Krimskrams

#fünffragenamfünften // März

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen.

Letzten Monat bin ich bei der tollen Aktion mit eingestiegen und jetzt ist es schon an der Zeit für die März Fragen.

März Edition von #fünffragenamfünften

1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?

Ha! Weil ich so eine Scanner-Persönlichkeit bin und mich für so viele verschiedene Dinge begeistern kann ist die Antwort hier ganz klar: Eine große Vorspeisen-Platte mit vielen unterschiedlichen Häppchen. Und zwar nicht irgendeine Vorspeisen-Platte, sondern eine orientalische. Denn ich liebe die Kombination von süßen und würzig-herzhaften Geschmackskomponenten, wie es ja in der orientalischen Küche so oft der Fall ist. Das passt auch charakterlich zu mir, wenn man bedenkt, dass ich es in meinem Kopf problemlos vereinen kann, sonntags Inga Lindström Schnulzen im ZDF zu gucken, montags mit meinem Herzallerliebsten in Köln auf einem Progressive-Metal Konzert meine Haare zu schwingen und dienstags auf der Yogamatte in Bewegung zu meditieren.

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?

Ich besitze alle Bücher, die Ildiko von Kürthy jemals geschrieben hat (OK- bis auf das neueste mit dem Hund) und habe sie alle schon mehrmals gelesen. Das liegt daran, dass ich sie zu Zwecken der Eigentherapie immer dann gelesen habe, wenn ich a) frisch getrennt war, b) über das Verhalten eines potentiellen Liebes-Kandidaten grübeln musste c) desillusionierter Single war und kein geeigneter Mann weit und breit in Sicht war. Ildikos Bücher zu lesen ist wie mit einer Freundin zu telefonieren und einfach Balsam für die Frauen-Seele.

Außerdem gibt es ein kleines, unbekanntes Buch, das ich sehr liebe. Es heißt „Wer wandert, braucht nur was er tragen kann.“ Die Autorin Anne Donath schreibt darin völlig undogmatisch und pragmatisch über ihren gelebten Minimalismus. Sie erzählt, wie sie ihr Leben und Wohnen – nachdem die Kinder aus dem Haus waren und sie eine Trennung hinter sich hatte – immer weiter vereinfacht hat, so dass sie heute nur noch wenige Monate im Jahr zu arbeiten braucht, um den Rest des Jahres völlig frei leben und reisen zu können. Das Buch ist aus dem Jahr 2006 – geschrieben wurde es also lange bevor Minimalismus hip wurde und Marie Kondo Ausmisten zu einem coolen Lifestyle gemacht hat. Es ist absolut bodenständig und trotzdem finde ich es fast poetisch. Ich lese es immer wieder, wenn ich eine frische Portion Inspiration und Einfachheit gebrauchen kann.

Und dann gibt es noch die wunderbare Buchreihe „Ein Jahr in…“ aus dem Herder Verlag. Diese Bücher liebe ich heiß und innig und lese sie immer mal wieder wenn mich das Fernweh packt und der nächste Urlaub noch auf sich warten lässt.

3. Entschuldigst du dich zu oft?

Nö. Ich mache das immer genau dann, wenn ich es wichtig und richtig finde. Ich halte Sich-Entschuldigen-Können und echtes Verzeihen-Können für sehr wichtige Fähigkeiten. Das können wir alle ruhig üben, üben, üben. Lieber einmal zu viel als ein mal zu wenig. Dabei bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?

Über alle Babys und Heiratsanträge, die meine Freundinnen in den letzten Jahren bekommen haben. Über die Alice in Chains Tickets, die an meinem Kühlschrank hängen. Über die Nachricht, dass Sascha den Job bekommen hat, für den er sich beworben hat. Über die Möglichkeit, schon bald meine erste Yogastunde geben zu dürfen.

5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?

Ich würde zur Zeit der Herbstlaubfärbung einen Roadtrip entlang der amerikanischen Ostküste machen. Von NYC bis zur kanadischen Grenze. Am liebsten drei Wochen lang. Leuchttürme und Wale gucken. Ein paar Inseln besuchen aber auch Abstecher weiter ins Landesinnere machen. Auf den Spuren der Gilmore Girls wandeln und Stars Hollow suchen. Mein ganzes Taschengeld in Stoff- und Wollgeschäften auf den Kopf hauen. Wander-Touren unternehmen. Farmers Markets und Kürbis-Felder besuchen. Ivy Leage Colleges besichtigen. Durch Boston spazieren. Stundenlang in süßen Cafes sitzen, Kaffee trinken, Zeitung lesen, quatschen, Leute gucken. Hach… das wäre schön!

So – jetzt gehe ich bei den anderen tollen Bloggern stöbern, die bei den #fünffragenamfünften mitmachen.

Alles Liebe – Wiebke

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7 thoughts on “#fünffragenamfünften // März”

  1. Wiebke! Dein Ostküsten-Roadtrip klingt himmlisch! Da mag ich dabei sein. Während Du in Stoffläden stöberst, bleibe ich einfach im Café sitzen und halte mein Gesicht weiter in die Sonne. Hach! Und jetzt hast Du mich neugierig gemacht auf die Bücherreihe „Ein Jahr in …“. Ich denke, da steht eine Großbestellung an. Und zwar, BEVOR ich das Buch zum Minimalismus lese ;-))
    Großartig, die Aktion von Nic! Ich mag die kleinen Blicke durchs Schlüsselloch bei anderen. Das ist superspannend und sehr inspirierend!
    Liebe Grüße,
    Marion

    1. Huhu Marion! Ach wie super, dass ich dich inspirieren konnte – das freut mich total! Ich nehm‘ dich gerne mit an die Ostküste und die Bücher packen wir uns einfach ins Gepäck. Dann haben wir was zum Lesen, wenn wir stundenlang im Café sitzen… guter Plan, oder?

      Liebe Grüße von Wiebke

  2. „Dabei bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.“ ist übrigens einer meiner Lieblingssprüche. Meine Tochter hasst ihn. 😉

    Vielleicht sollte ich mal nach Lieblings-Wortwendungen fragen, das würde ich auch sehr spannend finden.

    Schön, dass du dabei bist.

    Liebe Grüße
    Nic

    1. Oh ja – das kann ich mir gut vorstellen, dass deine Tochter den Spruch nicht so gut leiden kann. 😉
      Vielleicht wäre es auch eine spannende Frage, welche Eltern-Sprüche man selber früher am meisten gehasst hat…
      Mir macht die Aktion super viel Spaß – danke für’s Organisieren und Vorbeischauen!
      Liebe Grüße – Wiebke

  3. Das Buch „Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann“ klingt wirklich sehr interessant.
    Viel zu schnell häufen sich die meisten Menschen regelrecht Müll an. Heute meinte eine Kollegin zu mir, die bald umzieht, das sie schätzungsweise 50 Umzugskartons benötigen wird. Das empfinde ich als viel zu viel Kram für 1 Person und bin daher fast aus den Latschen gekippt.

    Viele Grüße, nossy

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