Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #9 // Die erste Ernte

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Seit dem unser Gemüse nach draußen gezogen ist, sind die Pflanzen regelrecht explodiert. Unser Tomatenhaus gleicht einem Dschungel. Sascha und ich mussten schon in mühsamer Entwirrungs-Arbeit ganze Äste von den Tomaten abknipsen, damit die Pflanzen nicht zu sehr wuchern und ihre Kräfte eher für das Fruchtwachstum einsetzen.

Schaut euch mal diesen Vergleich an. Dieses Bild stammt aus dem letzten Seed-Starter Bericht:

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Gestern Abend sah es in unserem Tomatenhaus so aus:

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Zwischen den beiden Fotos liegen 3 Wochen. Wahnsinn, wie schnell die Pflanzen gewachsen sind, oder? Diese Woche haben wir auch die ersten Mini-Tomaten entdeckt.

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Und hier noch einmal eine Nahaufnahme einer Tagetes-Blüte. Der Duft ist wirklich intensiv-würzig. Kein Wunder, dass man die Blüten von einigen Tagetes-Sorten wohl ganz gut als Salatgewürz nutzen kann. Ich habe noch  nicht nachgeschaut, ob unsere Sorte dazu gehört. Sollte es so sein, probiere ich das mal aus und werde berichten. Hier habe ich eine Liste mit essbaren Tagetes-Sorten gefunden.

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Unsere Zucchinis sind mittlerweile auch endlich in ihr Hochbeet umgezogen. Zwei Pflanzen haben schon Mini-Fruchtansätze gezeigt, aber beide Baby-Zucchinis sind nach ein paar Tagen verschrumpelt. Wahrscheinlich haben wir noch nicht genug gegossen? Mal sehen, wie es mit den nächsten Früchten klappt.

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Eine der Gurken-Pflanzen hat auch zwei Mini-Früchte produziert. Hoffentlich können wir die am Leben halten.

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Aber jetzt kommt das Beste. Unsere erste Ernte! Hier gucken sie schon aus der Erde:

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Und hier halten wir sie in unseren Händen – unsere ersten selbst gezogenen Radieschen! Hurra! Die kostbare Ernte ist am nächsten Morgen direkt auf unsere Brote gewandert und hat köstlich geschmeckt.

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Habt ihr schon etwas aus eurem Gemüse-Garten geerntet?

Alles Liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #8 – Wir bauen ein Tomatenhaus

Am Samstag haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt und unseren Fensterbank-Zöglingen ein Draußen-Zu-Hause gebaut. Und zwar für jeden so, wie er es gerne mag. Da Tomaten ja nicht so gerne im Regen stehen, hat Sascha sich die Konstruktion für einen flexiblen Tomaten-Unterstand ausgedacht. Das geniale an seiner Idee ist, dass wir das Dach im Winter – wenn die Gartensaison vorbei ist – einfach herunterklappen können. Die Speisskübel räumen wir in die Garage, die vorderen Stützbalken ebenso. Dann können wir das Dach dank Scharnieren herunterklappen und mit einem dicken Karabinerhaken an der Wand sichern. Wenn ich also mal in einem Jahr keine Lust auf Gemüsezucht habe, können wir unseren kleinen Garten trotzdem voll nutzen und haben keinen Platz verschenkt. Es ist also quasi Urban Gardening ohne Urban. 😉

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Alles, was wir an Material für den Unterstand brauchten, haben wir am Samstag Morgen in unserem local Bauhaus – a.k.a. bester Baumarkt weit und breit – eingekauft. Und dann ging es los ans werkeln. Zuerst haben wir alle Latten zugeschnitten und zu einem Rahmen, bzw. einer Unterkonstruktion für das Polyester-Wellpappe Dach zusammengeschraubt. Dann haben wir mit einfachen, kurzen Holzschrauben die Wellpappe oben auf dem Rahmen befestigt und überstehende Reste abgesägt.

Um das Dach an der Wand zu befestigen, haben wir zuerst einen dicken Balken an die Wand geschraubt. Dann haben wir die Scharniere befestigt und die Stützbalken mit einem dicken Hammer in die Erde gekloppt. Damit die Konstruktion auch wind-stabil ist, haben wir die Stützbalken noch mit ein paar Schrauben am Dach befestigt und drei dünne Stahlseile mit Karabinern und Ösen zwischen Wand und Dach gespannt.

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Als supergünstige Pflanzgefäß-Alternative haben wir uns Speisskübel ausgesucht. In den Boden haben wir mit der Bohrmaschine jede Menge Löcher gebohrt, damit es beim Giessen keine Staunässe gibt.

Zusätzlich haben wir jeweils in eine Rückwand Löcher gebohrt, damit wir durch diese Löcher die Spiralstäbe mit Kabelbindern fixieren konnten. Für noch mehr Halt haben wir die Spiralstäbe durch ein Loch im Boden des Kübels in die Erde gespießt.

Und das war es auch schon an Baumaßnahmen. Danach haben wir nur noch Erde in die Kübel geschüttet und die Tomaten konnten einziehen.

Zu zweit haben wir die ganze Aktion – inklusive Materialeinkauf – an einem Samstag geschafft. Und dafür, dass alles relativ spontan – also ohne große Vorplanung und Zeichnung – entstanden ist, bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden. Ich mag das neue Tomatenhaus und hoffe sehr, die Tomaten mögen es auch. Eine Blüte habe ich sogar schon entdeckt. Allerdings an einer gekauften Jungpflanze – nicht an einer selbst gezogenen.

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Einen kleinen Zusatz-Tipp habe ich noch: In der aktuellen Ausgabe der „Mein schöner Garten“ habe ich gelesen, dass eine Reihe Tagetes Tomatenpflanzen vor dem Befall von Wurzel Älchen schützen kann. Darum sind die Tagetes von unserer Fensterbank direkt mit in die Tomatenbeete gewandert.

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Jetzt bin ich gespannt, wie sich die Pflanzen draußen entwickeln. Als nächstes steht der Umzug der Zucchinis an. Ich werde berichten.

Alles Liebe – Wiebke

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter # 7 – Blüten auf der Fensterbank

Vor einer Woche und ein paar Tagen habe ich die ersten Knospen an den vier Zucchini-Jungpflanzen entdeckt und war total erstaunt, dass es direkt so viele sind.

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Aber natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass es den Pflanzen so gut geht. Seit dieser Woche ist das Spektakel in vollem Gange – eine Knospe nach der anderen öffnet sich und zeigt eine wunderschöne, gelbe Blüte. Schaut euch mal diese Pracht an:

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Hübsch, oder? Ich bin ganz aus dem Häuschen… Allerdings wird es jetzt höchste Zeit, dass die Pflanzen nach draußen kommen. Unsere Fensterbank quillt über.

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Der Eisheiligen-Kalender sagt, dass die kalte Sophie erst am kommenden Montag ansteht. Aber von einigen Garten-Experten habe ich auf Instagram gelesen, dass die Kältewelle der letzten Tage wohl schon die Eisheiligen waren – also ein paar Tage früher. Na ja… ich habe jedenfalls beschlossen, dass die Pflanzen am Samstag in den Garten ziehen, denn ab morgen sind für die nächsten 7 Tage konstant Temperaturen über 19°C angesagt. Also glaube ich den Experten und dem Wetterbericht jetzt einfach mal.

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Der Besuch im Baumarkt ist schon geplant. Spießkübel, Rankstäbe und viel viel Erde stehen auf der Einkaufsliste. Ich freue mich auf ein perfektes Gartenarbeits-Wochenende mit Buddeln, Bauen, Pflanzen – und das bei Sonnenschein! Möglicherweise schmeißen wir Abends auch den Grill an. Klingt nach Frühling, oder?

Habt ihr auch schon Gartenpläne für’s Wochenende geschmiedet?

Alles Liebe – Wiebke

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #6 – Der Blumen-Status

Heute lasse ich die Bilder mal größtenteils für sich sprechen und zeige euch einfach einen Vor-Dem-Urlaub / Nach-Dem-Urlaub Vergleich.

Zinnien

 

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Zinnen – Vor dem Urlaub
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Zinnen – 1 Woche nach dem Urlaub

Tagetes

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Tagetes – Vor dem Urlaub

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Tagetes – 1 Woche nach dem Urlaub

Prunkwinde

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Prunkwinden – Vor dem Urlaub

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Prunkwinden – 1 Woche nach dem Urlaub

Als ich nach dem Urlaub zur Haustüre herein kam und die Prunkwinden bemerkt habe, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Jetzt wird es wirklich höchste Zeit, dass wir die Eisheiligen hinter uns bringen, damit die Blumen endlich nach draußen umziehen können. So langsam bekomme ich arge Platznot auf der Fensterbank. Und außerdem warten die nächsten Samen schon darauf, endlich ausgesät zu werden. Ich musste tatsächlich einen Aussaat-Stopp machen, weil ich sonst keinen Platz mehr für die Töpfe gefunden hätte. Aber ich denke, in zwei Wochen kann es weitergehen. Dann kommen die nächsten Sommerblumen an die Reihe: Schmuckkörbchen und Sonnenblumen. Außerdem habe ich noch Dahlien-Zwiebeln, die ich drinnen vorziehen möchte, damit sie nicht direkt als Schnecken-Futter enden.

Ihr seht – es gibt noch viel zu tun. 🙂

Alles Liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #5 – Der Gemüse-Status

Nachdem ich in meinem ersten Aussaat-Anlauf ja sämtliche brav gekeimten Mini-Tomaten gekillt habe, war mein Selbstvertrauen, was die Anzucht von eigenen Tomatenpflanzen angeht, auf dem Nullpunkt. Irgendwie hatte ich vermutet, ich würde schon alles intuitiv richtig machen, schließlich können die Pflanzen das mit dem Wachsen in der Natur ja auch ohne menschliches Zutun ganz wunderbar. Aber anscheinend fällt es ihnen mit menschlichem Zutun möglicherweise in einigen Fällen sogar schwerer. Naja – ich jedenfalls beäugte die Tomaten-Keimlinge aus Saatversuch Nummer 2 jeden Tag immer skeptischer und wusste nicht so recht, ob ich sie nun gut oder eher tot pflegte. Mal sahen sie vital aus, mal eher schlapp.

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Bis Sascha vor zwei Wochen von der Arbeit kam und das Ruder in die Hand nahm. Er meinte: „Wiebke, ich hab mir das heute noch mal genau durchgelesen und ein paar Bilder angeguckt. Da sah die Erde immer so richtig sickenass (ja – so hat er es gesagt) aus. Die Gewächshäuser waren total beschlagen und es liefen richtig Tropfen an den Scheiben herunter. Du hältst die Pflanzen viel zu trocken.“

Öhm – ja, das tat ich. Schließlich hatte ich einige meiner Keimlinge weggeschmissen, weil die Pflanztöpfe angefangen hatten zu schimmeln. Aber ok, einen Versuch war es wert. Ich schloss also die Belüftungsklappen an den Gewächshäusern und besprühte, bzw. goss die Pflänzchen morgens und abends. Und siehe da – sie wuchsen. Und zwar im Eiltempo, als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich es endlich schnalle.

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Ja, die Pflanztöpfe sind alle komplett verschimmelt, aber ich habe es einfach mal ignoriert. Für die nächsten Aussaaten habe ich bei unserem örtlichen Gartencenter 5,95 Euro in einen Mega-Pack Mini-Tontöpfe investiert. Nimm das – Schimmel! Ich gewinne!

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Wirklich alle Gemüsepflanzen wachsen seit diesem Break-Through-Moment ganz wunderbar. Die ersten drei Tomaten habe ich schon in größere Töpfe umgesetzt, aber auch die Nachzügler machen sich gut. Wenn jetzt alles so weiterläuft, rechne ich damit, im Mai 6-8 Tomatenpflanzen in den Garten bringen zu können. Das wäre großartig – hoffentlich sind dann von allen drei Sorten welche dabei.

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Aber nicht nur den Tomaten geht es gut – auch die Zucchinis wachsen und gedeihen. Von den ersten Keimblättern (in diesem Stadium haben sie mich sehr an Audrey – die blutdurstige Pflanze aus dem kleinen Horrorladen – erinnert, findet ihr nicht auch?!) bis zu 15 cm großen Jungpflanzen sind nur zweieinhalb Wochen vergangen.

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Worauf ich am bisher am längsten warten musste, waren die Petersilien-Keimlinge. Auf dem Samentütchen war eine Keimzeit von 3-4 Wochen angegeben. Ich blieb also entspannt, wurde aber trotzdem langsam ungeduldig. Aber siehe da – pünktlich in Woche 4 zeigte sich das erste Grün und jetzt sehen die Keimlinge schon richtig groß aus.

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Unten auf dem Bild seht ihr Mini-Pfefferminze. Ich frage mich nur, wie ich diese zarten Pflanzen in andere Töpfe bekomme – ich glaube, ich werde die Pflanztöpfchen einfach auseinanderschneiden und mit einpflanzen… so wie die schimmeln, verrotten die doch bestimmt total schnell, oder? Hat das jemand schon mal ausprobiert?

Alles liebe – Wiebke

Gärtnern, Seed Starter

Seed-Starter #4 – Größere Töpfe müssen her!

News von unserer Fensterbank: Die ersten Pflanzen sind in größere Töpfe umgezogen. Die Kopfsalat Jungpflanzen aus der ersten Aussaat-Runde sind schon richtig groß geworden. Sie durften dieses Wochenende das erste Mal frische Luft schnuppern und sich für ein paar Stunden draußen auf der Fensterbank sonnen.

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In den letzten zwei Wochen sind eindeutig die Blumen-Keimlinge am stärksten gewachsen. Die ersten Mini-Zinnien habe ich bereits in einen größeren Topf umgepflanzt.

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Richtig umgehauen haben mich aber die Prunkwinden. Die Samen habe ich von einer lieben Kollegin bekommen – zusammen mit dem Tipp, sie vor der Aussaat 24 Stunden lang in Wasser einzuweichen. Das habe ich genau so gemacht und offensichtlich war es der richtige Tipp. Denn aus den Samen sind innerhalb von 1.5 Wochen 8 cm große Jungpflanzen geworden!

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Bei den Tomaten allerdings geht es nur sehr schleppend voran. Bisher ist nur eine der drei Tomaten-Sorten gekeimt – die Bio-Wildtomaten. Und hier auch nur drei von vier Samen.

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Zuerst dachte ich kurz nachdem sich die ersten Keimblätter durch die Erde gekämpft haben, dass auch diese Jungpflanzen direkt wieder das zeitliche segnen. Die Blätter waren so komisch eingerollt. Aber nach ein paar Tagen sahen sie dann doch sehr vital aus. Ich hoffe, dass es auch so bleibt – drückt mir die Daumen!