Krimskrams

#fünffragenamfünften // Mai

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

Mai Edition von #fünffragenamfünften

1. Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen eintauschen?

Nö. Das wäre kein Deal für mich. Bei der Frage musste ich direkt an das Yoga Teacher-Trainings Wochenende denken, das wir mit Ragunath Cappo verbringen durften. Er hat uns viele Denkanstöße mit auf den Weg gegeben.  Ich habe seitenweise Zitate von ihm aufgeschrieben – jedes einzelne davon würde sich super auf einem Hipster-Poster machen. Einer seiner Sätze ist mir direkt zu dieser Frage eingefallen: We are not bodys that have a soul. We are spirits that have a body. Und genau so sehe ich das. Der Körper ist sowas von vergänglich. Er verändert sich doch eh, wenn wir älter werden. Der Deal wäre also nicht besonders nachhaltig, wenn man vorhat, alt zu werden. Da bleibe ich lieber geistig fit und gehe wach und neugierig durchs Leben.

2. Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang betrachtet?

Also “betrachtet” ist so ein bedeutungsschwangeres Wort. Keine Ahnung wann ich das letzte mal einen Sonnenaufgang “betrachtet” habe.

Aber schlaftrunken auf dem Weg zur Arbeit mal kurz wahrgenommen habe ich Sonnenaufgänge dieses Jahr schon oft. Für mich ist es immer wie ein Countdown. Ich freue mich im Winter nach der Wintersonnenwende jeden Tag darüber, dass es heller und heller wird. So lange bis ich morgens endlich wieder im Hellen aus dem Haus gehen kann. #Lichtjunkie

3. Wenn du zurück denkst, welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen?

Das ist mal eine richtig, richtig schwierige Frage. Denn ich habe sooo viele schöne – nach Schokokuchen schmeckende – Geburtstagserinnerungen. Und damit bin ich bestimmt nicht alleine!

Ich habe Anfang August Geburtstag und wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, dann war an meinem Geburtstag immer tolles Wetter. Es waren immer viele Leute da, die mit mir gespielt haben und mit mir in unserem Pool schwimmen gegangen sind. Wir haben immer gegrillt und eine Wasserschlacht mit der ganzen Verwandschaft gab es auch jedes mal. Natürlich war es wahrscheinlich nicht so – ich kann mich auch nicht an einen ganz bestimmten Einzel-Geburtstag aus meiner Kindheit erinnern. Ich glaube, es ist eher eine Gesamt-Erinnerungs-Matschepampe. Eine wunderbare, sommerliche Wassereis- und Gänseblümchen-Matschepampe zwar, aber einen ganz bestimmten Kindergeburtstag kann ich hier nicht nennen.

Und wenn ich über meine Geburtstage als Jugendliche oder Erwachsene nachdenke, dann konkurrieren ganz klischeehaft der 18. und der 30. miteinander. Ich glaube aber, heute entscheide ich mich für meinen 30. Geburtstag. Denn beim Reinfeiern in diesen runden Geburtstag hat mir Sascha um Punkt 12 Uhr einen Heiratsantrag gemacht. <3

4. Was entscheidet beim ersten Kennenlernen, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Grundsätzlich bin ich total offen, fremden Menschen gegenüber. Ich lerne gerne neue Leute kennen und finde es immer spannend, wenn diese Leute anders sind als ich. Ich bin total neugierig auf die Spleens und Interessen von anderen Leuten und freue mich immer, wenn ich aus Gesprächen frische Themen und unterschiedliche Perspektiven mitnehmen kann. Also würde ich mich selber eigentlich als recht tolerant bezeichnen. Das bin ich aber nur, wenn ich das Gefühl habe, dass die Menschen ehrlich, offen und authentisch sind. Wenn ein Lächeln von Herzen kommt und wenn die Augen leuchten.

Ich habe ein ganz gutes Gespür dafür, ob Menschen, die mir gegenüber stehen, sie selber sind oder versuchen, irgendein Bild vorzuspielen. Wenn ich mitbekomme, dass sie vorgeben etwas anderes zu sein, oder auf irgendeine Art und Weise manipulativ wirken, dann nehme ich innerlich Abstand und werde vorsichtig. Dann leuchtet in meinen Kopf ein Warnlicht auf und ich schaue mir das Schauspiel erst mal aus ein paar Metern Entfernung an.

Es ist aber so, dass es auch ein paar ganz oberflächliche Dinge gibt, mit denen fremde Leute bei mir direkt ein paar Pluspunkte gut haben. Diese Dinge sind: lange Haare und coole Bärte bei Jungs, Bandshirts von Bands die ich gut finde, nerdiges Aussehen, lautes, auffälliges Lachen.

 

5. Was machst du an einem Tag, der einfach nur für’n Arsch ist? Also, um dich aufzumuntern?

Ha! Für diesen Fall habe ich einen ganzen Werkzeugkoffer voll mit Gegenmaßnahmen. Mit Sascha quatschen (OK – das könnt ihr natürlich nicht, aber ihr habt bestimmt auch eure Saschas mit denen ihr super quatschen könnt). In der Badewanne ein Buch lesen. Nudeln mit Pesto essen (natürlich geht hier nur das Genovese von Barilla, sonst wirkt es nicht). Yoga. Im Garten buddeln. Fencheltee trinken. Ein neues Kreativ-Projekt anfangen, auch wenn das letzte noch nicht fertig ist. Stoff kaufen. Wolle kaufen. Sehr laut Musik hören. Putzen (ich finde, dabei kann man sich manchmal ganz gut abreagieren). Mit Wärmflasche und Decke auf die Couch, Gilmore Girls gucken und dabei stricken. Katzen knuddeln. Pläne für den nächsten – viel besseren – Tag schmieden.

So – das waren mein Mini-Interview für den Monat Mai.

Ich bin schon gespannt, was die anderen Leute so geschrieben haben!

Alles Liebe – Wiebke

Krimskrams

#fünffragenamfünften // April

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

April Edition von #fünffragenamfünften

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?

Diese Frage ist wirklich wie für mich gemacht, denn wilde Partys finde ich super. Beziehungsweise fand ich immer super. Denn in letzter Zeit – seitdem ich die 30 überschritten habe, seitdem ein Kater schon mal ein ganzes Wochenende lang dauern kann und seitdem alle meine Freunde Eltern geworden sind, kommen die irgendwie überhaupt nicht mehr vor. Und dabei finde ich, es geht nichts über einen ausgewachsenen Exzess von Zeit zu Zeit,  um das ganze über-gesunde Leben mal ein bisschen auszugleichen. Wenn ich mir für einen Party-Exzess als Ersatz für meine Freunde, die dabei ja nicht mehr mitmachen, berühmte Persönlichkeiten aussuchen dürfte, dann müsste ich nicht lange überlegen.

An erster Stelle der Gästeliste stünde Juliette Lewis. Ich verehrte diese Frau einfach. Ich liebe ihre Musik, ihre Energie und den Mut, den sie aufgebracht hat, als sie ihre Hollywood-Karriere für den Rock’n’Roll an den Nagel gehängt hat.
Dann dürfte Josh Homme auf keinen Fall fehlen. Er ist der Sänger und Mastermind meiner Lieblingsband – den Queens of the Stoneage. Für mich ist dieser Mann der personifizierte Exzess, also wird die Party bei seiner Anwesenheit mit Sicherheit ein voller Erfolg. Zwischen den Tanzeinlagen würde ich mich bei einem Glas Rotwein in einer dunklen Ecke unheimlich gerne mal mit Marilyn Manson unterhalten. Ich glaube, dass er ein sehr netter Kerl und eloquenter Gesprächspartner ist, der viel zu erzählen hat. Aus der deutschsprachigen Fraktion würde ich gerne die Jungs von Milky Chance und Marteria einladen, so geht die Party auf jeden Fall bis 5 Uhr morgens. Und damit die Mischung so richtig schillernd-bunt wird, würde ich noch Björk und Lorde einladen. Auch zwei Frauen, deren Kunst ich sehr sehr verehre.

So – das war die Party mit den noch lebenden berühmten Persönlichkeiten.

Wenn ich hier schon total unrealistisch sein darf, dann treibe ich das Spiel noch weiter und erzähle euch noch kurz, wen ich für meine Monsterparty von den Toten auferstehen lassen würde. Das wären nämlich: Jim Morrison, Kurt Cobain, Layne Staley, Scott Weiland und Chris Cornell. Ich glaube Jim würde sich gut mit den Grunge-Jungs verstehen, wir würden viele Zigaretten rauchen und ich hoffe, irgendjemand würde daran denken, eine Gitarre mitzubringen. Hachhhh – das wäre schöööön.

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?

Ja! Manchmal auch, wenn ich nicht allein unterwegs bin. Ich habe mit meinen Mädels schon mehrstündige Fahrten in den Urlaub komplett durch gesungen. Auch wenn ich die Musik im Alltag eigentlich gar nicht mehr höre, finde ich es geht nichts über die guten alten Songs von den Ärzten. Die kann irgendwie fast jeder auswendig, sie machen total Spaß und es gibt so viele davon, dass man locker damit von Düsseldorf bis Hamburg kommt.

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?

Oh Gott – ja. Schrecklich ist das. Ich arbeite als Kundenberaterin in einer Werbeagentur und rede da den ganzen lieben langen Tag Werber-Sprech, wie er im Buche steht. Ich bin so froh darüber, dass meine armen Kreativ-Kollegen keine Strichliste darüber führen, wie oft ich Sätze sage wie “Ich hätte da noch eine klitzekleine Änderung.”, “Kannst du das heute vielleicht noch kurz dazwischen schieben?” oder “Ich will dich nicht stressen, ich wollte nur mal kurz fragen, wie lange du ungefähr noch für den Job brauchst.” Es gibt sogar ein Bullshit-Bingo Spiel mit Werber-Sprech und ich befürchte, ich sage alles, was es darauf abzuhaken gibt. Peinlich, Peinlich.

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?

Über diese Frage musste ich tatsächlich erst einmal ein wenig nachdenken. Ich möchte sie für die Beantwortung gerne ein wenig auseinander nehmen. Also zuerst einmal glaube ich daran, dass Menschen eine Aura haben. Allein das ist ja nicht so selbstverständlich. Dann glaube ich auch, dass man als Mensch so starke Vibes ausstrahlt, dass andere Menschen es spüren und darauf reagieren. Was ich allerdings nicht glaube ist, dass diese Vibes immer die gleichen sind – also grundsätzlich positiv oder grundsätzlich negativ. Sie ändern sich mit der Stimmung, die die jeweilige Person hat.

Ich kenne Menschen, die – wenn sie schlechte Laune haben – so starke Vibes ausstrahlen, dass ich das Gefühl habe, gegen eine unsichtbare Mauer zu prallen, wenn ich auf sie zugehen möchte. Die gleichen Menschen können aber in einer anderen Gefühlslage auch eine Energie verströmen, in der ich mich absolut wohl fühle.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?

Mein Nachmittags-Tief im Büro bekämpfen. Die größte Herausforderung dabei ist es, mich von den Gedanken an Schokolade abzulenken.

 

So – das waren die April Mini-Interview Fragen. Ich bin schon total gespannt, was die anderen Mitmacher bei #fünffragenamfünften so antworten und welche verrückten Party-Gästelisten ich entdecken werde.

Alles Liebe – Wiebke

Krimskrams

#fünffragenamfünften // März

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

Letzten Monat bin ich bei der tollen Aktion mit eingestiegen und jetzt ist es schon an der Zeit für die März Fragen.

März Edition von #fünffragenamfünften

1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?

Ha! Weil ich so eine Scanner-Persönlichkeit bin und mich für so viele verschiedene Dinge begeistern kann ist die Antwort hier ganz klar: Eine große Vorspeisen-Platte mit vielen unterschiedlichen Häppchen. Und zwar nicht irgendeine Vorspeisen-Platte, sondern eine orientalische. Denn ich liebe die Kombination von süßen und würzig-herzhaften Geschmackskomponenten, wie es ja in der orientalischen Küche so oft der Fall ist. Das passt auch charakterlich zu mir, wenn man bedenkt, dass ich es in meinem Kopf problemlos vereinen kann, sonntags Inga Lindström Schnulzen im ZDF zu gucken, montags mit meinem Herzallerliebsten in Köln auf einem Progressive-Metal Konzert meine Haare zu schwingen und dienstags auf der Yogamatte in Bewegung zu meditieren.

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich besitze alle Bücher, die Ildiko von Kürthy jemals geschrieben hat (OK- bis auf das neueste mit dem Hund) und habe sie alle schon mehrmals gelesen. Das liegt daran, dass ich sie zu Zwecken der Eigentherapie immer dann gelesen habe, wenn ich a) frisch getrennt war, b) über das Verhalten eines potentiellen Liebes-Kandidaten grübeln musste c) desillusionierter Single war und kein geeigneter Mann weit und breit in Sicht war. Ildikos Bücher zu lesen ist wie mit einer Freundin zu telefonieren und einfach Balsam für die Frauen-Seele.

Außerdem gibt es ein kleines, unbekanntes Buch, das ich sehr liebe. Es heißt “Wer wandert, braucht nur was er tragen kann.” Die Autorin Anne Donath schreibt darin völlig undogmatisch und pragmatisch über ihren gelebten Minimalismus. Sie erzählt, wie sie ihr Leben und Wohnen – nachdem die Kinder aus dem Haus waren und sie eine Trennung hinter sich hatte – immer weiter vereinfacht hat, so dass sie heute nur noch wenige Monate im Jahr zu arbeiten braucht, um den Rest des Jahres völlig frei leben und reisen zu können. Das Buch ist aus dem Jahr 2006 – geschrieben wurde es also lange bevor Minimalismus hip wurde und Marie Kondo Ausmisten zu einem coolen Lifestyle gemacht hat. Es ist absolut bodenständig und trotzdem finde ich es fast poetisch. Ich lese es immer wieder, wenn ich eine frische Portion Inspiration und Einfachheit gebrauchen kann.

Und dann gibt es noch die wunderbare Buchreihe “Ein Jahr in…” aus dem Herder Verlag. Diese Bücher liebe ich heiß und innig und lese sie immer mal wieder wenn mich das Fernweh packt und der nächste Urlaub noch auf sich warten lässt.

3. Entschuldigst du dich zu oft?

Nö. Ich mache das immer genau dann, wenn ich es wichtig und richtig finde. Ich halte Sich-Entschuldigen-Können und echtes Verzeihen-Können für sehr wichtige Fähigkeiten. Das können wir alle ruhig üben, üben, üben. Lieber einmal zu viel als ein mal zu wenig. Dabei bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?

Über alle Babys und Heiratsanträge, die meine Freundinnen in den letzten Jahren bekommen haben. Über die Alice in Chains Tickets, die an meinem Kühlschrank hängen. Über die Nachricht, dass Sascha den Job bekommen hat, für den er sich beworben hat. Über die Möglichkeit, schon bald meine erste Yogastunde geben zu dürfen.

5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?

Ich würde zur Zeit der Herbstlaubfärbung einen Roadtrip entlang der amerikanischen Ostküste machen. Von NYC bis zur kanadischen Grenze. Am liebsten drei Wochen lang. Leuchttürme und Wale gucken. Ein paar Inseln besuchen aber auch Abstecher weiter ins Landesinnere machen. Auf den Spuren der Gilmore Girls wandeln und Stars Hollow suchen. Mein ganzes Taschengeld in Stoff- und Wollgeschäften auf den Kopf hauen. Wander-Touren unternehmen. Farmers Markets und Kürbis-Felder besuchen. Ivy Leage Colleges besichtigen. Durch Boston spazieren. Stundenlang in süßen Cafes sitzen, Kaffee trinken, Zeitung lesen, quatschen, Leute gucken. Hach… das wäre schön!

So – jetzt gehe ich bei den anderen tollen Bloggern stöbern, die bei den #fünffragenamfünften mitmachen.

Alles Liebe – Wiebke

Krimskrams

#fünffragenamfünften // Februar (mit Verspätung)

Über Selmins Beitrag bin ich auf diese tolle Aktion von Luzia Pimpinella aufmerksam geworden. Und weil ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, mich noch mehr mit anderen Bloggern zu vernetzen, nehme ich total gerne teil. Wenn auch mit Verspätung.

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen. Das mag ich sehr.  Denn meistens geben diese kleinen Puzzlestücke doch viel mehr Einblick in eine Persönlichkeit, als die auffälligsten Eigenschaften.

Jetzt geht es los mit der Februar Edition von #fünffragenamfünften

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Das kommt sehr darauf an, wie viel ich geschlafen habe. Denn ich brauche als Minimum meine sieben Stunden Schlaf. Besser noch acht. Wenn ich also genug geschlafen habe, dann bin ich ein absoluter Morgen-Mensch. Ich LIEBE Morgende. Meistens bin ich schon direkt nach dem Aufstehen gut drauf und unterhalte mich auch gerne. Wenn ich am Wochenende Zeit habe, dann bin ich auch gerne morgens schon sportlich und gehe eine Runde joggen. Ich finde, es ist ein absolut großartiges Gefühl, nach einer Jogging-Runde frisch geduscht am Frühstückstisch zu sitzen und den Samstag noch vor sich zu haben.

Für mich ist es absolut so, dass der Morgen bestimmt, wie schwungvoll oder träge mein restlicher Tag abläuft. Wenn Sascha und ich an einem Sonntag mal ganz langsam und gemütlich in den Tag starten und beim Frühstück noch ein paar Folgen unserer Lieblings-Serie gucken, dann ist es meistens so, dass ich den ganzen Tag nicht vernünftig in die Gänge komme. Darum bin ich meistens lieber schon morgens aktiv – so habe ich mehr von meinem Tag.

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Nö. Ganz klare Antwort. Als Yogi übe ich mich ja darin, im “Hier und Jetzt” zu leben. Und das bedeutet eben nicht nur, das loszulassen, was schon geschehen ist. Sondern genau so, keine Erwartungen an die Zukunft zu hegen. Mit der Einstellung, alles entspannt auf mich zukommen zu lassen, bin ich bisher immer recht gut gefahren. Und das heißt nicht, dass ich nichts plane. Im Gegenteil: Ich liebe es, Pläne zu schmieden. Aber wenn die Pläne einmal stehen und ich alles getan habe was in meiner Möglichkeit steht um etwas vorzubereiten, dann lasse ich los. Dann übe ich mich in Vertrauen und gehe immer vom Besten aus.

Und falls in der Zukunft auf mich oder Menschen die mir nahe stehen etwas wartet, das nicht erfreulich ist, dann möchte ich es jetzt noch nicht wissen. Denn dann könnte ich die schönen Momente, die ich jetzt erlebe, nicht bewusst geniessen. Auch wieder so ein Aspekt des yogischen Spruches “Be here right now.”. Ich finde, da ist was dran.

3. Bist du gern allein?

Ja, sehr. Nach der Trennung von meinem ersten langjährigen Freund, als ich das erste Mal alleine in einer Wohnung lebte, habe ich das Alleinsein lieben gelernt. Ich fühle mich eigentlich nie einsam, wenn ich allein bin. Ich glaube aber, dass dieses Empfinden stark abhängig davon ist, mit wie vielen Menschen man generell umgeben ist. Bei mir ist es so, dass ich unter der Woche in der Agentur täglich von vielen Menschen umgeben bin und auch viel sprechen muss. Ich gehe zwei bis drei mal pro Woche ins Yogastudio. Ich habe liebe Freundinnen, mit denen ich mich oft und gerne verabrede. Und seit mittlerweile 6 Jahren lebe ich mit Sascha zusammen.

Dass ich einen ganzen Tag für mich alleine habe, kommt im Moment eher selten vor. Aber wenn ich einen Wiebke-Tag habe, dann zelebriere ich ihn wie ein Date mit mir selbst. Dann mache ich alles genau so wie ich es möchte. Ohne mich abstimmen zu müssen oder Kompromisse einzugehen. Ich koche für mich selber, höre meine Lieblingsmusik und unternehme auch gerne etwas alleine. Ich war allerdings noch nie alleine im Restaurant. Oder alleine im Urlaub. Aber das möchte ich irgendwann auch mal ausprobieren.

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Mein 16-jähriges Ich würde diese Frage ganz klar mit JA! beantworten. Ich war ein absolutes Wild-Child und wenn unsere Lieblings-Songs kamen, dann hat meine beste Freundin und mich wirklich nichts davon abgehalten, die Tanzfläche zu stürmen. Auch nicht, dass wir die ersten sind.

Heute ist das anders. Zum einen gehe ich nicht mehr so oft tanzen. Zum anderen bin ich ein echter Musik-Nerd und dass irgendwo ein Song gespielt wird, der mich so begeistert, dass ich als erste die Tanzfläche betrete, ist richtig, richtig unwahrscheinlich. Aber WENN es so wäre, dann wäre ich dem DJ mit Sicherheit so dermaßen dankbar, dass ich alleine aus dem Grund schon das Parkett stürmen würde.

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Meinen Sommer-Urlaub im 2. Lehrjahr wollte ich eigentlich zu Hause verbringen. Ich hatte vor, mit den Schwestern meines damaligen Freundes am Badesee rumzuhängen und nochmal so zu tun, als ob ich Sommerferien hätte. Aber dann klingelte es an der Tür und meine besten Freundinnen standen vor der Tür. Die beiden hatten Semesterferien und wollten eigentlich von Düsseldorf aus Last Minute in die Sonne fliegen. Da sie aber kein gutes Angebot gefunden haben, brauchten sie einen anderen Plan. Um zu sehen, wo in Europa gerade gutes Wetter angesagt ist, reichte ein Blick in die Zeitung: Kroatien. Und bei der Überlegung, wie sie jetzt nach Kroatien kommen sollten, kam ich ins Spiel. Denn ich hatte ein Auto mit einem halbwegs großen Kofferraum. So kam es, dass die beiden Vormittags bei meinen Eltern an der Tür klingelten, um mich zu dem Spontan-Trip zu überreden und wir am frühen Abend mit Zelt, Schlafsack und mehreren Dosen Red Bull im Gepäck in Richtung Kroatien losgefahren sind. Mit meinem alten Opa-Opel-Kadett ohne Navi, ohne Klimaanlage, ohne Servo-Lenkung – ohne alles – war es es eine Höllen-Fahrt. Aber wir sind heil angekommen und hatten einen wunderbaren Mädels-Urlaub.

 

So – das waren auch schon die ersten #fünffragenamfünften. Jetzt gehe ich bei den anderen Mädels stöbern.

Alles Liebe – Wiebke