Shoppingfreies Jahr 2018, Tipps & Tools

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: Kleidung reparieren

Jetzt, wo ich mir vorgenommen habe ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, gehe ich mit den – auf einmal viel viel wertvoller gewordenen – Kleidungsstücken in meinem Schrank wesentlich liebevoller um als vorher.
Das hört sich vielleicht beim ersten Lesen etwas befremdlich an – ich kann verstehen, wenn ihr jetzt eure Augenbrauen hochgezogen habt. Aber lasst es mich erklären.

Zuerst einmal muss ich ohne Umschweife gestehen, dass ich bisher ein Mensch war, der seinem Kleiderschrank-Inhalt keine große Liebe in Form von Pflege entgegengebracht hat.
Ich hasse Wäsche machen.
Das niemals enden wollende Waschen, Falten und Einsortieren ist meine absolute Straf-Aufgabe.

Und von Bügeln sprechen wir hier mal gar nicht, denn das mache ich wirklich nur beim Nähen oder in absoluten Ausnahmefällen. Sonst nicht. Und wenn ich in einem T-Shirt ein kleines Lock entdeckt habe oder es zu ausgeblichen war, dann habe ich es weggeworfen ohne mit der Wimper zu zucken.

Sascha ist da anders – er findet, dass man Kleidung Wertschätzung entgegenbringen muss, indem man sie gut pflegt, sorgfältig faltet und in einen ordentlichen Kleiderschrank einräumt. Allein ihm habe ich es zu verdanken, dass meine Schrankhälfte jetzt seit zwei Jahren aufgeräumt ist. Er hat sich damals die Mühe gemacht, mit mir gemeinsam einmal ALLES auszuräumen, zu sortieren und wieder neu einzuräumen. Und ich habe es tatsächlich geschafft, die Ordnung beizubehalten. Das war der erste Schritt.

Seitdem ich vor einem Jahr angefangen habe, Kleidung selber zu nähen, hat sich an meiner bisherigen Einstellung schon eine ganze Menge geändert.

Um meine handgemachten Stücke kümmere ich mich wie um Haustiere. Ich lege sie zum Waschen vorsichtig in Wäschenetze und achte mit Argusaugen darauf, dass sie nicht im Trockner landen. Ich bügele sie und lege sie sorgfältig in meinen Schrank.

Und jetzt, wo ich weiß, dass ich auch meine Kauf-Kleidung nicht einfach so austauschen kann, betrachte ich auch diese Stücke mit einem anderen Blick.
Ein alter Chef von mir hatte einen Standard-Spruch, den er gerne und oft kundgetan hat. Er sagte immer: “Knappheit schafft Begehrlichkeit”. An diesen Spruch muss ich in letzter Zeit wieder öfter denken, denn es stimmt. Und das meinte ich mit meinem ersten Satz: Meine Kleidung ist auf einmal wertvoller geworden – sie ist mir mehr ans Herz gewachsen und kein Wegwerf-Artikel mehr.

Und wenn man T-Shirts oder Hosen mit Löchern nicht einfach so wegwerfen kann, weil es die einzigen ihrer Art im Kleiderschrank sind, dann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man über das Reparieren von Kleidung nachdenken muss.

Ich habe im letzten Jahr schon zwei T-Shirts von Sascha geflickt, weil er mich darum gebeten hat (wie gesagt, er ist bisher wesentlich netter zu seiner Kleidung gewesen als ich), daher weiß ich, dass meine Maschine super gut flicken kann. Denn von den Ergebnissen war ich richtig begeistert. Außerdem hat es sich gut angefühlt, etwas zu reparieren. Nachhaltig und liebe- bzw. respektvoll.

Und jetzt sind also zum ersten mal meine eigenen Klamotten dran.

Genauer gesagt zwei Yogahosen. Die brauche ich nämlich in den nächsten Monaten sehr dringend. Außerdem hat Sascha mir auch schon wieder drei Kleidungsstücke zum Flicken herausgelegt. Ein ausgerissener Jeansknopf, eine Manteltasche und ein anzunähender Knopf. Ich habe also einen richtigen Reparier-Stapel, den ich in den nächsten Tagen abarbeiten werde. Hier ein paar Beispiel-Löcher aus meinem Stapel. Es ist sogar ein Memade Teil dabei – mein orange-gestreifter Sloane Sweater.

Wie sieht es in eurem Kleiderschrank aus?
Könnten ein paar eurer Stücke auch etwas Zuwendung gebrauchen?
Wie steht ihr zum Thema Flicken und Reparieren?

Für alle, die sich dem Thema in der kommenden Zeit auch nähern wollen, habe ich einige Anleitungen aus dem Netz zusammengesucht.

6 hilfreiche Techniken, mit denen ihr fast all eure Kleidungsstücke reparieren könnt.

  1. Die perfekte Anleitung, um richtig professionell Knöpfe anzunähen findet ihr hier.
  2. Löcher in Jeanshosen flicken #1 – Knie oder Oberschenkel
  3. Löcher in Jeanshosen flicken #2 – Schritt 
  4. – 6. In diesem Video werden gleich drei verschiedene Techniken zum Flicken von Löchern mit der Nähmaschine erklärt.

 

PS:
Bei der Recherche bin ich auf den Blog Widerstand ist zweckmäßig gestoßen – Maria engagiert sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und veranstaltet eine Linkparty mit dem Motto “Fix it – Reparieren ist nachhaltig.” Ich finde ihren Blog auf vielen Ebenen sehr inspirierend, darum an dieser Stelle den Lesetipp für euch.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr 2018 // Januar Bericht + Link-Up

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Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

ich hoffe, es geht euch gut. Hattet ihr einen tollen Start in das neue Jahr und seid euren guten Vorsätzen bis jetzt treu geblieben? Ist es nicht unglaublich, dass der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei ist? Für mich ist die Zeit geflogen!

Ich bin so gespannt, wie der erste Monat bei euch gelaufen ist und freue mich schon darauf, eure Berichte zu lesen. Aber zuerst erzähle ich euch von meinem shoppingfreien Januar.

Shoppingfrei im Januar – Mein Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Nachdem ich meinen Vorsatz ja fast am ersten Tag des Jahres schon wieder vergessen und damit um ein Haar gebrochen hätte, habe ich diese Mitmach-Aktion gestartet. Seitdem ist mir der Shoppingverzicht leicht gefallen. Ich glaube, das liegt hauptsächlich an zwei Punkten.
Erstens habe ich mich durch den Start der Mitmach-Aktion sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ich möchte ja ein guter Gastgeber für die Aktion sein. Darum habe ich mir viele Post-Ideen und inspirierende Inhalte für das ganze Jahr ausgedacht, um uns alle bei Laune und motiviert zu halten. Ich habe mit anderen Bloggern gesprochen, die bereits ein shoppingfreies Jahr hinter sich haben und ich habe viel dazu gelesen. So war die Challenge stets präsent und ich konnte sie nicht im Alltagstrubel vergessen.
Zweitens bin ich total geflasht davon, wie häufig das Thema in den Sozialen Medien momentan auftaucht. Lisa von mein feenstaub hat ja auch eine ähnliche Aktion gestartet und bei Instagram begegnet mir jeden Tag mehrfach der Hashtag #2018DIYdontbuy. Das macht mich sehr happy und ich bin jetzt schon stolz, ein Teil der Bewegung zu sein.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Während der Intensivwoche meiner Yogalehrer-Ausbildung bin ich in Versuchung gekommen, mir in der studio-eigenen Boutique ein Yogashirt mit dem Label des Studios zu kaufen. Ich fand, dass es ein schönes Andenken an diese besondere und aufregende Zeit wäre. Aber ich bin standhaft geblieben. Stattdessen habe ich mir einfach ein anderes Andenken ausgesucht – es ist ein Notizbuch von einer kleinen Kölner Manufaktur geworden. In diesem Buch möchte ich meine ersten selbst zusammengestellten Yoga-Klassen notieren. Und jetzt finde ich, dass es sogar ein viel besseres Andenken ist als ein Shirt.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Ich habe einen neuen rosafarbenen Nicki Sweater nach einem Schnitt aus der La Maison Victor fast fertig genäht. Es fehlt nur noch ein Deko-Zipper und die Ärmelbündchen. Im Februar stelle ich ihn euch hier auf dem Blog vor.

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Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Dass ich in meinem eigenen Kleiderschrank shoppen gehen kann! Die Erkenntnis überkam mich, während ich das Video meines Fashion Mood-Books für euch gedreht habe. Gebastelt habe ich das Buch ja schon vor zwei Jahren und hatte es zwischenzeitlich ein paar Monate nicht in der Hand. Bei der Durchsicht der Outfit-Fotos ist mir aufgefallen, dass ich einige der Outfits sehr ähnlich mit Kleidungsstücken aus meinem eigenen Schrank nachbauen kann. Das war mir tatsächlich vorher noch nicht so bewusst. Darum möchte ich mir diese Erkenntnis merken: Wenn ich ein inspirierendes Outfit sehe, denke ich zuerst darüber nach, ob ich es nicht vielleicht schon in meinem eigenen Kleiderschrank finden kann.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ich habe im Dezember – als ich eigentlich nur mal schnell orangefarbenes Garn für meine Butterick Tunika kaufen wollte – aus Versehen einen ganzen Stapel neuen Stoff in Grau- und Orange-Tönen gekauft. Die Farben haben es mir im Moment total angetan.

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Mit dabei ist ein wunderbarer rost-oranger Cordstoff. Den würde ich gerne in eine SoHo Shorts verwandeln. Und dazu ein York-Top aus s/w-Gingham Stoff. Dieses Outfit kann ich schon ganz wunderbar vor meinem inneren Auge sehen. Ich weiß nicht, ob ich genug Nähzeit haben werde – zwei Wochenenden sind im Februar schon mit Seminaren im Rahmen der Yogalehrer-Ausbildung belegt – aber ich werde einfach versuchen, in kleineren Zeitfenstern Schritt für Schritt voran zu kommen.

ShoppingfreiesJahr18_NewsletterSignupButton

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema “Shoppingfreies Jahr” hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Januar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Bloggertalk, Shoppingfreies Jahr 2018

Shoppingfreies Jahr 2018 // Blogger-Talk mit Fredi von Seemannsgarn handmade

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Damit wir während unseres shoppingfreien Jahres immer mit frischem Input und Inspiration versorgt sind, habe ich einige Nähbloggerinnen auf den Blog eingeladen und zum Interview gebeten.

Den Anfang macht heute die liebe Fredi – ich bin sicher, ihr kennt sie und ihren Blog Seemannsgarn handmade. Unterhalten haben wir uns unter anderem über das spannende Thema Nähplanung und Stilfindung. Aber lest selbst…


Wie lange nähst du schon Kleidung für dich selber und wie bist du zum Nähen gekommen?1-e1516710236907.jpg

Ich nähe jetzt seit fast vier Jahren Kleidung. Mein erstes Kleid habe ich im August 2014 genäht und stolz auf meinem Blog gezeigt – seitdem sind viele Kleidungsstücke dazu gekommen. Bevor ich mich an Kleidung gewagt habe, habe ich kleine Täschchen genäht. Ich habe damals die Nähmaschine meiner Mama entdeckt und einfach angefangen. Seitdem geht’s nicht mehr ohne!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Welche Kleidungsstücke dürfen in deinem Kleiderschrank auf keinen Fall fehlen und mit welchen (eventuell gerade angesagten) Teilen oder Schnitten wirst du nicht warm?

Meinen momentanen Stil würde ich als schlicht beschreiben, was sowohl Farben als auch Schnitte betrifft – ich nähe weniger mit auffallenden Mustern und wenn, dann in gedeckten Farben. Und irgendwie ist mein Stil auch praktisch in möglichst stilvoller Art und Weise. Niemals fehlen dürfen Jacken. Ich bin absoluter Jacken-Junkie und nähe sie auch mit am liebsten. Jacken kann man einfach am besten und vielfältigsten kombinieren. Was ich dagegen überhaupt nicht verstehe sind Cut-Outs z.B. an Ärmeln. Der Trend geht absolut an mir vorbei.

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Hast du das Gefühl, dass du durch das Nähen eigener Kleidungsstücke deinem eigenen Stil näher gekommen bist? In wieweit hängt Nähen für dich mit dem Thema Stilfindung zusammen?

Ich würde behaupten, dass ich durch das Nähen am Anfang erstmal einen Schritt zurück gemacht habe, was Stilfindung angeht. Bei mir ging das anfangs nicht wirklich Hand in Hand. Ich habe mit bunten, verspielten Stoffe angefangen, weil diese Stoffe zu der Zeit einfach ‚in‘ waren in der Nähwelt. Erst seit etwa 1 1/1 Jahren beschäftige ich mich mehr mit dem, was mir auch im Alltag gut gefällt und nicht nur, weil ein Stoff auf dem Nähtisch hübsch aussieht. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es mir deutlich leichter fallen würde, ‚meinen‘ Stil zu finden, wenn ich ausschließlich Kleidung kaufen würde. Man erspart sich Fehlkäufe bei Schnittmustern, weil man etwas einfach anprobiert und entscheidet, dass es zum eigenen Stil passt oder nicht. Bei genähter Kleidung ist da immer der Schritt dazwischen, bei dem etwas schief gehen kann und das Resultat eben doch nicht zum Stil passt. Und trotzdem hat mir das Nähen geholfen, einfach bewusster mit dem Thema Stil umzugehen und mir meine Gedanken dazu zu machen.

Wie hat sich die Auswahl deiner Nähprojekte in den letzten Jahren entwickelt? Hat sich in deiner Herangehensweise an ein neues Projekt seit deinen Näh-Anfängen bis heute etwas verändert? Warst du früher impulsiver? Inwieweit hilft dir deine Näherfahrung, heute Schnitte und Stoffe direkt besser einschätzen zu können?

Die größte Veränderung beim Planen ist für mich wohl die gewesen, dass ich heute mehr die Kombinierbarkeit meiner Kleidung anstrebe. Früher habe ich ein Shirt genäht, weil ich einen coolen Stoff hatte und Lust, diesen zu vernähen. Heute frage ich mich vorher: Passt das zu den anderen Stücken in meinem Kleiderschrank? Womit kann ich es kombinieren? Werde ich es wirklich gerne anziehen?

Was Stoffe und Materialien angeht, habe ich in den letzten Jahren sehr viel gelernt. Es gibt nicht nur Jersey und Sweat – das war eine große Einsicht! Es gibt tolle Stoffe, die dem Stil, den ich verwirklichen will, so viel besser entsprechen. Aber da gibt es auch gerade eine ‚Neuorientierung‘ bei den bekannten Stoffhändlern. Auch bei Schnittmustern würde ich mich so einschätzen, dass ich selten einen richtigen Schnitt-Fehlkauf lande. Manchmal liegt es aber auch einfach an der Konzeption des Schnittes, dass man damit nicht warm wird.

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Auf deinem Blog zeigst du häufiger Einblicke in deine Nähplanung und dein Näh-BuJo. Erzähle uns doch einmal, was es mit einem BuJo auf sich hat und wie du es für deine Nähplanung nutzt.

Ich habe vor einem Jahr das Bullet Journaling für mich entdeckt. Es geht darum, ein leeres Notizbuch zu nutzen, um seine Termine, Finanzen, Ideen, Projekte etc. zu planen. Klingt nicht spannend, aber ich kann mich dabei so kreativ ausleben und alles so gestalten, wie es für meine Bedürfnisse am besten passt. Dass das auch praktisch als Nähplaner ist, habe ich dann schnell festgestellt. Ich zeichne z.B. Outfitideen oder Projekte und mache Notizen.

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Inwieweit hilft dir deine Planung dabei, dass deine handgemachte Garderobe in sich stimmig und gut kombinierbar ist?

Ich würde sagen, dass ich da noch ganz am Anfang stehe. Es reicht ja nicht, dass ich mir für zukünftige Projekte überlege, wie ich sie kombiniere, sondern der Schrank ist ja schon voll mit genähten Sachen. Die versuche ich mir momentan wieder mehr ins Gedächtnis zu rufen und mit Mix & Match-Outfits zu zeigen, wie ich sie zusammen anziehen kann. Was mir aber auch sehr hilft bei der Planung, ist die Besinnung auf Farben und Schnitte, von denen ich weiß, dass ich sie gerne trage. Ich mag gedeckte Farben, grau und blau oder schwarz, weitere Oberteile und enge Hosen oder Röcke. Dass ich ein rosanes Maxikleid eher nicht tragen würde, ist da klar und da kann es einen noch so schönen Stoff oder Schnitt zu geben. Ich reflektiere aber auch viel, z.B. habe ich festgestellt, dass meine weit geschnittene Mom Jeans noch nicht so viele kombinierbare Oberteile findet, da ich zu weiten Hosen lieber enge Oberteile trage. Da ich aber bisher meist weite Oberteile genäht habe, fehlen Sachen zur Mom Jeans. Damit ergibt sich dann beispielsweise auch ein neues Projekt.

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Wenn eine Leserin durch dein Interview inspiriert wurde und ein eigenes Näh-BuJo starten möchte – was empfiehlst du für den Start? Wie fängt man am besten mit einem BuJo an?

Ich denke, da hilft nur: Ausprobieren. Man braucht nur ein paar Stifte und los geht’s. Alle Ideen können einfach als To-Sew-Liste notiert werden oder als Projekt erstmal gezeichnet werden. Wer zeichnen nicht so mag, kann auch Fotos aus Zeitschriften zur Inspiration aufkleben oder die Modellzeichnungen von Schnittmustern ausdrucken und anmalen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man einfach anfangen sollte und mit seinem Bujo ‚mitwächst‘. 😉

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Und jetzt zu deinen Plänen: Hast du dir für 2018 etwas Besonderes vorgenommen? Gibt es spannende Projekte oder Aktionen, von denen du erzählen möchtest?

Für 2018 sollen ein paar Dinge von meiner ‚Ich-wollte-jetzt-schon-so-lange-Liste‘ abgehakt werden. Das könnte eventuell etwas mit neuem Blog-Design und Online-Shop zu tun haben… 😉 Ansonsten lasse ich mich gerne vom Jahr inspirieren, ich werde sicher weiter das Thema Planung und Kombination verfolgen und dazu hoffentlich auch für die Leser spannende Beiträge schreiben.

Außerdem mache ich dieses Jahr bei der Challenge #2018makenine mit. Es geht dabei darum, sich 9 Projekte für das Jahr rauszusuchen, die man gerne umsetzen möchte. Es geht nicht darum, dass man sie nähen muss oder nur diese 9 nähen darf, sondern einfach, sich ein paar Gedanken zu machen. Ich finde es sehr spannend, damit meine Prioritäten für dieses Jahr zu setzen. Vielleicht werden auch noch Schnittmuster getauscht oder Projekte ersetzt, aber ich habe jetzt schon mal ein Bild davon, welche Kleidungsstücke mir für dieses Jahr wichtig sind. Daher ist es eine tolle Challenge für mich. 🙂

Alle Fotos von Frederike Matthäus // Seemannsgarn handmade

So ihr Lieben – ich hoffe, das Interview hat euch gefallen und ihr konntet das ein oder andere daraus mitnehmen.

Einen Tipp habe ich noch für euch: Fredi hat als Freebie für ihre Blogleser einen Nähplaner zum Download und Ausdrucken gestaltet. Wenn ihr für eure Nähplanung noch auf der Suche nach dem richtigen Tool seid, dann schaut doch mal bei ihr vorbei!

An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Fredi für das schöne Interview!

Und euch wünsche ich einen tollen Tag!

Alles Liebe – Wiebke

 

1 Teil - 5 Outfits, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch, Shoppingfreies Jahr 2018

1 Teil – 5 Outfits // SoHo Shorts

Im Rahmen meines shoppingfreien Jahres habe ich mir vorgenommen, mich intensiv mit den Kombinations-Möglichkeiten meines Kleiderschrank-Inhalts zu beschäftigen. Zu diesem Zweck habe ich die Serie “1 Teil – 5 Outfits” ins Leben gerufen. Heute geht es los mit einem Teil, das ich bereits letztes Jahr im Rahmen meiner Sommer-Capsule genäht, bisher aber noch nicht verbloggt habe: meinen SoHo Shorts.

Schnitt: SoHo Shorts von Liesl & Co.

Variante: A

Stoff: hellbrauner Baumwoll-Leinen Mix

Warum diese Shorts zu einem absoluten Lieblings-Kleidungsstück geworden ist, ist leicht zu erklären: Sie ist so praktisch wie eine kurze Hose, sieht aber aus wie ein Rock. Sie ist absolut leicht und bequem. Sie ist lässig, kann aber auch schick. UND sie hat Taschen! Klare Sache, oder?

Genäht war sie – ausführlichem Sew-Along sei Dank – auch ohne Probleme. Und weil es – wie ihr jetzt sehen werdet – ein so vielseitiges Kleidungsstück ist, wird die hellbraune Version mit Sicherheit nicht die einzige bleiben.

So – und jetzt zeige ich euch die 5 Outfit-Varianten.

Outfit #1: Picknick am See

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Blaues Ringel-Longsleeve: Handmade – Schnittmuster von Stoff & Stil

Outfit #2: Italien-Urlaub

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Oberteil: Handmade – Sointu Kimono Tee

Outfit #3: Schick – für’s Büro oder festliche Anlässe

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Oberteil: Handmade – Schnitt “Sunny Me” von Finas Ideen
Blazer: vor zwei Jahren bei H&M gekauft

Outfit #4: Lässig & Cool

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Oberteil: Handmade – Burda Off-Shoulder Top

Outfit #5: Rockig für den nächsten Konzert-Besuch

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Tshirt: Lorde Merchandising – letztes Jahr auf dem Konzert gekauft
Lederjacke: vor mehreren Jahren bei Zara gekauft

Ich habe versucht, in den Outfits so viele selbstgemachte Stücke wie möglich unterzubringen und bin ganz froh darüber, dass sich soweit alles gut miteinander kombinieren lässt. Das soll weiterhin eine Prämisse für all meine zukünftigen Nähprojekte sein.

Alles Liebe –  Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: kreative Nähplanung

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Ein Jahr lang auf shopping verzichten. Ein Jahr lang etwas unterlassen. Etwas NICHT TUN. Das klingt erst einmal recht passiv und nach Däumchen drehen.
Wir alle wissen aber: Das ist es ganz und gar nicht! Denn wir alle haben die unterschiedlichsten Erwartungen an dieses shoppingfreie Jahr.

Wir wollen unseren Stil finden oder noch klarer definieren.
Wir wollen unseren Kleiderschrank von überflüssigen Teilen befreien.
Und wir wollen ein paar schöne, neue handgemachte Kleidungsstücke in unseren Schränken hängen haben.

Also Mädels – ihr seht: Wir haben so einiges zu tun! Und damit meine ich nicht nur das Nähen!

An erster Stelle steht für mich erst einmal die Nähplanung. Denn wir wollen ja nicht – so wie beim Klamotten shoppen – unbedacht und impulsiv einfach irgendwelche Stoffe oder Schnitte kaufen, nur weil sie uns im Geschäft oder beim Surfen im Netz angelacht haben.
Wenn wir unserem Stil näher kommen wollen, dann brauchen wir eine genaue Vorstellung davon, welche Kleidung wir tragen wollen. Und dann nähen wir auch nur genau diese Stücke.
Stücke, die sich mit unserer restlichen Garderobe vielfältig kombinieren lassen. Stücke, in denen wir uns wohl und richtig gut gekleidet fühlen. Stücke, die wir am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchten.

Auch wenn Nähen natürlich unser geliebtes Hobby ist, sollten wir nicht einfach irgendetwas nur um des Nähens willen herstellen. Das spätere Tragen der Kleidung sollte stets im Vordergrund stehen.

Planung klingt für einige von euch vielleicht erst einmal recht trocken. Aber glaubt mir – das ist es ganz und gar nicht! Für mich persönlich ist dies der mit Abstand kreativste Teil von allen! Und um das zu beweisen, zeige ich euch in meinem Video als kleine Inspiration mein persönliches Fashion-Mood-Book. Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Ich hoffe, mit dem Video konnte ich euch für das Thema Nähplanung begeistern!

Wer keine Lust hat so viele Bilder auszudrucken und zusammenzukleben aber trotzdem seine Nähprojekte dieses Jahr etwas besser vorplanen möchte, dem sei der wunderbare Nähplaner von Fredi ans Herz gelegt. Auf ihrem Blog Seemannsgarn Handmade bietet sie ihn als Freebie zum Download an.

Ich wünsche euch viel, viel Spaß beim Planen und inspirieren lassen!

Alles Liebe – Wiebke


Verlinkt beim Creadienstag
Shoppingfreies Jahr 2018

Aus MEINEM shoppingfreien Jahr wird UNSER shoppingfreies Jahr! // Mitmach-Aktion

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Ihr glaubt es kaum, aber ich habe mich tatsächlich fast am ersten Tag des Jahres selber ausgetrickst und hätte meinen Vorsatz um ein Haar schon Tag EINS gebrochen.

Eigentlich wollte ich bei Tchibo nur noch zwei Sport BHs für meine bevorstehende Yoga Intensiv-Woche kaufen. Und wie es bisher so meine Art war, habe ich dabei kurz geguckt, ob ich sonst noch etwas gebrauchen kann – wenn man schon einmal Versandkosten bezahlt, dann muss es sich ja auch lohnen. Und schwupps, lag noch ein 3er Pack Sporttops in meinem Warenkorb. Zum Glück durchzuckte es mich auf einmal wie ein Blitz und mir fiel ein, dass ich mir für 2018 ja etwas vorgenommen hatte.

Das ist wirklich gerade so noch einmal gut gegangen. Aber in dem Moment ist mir bewusst geworden, dass man seine Vorsätze im Alltags-Trubel schnell mal vergessen kann, wenn man sie still für sich alleine durchzieht.

Ich glaube, es ist ein wichtiges Hilfsmittel, offen über seine Vorsätze zu sprechen, sich regelmäßig damit zu beschäftigen und sich mit anderen darüber auszutauschen.

Darum habe ich darüber nachgedacht, wie wunderbar es wäre, diese Aktion nicht alleine, sondern mit vielen Leuten in nettester Gesellschaft umzusetzen. Ich habe in den letzten Jahren schon von mehreren Bloggerinnen gehört, dass sie ein shoppingfreies Jahr für sich eingelegt haben. Darum frage ich mich:

Sind noch mehr Mädels da draussen, die sich vorgenommen haben, dieses Jahr alles an Kleidung selber zu machen und auf Shopping zu verzichten?

Oder gibt es vielleicht sogar noch Kurzentschlossene, die sich in der Gemeinschaft trauen, die Challenge anzugehen? Ein Jahr muss ja nicht zwangsweise immer am 01.01. anfangen.

Ich würde mich so freuen, wenn wir uns mit ein paar Bloggerinnen zusammenfinden könnten, um uns mit Tipps und Ratschlägen zu unterstützen und das Jahr über gegenseitig zu motivieren. 

Damit wir eine Sammelstelle haben und einen Ort, an dem wir uns regelmäßig zum Austausch treffen können, biete ich ein monatliches Link-Up an. Hier könnt ihr dann eure Zwischenberichte über euer shoppingfreies Jahr verlinken und euch zu euren Mitstreiterinnen durchklicken.

Zusätzlich habe ich mir vorgenommen, euch im Rahmen der Aktion regelmäßig mit Inspiration und Tipps zu versorgen. Das kann in Form von Interviews, von Buchtipps oder von gesammelten Ratschlägen aus der Community sein. Hauptsache, es hilft uns allen bei der Stange zu bleiben!

Also was sagt ihr? Seid ihr dabei?

Ich habe hier alle Infos rund um die Aktion noch einmal zusammengefasst.


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Mitmach-Aktion “Shoppingfreies Jahr 2018”

Die Challenge:
Wir verzichten ein Jahr lang auf den Kauf von Oberbekleidung und nähen (oder stricken, häkeln, upcyclen) alle Kleidungsstücke, die wir benötigen selber.

Ausnahmen:
Ich habe für mich Unterwäsche und Schuhe ausgeschlossen. Hier seid ihr aber völlig frei. Macht euch die Challenge so, wie sie zu eurem Leben und eurer aktuellen Alltagssituation passt.
Natürlich entspricht es eher dem Gedanken einer Challenge, wenn ihr die Ausnahmen einmal zu Beginn festlegt und nicht von Monat zu Monat ändert. Ihr wisst, was ich meine… 😉

Zeitraum:
Januar – Dezember 2018.
Ihr könnt aber sehr gerne auch später einsteigen oder den Zeitraum für euch kürzer fassen.

Mitmachen:
Ich werde immer am letzten Tag des Monats meinen Zwischenbericht unter dem Titel “Shoppingfrei im Monat XYZ” hier posten. Unter dem Bericht findet ihr ein Link-Up. Hier könnt ihr dann eure Beiträge verlinken.

Für die Beiträge gibt es keine Pflicht-Inhalte. Ich stelle es mir für mich so vor, dass ich darüber berichte, wie einfach oder schwer mir der Konsumverzicht gefallen ist. Welche Herausforderungen oder Verführungen es gab. Welche Kleidung ich genäht, geändert, repariert habe, und welche Erkenntnisse oder Ratschläge ich mit aus dem Monat nehme.

Erkennungszeichen:
Ich habe einen kleinen Button vorbereitet, den ihr in eure Sidebar und eure Beiträge packen könnt. Das ist natürlich keine Pflicht, nur ein hübsches Erkennungszeichen. Vielleicht freut ihr euch, wenn ihr es auf einem anderen Blog entdeckt und wisst, dass es sich um eine gleichgesinnte Mitstreiterin handelt.

Hier könnt ihr den Button mitnehmen:

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Ihr könnt einfach das Bild speichern und als “Bild-Widget” in eure Sidebar einfügen. Wenn ihr als Verlinkung diesen Aufruf-Post hinterlegt, finden auch andere Interessierte die Aktion und können teilnehmen.

Du möchtest keinen Post zur Aktion verpassen? Dann melde dich für den Aktions-Newsletter an! Klick einfach hier oder direkt auf das Bild.


So – das war es auch schon. Ich hoffe, dass ich einige von euch von der Idee begeistern und zum Mitmachen bewegen konnte!

Meldet euch doch einfach mal kurz in den Kommentaren! Wenn ihr noch Fragen oder Vorschläge habt, könnt ihr mir gerne auch schreiben – entweder eine Mail an drinnenunddraussen@outlook.com oder eine Direkt-Nachricht bei Instagram @wiebke_loevenforst

Jetzt hoffe ich auf viele positive Rückmeldungen von euch!

Alles Liebe – Wiebke


Zum Weiterlesen: Hier könnt ihr noch einmal meinen Ursprungspost lesen, in dem ich verkündet habe, dass ich in 2018 ein shoppingfreies Jahr einlege.