht, einen Artikel darüber zu schreiben. Aber das ist ja eigentlich totaler Quatsch! In meinen großen Stricktüchern stecken viele Wochen Arbeit, hochwertigste Wolle und nicht weniger Gedanken und Liebe als in meinen anderen handgemachten Kleidungsstücken auch. Und darum sollte eigentlich auch nachträglich noch jedes meiner Tücher einen eigenen Blogbeitrag hier bekommen. Mal sehen, ob ich das noch nachholen werde.

Drinnen und Draussen Blog Slice of light Shawl

Aber den Anfang mache ich jetzt jedenfalls mit diesem Slice of light Tuch.

Ich habe es relativ spontan gemeinsam mit den Strickelfen im alljährlichen #strickelfenKAL gestrickt. Hinter den Strickelfen verbirgt sich eine Stricktruppe rund um Jane – alias Frau Jetztkochtsieauchnoch –, Steffi – alias Frau Feierabendfrickeleien -, Julia-Maria – alias Frau Feinmotorik – und viele weitere fantastische und nette Strickerinnen, die auf Instagram und teilweise auch auf eigenen Strickblogs sehr aktiv sind. Diese Gruppe veranstaltet einmal jährlich einen Knit-Along, zu dem auch andere Strickerinnen herzlich eingeladen sind. Und weil mir die Aktion so gut gefällt und es sich in Gemeinschaft doppelt so schön strickt, bin ich spontan mit eingestiegen.

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Das Thema des KALs war „Tücher von SoSu Knits“ und so habe ich mich für den Slice of light Shawl entschieden. Ich habe schon so viele tolle Modelle von diesem Tuch gesehen und so viel Gutes über das Muster gehört, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte.

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Gestrickt habe ich es aus zwei Strängen Madeline Tosh Merino light und einem Strang Silk Mohair. Die Wolle stammt komplett aus meinem Stash. Tatsächlich sind die beiden Madeline Tosh Stränge sogar die allerersten handgefärbten Garnstränge, die ich gekauft habe. Das Silk Mohair habe ich letztes Jahr auf dem Wollfestival Düsseldorf bei 7oczek erstanden.

Den kompletten ersten Teil des Tuches – die breiten rechts-links Streifen habe ich in unserem Urlaub in Kattwijk gestrickt, in dem auch die Fotos für meinen Balloon Cardigan entstanden sind. Ich erinnere mich noch gut daran, dass Steffi – Frau Feierabendfrickeleien – im Frickelcast darüber berichtete, wie schnell und kurzweilig sich dieses Tuch strickt. Aber als ich es dann selber erlebt habe, war ich trotzdem erstaunt. Die Streifen gingen mir wirklich unfassbar schnell von der Hand. Durch das Muster – auch wenn es so ein einfaches rechts-links Muster ist – kommt das Stricken so abwechslungsreich daher, dass man im Nullkommanix fertig ist.

Nachdem dieser Teil fertig war, begann meine persönliche Herausforderung. Denn dann kamen die Abschnitte im Brioche (oder anders gesagt: Patent) Muster. Daran hatte ich mich bis zu dem Zeitpunkt noch nie versucht.

Dank des regen Austauschs mit den anderen Strickerinnen auf Instagram, habe ich von der lieben Frau Feierabendfrickeleien einen super Tipp erhalten. Sie empfahl mir, die Brioche Videos von Crasy Sylvie auf Youtube anzuschauen. Sylvie strickt Brioche Muster mit der Methode der tiefergestochenen Maschen, die gerade für Anfänger etwas einfacher und übersichtlicher ist. Und genau das habe ich getan. Ich habe mir die Videos mehrmals angesehen und dann genau so umgesetzt. Hat super gut geklappt und hat kein einziges bisschen weh getan. Kann ich jeder Strickerin nur empfehlen, die sich bisher noch nicht an ein- oder zweifarbiges Patent herangetraut hat. Mit dieser Methode klappt es ganz bestimmt!

Und mit so viel Austausch und gegenseitigem Anfeuern habe ich es tatsächlich geschafft, das Tuch in den vier Wochen des KALs fertig zu stricken. Wenn man es ganz genau nimmt, habe ich mit Blocken und Fäden vernähen 3 Tage länger gebraucht. Aber das zählt immer noch, finde ich. 😉 So schnell war ich noch nie und neben dem Corona Lockdown rechne ich diese Bestzeit auf jeden Fall dem Motivationsschub durch den KAL zu.

Drinnen und Draussen Blog Slice of light Shawl
Drinnen und Draussen Blog Slice of light Shawl
Drinnen und Draussen Blog Slice of light Shawl

Dafür ganz, ganz herzlichen Dank an alle Strickelfen! Ich habe mich bei euch sehr wohl gefühlt und hoffe, in einem der nächsten KALs wieder mit von der Partie zu sein.

Hier kommen noch einmal die Projekt-Details im Überblick:

Modell: Slice of light Shawl von SoSu Knits (Link zu Ravelry)

Wolle: Je ein Strang Madeline Tosh Merino light in den Farben Hi-Lo (rosa) und Rainwater (grau-blau), 1 Strang Silk Mohair von 7Oszek in der Farbe English Rose

Nadeln: Chiagoo 4mm (Link zum Maschenfein Shop / unbezahlte Werbung)

Hier könnt ihr euch meine Projektseite zu dem Tuch bei Ravelry ansehen.

Und weil heute passenderweise Dienstag ist, verlinke ich diesen Beitrag noch beim CreaDienstag.

Alles Liebe – Wiebke

Stricken

Corona Beschäftigungs-Therapie // Mein Stash ist jetzt auf Ravelry

Ich weiß, dass die Corona bedingte Kontaktsperre, die Kita- und Schul-Schließungen für alle Familien mit Kindern den absoluten Stress-Overkill bedeuten und ich habe größten Respekt vor all meinen Mutti-Freundinnen. Was die gerade leisten ist Übermenschlich!

Aber für kinderlose Paare wie uns bedeutet die Kontaktsperre gerade vor allem eines: Viiiieeel Zeit.

Und die haben wir schon dafür genutzt, viele viele Projekte rund um Haus und Garten anzugehen. Wir haben die Garage aufgeräumt. Wir haben ausgemistet. Wir haben alle unsere ungenutzten oder mittlerweile ungeliebten Möbel bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt und auch fast alles schon verkauft. Wir haben neue Möbel ausgesucht und bestellt. Wir haben unsere Gartenmöbel repariert und frisch gestrichen. Wir haben eine Hecke für unseren Vorgarten ausgesucht und bestellt. Und wir haben das ganze Haus von oben bis unten aufgeräumt und geputzt. Wir kochen jeden Tag. Wir veranstalten Skype-Dinner mit unseren Freunden. Wir waren am Wochenende wandern.

Und bei mir hat diese freie Zeit noch zu einer für den ein oder anderen von euch vielleicht etwas befremdlich wirkenden Aktion geführt:

Ich habe meinen inneren Nerd rausgelassen und meinen gesamten Woll-Stash (oder auch Woll-Vorrat) fotografiert und bei Ravelry archiviert.

Ja ich weiß, dass ist wirklich nerdig. Aber tatsächlich wollte ich genau das schon lange mal machen! Vielleicht hätte ich Bibliothekarin werden sollen. Denn das Katalogisieren hat mir richtig kindliche Freude bereitet.

Ich finde es toll, dass ich jetzt von jedem Strang Wolle ein einzelnes Foto besitze. Das Schießen der Fotos war ein bisschen wie die Marie Kondo Ausmiste-Methode – ich habe jeden einzelnen Strang Wolle, den ich besitze, in die Hand genommen, natürlich kurz gestreichelt, ein Foto davon gemacht und mir dabei noch einmal genau angeschaut. Dadurch habe ich jetzt nicht nur wieder einen super Überblick über meinen Stash, sondern ich habe mich auch noch mal neu in meine Woll-Schätze verknallt und allein beim Durchsehen der Bilder wieder super viele neue Ideen für Projekte bekommen.

Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr – bis auf einen geplanten Kaufrausch beim Düsseldorfer Wollfestival – keine Wolle kaufen. [Okay… ich gebe zu, Corona hat mich hier schwach werden lassen. Aber nur einmal! Sonst habe ich bisher super durchgehalten und schon fleißig für das Wollfestival gespart (toi toi toi  + ganz feste Daumendrücken, dass es stattfinden kann!).]

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Und auch für diesen Vorsatz finde ich die Archivierung meines Woll-Stash super hilfreich. Denn so kann ich ganz einfach – wenn mal wieder eine neue Strick-Idee im Köpfchen aufploppt – auf Ravelry gehen und sehe direkt, ob ich passende Wolle für die Idee besitze. Ich muss nicht in diversen Schränken und Tüten und Kisten kramen. Denn auch wenn das hin und wieder mal Spaß macht – oft ist man doch schneller dabei, sich zum Lieblings-Woll-Dealer durchzuklicken und für die frische Idee frische Wolle zu shoppen. Auch wenn man eigentlich perfekt passende Wolle zu Hause hat.

Und das Beste daran ist:
Dank der richtig gut durchdachten Funktionen von Ravelry muss man sich noch nicht mal selber durch seinen archivierten Stash scrollen.

Denn es gibt ein super hilfreiches Tool, das einem dabei hilft, die passende Wolle für geplante Projekte zu finden.

Wusstet ihr, dass wenn man Strickmuster in die Strick-Warteschlange (Queue) aufnimmt, Ravelry die für das Strickmuster benötigte Wolle mit dem Stash abgleicht und automatisch Vorschläge macht, welche Wolle man für das Projekt nutzen könnte? Ich finde dieses Werkzeug richtig, richtig cool und freue mich sehr, dass Ravelry jetzt jedes meiner Wollknäule kennt, um sie mir vorschlagen zu können. 😊

Wie behaltet ihr den Überblick über euren Woll-Vorrat? Könnt ihr euch auch für Archivierung begeistern? Nutzt ihr die Möglichkeiten von Ravelry oder habt ihr ein eigenes System? Ich bin super neugierig, wie ihr dieses Thema so handhabt!

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Ich habe mir überlegt, in gewissen Abständen eine Inventur zu machen und zu dokumentieren, wie viel Wolle rein und raus gegangen ist. Mal sehen… vielleicht denke ich mir dazu eine Blogpost-Serie aus und halte euch hierzu auf dem Laufenden. Möglicherweise quartalsweise oder auch halbjährlich. Je nachdem wie spannend die Veränderungen so sind. Dazu muss ich mir noch mal Gedanken machen.

So – wenn ihr neugierig seid und euch meinen Woll-Stash – oder auch einfach die Funktion –  bei Ravelry mal ansehen wollt, könnt ihr das hier in meinem Profil gerne machen. Ich freue mich auf euren Besuch. 😊

Und ich freue mich auf eure Kommentare zu euren Archivierungs-Methoden! Das Thema hat es mir echt angetan.

Alles Liebe,

Wiebke

Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Stricken

Gestricktes // Mein strahlend blauer Balloon Cardigan

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Heute hole ich meinen zwar sehr vernachlässigten aber noch immer heiß geliebten Blog endlich aus seinem sehr langen Dornröschenschlaf. Für irgendewas muss die Corona Zwangspause ja gut sein. Ich nutze die gewonnene Zeit dazu, euch endlich mal wieder ein fertig gestelltes Strickprojekt zu zeigen. Und großartigerweise kann ich dazu sogar eine wunderschöne Urlaubskulisse nutzen. Heute nehme ich euch mit an den Strand von Katwijk und präsentiere euch meinen Balloon Cardigan, gestrickt nach der Anleitung von PetiteKnit.

So lief der Strick-Prozess meines Balloon Cardigans

Ich kann direkt zu Beginn sagen, dass ich für diese Jacke die gemischtesten Gefühle hege.

10 Monate lang hat mich dieses Projekt begleitet und ich habe – unterbrochen von anderen Strickprojekten – immer mal wieder daran gestrickt. Die wunderschöne Farbe und die Flauschigkeit der Woll-Mischung haben mir beim Stricken jedes Mal richtig gute Laune gemacht und ich konnte es kaum erwarten, die Kuschel-Jacke tragen zu können.

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Ich mochte die Anleitung und die Konstruktion der Jacke sehr. Das Highlight sind natürlich die gigantischen Ballon-Ärmel. Die haben mich zwar beim Stricken ein paar Nerven gekostet, weil sie einfach nicht fertig werden wollen. Aber ich wusste ja, daß sich die Mühe lohnen würde.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Abgesehen von den Ärmeln mag ich vor allem das Detail, bzw. die Konstruktion der Blende. Sie sieht irgendwie so besonders ordentlich professionell aus und lässt den Balloon Cardigan dadurch wie ein gekauftes Teil wirken.

Weil ich so viel Zeit und Liebe in die Jacke gesteckt habe, habe ich mir auch bei den “finishing touches” richtig viel Mühe gegeben. Ich habe alle Säume mit dem Italienischen Abschluss abgekettet und die Knöpfe habe ich für mehr Stabilität mit so genannten “Gegenknöpfen” vernäht.

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Dabei näht man gleichzeitig zu dem sichtbaren Knopf auf der Rückseite der Knopfleiste einen weiteren Knopf an. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass sich das Gestrick durch das Zerren am Knopf nicht verzieht. Die beiden Knöpfe geben sich gegenseitig Halt und schonen die Knopfleiste. Sylvie hat eine super Video Anleitung dazu gemacht – schaut mal hier.

Mein erster Eindruck – was ich nich so gerne an meinem Balloon Cardigan mag

Ich erwähnte ja bereits, dass ich extrem gemischte Gefühle habe, was diese Jacke angeht. Denn leider leider habe ich bei diesem Projekt ganz schön Lehrgeld bezahlt. Hier zeigt sich, dass ich eben erst seit 3 Jahren Kleidung stricke und noch nicht auf 20 Jahre Strick-Erfahrung zurückgreifen kann. Denn obwohl ich eine perfekt passende Maschen Probe hatte, ist dieses Kleidungsstück leider ziehmlich aus den Fugen geraten.

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Es hat schon damit angefangen, dass ich mich dazu entschieden habe, die Jacke dreifädig, anstatt zweifädig zu Stricken. Ich habe zwei Mohair Beilauffäden genutzt, weil ich die Farbe so lieber mochte. Dadurch ist der Stoff viel schwerer und dichter geworden, als im Design vorgesehen.

Ausserdem habe ich die größte Größe gestrickt. Als ich die Jacke nach dem Abketten gebadet habe, ist sie zusätzlich noch ganz schön gewachsen. Und das obwohl ich sie liegend getrocknet habe, ohne sie zu spannen oder zu ziehen. Einfach nur durch das “Aufblühen” der Wolle ist sie noch mal eine Nummer größer geworden.

Dadurch ist sie zwar nicht untragbar geworden, aber der Schnitt und der Look ist ein komplett anderer, als ich erwartet und geplant hatte. Sie ist viel länger und breiter und noch “oversiziger” als eh schon laut Anleitung geplant geworden.

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Bei der ersten Anprobe musste ich ganz schön schlucken. Mein erster Eindruck war – ich gebe es zu – eher negativ. Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie “Was für ein unvorteilhafter Sack, den ziehst du besser nur zu Hause auf der Couch an.”. Ausserdem wusste ich auf einmal nicht mehr, wie ich den Cardigan kombinieren sollte.

Das hat ganz schön an mir genagt. Denn eigentlich ist es beim Kleidung selber machen immer mein oberstes Ziel, Teile zu kreieren, die ich einfach und sehr oft tragen kann. Ich strebe immer nach Teilen, die sich nahtlos in meine Garderobe einfügen und die schnell zu Alltagskleidern werden.

Mein zweiter Eindruck – Warum ich meinen Balloon Cardigan jetzt trotzdem liebe…

Aber dann dachte ich mir “Challenge accepted!” und habe in meinem Kleiderschrank gestöbert und mir ein paar richig coole Outfit Kombinationen herausgesucht, mit denen die Jacke super aussieht und in denen ich mich wohl und gut angezogen fühle. Um gar nicht erst ins Zögern zu geraten habe ich sie direkt am nächsten Tag ins Büro angezogen und prompt ein paar ganz süße Komplimente von meinen lieben Kolleginnen einkassiert.

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Ok – ich unterschlage nicht, dass ein Kollege – ein männlicher natürlich – mich gefragt hat, ob ich mein Krümelmonster-Kostüm aus der Verkleidungskiste geholt hätte.

via GIPHY

Dazu sage ich jetzt mal nichts weiter. Zum Glück ganz ich laut und herzhaft über mich selber lachen. Denn ein klitzekleines bisschen recht hat er ja schon.

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Ich trage die Jacke mittlerweile unheimlich gerne – zum einen ist sie weich wie eine Wolke und ein absoluter Flausch Traum. Und zum anderen bin ich froh, dass sie mich herausgefordert hat, aus meiner Style-Komfortzone herauszukommen und mir neue Outfits auszudenken, die ich sonst nie in meinem Kleiderschrank vermutet hätte.

Würde ich den Balloon Cardigan noch einmal stricken?

Definitiv ja! Ich mag das Strickmuster sehr gerne und würde die Lektion, die ich bei dieser Version gelernt habe gerne in der nächsten Version anwenden. In Version #2 würde ich den Cardigan auch nur zweifädig stricken, mindestens eine Nummer kleiner anschlagen und stärker auf die Länge achten, denn ich hätte gerne eine etwas kürzere Version der Jacke.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog
Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Mal sehen, wann ich mich dem Ballon Cardi #2 widmen möchte. Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern. Aber für 2021 sehe ich Chancen. 🙂

Die Projekt-Details

Anleitung: Balloon Cardigan von PetiteKnit – hier geht es zu der deutschen Version

Größe: L

Nadeln: Chiagoo Twist Red Lace – 4mm

Garn: Wolle Rödel Siena in hellblau + Rico Design Essentials Super Kid Mohair loves silk in blau

Ravelry: Hier kommt ihr zu meiner Ravelry Projekt-Seite für den Cardigan. Dort könnt ihr euch alle Projekt-Notizen inklusive Garnverbrauch noch einmal ansehen.


Großartigerweise ist heute Memademittwoch – und ich kann endlich mal wieder dabei sein! Schaut doch auch dort vorbei und bewundert die Werke der anderen tollen Macherinnen!

Handgemachte Kleidung, Kleid-Layering Mini-Capsule 2019, Me Made Mittwoch

Ein neues Outfit aus meiner DIY Mini Capsule-Wardrobe: Cleo Latzkleid + Edie Top + Caramel Cardigan | MeMadeMittwoch

Es ist so ein gutes Gefühl zu merken, dass die Pläne, die ich für meine Mini-Capsule ausgetüftelt habe, tatsächlich funktionieren. Dass die Einzelteile wirklich so gut zusammenpassen, wie ich es mir vorgestellt habe. Und dass ich sie auch wirklich so gerne trage, wie ich es mir gewünscht habe.

Das Outfit, das ich euch heute – pünktlich zum MeMadeMittwoch – zeigen kann, ist für mich ein schöner erster Beweis dafür, dass meine Mini-Garderobe vielseitig ist und auch wirklich im Alltag funktioniert.

Eine erste Outfit-Kombi mit meiner Cord-Cleo habe ich euch hier ja schon gezeigt.

Dieses Mal habe ich das Latzkleid von Tilly and the Buttons mit einem ¾-Arm Shirt aus rosa Romanit-Jersey kombiniert. Es ist das Edie Top von Sew over it London. Der Schnitt ist Teil des eBooks „My Capsule Wardrobe – Work to Weekend“ und ich habe direkt zwei davon genäht. Eine dunkelgraue Edie-Version ist nämlich auch schon fertig.

Die wunderschöne Linienführung des Ausschnitts hat mich direkt angesprochen und war der ausschlaggebende Punkt dafür, diesen Schnitt mit in meine Mini-Capsule aufzunehmen. Und ich bereue es nicht – Edie ist super. Sie ist schnell genäht und macht was her. Ein tolles Basic Teil, das durch den tiefen Uboot-Ausschnitt trotzdem das gewisse Etwas hat.

Um die Kombination aus Shirt und Kleid Islandwetter-tauglich zu machen, habe ich meinen selbstgestrickten Caramel Cardi übergezogen und schon war es ein perfektes Island-Urlaub-Outfit. An unserem ersten Ferienhaus in Island sind die Fotos für diesen Beitrag entstanden, darum passt er auch so gut zum “Ich packe meinen Koffer”-Sommer-Special des MeMadeMittwoch.

Weil ich mit jedem Teil, das ist nähe, ein größerer Fan werde, verliere ich gerne noch ein paar Worte über die Sew over it eBooks. Lisa Comfort, die Designerin hinter dem Label Sew over it London, hat neben ihren zahlreichen retro angehauchten Schnitten auch zwei eBooks herausgegeben. Beide eBooks präsentieren eine perfekt miteinander kombinierbare Mini-Garderobe. Die erste Ausgabe steht unter dem Motto „My Capsule Wardrobe – City Break“ – hier sind alle Kleidungsstücke enthalten, die man für einen Städte-Trip benötigt. Von der Skinny Jeans, über ein Hemdblusenkleid und einen Jeansrock bis hin zu einem leichten Mantel. Lisa Comfort modelt alle Schnitte selber – vor der wunderbaren Kulisse von Paris. Allein in den Bildern zu schwelgen finde ich extrem inspirierend.

Aus diesem eBook habe ich schon zwei Teile genäht. Einen Rock und ein Longsleeve – hier habe ich euch die Teile bereits gezeigt. Und auch für meine aktuelle Mini-Capsule steht noch eine weitere, kürzere Version des Erin Rocks aus schwarzem Cord auf meiner Liste.

Das zweite eBook – aus dem auch der Schnitt für mein Edie Top ist – heißt „My Capsule Wardrobe – From Work to Weekend“. Die hier enthaltenen Schnitte zeichnen sich dadurch aus, dass man sie sowohl für die Arbeit als auch für die Freizeit nähen und stylen kann. Je nach Stoffwahl und je nachdem für welche Variante des Schnittes man sich entscheidet. Ich finde das Konzept super und hoffe auf viele weitere Ausgaben dieser eBook Reihe!

Leider komme ich mit meinen weiteren geplanten Kleidungsstücken viel langsamer voran, als mir lieb ist. In meinem Kopf sehe ich schon die komplette Garderobe vor mir und kombiniere nach Herzenslust Teile zu den schönsten Outfits. Aber in der Realität ist seit Wochen kein Teil fertig geworden. Und das obwohl in meinem Nähzimmer schon zwei fertig zugeschnittene Kleidungsstücke darauf warten, vernäht zu werden.

Was mich davon abhält? Ganz klar die Temperaturen! Ich kann mich bei über 30°einfach nicht dazu aufraffen, nach oben in mein Nähzimmer zu gehen. Im Somme sitze ich lieber an einem schattigen Platz im Garten und stricke mit einem Podcast auf den Ohren gemütlich vor mich hin.

Aber irgendeine Strategie muss ich mir überlegen. Denn eigentlich juckt es mir in den Fingern und ich möchte unbedingt an die Nähmaschine. Vielleicht versuche ich es am Wochenende mal ganz früh morgens.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Alles Liebe – Wiebke