Nähen

Mein neuer DIY Näh-Tisch

Ich bin überglücklich, euch heute mein neu eingerichtetes Nähzimmer zeigen zu können!20171001_195636.jpgSascha und ich haben in den letzten Wochen fleißig daran gearbeitet, mein Kreativ-Reich zu optimieren. Warum das nötig war? Gute Frage, schließlich hatte ich auch vorher schon einen ganzen Raum nur für mich. Für viele, viele Macherinnen ist das eine absolute Luxus-Vorstellung – ich weiß… Aber ihr werdet mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage: Auch das größte Zimmer kann einem den Näh-Spaß verderben, wenn zu wenig Stauraum und zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist. Wenn das Chaos die Handgriffe erschwert und man die halbe Zeit auf dem Fußboden herumkriecht, weil nur dort die Arbeitsfläche groß genug zum Zuschneiden ist, dann nervt das nicht nur. Es sorgt auch für Rückenschmerzen und permanent eingeschlafene Unterschenkel – und das will ja schließlich niemand!

 

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Darum habe ich mich bei Pinterest inspirieren lassen und mir eine Lösung für mein Zimmer ausgetüftelt. Dabei herausgekommen ist ein riesengroßer Multifunktions-Arbeitstisch.

 

Ein Tisch an dem ich Nähen kann. Ein Tisch, auf dem ich stehend (!) zuschneiden kann. Ein Tisch, auf dem ich Schnittmuster ausbreiten kann. Ein Tisch, an dem ich auch gemütlich sitzen und Schreibkram erledigen kann. Einfach ein Tisch für alles.

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Als zusätzlichen Bonus bringt dieser Superhelden-Tisch jede Menge Stauraum mit. Da er auf Rollen steht, kann ich ihn in meinem Zimmer so bewegen, wie es mir gefällt. Wenn die Sonne scheint, kann ich ihn ans Fenster schieben. Wenn es dunkel ist, schiebe ich ihn unter die Deckenlampe. Wenn ich Platz zum Saugen brauche, schiebe ich ihn an die Wand.

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Drei eingelassene Stiftebecher sorgen dafür, dass ich die nötigsten Utensilien immer zur Hand habe und eine Küchenhelfer-Stange, die wir unter der Arbeitsplatte angeschraubt haben, bietet die Möglichkeit, weitere Scheren, Lineale etc aufzuhängen.

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Die Konstruktion des Tisches basiert auf einem einfachen IKEA-Hack. Wir haben vier Kallax 4er-Würfel auf eine OSB Platte geschraubt. Unter der OSB Platte haben wir die Rollen angebracht. Als Arbeitsfläche dienen zwei Eckbacken Arbeitsplatten von IKEA, die wir noch etwas gekürzt haben. Und das war es eigentlich auch schon. Dann mussten wir nur noch den Umleimer und die Küchenhelfer-Stange anbringen, die drei Löcher für die Stiftehalter bohren und der Tisch war fertig.

Als letztes Detail haben wir für noch mehr Stauraum an einer Seite noch ein Regalbrett angeschraubt.

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Dass ich an diesem Tisch sowohl im Stehen, als auch im Sitzen arbeiten kann, ist definitiv der Punkt, der mir für die Konstruktion am wichtigsten war. Darum habe ich sehr genau darauf geachtet, wie hoch der Tisch wird und im Vorfeld recherchiert, welche Sitzhöhe zu welcher Tischhöhe passt.

Nach langem hin und her habe ich mich an den Maßen für einen Hoch-Esstisch orientiert. Und so ist es genau perfekt für mich.

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So – und jetzt freue ich mich darauf, den Tisch einzuweihen. Bisher habe ich nur Schnittmuster auf dem Tisch zusammengeklebt und brenne darauf, endlich das erste Mal daran zu nähen. Ich habe schon drei wunderbare neue Stoffe für den Herbst hier liegen, die endlich angeschnitten werden wollen. Ich hoffe, dass ich morgen am Feiertag ein paar Stunden Näh-Zeit finden werde.

Ich wünsche euch einen entspannten Feiertag!

Alles Liebe – Wiebke