Krimskrams

Im Moment…

Im Moment habe ich eine Phase, in der ich am liebsten an fünf Projekten gleichzeitig arbeiten würde. Ich habe unheimlich große Schaffenslust, unheimlich viele Ideen, aber leider unheimlich wenig Zeit.

Darum habe ich wenig fertige Dinge zum Zeigen für euch. Aber so ganz still soll es hier ja auch nicht sein. Darum dachte ich mir, ich zeige euch einfach mal woran ich gerade so tüftele. Auch Work-In-Progress kann ja eine Inspiration sein. Hier also die Herzens-Ideen, an denen ich im Moment arbeite.

Im Moment stricke ich an meinem Sous Sous Sweater. Es ist mein erster Pullover und das erste Mal, dass ich mich an ein Zopfmuster getraut habe. Bisher klappt es ganz gut. Nachdem ich bei den ersten paar Wiederholungen des Musters wirklich hochkonzentriert mitgezählt habe und Sascha immer wie eine wilde Furie angefunkelt habe, wenn er es wagte, mich mitten in einer Reihe anzusprechen, schaffe ich es jetzt sogar beim Fernsehen zu stricken.
Das Rückenteil sollte ich in absehbarer Zeit fertig haben. Vorderteil und Ärmel kommen als nächstes dran. Ich habe keinen blassen Schimmer, wann ich mit diesem Pulli fertig sein werde. Möglicherweise trage ich ihn erst im nächsten Winter. Aber ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich noch in dieser Saison in den Genuss meines ersten selbstgestrickten Pullis komme! Und wenn es nur für die letzten beiden März-Wochen ist.
Falls ich euer Interesse für den Pulli geweckt habe – Das Muster findet ihr hier. Und mit dieser Wolle stricke ich. Da ich Anfängerin bin, habe ich darauf verzichtet, mir die tolle, aber doch sehr teure Madeline Tosh Wolle zu kaufen und habe auf die preiswerte – aber wie ich finde auch sehr tolle – Drops Merino Wolle gesetzt. Für den nächsten Pulli gönne ich mir dann etwas luxuriöseres Material.

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Im Moment habe ich nach meiner ersten intensiven Klamotten-Nähphase mal wieder so richtig Lust zu Quilten. Ich habe ein WIP herausgekramt und schon zwei neue Blöcke genäht. Dieser Quilt soll eine Tagesdecke für unser Schlafzimmer werden. Auch wenn ich noch nicht mal eine komplette Reihe fertig habe, träume ich jetzt schon davon, wie schön er einmal auf unserem Bett aussehen wird. Ich bin gespannt, wie viele Blöcke ich in diesem Motivations-Schub fertig nähen kann.
Das Muster heißt Squash-Blossom. Ich mag besonders, dass es so einen tollen Ethno-Azteken-Vibe mitbringt.

Im Moment liegt die Stoff-Auswahl für eine U-Heft Hülle auf meinem Nähtisch. Eine liebe Freundin hat sie sich gewünscht und ich freue mich schon darauf, am Wochenende ans Werk zu gehen.

Im Moment liegt außerdem noch ungefähr mein kompletter Vorrat an Patchwork-Stoff auf meinem Nähtisch verstreut. Außenstehende Betrachter könnten denken, dass es sich bei diesem Phänomen um pures, willkürliches Chaos handelt. Aber dem ist natürlich nicht so! Hinter diesen Stoff-Häufchen steckt System! Oder besser gesagt: Hinter den Stoff-Häufchen steckt eine Idee. Ich möchte nämlich gerne für den Weihnachts-Event meiner Yogaschule Sachspenden in Form von selbstgenähten Augenkissen beisteuern. Ich strebe 15 bis 20 Stück an. Ich habe schon wilde Design-Skizzen auf Schmierpapier gemacht und wollte am Dienstag vor der Yogastunde nur mal eben kurz gucken, ob ich überhaupt genug Stoff dafür habe…. und ihr wisst ja wie das ist. Auf einmal war diese Stoff-Kombination so schön. Und diese aber auch. Oh – und die drei Stoffe passen aber auch sehr gut zusammen. Ja… das Ergebnis dieser crazy Stoff-Schieberei habe ich dann einfach so auf dem Tisch liegen lassen und bin zum Yoga gegangen. Ommmmm

Wo wir gerade beim Thema Yoga sind.
Im Moment lese ich mich durch die Pflichtlektüre-Liste meiner bevorstehenden Yogalehrer-Ausbildung. So richtig wie früher – mit Bleistift, Textmarker und Notizbuch. Das Lernen tut mir soooo gut! Ich liebe lernen und ich liebe es, dass mein Kopf mal wieder so richtig Futter bekommt.

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Im Moment versuche ich tapfer jeden Morgen um spätestens 5.15h aufzustehen, um vor der Arbeit noch Yoga und Meditation üben zu können.

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Woran arbeitet ihr im Moment?

Ich wünsche euch für alle Herzens-Projekt gutes Gelingen!

Alles Liebe – Wiebke

 

Quilten

Ein Geburtstags-Miniquilt für meine Mami

Selbstgemachte Geschenke sind doch die besten, oder nicht?

Vor ein paar Monaten äußerte meine Mama beim sonntäglichen Kaffeetrinken, dass sie nach einem Bild für die leere Wand oberhalb ihres Kamins sucht. Zum Glück war ich in dem Moment geistesgegenwärtig genug, um direkt an etwas Selbstgemachtes zu denken und mir die Wand für ihr Geburtstagsgeschenk zu “reservieren”.

Ein Miniquilt zum Aufhängen sollte es werden. Nach ein paar Stunden Recherche (es gibt ja soooo viele tolle Miniquilt-Schnittmuster da draußen!!) und ein paar Email Nachrichten, die zwischen meiner Mom und mir hin und her gingen, war die Vision klar: Ein abstrakter Miniquilt in Meeres-Farben soll es werden. Und von den Beispielbildern, die ich ihr gezeigt hatte, gefiel ihr der “Sew Mojo Quilt #3” von Suzy Quilts am besten.

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So ging ich ans Werk. Und zwar genau so, wie es das Konzept hinter den Sew Mojo Quilts von Suzy vorsieht: Einfach drauf los. Ohne viel zu planen und ohne Perfektions-Gedanken. Einfach die kreativen Energien fließen lassen, in den Näh-Flow kommen und sein Sew Mojo genießen. Ich hatte vollstes Vertrauen, dass sich in meinem Stoff Vorrat schon die richtigen Materialien finden würden und dass das Endergebnis schön aussehen wird.

Die Sew Mojo Quilts – es gibt insgesamt vier Stück – sind eher Mini-Workshops als klassische Schnittmuster. Wenn man sich ein “Muster” herunterlädt, findet man in der PDF zwar Skizzen und tolle Erklärungen, aber nichts zum Ausdrucken und Zusammenkleben, wie man es von anderen Download-Schnittmustern – besonders aus dem Kleidungsbereich – kennt. Man wird dazu ermuntert, einfach frei Hand sein eigenes Schnittmuster zu zeichnen. Und genau das habe ich auch gemacht.

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An zwei Nachmittagen habe ich gezeichnet, Stoffe auf dem Tisch herum geschoben, Stoffe zugeschnitten, mit Pritt Stift (!) fixiert und dann einfach mit dem Nähen losgelegt. Beim Quilten war ich besonders experimentierfreudig. Dies war der erste Quilt, den ich mit meiner neuen Nähmaschine gequiltet habe. Also habe ich auch ein paar der tollen Zierstiche ausprobiert und sogar ein eigenes kleines Label für die Rücksteite des Quilts genäht. Bin sehr begeistert, was meine Maschine so drauf hat! Voll toll…

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Laut Anleitung ist eigentlich kein Binding (also keine Einfassung) des Quilts vorgesehen, da Suzy die Idee hatte, die Quilts wie kleine Kunstwerke in Bilderrahmen zu packen. Die Idee finde ich super – auf ihren Bildern sieht es auch toll aus, aber ich wollte für meine Mama auf jeden Fall einen klassischen Miniquilt ohne Rahmen machen. Darum habe ich ein Binding hinzugefügt und dabei im gleichen Schritt noch einen Stofftunnel auf der Rückseite mit angenäht.

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Durch diesen Tunnel habe ich für die Aufhängung dann ein dünnes Messingrohr mit einer Kette gezogen. Fertig ist das kleine Kunstwerk aus Stoff.

Meine Mama hat sich riesig darüber gefreut! Es passt super an den dafür vorgesehenen Platz und fügt sich ganz harmonisch in ihr Wohnzimmer ein. Ich bin sehr glücklich über diesen Näh- und Geschenk-Erfolg!

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Suzys Sew Mojo Konzept hat bei mir auf jeden Wirkung gezeigt. Ich hatte so viel Spaß beim Quilten, dass ich jetzt am liebsten jeden Abend weiter machen würde. Das nächste Projekt liegt schon auf dem Tisch: Ein im Frühjahr begonnenes Quilt-Top aus meiner UFO Kiste. Zwei neue Blöcke sind schon fertig. Und das übernächste Projekt formt sich auch schon in meinem Köpfchen… ich muss nur noch einen Platz in unserem Haus finden und mit Sascha beraten… denn so einen hübschen Miniquilt an der Wand hätte ich auch wirklich gerne. Got the mojo flowing! Ihr auch?

Ich wünsche euch einen schwungvollen Tag!

Alles Liebe – Wiebke

Diesen Beitrag verlinke ich beim Creadienstag.