Handgemachte Kleidung, Stricken

Auf den Nadeln im April

In den letzten Wochen war ich hauptsächlich damit beschäftigt, für meine Yogaausbildung zu arbeiten. Wahlweise habe ich Klassen vorbereitet und auswendig gelernt, selber Klassen besucht oder in meinen Büchern gelesen. Die Abgabefrist für meine Bookreports und meine StundenNachweise rückt in großen Schritten näher und ich befinde mich im absoluten Endspurt-Modus.

Dadurch habe ich leider das sowohl das letzte Zwischenstands-Treffen des Frühlingsjäckchen Knit-Alongs sowie das Finale verpasst. Obwohl ich ja von Anfang an nicht davon ausgegangen bin, dass ich den Finale-Termin schaffen würde. Mittlerweile befürchte ich aber auch, dass ich noch nicht mal das Finale der Herzen erreichen werde. Aber so ist es halt – meinen Fortschritt möchte ich euch natürlich trotzdem zeigen.

Jetzt habe ich endlich – wie ich es eigentlich schon beim letzten Beitrag vorhatte – einen Streifen in jeder Farbe vorzuweisen. So könnt ihr die komplette Farbkombination jetzt einmal in verstrickt sehen und nicht nur als Knäuel. Ich bin nach wie vor total begeistert von den Farben und freue mich wirklich schon sehr auf das Jäckchen.

Allerdings ist es in den letzten Wochen nur sehr schleppend voran gegangen. Das hatte mehrere Gründe – vom Yoga üben mal ganz abgesehen: Zum einen war ich sehr vorsichtig und habe nicht zu lange am Stück gestrickt, da mir mein Handgelenk in letzter Zeit öfters mal weh getan hat. Und zum anderen musste ich sehr lange auf ein Päckchen von Amazon warten, in dem sich ein längeres Seil für meine Stricknadeln befand. Denn mit meinem 100cm Seil war es bei den vielen Maschen in den letzten Reihen einfach nur noch ein Krampf, die Maschen zu verschieben und auf dem Seil zu verteilen. Mit dem längeren 150cm Seil ist es jetzt wieder wesentlich entspannter.

Ich habe noch 7 Reihen bis ich die Ärmel-Maschen abtrennen kann. Das ist mein nächstes Zwischenziel, das ich hoffe bis Ende nächster Woche zu erreichen. Denn von einer lieben Mit-Strickerin habe ich mir sagen lassen, dass sich der Rest der Jacke danach wie von selber strickt. 🙂

Da dieser Beitrag jetzt ja nicht in das Link-Up des FJKA wandert, sondern zu Marisas Auf den Nadeln, nutze ich die Gelegenheit und zeige euch auch noch einmal den aktuellen Stand meines Sous Sous Sweaters. Hier bin ich – bevor mit dem Cardigan angefangen habe – bei dem Vorderteil ein ganzes Stück weitergekommen. Aktuell pausiert dieses Projekt. Ich hoffe aber, dass ich den schönen Pulli danach fix fertig stricken kann. Ich habe schon so einige Outfit-Ideen im Kopf, darum wünsche ich ihn mir lieber schnell als langsam in meiner Garderobe.

So – das war es mit meinen aktuellen Strick-Projekten.

In meinem Kopf wird die To-Knit-Liste immer länger. Ich habe ja noch die Wolle für meinen Shockwaves Schal unangetastet hier zu Hause liegen und bei einem Straßburg Besuch mit meiner besten Freundin habe ich in einem entzückenden Wollgeschäft traumhaft weiche Wolle gekauft, aus der ich einen Nobbles Wrap stricken möchte. Aber davon erzähle ich euch später noch mehr.

Alles Liebe – Wiebke

Stricken

Das schönste Wollgeschäft in Straßburg

Meine beste Freundin Fränzi wohnt seit vielen Jahen in einem kleinen Städtchen namens Kehl. Immer, wenn ich diesen Namen ausspreche nicken die Menschen und sagen: “Ja Kiehl ist toll – ich bin auch so gerne im Norden.” Darauf antworte ich dann jedes Mal: “Nein, sie wohnt in Keeeehhhl. Das liegt in Süddeutschland, direkt am Rhein und direkt an der Grenze zu Frankreich.” Dann nicken die meisten Leute nicht mehr, denn Kehl kennt tatsächlich so gut wie keiner. Ist auch nicht verwunderlich, denn die Stadt ist klein und unscheinbar. Und wie jede Grenzstadt ein bisschen komisch.

Aber Kehl hat mehrere wirklich ganz tolle Vorteile. Einer davon ist, dass man nur einmal den Rhein überqueren muss, um sich in Straßburg wiederzufinden. Das kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen. Und neuerdings auch – ohne umsteigen zu müssen – mit der Straßenbahn. Und diesen großartigen Vorteil nutzen wir eigentlich jedes Mal, wenn ich bei Fränzi zu Besuch bin.

 

Wir beide lieben die Stadt sehr und waren auch schon bevor Fränzi in den Süden gezogen ist mehrmals dort. Das Elsass mit seinen Fachwerkhäusern, Schindel-Dächern und Störchen ist einfach wunderschön. Und Straßburgs Altstadt – auch “Petit France” genannt – ganz besonders. In jeder noch so kleinen Gasse öffnet sich auf einmal ein hübscher Hinterhof mit einem verträumten Restaurant. Überall gibt es lebendige Plätze und bei schönem Wetter sitzen Grüppchen jeden Alters am Wasser und geniessen ihre Freizeit. Es ist französisches Lebensgefühl pur.

Aus Sicht von uns Handwerksbegeisterten ist Straßburg ebenfalls ein tolles Ziel.

Denn es gibt in der Innenstadt und Altstadt mehrere Woll- und Stoffgeschäfte. Fränzi und ich wissen das sehr genau, denn wir haben sie schon einmal alle an einem Tag abgeklappert. Und zwar unter erschwerten Bedingungen. Erschwert trifft es ziemlich genau, denn Fränzi war damals hochschwanger und hat eine prachtvolle Kugel vor sich her getragen. Dazu kam, dass es Advents- und Weihnachtsmarktzeit und damit überall brechend voll war. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, herrschte damals – es war kurz nach den Terroranschlägen von Paris – höchste Warnstufe. Die Stadt war voller Polizei, bewaffnet mit Maschinengewehren, und die Straßenbahn durfte nur an ganz bestimmten Haltestellen halten. Wir sind also SEHR viel gelaufen an dem Tag.

Die Entschädigung bekamen wir, als wir den letzten Laden auf unserer Liste – ein Geheimtipp von Fränzis Arbeitskollegin – betraten: La Droguerie. Ein Woll- und Handarbeitsgeschäft – komplett eingerichtet mit dem Holz-Mobiliar einer alten Apotheke oder Drogerie. Wir konnten es kaum fassen, so schön und inspirierend war dieser Laden. Wir fühlten uns wie im 7. DIY-Himmel. Leider war auch dieser Laden an besagtem Tag rappelvoll, so dass wir ihn mit leeren Händen aber dem guten Vorsatz, noch einmal wieder zu kommen verließen.

Diesen Vorsatz haben wir nun endlich wahr gemacht. Und dieses mal hatten wir unser kleines Handarbeits-Paradies sogar für uns alleine. Wir konnten uns in aller Ruhe umsehen, alles in die Hand nehmen, Wolle streicheln und gleichzeitig 1000 Ideen spinnen.

Neben einer schönen Auswahl an Wolle gibt es auch Liberty Stoffe mitsamt Nähzubehör und Schnittmustern. Es gibt ein riesen Sortiment an Zubehör, um Schmuck selber zu machen und die tollste Knopf-Auswahl, die ich je in einem Laden gesehen habe.

Der Laden ist voll mit den schönsten Designbeispielen – egal in welche Richtung man seinen Blick lenkt, die Inspiration springt einem ins Gesicht. Es war sehr schwer für uns, nicht einfach kreuz und quer alles mögliche zu kaufen. Aber wir haben es geschafft, wirklich nur Dinge zu kaufen, für die wir einen konkreten Plan haben. *klopfaufdieschulter* Bei mir waren das 250g von unfassbar weicher Baby-Alpakka-Seide Wolle in einem tollen, leuchtend hellen Himmelblau.

Die Wolle wird vor Ort abgewogen und auch schon gewickelt, so dass ich das Geschäft mit zwei strickbereiten Knäulen verlassen habe.

Und nach dem überaus erfolgreichen Einkaufsbummel gab es auch für uns eine Pause auf einer Restaurant-Terrasse direkt am Wasser. Herrlich!

Ich glaube, dass ein Besuch bei La Droguerie jetzt zu einem festen Programmpunkt für jeden Straßburg Besuch wird. Und für diese tolle Wolle habe ich auch schon einen Plan! Ich möchte den Nobbles Wrap von Ducathi daraus stricken. Ich kann es kaum erwarten, diese traumhaft weiche Wolle zu verarbeiten. Vorher habe ich zwar noch ein paar andere Strickprojekte auf den Nadeln, aber ich kann die Wolle zwischendurch ja schon mal streicheln.

So ihr Lieben, ich freue mich, dass ihr uns bei diesem schönen Mädels-Ausflug begleitet habt und hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf diese Stadt machen. Wart ihr schon mal in Straßburg? Kennt ihr auch tolle Wollgeschäfte im Ausland? Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Alles Liebe – Wiebke

Nähen, Stricken

DIY Strick-Zubehör // Mein selbst genähtes Stricknadel-Etui

Das viele Stricken und Yoga üben der letzten Wochen hat mich offenbar mehr Federn gekostet, als ich wahrhaben wollte. Denn als letzte Woche auf einmal morgens nach dem Aufwachen mein linkes Handgelenk beim Aufstützen geschmerzt hat, war ich tatsächlich erst einmal überrascht.

Als der Schmerz auch Nachmittags noch da war und mir klar wurde, dass ich jetzt wohl erst einmal pausieren muss – und zwar sowohl mit dem Yoga als auch mit dem Stricken – bin ich leicht panisch geworden. Alles, was ich denken konnte war: “Oh Gott – jetzt bitte keine Sehnenscheiden-Entzündung! Oh Gott – jetzt bitte keine Sehnenscheiden-Entzündung!” Denn die kann ich gerade – mitten in meiner Yogalehrer-Ausbildung – wirklich nicht gebrauchen. Darum bin ich auf die Bremse getreten und habe eine ganze Woche lang gar nichts anstrengendes mit meinen Händen gemacht. Meine Strategie ist: Lieber etwas vorsichtiger sein, als nachher wochenlang ausfallen. Und offenbar war es die richtige Strategie. Gestern war ich das erste Mal wieder beim Yoga und es hat ganz gut geklappt. Ich habe meine Hand zwar gemerkt, aber es hat nicht weh getan. Ich denke, wenn ich es jetzt langsam angehen lasse und nicht übertreibe, dann wird alles wieder gut und ich kann weiter üben.

Mit dem Stricken bin ich aber weiterhin vorsichtig. Darum mache ich mit meinem Frühlingsjäckchen gerade keine Fortschritte.

Aber etwas Schönes zum zeigen habe ich trotzdem für euch. Ich habe nämlich (vor den Handgelenks-Schmerzen) ein Stricknadeletui für meine auswechselbaren Nadelspitzen genäht.

Inspiriert dazu hat mich dieses wunderschöne Etui von Twig & Horn. Entdeckt habe ich die Etuis auf der Seite von Quince & Co und war direkt verliebt. Mittlerweile gibt es die wunderschönen Teile auch im Maschenfein Shop. Mir sind sie aber leider viel zu teuer und ausserdem ist da ja noch mein shoppingfreies Jahr. So ein Etui fällt zwar nicht unter die Kategorie Kleidung, aber trotzdem dachte ich mir, dass ich so ein Täschchen bestimmt auch selber nähen kann.

Darum habe ich sehr lange auf die Fotos gestarrt
und mir mit ratterndem Kopf ein Schnittmuster ausgetüftelt. Vor zwei Wochen konnte ich dann endlich ausprobieren,
ob meine Anleitung so aufgeht wie ich es mir überlegt habe.

Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden. Auch wenn ich mit meiner Druckknopf-Zange etwas auf Kriegsfuß stehe und darum jetzt zwei Druckknöpfe auf der Außenseite vorhanden sind, (von denen aber nur einer funktioniert) finde ich meine neue Nadeltasche sehr hübsch.

Genäht habe ich sie aus schwarzem Canvas. Als Innenfutter habe ich einen dünnen, hellroten Baumwollstoff genutzt. Zusätzlich dazu brauchte ich nur noch einen Reißverschluss, einen Druckknopf und ein Stück Lederband.

Im Innenteil gibt es x Einsteckfächer für Nadelspitzen in unterschiedlichen Stärken. Ausserdem habe ich extrabreite Fächer für Zopfnadeln abgeteilt.

Auf der gegenüberliegenden Seite, gesichert durch den Reißverschluss, befinden sich drei Fächer für die Kabel und anderen Kleinkram. So findet alles, was man so an Strickzubehör benötigt, seinen Platz in diesem Etui.

Ich bin ganz happy, dass ich durch dieses DIY eine ganze Menge Geld sparen konnte und jetzt trotzdem so ein hübsches Täschchen mein Eigen nennen darf.

Was meint ihr? Seid ihr auch so verrückt nach Täschchen und Strickzubehör?

Alles Liebe – Wiebke


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TT-Taschen und Täschchen

Handgemachte Kleidung, Stricken

Frühlingsjäckchen Knit-Along // 1. Zwischenstand

Beim heutigen Treffen des Frühlingsjäckchen Knit-Alongs zeigen alle fleissigen Strick-Mädels, wie weit sie mit ihren Cardigans schon gekommen sind.

Mein erster Zwischenstand sieht so aus:

Ich bin mir absolut im Klaren darüber, dass viele Mädels bei der Projektvorstellung mit ihren Jäckchen schon weiter waren als ich heute, aber ich bin mit meinem Fortschritt trotzdem zufrieden. Es ist das erste Mal, dass ich ein Kleidungsstück nach der Top-Down Methode – also in einem Stück und ohne späteres Zusammennähen der Einzelteile – stricke und ich bin sehr angetan davon.

Die Reihen sind zwar jetzt schon seeehr lang und da ich noch ordentlich Maschen zunehmen muss, werden sie in der nächsten Zeit noch einmal länger. So schaffe ich an einem durchschnittlichen Feierabend höchstens 5 – 8 Reihen, bevor meine Augen zu müde werden. Also komme ich nicht so schnell vorwärts, wie ich es mir erhofft hatte. Eigentlich wollte ich euch heute nämlich schon einen Streifen in jeder Farbe präsentieren. Aber da müssen wir uns jetzt leider noch ein oder zwei Wochen gedulden. Aktuell gibt es erst einen Streifen. Der ist dafür mit besonders viel Liebe gestrickt und – wie ich finde – ausserordentlich hübsch. *zwinker*

Ich finde es total toll, wie sich dank der Raglan-Maschen Reihe für Reihe deutlicher zeigt, dass ein komplettes Kleidungsstück auf den Nadeln entsteht. Das ist tatsächlich ein bisschen wie zaubern können und macht mir jede Menge Spaß!

Mit meiner Woll- und Farbwahl bin ich weiterhin sehr happy – ich glaube, es wird ein sehr kuscheliges und auch gut wärmendes Jäckchen. Frühlingshaft wird es eher durch die Farbwahl und nicht durch die Leichtigkeit der Wolle. Aber das ist total in Ordnung für mich – auch im Frühling kann man ja durchaus noch mal etwas Warmes gebrauchen.

So – jetzt hüpfe ich mal rüber zum MeMadeMittwoch und schaue – ganz ohne Neid – wie weit die anderen Strick-Mädels schon sind.

Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und happy knitting!

Alles Liebe – Wiebke

 

Handgemachte Kleidung, Stricken

Frühlingsjäckchen Knit-Along // Projektvorstellung

Beim Frühlingsjäckchen Knit-Along ist es nach der Inspirations-Phase jetzt an der Zeit, das Strick-Projekt vorzustellen, für das ich mich entschieden habe. Während andere Mit-Strickerinnen sich letzte Woche noch zwischen mehreren Anleitungen entscheiden mussten, war es für mich ja direkt klar, welches Modell ich stricken möchte.

Der einzige Punkt, in dem ich noch unentschlossen war, war die Farbkombination für die Streifen, die mein frühlingshafter Caramel Cardigan bekommen soll.

Mein Mittagspausen-Besuch im Woll-Geschäft

Auch wenn ich online super gerne nach Wolle stöbere, finde ich es anhand der Fotos im Web immer sehr schwer, die wirkliche Farbe einer Wolle einzuschätzen. Darum bin ich ganz besonders happy darüber, dass ich mit dem Atelyeah ein fantastisches Wollgeschäft ganz in der Nähe habe. So nah sogar, dass ich in meiner Mittagspause mal eben dort vorbei fahren kann. Und genau das habe ich gestern getan.

So konnte ich mir alle Farben in Ruhe ansehen und mal in unterschiedlichen Kombinationen nebeneinander legen. Michaela, die super nette Besitzerin des Atelyeah, hat mir beratend zur Seite gestanden und sogar als Inspiration auch noch ein fertiges Modell des Caramel Cardigans gezeigt.

Und hier seht ihr, für welche Farbkombination ich mich entschieden habe: Die Grundfarbe des Cardis wird weiß und er bekommt dünne Streifen in Orange, Rosa und Grau. Damit das Jäckchen noch luftiger wirkt, vergrößere ich die Weißräume zwischen den Streifen.

Die Maschenprobe habe ich mir gespart und direkt losgelegt. Hier seht ihr meine zarten Anfänge.

So ihr Lieben, jetzt wird fleißig gestrickt, damit ich beim nächsten Treffen des Knit-Alongs auch einen amtlichen Zwischenstand zeigen kann.

Jetzt schaue ich mir auf dem MeMadeMittwoch Blog an, für welche Projekte sich die anderen Mädels entschieden haben.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen: Happy Knitting!


Einen Tipp habe ich noch für euch!
Schaut mal hier vorbei – bis Freitag könnt ihr noch an meiner Verlosung teilnehmen. Anlässlich meines 1-jährigen Blog-Geburtstags verlose ich ein Schnitt- und Strickmuster-Set von rosa p.


Alles Liebe – Wiebke

Handgemachte Kleidung, Stricken

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2018 // Inspiration

Eigentlich habe ich in den nächsten Monaten überhaupt keine Zeit. Eigentlich stricke ich noch an meinem Sous Sous Sweater. Eigentlich hatte ich als nächstes Strickprojekt etwas ganz anderes geplant. Aber dann habe ich den Aufruf von Sylvia und Malou zum Frühlingsjäckchen Knit-Along gelesen und war Feuer und Flamme.

Die Aktion habe ich schon in den letzten Jahren auf so vielen Blogs verfolgt und war immer total begeistert von den tollen Cardigans, die dabei entstanden sind. Und auch dieses mal habe ich mich voller Neugier durch die ganzen Artikel zu den Strickplänen geklickt.

Das einzige, was ich dabei denken konnte war: Oh ist das toll! Ich möchte dieses Jahr unbedingt auch mit machen!

Einen neuen Cardigan könnte ich in der Tat gut gebrauchen. Und alles, was den Frühling ein bisschen näher bringt und mir die Wartezeit versüßt ist ebenfalls sehr willkommen. Also springe ich jetzt mit ins Boot!

Hier der Zeitplan für den Frühlingsjäckchen Knit-Along

11.02. 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  – Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  – Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  – Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  – Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 – Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen.

Ich bin mir jetzt schon sehr sicher, dass ich eine Kandidatin für das Finale der Herzen werde.

Die Anleitung

Jetzt zu meinen Überlegungen. Was die Anleitung angeht, bin ich bereits festgelegt. Ich habe gestern ein wenig in meinen Ravelry Favoriten gestöbert und mich relativ schnell für den Caramel Cardigan von Isabell Kraemer entschieden.

Credit: Isabell Kraemer
Credit: Isabell Kraemer

Meine Entscheidung hatte vor allem den Grund, dass ich Lust auf eine Anleitung ohne große Muster-Zählerei hatte. Der Pulli, an dem ich gerade stricke, erfordert viel Konzentration, daher kann ich ein “Entspannungs-Projekt” im Moment gut gebrauchen. Dass die Anleitung kostenlos ist und es bei Ravelry schon viele tolle Design-Beispiele zu bestaunen gibt, hat mir die Entscheidung für den Caramel zusätzlich leicht gemacht.

Was mir die Design-Beispiele allerdings ganz und gar nicht leicht gemacht haben, ist die Entscheidung für eine Farb-Kombination.

Das Material

Da ich keine großen Woll-Vorräte besitze, die sich zum Kleidung-Stricken eignen (nur Berge von quietschbunter Baumwoll-Häkelwolle), muss ich auf jeden Fall Material shoppen. Ich liebäugele mit dieser Wolle von De Rerum Natura.

Die Hauptfarbe soll auf jeden Fall weiß werden. Nur bei den Streifen bin ich mir noch nicht so sicher. Ich glaube, ich möchte die Streifen etwas dünner machen und mehrere Farben nutzen. Ich denke an Grau, Puderrosa, Flieder und Orange im Wechsel.  Ich habe Lust auf ein hell und zart wirkendes Frühlingsjäckchen, das aber trotzdem etwas Farbe mit bringt. Ich glaube aber, dass ich mir das in den nächsten Tagen noch einmal genau aufmalen muss, damit es nicht zu wild wird. Vielleicht fällt dann doch noch eine Farbe raus.

So viel zu meiner Inspiration für den Knit-Along. Ich hoffe, dass ich mich am Wochenende auf eine finale Farbkombi festlegen und dann Anfang kommender Woche das Material besorgen kann.

So viel erst einmal von mir – jetzt lasse ich mich noch von den anderen FJKA Mädels weiter inspirieren.

Alles Liebe – Wiebke