Gärtnern, Im Hochbeet

Im Hochbeet / Juni

Während ich in den letzten zwei Monaten noch viel gehofft und gebangt habe, ob sich auch alle Pflanzen gut entwickeln und blühen, durfte ich mich im Juni entspannen und endlich über viele, viele schöne Blüten und Früchte freuen. Hier der Juni-Report aus den Hochbeeten.

Stauden-Hochbeet

Nachdem der Schmetterlings-Flieder ja im April einen kleinen Frost-Schaden davon getragen hat und einmal vom Wind umgeweht wurde, hat er sich zum Glück wieder richtig gut erholt. Er ist noch einmal kräftig gewachsen und seit einer Woche sind überall Blütenansätze zu sehen. Ich bin schon sehr auf die Farben gespannt, schließlich habe ich das Bäumchen noch nie blühen sehen.

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Genau so ging es mir ja eigentlich mit allen Pflanzen in diesem Beet, darum ist jede neue Blüte eine tolle Überraschung für mich. Nachdem im Mai ja die rosa Federblüte den Anfang gemacht hat, sind diesen Monat die Malven, der rote Sonnenhut, das Eisenkraut und die Margeriten mit eingestiegen.

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Über die Blüten der Margeriten freue ich mich besonders – die Pflanzen hatten nämlich arg unter Läuse-Befall zu leiden. Nachdem ich sie regelmäßig mit schwarzem Tee besprüht habe, ist es aber viel besser geworden.

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Was mir auffällt (eigentlich ist es unübersehbar) ist, dass die Malven wirklich sehr, sehr verdrängend wachsen. Sie breiten sich aus und nehmen den anderen Stauden viel Platz weg. Das hatte ich nicht erwartet, weil sie im Prospekt (har har) eher säulenartig aussahen. Für nächstes Jahr werde ich mal versuchen, sie durch Staudenhalter in eine etwas aufrechtere Wuchsform zu bringen.

Gräser-Hochbeet

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Hier ist nicht viel zu berichten. Aber wir freuen uns darüber, dass das China-Schilf in den letzten zwei Wochen ein riesen Schuss gemacht hat. Ich vermute mal, dass es in den nächsten zwei Monaten noch viel höher wird. Spannend!

Malven-Hochbeet

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Ja… *hüstel* eigentlich sollten die Malven ja nur Blüh-Beiwerk zum China-Schilf werden. Jetzt haben die Malven das Schilf so gut wie platt gemacht. Sagte ich bereits, dass die Pflanzen seeehr ausufernd wachsen? Die Blütenpracht ist ein Traum – keine Frage. Und das Paradies für Bienen. Aber EIGENTLICH wollten wir ja Gräser in diesem Beet… na ja – mal sehen, ob wir die Malven nächstes Jahr umpflanzen, damit sie noch mehr Platz in unserem Garten erobern können und das Schilf aber dafür seine Ruhe hat.

Gemüse-Hochbeet

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Wir konnten endlich ernten! Juhuu! Nachdem wir abends im Dunkeln regelmäßig auf Schnecken-Jagd gegangen sind, sind auch Erdbeeren für uns übrig geblieben. Zuerst so ein bis drei pro Tag. Jetzt – gegen Ende des Monats – sind es auch schon mal fünf bis sieben.

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Die Radieschen haben wir mittlerweile schon alle aufgefuttert. Jetzt ist wieder reichlich Platz frei in diesem Beet. In den nächsten Tagen will ich hier Rukola und Pflücksalat aussäen. Der ist dann hoffentlich gleichzeitig mit den Tomaten fertig, so dass wir in den Genuss eines echten “Gartensalates” kommen können. Das ist jedenfalls das Ziel für nächsten Monat. Ob es geklappt hat, könnt ihr dann im nächsten Hochbeet-Bericht hier lesen.

Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit und viel Erholung in euren grünen Oasen! Übrigens ist jetzt Glühwürmchen-Zeit. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich LIEBE Glühwürmchen. Die kleinen Fliege-Lichter zu beobachten ist für mich der ultimative Kindheits-Sommerferiengefühl-Flashback. Da könnte ich hüpfen und quietschen und Glück und Lebensfreude. Und diese Woche habe ich schon die ersten in unserem Garten sehen. HURRA!

Alles Liebe – Wiebke

Gärtnern, Im Hochbeet

Im Hochbeet // Mai

Im April habe ich den Startschuss für meine neue Garten-Foto Reihe “Im Hochbeet” gegeben. Eine Garten-Saison lang möchte ich Monat für Monat das Geschehen in unseren vier Hochbeeten dokumentieren.

Heute ist der Mai-Status an der Reihe. Nachdem ich letzten Monat in meinem Auftakt-Artikel ja einen halben Roman geschrieben habe, um euch die ganzen Pflanzen vorzustellen, fasse ich mich dieses mal kürzer. Los geht’s!

Das Gemüse-Hochbeet

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Seht ihr die Erdbeeren?! Ich bin sooo happy, dass unsere Pflanzen so fleißig blühen und tatsächlich die ersten Erdbeeren wachsen und reifen! Ich träume von selbst gekochter Erdbeermarmelade und Erdbeerkuchen mit Beeren aus dem eigenen Garten. Höchstwahrscheinlich werden unsere 12 Pflanzen niemals so viele Beeren gleichzeitig reifen lassen, dass wir nach dem Naschen noch genug für Marmelade übrig hätten – aber ein bekennender Erdbeer-Junkie darf ja träumen.

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Die erste nahezu erntereife Erdbeere hat sich ein anderer Gartenbewohner schmecken lassen. Darum muss ich mich leider noch ein paar Tage gedulden, bevor ich selber endlich die erste probieren kann.

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Diese “anderen Gartenbewohner” sind Schnecken. Jap – Schnecken. Ich naiver Garten-Newbie dachte ja immer, man würde in Hochbeeten Gemüse anbauen, damit es eben NICHT den Schnecken zum Opfer fällt. Aber da lag ich wohl falsch, denn in unserem Hochbeet leben und essen Schnecken. Sie haben unsere zarten Kopfsalate über Nacht niedergemetzelt und sich auch das Radieschen-Grün schmecken lassen.

Seitdem Sascha jetzt immer Abends, sobald es dunkel ist, mit der Taschenlampe auf Schneckenjagd geht, ist es besser geworden. Ich hoffe, jetzt werden MEINE Erdbeeren in Ruhe gelassen. Wir werden sehen.

Das Stauden-Hochbeet

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Hier seht ihr schon einen ganz tollen Wachstums-Sprung im Vergleich zum April-Foto. Und die ersten Blüten gibt es auch schon. Schaut mal, wie interessant diese Rosa-Federbüschel-Blüten aussehen:

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Jetzt warte ich auf die ersten Sonnenhut-Blüten. Ich hoffe, diese Blüten-Ansätze beeilen sich und zeigen uns bald ihre schönen pinken Blätter!

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Hier noch eine Detail-Aufnahme der Grünblüte.

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Das Gräser-Hochbeet

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Nachdem Sascha und ich uns ja überhaupt nicht sicher waren, ob die Gräser den Winter überlebt haben, können wir jetzt verkünden: Sie leben! Und zwar alle!

 

Das Malven-Hochbeet

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Wie ihr seht – den Malvenrost haben die Pflanzen ziemlich gut überwunden. Wir haben sie zwei mal mit einem speziellen Mittel von Compo behandelt und danach sind sie regelrecht explodiert. Sie sind so sehr gewachsen, dass wir schon drei Pflanzen aus dem Beet herausnehmen mussten. Die gelben Margeriten wohnen jetzt in unserem Vorgarten.

Vermutlich dauert es nicht mehr lange, bis wir auch die Zitronenmelisse umpflanzen werden. Da auch das China-Schilf sehr auf Expansions-Kurs unterwegs ist, wird es wirklich eng in diesem Beet. Mal sehen, wie lange das noch gut geht.

Für den Schluss habe ich mir noch ein Highlight für euch aufbewahrt: Die wunderschönen Malven-Blüten. Tadahh…

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So – das war der Mai-Bericht aus unseren Hochbeeten. Ich wünsche euch einen entspannten Start in das sonnige Wochenende!

Alles Liebe – Wiebke