Stricken

Corona Beschäftigungs-Therapie // Mein Stash ist jetzt auf Ravelry

Ich weiß, dass die Corona bedingte Kontaktsperre, die Kita- und Schul-Schließungen für alle Familien mit Kindern den absoluten Stress-Overkill bedeuten und ich habe größten Respekt vor all meinen Mutti-Freundinnen. Was die gerade leisten ist Übermenschlich!

Aber für kinderlose Paare wie uns bedeutet die Kontaktsperre gerade vor allem eines: Viiiieeel Zeit.

Und die haben wir schon dafür genutzt, viele viele Projekte rund um Haus und Garten anzugehen. Wir haben die Garage aufgeräumt. Wir haben ausgemistet. Wir haben alle unsere ungenutzten oder mittlerweile ungeliebten Möbel bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt und auch fast alles schon verkauft. Wir haben neue Möbel ausgesucht und bestellt. Wir haben unsere Gartenmöbel repariert und frisch gestrichen. Wir haben eine Hecke für unseren Vorgarten ausgesucht und bestellt. Und wir haben das ganze Haus von oben bis unten aufgeräumt und geputzt. Wir kochen jeden Tag. Wir veranstalten Skype-Dinner mit unseren Freunden. Wir waren am Wochenende wandern.

Und bei mir hat diese freie Zeit noch zu einer für den ein oder anderen von euch vielleicht etwas befremdlich wirkenden Aktion geführt:

Ich habe meinen inneren Nerd rausgelassen und meinen gesamten Woll-Stash (oder auch Woll-Vorrat) fotografiert und bei Ravelry archiviert.

Ja ich weiß, dass ist wirklich nerdig. Aber tatsächlich wollte ich genau das schon lange mal machen! Vielleicht hätte ich Bibliothekarin werden sollen. Denn das Katalogisieren hat mir richtig kindliche Freude bereitet.

Ich finde es toll, dass ich jetzt von jedem Strang Wolle ein einzelnes Foto besitze. Das Schießen der Fotos war ein bisschen wie die Marie Kondo Ausmiste-Methode – ich habe jeden einzelnen Strang Wolle, den ich besitze, in die Hand genommen, natürlich kurz gestreichelt, ein Foto davon gemacht und mir dabei noch einmal genau angeschaut. Dadurch habe ich jetzt nicht nur wieder einen super Überblick über meinen Stash, sondern ich habe mich auch noch mal neu in meine Woll-Schätze verknallt und allein beim Durchsehen der Bilder wieder super viele neue Ideen für Projekte bekommen.

Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr – bis auf einen geplanten Kaufrausch beim Düsseldorfer Wollfestival – keine Wolle kaufen. [Okay… ich gebe zu, Corona hat mich hier schwach werden lassen. Aber nur einmal! Sonst habe ich bisher super durchgehalten und schon fleißig für das Wollfestival gespart (toi toi toi  + ganz feste Daumendrücken, dass es stattfinden kann!).]

Stash_Archivierung_Ravelry_DrinnenundDraussenBlog_2

Und auch für diesen Vorsatz finde ich die Archivierung meines Woll-Stash super hilfreich. Denn so kann ich ganz einfach – wenn mal wieder eine neue Strick-Idee im Köpfchen aufploppt – auf Ravelry gehen und sehe direkt, ob ich passende Wolle für die Idee besitze. Ich muss nicht in diversen Schränken und Tüten und Kisten kramen. Denn auch wenn das hin und wieder mal Spaß macht – oft ist man doch schneller dabei, sich zum Lieblings-Woll-Dealer durchzuklicken und für die frische Idee frische Wolle zu shoppen. Auch wenn man eigentlich perfekt passende Wolle zu Hause hat.

Und das Beste daran ist:
Dank der richtig gut durchdachten Funktionen von Ravelry muss man sich noch nicht mal selber durch seinen archivierten Stash scrollen.

Denn es gibt ein super hilfreiches Tool, das einem dabei hilft, die passende Wolle für geplante Projekte zu finden.

Wusstet ihr, dass wenn man Strickmuster in die Strick-Warteschlange (Queue) aufnimmt, Ravelry die für das Strickmuster benötigte Wolle mit dem Stash abgleicht und automatisch Vorschläge macht, welche Wolle man für das Projekt nutzen könnte? Ich finde dieses Werkzeug richtig, richtig cool und freue mich sehr, dass Ravelry jetzt jedes meiner Wollknäule kennt, um sie mir vorschlagen zu können. 😊

Wie behaltet ihr den Überblick über euren Woll-Vorrat? Könnt ihr euch auch für Archivierung begeistern? Nutzt ihr die Möglichkeiten von Ravelry oder habt ihr ein eigenes System? Ich bin super neugierig, wie ihr dieses Thema so handhabt!

Stash_Archivierung_Ravelry_DrinnenundDraussenBlog_1

Ich habe mir überlegt, in gewissen Abständen eine Inventur zu machen und zu dokumentieren, wie viel Wolle rein und raus gegangen ist. Mal sehen… vielleicht denke ich mir dazu eine Blogpost-Serie aus und halte euch hierzu auf dem Laufenden. Möglicherweise quartalsweise oder auch halbjährlich. Je nachdem wie spannend die Veränderungen so sind. Dazu muss ich mir noch mal Gedanken machen.

So – wenn ihr neugierig seid und euch meinen Woll-Stash – oder auch einfach die Funktion –  bei Ravelry mal ansehen wollt, könnt ihr das hier in meinem Profil gerne machen. Ich freue mich auf euren Besuch. 😊

Und ich freue mich auf eure Kommentare zu euren Archivierungs-Methoden! Das Thema hat es mir echt angetan.

Alles Liebe,

Wiebke

Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Stricken

Gestricktes // Mein strahlend blauer Balloon Cardigan

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Heute hole ich meinen zwar sehr vernachlässigten aber noch immer heiß geliebten Blog endlich aus seinem sehr langen Dornröschenschlaf. Für irgendewas muss die Corona Zwangspause ja gut sein. Ich nutze die gewonnene Zeit dazu, euch endlich mal wieder ein fertig gestelltes Strickprojekt zu zeigen. Und großartigerweise kann ich dazu sogar eine wunderschöne Urlaubskulisse nutzen. Heute nehme ich euch mit an den Strand von Katwijk und präsentiere euch meinen Balloon Cardigan, gestrickt nach der Anleitung von PetiteKnit.

So lief der Strick-Prozess meines Balloon Cardigans

Ich kann direkt zu Beginn sagen, dass ich für diese Jacke die gemischtesten Gefühle hege.

10 Monate lang hat mich dieses Projekt begleitet und ich habe – unterbrochen von anderen Strickprojekten – immer mal wieder daran gestrickt. Die wunderschöne Farbe und die Flauschigkeit der Woll-Mischung haben mir beim Stricken jedes Mal richtig gute Laune gemacht und ich konnte es kaum erwarten, die Kuschel-Jacke tragen zu können.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Ich mochte die Anleitung und die Konstruktion der Jacke sehr. Das Highlight sind natürlich die gigantischen Ballon-Ärmel. Die haben mich zwar beim Stricken ein paar Nerven gekostet, weil sie einfach nicht fertig werden wollen. Aber ich wusste ja, daß sich die Mühe lohnen würde.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Abgesehen von den Ärmeln mag ich vor allem das Detail, bzw. die Konstruktion der Blende. Sie sieht irgendwie so besonders ordentlich professionell aus und lässt den Balloon Cardigan dadurch wie ein gekauftes Teil wirken.

Weil ich so viel Zeit und Liebe in die Jacke gesteckt habe, habe ich mir auch bei den “finishing touches” richtig viel Mühe gegeben. Ich habe alle Säume mit dem Italienischen Abschluss abgekettet und die Knöpfe habe ich für mehr Stabilität mit so genannten “Gegenknöpfen” vernäht.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Dabei näht man gleichzeitig zu dem sichtbaren Knopf auf der Rückseite der Knopfleiste einen weiteren Knopf an. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass sich das Gestrick durch das Zerren am Knopf nicht verzieht. Die beiden Knöpfe geben sich gegenseitig Halt und schonen die Knopfleiste. Sylvie hat eine super Video Anleitung dazu gemacht – schaut mal hier.

Mein erster Eindruck – was ich nich so gerne an meinem Balloon Cardigan mag

Ich erwähnte ja bereits, dass ich extrem gemischte Gefühle habe, was diese Jacke angeht. Denn leider leider habe ich bei diesem Projekt ganz schön Lehrgeld bezahlt. Hier zeigt sich, dass ich eben erst seit 3 Jahren Kleidung stricke und noch nicht auf 20 Jahre Strick-Erfahrung zurückgreifen kann. Denn obwohl ich eine perfekt passende Maschen Probe hatte, ist dieses Kleidungsstück leider ziehmlich aus den Fugen geraten.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Es hat schon damit angefangen, dass ich mich dazu entschieden habe, die Jacke dreifädig, anstatt zweifädig zu Stricken. Ich habe zwei Mohair Beilauffäden genutzt, weil ich die Farbe so lieber mochte. Dadurch ist der Stoff viel schwerer und dichter geworden, als im Design vorgesehen.

Ausserdem habe ich die größte Größe gestrickt. Als ich die Jacke nach dem Abketten gebadet habe, ist sie zusätzlich noch ganz schön gewachsen. Und das obwohl ich sie liegend getrocknet habe, ohne sie zu spannen oder zu ziehen. Einfach nur durch das “Aufblühen” der Wolle ist sie noch mal eine Nummer größer geworden.

Dadurch ist sie zwar nicht untragbar geworden, aber der Schnitt und der Look ist ein komplett anderer, als ich erwartet und geplant hatte. Sie ist viel länger und breiter und noch “oversiziger” als eh schon laut Anleitung geplant geworden.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Bei der ersten Anprobe musste ich ganz schön schlucken. Mein erster Eindruck war – ich gebe es zu – eher negativ. Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie “Was für ein unvorteilhafter Sack, den ziehst du besser nur zu Hause auf der Couch an.”. Ausserdem wusste ich auf einmal nicht mehr, wie ich den Cardigan kombinieren sollte.

Das hat ganz schön an mir genagt. Denn eigentlich ist es beim Kleidung selber machen immer mein oberstes Ziel, Teile zu kreieren, die ich einfach und sehr oft tragen kann. Ich strebe immer nach Teilen, die sich nahtlos in meine Garderobe einfügen und die schnell zu Alltagskleidern werden.

Mein zweiter Eindruck – Warum ich meinen Balloon Cardigan jetzt trotzdem liebe…

Aber dann dachte ich mir “Challenge accepted!” und habe in meinem Kleiderschrank gestöbert und mir ein paar richig coole Outfit Kombinationen herausgesucht, mit denen die Jacke super aussieht und in denen ich mich wohl und gut angezogen fühle. Um gar nicht erst ins Zögern zu geraten habe ich sie direkt am nächsten Tag ins Büro angezogen und prompt ein paar ganz süße Komplimente von meinen lieben Kolleginnen einkassiert.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Ok – ich unterschlage nicht, dass ein Kollege – ein männlicher natürlich – mich gefragt hat, ob ich mein Krümelmonster-Kostüm aus der Verkleidungskiste geholt hätte.

via GIPHY

Dazu sage ich jetzt mal nichts weiter. Zum Glück ganz ich laut und herzhaft über mich selber lachen. Denn ein klitzekleines bisschen recht hat er ja schon.

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Ich trage die Jacke mittlerweile unheimlich gerne – zum einen ist sie weich wie eine Wolke und ein absoluter Flausch Traum. Und zum anderen bin ich froh, dass sie mich herausgefordert hat, aus meiner Style-Komfortzone herauszukommen und mir neue Outfits auszudenken, die ich sonst nie in meinem Kleiderschrank vermutet hätte.

Würde ich den Balloon Cardigan noch einmal stricken?

Definitiv ja! Ich mag das Strickmuster sehr gerne und würde die Lektion, die ich bei dieser Version gelernt habe gerne in der nächsten Version anwenden. In Version #2 würde ich den Cardigan auch nur zweifädig stricken, mindestens eine Nummer kleiner anschlagen und stärker auf die Länge achten, denn ich hätte gerne eine etwas kürzere Version der Jacke.

Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog
Balloon Cardigan - PetiteKnit - Drinnen und Draussen Blog

Mal sehen, wann ich mich dem Ballon Cardi #2 widmen möchte. Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern. Aber für 2021 sehe ich Chancen. 🙂

Die Projekt-Details

Anleitung: Balloon Cardigan von PetiteKnit – hier geht es zu der deutschen Version

Größe: L

Nadeln: Chiagoo Twist Red Lace – 4mm

Garn: Wolle Rödel Siena in hellblau + Rico Design Essentials Super Kid Mohair loves silk in blau

Ravelry: Hier kommt ihr zu meiner Ravelry Projekt-Seite für den Cardigan. Dort könnt ihr euch alle Projekt-Notizen inklusive Garnverbrauch noch einmal ansehen.


Großartigerweise ist heute Memademittwoch – und ich kann endlich mal wieder dabei sein! Schaut doch auch dort vorbei und bewundert die Werke der anderen tollen Macherinnen!

Handgemachte Kleidung, Kleid-Layering Mini-Capsule 2019, Me Made Mittwoch

Ein neues Outfit aus meiner DIY Mini Capsule-Wardrobe: Cleo Latzkleid + Edie Top + Caramel Cardigan | MeMadeMittwoch

Es ist so ein gutes Gefühl zu merken, dass die Pläne, die ich für meine Mini-Capsule ausgetüftelt habe, tatsächlich funktionieren. Dass die Einzelteile wirklich so gut zusammenpassen, wie ich es mir vorgestellt habe. Und dass ich sie auch wirklich so gerne trage, wie ich es mir gewünscht habe.

Das Outfit, das ich euch heute – pünktlich zum MeMadeMittwoch – zeigen kann, ist für mich ein schöner erster Beweis dafür, dass meine Mini-Garderobe vielseitig ist und auch wirklich im Alltag funktioniert.

Eine erste Outfit-Kombi mit meiner Cord-Cleo habe ich euch hier ja schon gezeigt.

Dieses Mal habe ich das Latzkleid von Tilly and the Buttons mit einem ¾-Arm Shirt aus rosa Romanit-Jersey kombiniert. Es ist das Edie Top von Sew over it London. Der Schnitt ist Teil des eBooks „My Capsule Wardrobe – Work to Weekend“ und ich habe direkt zwei davon genäht. Eine dunkelgraue Edie-Version ist nämlich auch schon fertig.

Die wunderschöne Linienführung des Ausschnitts hat mich direkt angesprochen und war der ausschlaggebende Punkt dafür, diesen Schnitt mit in meine Mini-Capsule aufzunehmen. Und ich bereue es nicht – Edie ist super. Sie ist schnell genäht und macht was her. Ein tolles Basic Teil, das durch den tiefen Uboot-Ausschnitt trotzdem das gewisse Etwas hat.

Um die Kombination aus Shirt und Kleid Islandwetter-tauglich zu machen, habe ich meinen selbstgestrickten Caramel Cardi übergezogen und schon war es ein perfektes Island-Urlaub-Outfit. An unserem ersten Ferienhaus in Island sind die Fotos für diesen Beitrag entstanden, darum passt er auch so gut zum “Ich packe meinen Koffer”-Sommer-Special des MeMadeMittwoch.

Weil ich mit jedem Teil, das ist nähe, ein größerer Fan werde, verliere ich gerne noch ein paar Worte über die Sew over it eBooks. Lisa Comfort, die Designerin hinter dem Label Sew over it London, hat neben ihren zahlreichen retro angehauchten Schnitten auch zwei eBooks herausgegeben. Beide eBooks präsentieren eine perfekt miteinander kombinierbare Mini-Garderobe. Die erste Ausgabe steht unter dem Motto „My Capsule Wardrobe – City Break“ – hier sind alle Kleidungsstücke enthalten, die man für einen Städte-Trip benötigt. Von der Skinny Jeans, über ein Hemdblusenkleid und einen Jeansrock bis hin zu einem leichten Mantel. Lisa Comfort modelt alle Schnitte selber – vor der wunderbaren Kulisse von Paris. Allein in den Bildern zu schwelgen finde ich extrem inspirierend.

Aus diesem eBook habe ich schon zwei Teile genäht. Einen Rock und ein Longsleeve – hier habe ich euch die Teile bereits gezeigt. Und auch für meine aktuelle Mini-Capsule steht noch eine weitere, kürzere Version des Erin Rocks aus schwarzem Cord auf meiner Liste.

Das zweite eBook – aus dem auch der Schnitt für mein Edie Top ist – heißt „My Capsule Wardrobe – From Work to Weekend“. Die hier enthaltenen Schnitte zeichnen sich dadurch aus, dass man sie sowohl für die Arbeit als auch für die Freizeit nähen und stylen kann. Je nach Stoffwahl und je nachdem für welche Variante des Schnittes man sich entscheidet. Ich finde das Konzept super und hoffe auf viele weitere Ausgaben dieser eBook Reihe!

Leider komme ich mit meinen weiteren geplanten Kleidungsstücken viel langsamer voran, als mir lieb ist. In meinem Kopf sehe ich schon die komplette Garderobe vor mir und kombiniere nach Herzenslust Teile zu den schönsten Outfits. Aber in der Realität ist seit Wochen kein Teil fertig geworden. Und das obwohl in meinem Nähzimmer schon zwei fertig zugeschnittene Kleidungsstücke darauf warten, vernäht zu werden.

Was mich davon abhält? Ganz klar die Temperaturen! Ich kann mich bei über 30°einfach nicht dazu aufraffen, nach oben in mein Nähzimmer zu gehen. Im Somme sitze ich lieber an einem schattigen Platz im Garten und stricke mit einem Podcast auf den Ohren gemütlich vor mich hin.

Aber irgendeine Strategie muss ich mir überlegen. Denn eigentlich juckt es mir in den Fingern und ich möchte unbedingt an die Nähmaschine. Vielleicht versuche ich es am Wochenende mal ganz früh morgens.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Alles Liebe – Wiebke

Handgemachte Kleidung, Stricken

Mein ältestes UFO ist fertig! – Der Sous Sous Sweater von Norah Gaughan

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich ist ein bevorstehender Urlaub ja immer ein Produktivitäts-Beschleuniger. Einzig und allein dem Abflugdatum für unseren Island Urlaub habe ich es zu verdanken, dass ich meinen inneren Schweinehund überwinden und diesen Pullover fertigstellen konnte. 

Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog

Die letzten Arbeitsschritte forderten Zusammennähen, Fäden vernähen und zusätzliches Annähen der Halsausschnitt-Blende von Hand. Vor diesen Dingen habe ich mich mal wieder viel zu lange gedrückt. Als ich mich dann aber daran gesetzt habe, hat es eigentlich gar nicht so doll weh getan. Das geht mir jedes Mal so.

Eigentlich, ganz ganz eigentlich macht mir das „finishen“ von selbstgestrickten Kleidungsstücken sogar Spaß. Es fordert zwar Geduld. Aber es ist auch wie eine Extraportion Liebe und Sorgfalt, die man den Strickstücken noch einmal mit auf den Weg gibt, bevor sie endgültig von den Nadeln und in die Welt entlassen werden. Ich versuche mal, mir das für mein nächstes Projekt zu merken. Vielleicht brauche ich dann kein näher rückendes Flugdatum, um es fertig zu bekommen.

Dieser Sous Sous Sweater hat 1 Jahr und 9 Monate gebraucht, um fertig zu werden. Zwischendurch hat er oft wochenlang als UFO in der Ecke gelegen, bevor ich ihm wieder Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt habe. Eigentlich war er ein viel zu ambitioniertes Projekt, denn tatsächlich war er das allererste Kleidungsstück, das ich – abgesehen von Schals und Tüchern – angeschlagen habe.

Der Pullover war so lange ein UFO, dass ich in der Zwischenzeit mehrere Schals, Kopfbedeckungen und sogar eine Strickjacke fertig gestrickt habe. Aber zu dem Start-Zeitpunkt des Pullovers war ich mir noch nicht sicher, ob ich überhaupt das Durchhaltevermögen habe, ein größeres Strickprojekt zu Ende zu bringen. Darum habe ich auch nicht in teure Wolle investiert.

Eine Sache war mir aber absolut klar: Damit das Projekt auch über einen längeren Zeitraum interessant für mich bleibt, muss es drei Dinge erfüllen. Es muss eine Herausforderung sein. Es muss eine motivierende Farbe haben. Und ich muss es unbedingt anziehen wollen.

Also wurde mein erstes Kleidungsstück-Projekt ein roter Sous Sous Sweater von Norah Gaughan.

Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog

Der Pullover wird flach in Einzelteilen gestrickt und muss nachher zusammengenäht werden. Das Grundmuster aller Teile ist ein großes Perlmuster, in das auf der Front und Rückseite mittig ein schönes Zopfmuster eingebettet ist. Auch mittig auf den tief angesetzten Ärmel ist ein kleines Muster eingearbeitet. Ich finde das Design des Pullis einfach nur genial – es ist so gut ausgewogen und modern!

Mit dem Kabelmuster bin ich von Anfang an super zurechtgekommen. Es ist so eingängig, dass ich es zwischenzeitlich sogar auswendig konnte. Probleme haben mir lediglich die Abnahmen am V-Ausschnitt bereitet. Die sahen im ersten Versuch so fürchterlich aus, dass ich in einer Not-OP am offenen Herzen bestimmt 15 cm aufgeribbelt habe, um den Teil – nach ausgiebiger Beratung mit Strick-Guru Mama – noch einmal neu zu stricken. Danach konnte ich mit dem Ergebnis leben.

Bevor ich die Einzelteile im Matrazenstich zusammengenäht habe, habe ich sie mit dem Bügeleisen durch ein feuchtes Tuch dampf geblockt. Das Zusammennähen hat auch gut geklappt – ich habe die Teile mit Hilfe von Näh-Clips zusammengehalten, so dass nichts verrutschen konnte. Als letzter Arbeitsschritt musste im Nacken noch eine Blende angenäht werden, um den rückseitigen Halsausschnitt zu versäubern. Dies habe ich per Hand mit dünnem, roten Nähgarn gemacht und es hat erstaunlich gut geklappt. Ich habe dabei darauf geachtet, dass die Stiche fast unsichtbar bleiben, so dass die Nacken-Kante jetzt wirklich sehr ordentlich aussieht.

Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog
Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog

Mit der Erfahrung, die ich in der Zwischenzeit beim Stricken und ganz allgemein beim Kleidung Selbermachen gesammelt habe, würde ich ein paar Dinge anders machen, wenn ich jetzt noch einmal mit dem Pulli anfangen würde. Allen voran würde ich in hochwertigere Wolle investieren, denn ich weiß ja jetzt, dass ich Stricken LIEBE und definitiv meine Projekte zu Ende bringe. Und ich würde mir eine Farbe aussuchen, die etwas leichter zu kombinieren ist als Knallrot.

Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog
Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog

Aber das alles mindert meine Freude über diesen Pullover nicht im Geringsten. Ich bin stolz darauf, diese Zopfmuster-Herausforderung gemeistert zu haben und freue mich sehr über das neue handgestrickte Kleidungsstück für meine Garderobe.

Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog
Sous Sous Sweater | Drinnen + Draussen Blog

Das kühle Island-Wetter kam mir natürlich sehr gelegen. So konnte ich den Pulli einweihen und die tolle Kulisse dazu nutzen, schöne Fotos für den Blog zu machen. Ich hoffe, sie gefallen euch!

Alles Liebe – Wiebke


Hier kommen die Projekt-Details

Muster: Sous Sous Sweater von Norah Gaughan

Wolle: Drops Merino Extra fine in rot

Nadelstärke: 4

Hier entlang geht es zu meiner Ravelry Projekt-Seite, falls ihr euch die Idee dort speichern möchtet.


Dieser Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag , bei Handmade on Tuesdays

und bei Auf den Nadeln.

Tutorials

Mein Tutorial für den Pailletten Perlen Plunder FAL: Punchneedle Patches!

Heute darf ich mein Amt als offizielle Plunderpatin des #paillettenperlenplunderfal antreten und euch mit einer ordentlichen Ladung Inspiration versorgen. Nichts mache ich lieber als das! Für diesen besonderen Anlass habe ich mir ein DIY-Projekt ausgedacht, dass richtig viel Spaß macht.

Ihr wollt wissen, was es ist? Ok ich verrate es: Wir schnappen uns die Punchneedle und designen eigene Aufnäher, mit denen wir unsere Garderobe verschönern können! Oder anders gesagt: Wir punchen Patches und pimpen damit unsere Klamotten. 😀

Ich habe die Anleitung für euch in zwei Einheiten aufgeteilt.
Teil 1 ist ein Punchneedle Crash-Kurs mit dem Basiswissen, das ihr für dieses kleine Projekt benötigt.
In Teil 2 geht es dann darum, wie ihr aus eurem Punchneedle-Bild einen Aufnäher machen könnt. Alles klar? Los geht’s!

Material

  • Punchneedle
  • Stickrahmen
  • Monk’s Cloth
  • Wolle in euren Wunsch-Farben
  • Schere
  • Vliesofix
  • Bügeleisen
  • 2 kleine Stoffreste
  • Nähmaschine + Nähgarn
  • 2 Sicherheitsnadeln

Punchneedle Crash-Kurs

7 Basics mit denen ihr direkt lospunchen könnt!

1. Welches Garn ist geeignet?

Faser

Grundsätzlich kannst du für Punchneedle Arbeiten jedes Garn nutzen, das dir gefällt. (Perfekt auch zur Reste-Verwertung!)
Jetzt kommt allerdings eine Einschränkung: Für dieses Projekt muss es auf jeden Fall eine Faser sein, die etwas Hitze abkann und beim Bügeln auf Stufe 2 nicht schmilzt. Ihr solltet also einen Bogen um Acrylwolle machen und lieber Schurwolle oder Baumwolle nutzen.

Garnstärke

Bei der Frage nach der Garnstärke kommt es auf die Punchneedle an, die ihr nutzt. In der Regel sollte bei der Beschreibung eurer Nadel eine Empfehlung für die Garnstärke enthalten sein.
Bei den originalen Oxford Punchneedles aus Holz könnt ihr euch an folgender Richtlinie orientieren:
Regular-Nadeln: Garne, die ihr mit Nadelstärke 6-8 mm verstricken würdet.
Fine-Nadeln: Garne, die ihr mit Nadelstärke 4,5 – 5,5 mm verstricken würdet.

Von Rico gibt es z.B. auch eine Punchneedle aus Plastik mit mehreren Aufsätzen, mit denen ihr auch dünne Wolle und Stricktwist verarbeiten könnt.

Für die Idee, die ich euch heute zeige, ist es aber unerheblich, welche Stärke deine Nadel hat. Du kannst jede Punchneedle nutzen!

2. Welcher Stoff ist geeignet?

Der Stoff, den man am besten zum Punchen nutzen sollte, heisst Monk’s Cloth und ist in Deutschland noch nicht ganz so einfach zu finden. Darum verrate ich euch meine Bezugsquelle, damit ihr euch mit dem geeigneten Material ausstatten könnt. Tut euch selber einen Gefallen und nutzt bitte keine Jute oder Sackleinen – diese Gewebe funktionieren leider nicht so gut zum punchen.

Ich habe meinen Monk’s Cloth hier im Etsy Shop von The Joyful Punch gekauft.

3. Wie fädele ich das Garn ein?

Zuerst fädelst du den Faden durch das Loch in der Nadelspitze und ziehst ihn ca. 10 cm nach oben heraus. Dann fädelst du das andere Ende des Fadens durch die Metallöse am unteren Ende der Nadel und ziehst den Faden so weit nach unten durch, bis am oberen Ende nur noch 2 cm aus der Nadelspitze herausschauen. Der Faden legt sich beim Durchziehen automatisch in den Schlitz am Nadel-Griff.

4. Wie halte ich die Punchneedle?

Du nimmst die Nadel ganz bequem so in die Hand, wie du einen Stift halten würdest. Achte darauf, dass die offene Seite der Nadel immer in die Arbeitsrichtung – also in die Richtung, in die du punchen möchtest – zeigt. Wenn du einen Richtungswechsel arbeiten möchtest, dann drehst du die Nadel – während sie im Stoff steckt – einfach so, dass die offene Seite wieder in die Richtung zeigt, in die es weiter gehen soll.

5. Wie mache ich den Anfang?

Du hast deine Nadel eingefädelt. Du hast deinen Monk’s Cloth in einen Stickrahmen gespannt. Aber wie machst du den Anfang? Kein Problem: Um mit dem Punchen zu beginnen, stichst du einfach einmal von oben nach unten durch den Stoff. Dann greifst du unter den Stoff und ziehst den Faden, der vorne aus der Nadel herausguckt ein paar Centimeter nach unten durch. Das ist der Anfang – von hier aus kannst du lospunchen.

6. Wie mache ich die Stiche?

Für unser Projekt brauchst du dir für deine Stiche nur vier einfache Richtlinien zu Herzen zu nehmen.

Gepuncht wird immer von oben nach unten

Du schiebst den Faden mit Hilfe der Nadel also immer von oben nach unten in das Geflecht des Stoffes. Indem du die Nadel nach jedem „punch“ ein paar Millimeter weiter bewegst, entsteht deine Linie. Die Struktur des Monk’s Cloth verhindert, dass die Wolle wieder nach oben flutscht, wenn du die Nadel aus dem Stoff ziehst. Dadurch entstehen auf der Unterseite des Stoffes Schlingen. Auf der Oberseite entsteht ein Bild, dass eher an eine Stick-Arbeit erinnert. Traditionellerweise entsteht bei Punchneedle-Arbeiten das „schöne“ Bild auf der Unterseite des Stoffes, also auf der Seite mit den Schlingen. Für unsere Patches nutzen wir aber die Oberseite als „schöne“ Seite. Beim punchen siehst du also direkt das Bild, das später auch auf deinem Patch zu sehen sein wird. Weil es so schnell und einfach geht, fühlt es sich fast an, als ob du mit Wolle auf Stoff malen würdest.

Verliere nicht den Kontakt zum Untergrund

Wenn du die Nadel beim Punchen nach oben aus dem Stoff ziehst, achte darauf, dass du die Spitze nicht zu weit nach oben ziehst. Versuche, mit der Spitze der Nadel immer den Kontakt zum Stoff zu behalten und sie mit Kontakt über den Stoff zu schieben/rutschen, anstatt als sie darüber zu heben.

Nutze das Raster des Stoffe

Durch die grobe Struktur des Monk’s Cloth spürst du beim Weiterschieben der Nadel die Struktur des Geflechts. So kannst du dir merken, wie viele „Hubbel“ du mit der Nadel weiterrutschst, bevor du den nächsten Stich machst. Auf diese Weise kannst du ganz einfach dafür sorgen, dass deine Stiche gleichmäßig werden.

Um die Flächen deines Bildes mit Stichen zu füllen, mach es wie beim Ausmalen:

Punche zuerst einmal die komplette Umrandung deiner Farbfläche und arbeite dich dann spiralförmig nach innen vor. Setze deine Stiche schön dicht aneinander, so dass zwischen den Linien keine sichtbaren Leerräume entstehen.

7. Wie trenne ich den Faden, wechsle die Farbe oder beende die Arbeit?

Um den Faden zu trennen, stich mit der Nadel nach unten durch den Stoff und halte die Nadel hier. Auf der Unterseite schneidest du den Faden ungefähr auf halber Höhe der Nadelspitze ab. Dann ziehst du die Nadel wieder nach oben heraus. Fertig. Jetzt kannst du die Nadel entweder mit einer neuen Farbe bestücken, mit dem gleichen Faden an einer anderen Stelle deines Bildes weiterpunchen oder deine Arbeit beenden.

Punch it! Patch it! Wear it!

So wird aus deinem Punchneedle-Bild ein Patch!

Punch it!

  • Motiv aussuchen und auf den Stoff übertragen
  • Stoff in den Stickrahmen einspannen
  1. Punche dein Bild indem du mit der ersten Farbfläche anfängst. Punche zuerst die Konturen der Fläche.
  2. Fülle die Fläche dann spiralförmig aus, bis keine Lücken mehr zu sehen sind.
  3. Dann wechsel zur nächsten Farbfläche und starte hier wieder mit der Kontur.
  4. Arbeite dich Fläche für Fläche durch dein Motiv, bis du es komplett “ausgemalt” hast.

Füge ganz nach deinem Geschmack eine Hintergrundfarbe und einen Rahmen hinzu.

Patch it!

Damit aus deinem gepunchten Motiv ein Patch wird, gehst du wie folgt vor:

  1. Schneide ein Stück Vliesofix zu, das großzügig über dein gepunchtes Motiv passt (ca. 2 cm Rand).
  2. Lege das Vliesofix mit der rauhen Seite auf die Rückseite/Unterseite des Punchneedle-Bildes. In unserem Falle ist dies die Seite mit den Schlingen. Bügele das Vliesofix entsprechend der Anleitung auf die Schlingen-Seite auf.
  3. Achte darauf, dass du das Vliesofix mit dem Bügeleisen nah an den Rand des Designs presst, so dass dein Bild gut “eingepackt” ist und die Schlingen durch den Kleber fixiert werden. Lass das Vliesofix abkühlen.
  4. Zieh vorsichtig das Papier des Vliesofix ab.

Wear it!

Möchtest du deinen Patch dauerhaft an einem Kleidungsstück anbringen oder möchtest du zwischendurch mal tauschen? Ich zeige dir beide Möglichkeiten, deinen Patch tragbar zu machen.

Wenn du deinen Patch auf unterschiedlichen Kleidungsstücken tragen möchtest, dann folge diesen Schritten:

  1. Schneide ein Stück Stoff in der Größe deines Stückes Monk’s Cloth zu. Lege den Stoff auf die Seite mit der Vliesofix Klebeschicht.
  2. Bügel den Stoff entsprechend der Vliesofix-Anleitung auf. Lass den Patch abkühlen.

Schneide den Patch aus und gib dabei ca 1,5 cm Nahtzugabe hinzu.

3. Schneide ein weiteres Stück Stoff in der Größe deines Patches zu.
4. Nähe die beiden Teile rechts auf rechts mit der Nähmaschine (oder von Hand) knappkantig zusammen. Du kannst einen Reißverschluss-Fuß nutzen, um mit der Nadel so nah wie möglich an den Rand des Patches zu kommen. Lass eine Wendeöffnung für den Patch offen.
5. Wende den Patch durch die Öffnung.
6. Nähe die Wendeöffnung von Hand zu. Wenn du magst, kannst du die Rückseite des Patches einmal bügeln.

Mit Hilfe von Sicherheitsnadeln wird aus deinem Patch ein Anstecker! So kannst du ihn nach Lust und Laune auf Jacke, Pullover oder Rucksack tragen.

Wenn du ein ganz bestimmtes Kleidungsstück mit gepunchten Deko-Elementen verzieren möchtest, kannst du sie auch direkt mit dem Vliesofix auf das entsprechende Kleidungsstück aufbügeln.

Wenn du den Patch aufgebügelt hast und er abgekühlt ist, kannst du ihn mit deiner Nähmaschine applizieren. Stelle dazu einen engen aber möglichst breiten Zickzack-Stich ein (Denk daran, das Stichbild vorher einmal auf einem Reststück zu testen!) und nähe einmal rundherum. Fertig!

Ich hoffe sehr, dass euch diese Anleitung zu den verrücktesten Ideen inspiriert und wir beim #paillettenperlenplunderfal der Frickelcast Mädels noch viele bunte Punchneedle-Patches zu sehen bekommen!

Ganz wichtig:

Bitte vergesst nicht, eure Werke bei Instagram zu zeigen und mit den richtigen Hashtags zu versehen, damit wir sie auch alle bewundern können und ihr für die begleitende Verlosung in den Lostopf hüpft! Hier zur Erinnerung noch einmal die Hashtags:

#paillettenperlenplunderfal
#pppfal
#plunderpatinnr3

Bitte taggt ausserdem:

@frickelcast
@jetztkochtsieauchnoch
@feierabendfrickeleien
@wiebke_loevenforst

Ich freue mich schon sehr auf eure Einfälle und eure plunderigen Werke!

Alles Liebe – Wiebke


Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag

Handgemachte Kleidung, Kleid-Layering Mini-Capsule 2019, Motto-Capsules

Cleo Latzkleid & York Top – Das erste Outfit aus der Mini-Capsule

Wenn ihr mir bei Instagram folgt, habt ihr es höchst wahrscheinlich schon mitbekommen. Denn momentan poste ich dort kaum etwas anderes. Ich nehme dieses Jahr an der Challenge „The 100 day project“ teil. Dabei geht es darum, sich etwas vorzunehmen, das man dann 100 Tage lang täglich umsetzt und bei Instagram davon berichtet. Weltweit nehmen jedes Tag viele Künstler, Macher, Schreiber, Fotografen usw an dieser Aktion teil und nehmen ihr Follower mit auf die Reise. Und dieses Jahr bin auch ich mit von der Partie.

Meine persönliche Challenge: #100daysofmorningmakes

Ich habe mir vorgenommen, mir jeden Tag morgens Zeit für Kreativität zu nehmen. Unter der Woche bedeutet das für mich: Um 5 Uhr aufstehen, damit ich vor der Arbeit eine Stunde Zeit für meine kreativen Projekte habe. An freien Tagen ist es natürlich wesentlich entspannter.

Ich merke schon jetzt – nachdem knapp ¼ der Zeit vorbei ist, dass diese kleinen Zeiteinheiten wirklich nicht zu unterschätzen sind.

Eine dreiviertel Stunde hier
und eine halbe Stunde dort
summieren sich schnell zu einem ganzen Arbeitstag.

Diese morgendlichen Nähzeit-Fenster sind der Grund dafür, dass ich heute mein erstes Outfit aus meiner Mini Capsule Wardrobe zeigen kann.

Kurz zur Erinnerung: Hier habe ich ausführlich von meinen Plänen berichtet, eine Mini Capsule Wardrobe bestehend aus 10 Kleidungsstücken zu nähen.

Meine Cord-Cleo ist ein waschechtes Morning Make. Entstanden in 45 Minuten Abschnitten vor 6 Uhr morgens. Wenn ich das hier so schreibe, klingt das echt verrückt. Aber geklappt hat es super!

Wie auch die beiden anderen Versionen des Schnittes, die sich schon in meinem Kleiderschrank befinden, mag ich diese Cleo sehr. Und ich glaube, diese Cord-Version wird von den dreien am häufigsten getragen werden. Latzkleider sind ja eh schon so vielseitig, da man sie super kombinieren und mit anderen Teilen layern kann. Aber diese neutrale Farbe macht das Kombinieren noch einmal deutlich einfacher.

Meine rote Cleo ist mir an manchen Tagen zu auffällig. Meine weiße Cleo ist eindeutig ein reines Sommerkleid. Aber diese Cord Cleo ist ein Teil für jeden Tag. Die kann lässig. Die kann schick. Die geht mit Bluse und Pumps. Die geht mit Hoodie und Vans. Die geht mit Lederjacke und Doc’s.

Genau das war mein Ziel. Denn eigentlich bestehen meine Brot-und-Butter-Outfits aus Jeans mit T-Shirt. Mit meiner Kleid Layering Mini-Capsule wollte ich es schaffen, auch Kleider zu Brot-und-Butter-Outfits für mich zu machen. Ich glaube, das ist mir jetzt schon geglückt.  Und es kommt noch eine weitere Cleo dazu! Mit der geplanten schwarzen Jeans-Cleo eröffnen sich noch einmal so viele Kombinationen.

Hier seht ihr die Cord-Cleo mit meinem Seamwork York-Top aus schwarz-weiß kariertem Baumwoll-Stoff.

Dieses Oberteil lag eeeeeewig halb genäht auf meinem Nähtisch herum. Ich bin an dem benötigten Schrägband hängen geblieben, das zum Einfassen des Ausschnittes und für den Schlitz-Verschluss auf der Rückseite benötigt wird. Kennt ihr das auch? Manchmal drücke ich mich vor einem kleinen Arbeitsschritt und lege dadurch Projekte für Wochen lahm. Aber im Rahmen der „Mach das UFO fertig!“ Aktion von den Frickelcast Mädels habe ich mir einen Ruck gegeben.

Das Schrägband selber herzustellen hat letztendlich kein bisschen weh getan. Ich habe mir dieses Youtube Video angeschaut und endlich mal meinen Schrägbandformer eingeweiht, der hier schon so lange auf seinen Einsatz gewartet hat. Und schon hatte ich alles, was ich brauchte um mein York Top fertig zu nähen.

So ist ein super bequemes Oberteil aus Webware entstanden. Eine Mischung aus Bluse und Longsleeve und somit auch wieder ein vielseitig kombinierbares Teil, das ich nicht mehr missen möchte.

Schwarz-weiß karierte Blusen kann man ja nie genug haben. Finde ich.

So, ihr Lieben. Ich hoffe, dass ich euch in den nächsten Tagen weitere Cleo-Outfits zeigen kann. Denn die nächsten zwei Oberteile sind schon fertig. Ich muss nur noch dazu kommen, schöne Fotos zu machen.

Alles Liebe von Wiebke

 

PS: Dieser Beitrag wandert zur Du für Dich am Donnerstag Linkparty


Schnitt Latzkleid: Cleo Dress von Tilly and the Buttons

Stoff: Breitcord in der Farbe Camel von Stoffolino

Schnitt Bluse: York Top von Seamwork

Stoff: s/w Gingham Baumwoll-Stoff aus dem Stoffoutlet Mönchengladbach