Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Nachtblau & Puderrosa // Ein schickes Outfit für die kältere Jahreshälfte

Letztes Wochenende war es soweit: Ich habe endlich meinen neuen DIY Nähtisch eingeweiht. Aber nicht nur irgendwie luschig-halbherzig. Nee Leute, so richtig! Ich hab ihn SOWAS VON eingeweiht. Hinter mir liegt ein berauschtes Wochenende im Näh-Tunnel. Dabei herausgekommen ist ein komplettes Outfit nach Schnitten aus dem eBook “My Capsule Wardrobe – City Break” von Sew over it London.

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Und das kam so:

Normalerweise werde ich ja immer zu Kindergartenzeiten müde – so formuliert Sascha es zumindest. Aber nicht so am Freitag. Da habe ich mich mit einem Glas Wein in mein Zimmer verabschiedet, meine “Every day I slay”-Playlist (Ja, ihr dürft schmunzeln… aber ich bin nun mal ein Metalhead) bei Spotify an geschmissen und mich ans Werk gemacht. Bin lauthals singend und headbangend um meinen Tisch herumgewirbelt. Habe zugeschnitten, markiert, gebügelt, gesteckt, genäht. Und so lange nicht aufgehört, bis um zwei Uhr Nachts mein wunderbar gestreiftes Molly-Top fix und fertig war. Dann habe ich es kurz anprobiert, Sascha präsentiert, der noch unten auf der Couch saß und Fifa 18 gespielt hat (it’s this time of the year again…), die Musik aus gemacht und bin wie eine Tote ins Bett gefallen.

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20171008_202247.jpgAm Samstag dann das gleiche noch einmal. Dieses Mal allerdings nicht mit lauter Rock-Musik, sondern mit entspannteren Tönen. An diesem Tag hatte ich mir den Erin-Rock aus dem “Capsule Wardrobe – City Break” eBook vorgenommen. Und auch bei der Arbeit an diesem Kleidungsstück bin ich wieder so richtig in einen Näh-Rausch geraten. Alles ging mir leicht von der Hand. Der Stoff ließ sich absolut traumhaft einfach verarbeiten und ich hatte sogar nach 24 Uhr noch ausreichend Energie, um die 8(!) Knopflöcher in Angriff zu nehmen, die für die lange Version des Rockes genäht werden müssen.20171008_213345.jpg

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Einzig das Annähen der Knöpfe habe ich auf den Sonntag verschoben. Denn Knöpfe annähen – vor allem wenn sie den Rock zusammenhalten und also wirklich, wirklich gut halten müssen, damit es nicht peinlich wird – das konnte ich bis Sonntag Morgen gar nicht. Außerdem habe ich wirklich viel Herzblut in die Arbeit an diesem Rock gesteckt. Darum wollte ich die Knöpfe auf keinen Fall schludrig annähen – es sollte perfekt werden! So habe ich mir erst einmal in Ruhe dieses super Tutorial bei der Fashionmakery angeschaut. Und mich zum dritten Mal an diesem Wochenende in meinem Zimmer verschanzt. Bei den Knöpfen 1 bis 3 hat das Annähen noch etwas länger gedauert. Aber bei 8 Knöpfen hat man ja wirklich viel Gelegenheit zum Üben, so dass ich jetzt verkünden kann: Knöpfe annähen – hab ich drauf. Ja, auch mit Steg. Check!

An diesem Wochenende gab es also gleich mehrere Premieren:

  • Das erste Mal Nähen am neuen Tisch.
  • Das erste Mal ein ganzes Outfit an einem Wochenende fertig genäht.
  • Das erste Mal – richtig gut – von Hand Knöpfe angenäht.

Dieser Näh-Flow hat sich so unfassbar gut angefühlt. Auch wenn ich Abends immer total kaputt und ausgezehrt ins Bett gefallen bin. Aber ich glaube, genau so muss es sein, wenn eine kreative Vision “raus” will. Schade, dass man sich so etwas nicht vornehmen kann. Ein Flow passiert einfach. Gut, wenn man dann genug Zeit hat, um ihn in voller Länge ausleben zu können.

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Ich bin jedenfalls sehr dankbar für dieses Wochenende im Kreativ-Rausch und freue mich sehr, dass ich so endlich auch mal wieder einen Beitrag für den MeMadeMittwoch beisteuern kann.

Außerdem verlinke ich mich mit diesem Outfit noch für die Monatsfarbe Blau bei Selmins 12 Colours of handmade fashion-Challenge.

Alles Liebe – Wiebke

 

 

 

Meditation, Yoga

Warum ich in meinem Zimmer Platz schaffen musste // BIG NEWS!

Meinen neuen DIY Näh-Tisch habe ich euch ja schon voller Stolz und Begeisterung gezeigt. Dass ich mehr Arbeitsfläche und Strauraum zum Nähen brauchte waren aber nicht die einzigen Gründe für die Umräum- und Möbelbau-Aktion.

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Es gab einen weiteren, wichtigen Grund: Ich wollte in meinem Zimmer Platz für einen festen Ort zum Yoga üben und Meditieren schaffen.

Schon seit Monaten hatte ich den Wunsch, mir eine eigene, regelmäßige Yogapraxis für zu Hause aufzubauen. Und den Punkt “Tägliche Meditations-Routine” habe ich auch schon lange auf einer handgeschriebenen Liste mit Herzenswünschen stehen. Darum war es eigentlich längst an der Zeit hier einen Schritt zu gehen, um meine Wünsche in die Tat umzusetzen.

Bis vor ein paar Wochen konnte ich mich aber einfach nicht dazu aufraffen und hatte keine Idee, wie ich es angehen sollte. Darum dümpelte dieser Herzenswunsch einige Zeit in meinem Hinterkopf vor sich hin.  So lange, bis ich vor fast genau einem Monat eine Entscheidung getroffen habe.

Eine Entscheidung, die meine Motivation extrem gesteigert hat.
Eine Entscheidung, die mich so glücklich macht, dass ich Schmetterlinge im Bauch habe, wenn ich darüber nachdenke.
Eine Entscheidung, für die ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen musste, da sie mir ganz schön Angst einjagt.
Eine Entscheidung, die möglicherweise meinem Lebensweg noch einmal eine ganz neue Richtung gibt:

Ich habe mich für eine Yogalehrer-Ausbildung angemeldet!!!

Im Januar geht es los. Bis dahin habe ich habe ich eine richtig lange Lektüre-Liste durchzuarbeiten.

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Vor allem aber möchte ich die Zeit nutzen, um zu üben, üben, üben! Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass meine Motivation, zu Hause die Yogamatte auszurollen jetzt ungefähr 10.000 mal höher ist, als vorher. Und darum brauchte ich jetzt also dringend meinen Yoga-Platz.

Und hier ist er: Hinter meinem neuen Nähtisch, der prima als Raumteiler dient. Direkt am Fenster. Im schönen Licht, das durch meine rosafarbenen Vorhänge getönt ins Zimmer gefällt. 20170924_190318

In vier Kallax-Fächern meines Tisches liegen alle Yoga Utensilien bereit: Blöcke, Kissen, Decken und dicke Socken, damit ich während der Meditation keine kalten Füße bekomme.

Richtig schön habe ich es mir gemacht. Ich will zelebrieren, dass Yoga jetzt ein noch größerer Teil meines Lebens wird! Darum gibt es auch einen Mini-Altar mit Buddha, Kerzen, Kristallen und Duftöl. Und ein Regal, das meine Notizbücher und sonstigen Schätze beherbergt.

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Ich bin richtig, richtig happy mit meiner kleinen Yoga-Ecke. Ich fühle mich wohl und geborgen. Habe alles griffbereit, was ich benötige und bin umgeben von Dingen, die mich inspirieren. Happy vibes all over the place!

Und so wundert es mich auch nicht, dass ich es seit zwei Wochen – also seit dem Tag, nachdem wir den Tisch gebaut haben – jeden Tag geschafft habe, Yoga zu üben oder zu meditieren.

Da Yoga jetzt von einem eher stillen Lebensbegleiter zu einem großen, bunten und wichtigen Teil meines Lebens herangewachsen ist, werde ich sehr wahrscheinlich in Zukunft öfter das Bedürfnis haben, hier über meine Erfahrungen zu berichten. Ich habe noch keine konkreten Pläne und auch noch keine Vorstellung davon, wie die Themen aussehen könnten. Aber dass es ein weiterer Schwerpunkt hier auf dem Blog wird, davon gehe ich stark aus. Ihr könnt euch also auf ein wenig Mindfulness freuen!

So, ihr Lieben… Jetzt habe ich meine große Neuigkeit enthüllt und euch meinen Yoga-Platz gezeigt. Aber ich habe noch etwas für euch: In den nächsten Tagen verrate ich euch, wie ich es schaffe, die Zeit für meine Yogapraxis im Alltag zu finden.

Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe und eine entspannte Woche!

Eure Wiebke

 

Nähen

Mein neuer DIY Näh-Tisch

Ich bin überglücklich, euch heute mein neu eingerichtetes Nähzimmer zeigen zu können!20171001_195636.jpgSascha und ich haben in den letzten Wochen fleißig daran gearbeitet, mein Kreativ-Reich zu optimieren. Warum das nötig war? Gute Frage, schließlich hatte ich auch vorher schon einen ganzen Raum nur für mich. Für viele, viele Macherinnen ist das eine absolute Luxus-Vorstellung – ich weiß… Aber ihr werdet mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage: Auch das größte Zimmer kann einem den Näh-Spaß verderben, wenn zu wenig Stauraum und zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist. Wenn das Chaos die Handgriffe erschwert und man die halbe Zeit auf dem Fußboden herumkriecht, weil nur dort die Arbeitsfläche groß genug zum Zuschneiden ist, dann nervt das nicht nur. Es sorgt auch für Rückenschmerzen und permanent eingeschlafene Unterschenkel – und das will ja schließlich niemand!

 

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Darum habe ich mich bei Pinterest inspirieren lassen und mir eine Lösung für mein Zimmer ausgetüftelt. Dabei herausgekommen ist ein riesengroßer Multifunktions-Arbeitstisch.

 

Ein Tisch an dem ich Nähen kann. Ein Tisch, auf dem ich stehend (!) zuschneiden kann. Ein Tisch, auf dem ich Schnittmuster ausbreiten kann. Ein Tisch, an dem ich auch gemütlich sitzen und Schreibkram erledigen kann. Einfach ein Tisch für alles.

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Als zusätzlichen Bonus bringt dieser Superhelden-Tisch jede Menge Stauraum mit. Da er auf Rollen steht, kann ich ihn in meinem Zimmer so bewegen, wie es mir gefällt. Wenn die Sonne scheint, kann ich ihn ans Fenster schieben. Wenn es dunkel ist, schiebe ich ihn unter die Deckenlampe. Wenn ich Platz zum Saugen brauche, schiebe ich ihn an die Wand.

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Drei eingelassene Stiftebecher sorgen dafür, dass ich die nötigsten Utensilien immer zur Hand habe und eine Küchenhelfer-Stange, die wir unter der Arbeitsplatte angeschraubt haben, bietet die Möglichkeit, weitere Scheren, Lineale etc aufzuhängen.

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Die Konstruktion des Tisches basiert auf einem einfachen IKEA-Hack. Wir haben vier Kallax 4er-Würfel auf eine OSB Platte geschraubt. Unter der OSB Platte haben wir die Rollen angebracht. Als Arbeitsfläche dienen zwei Eckbacken Arbeitsplatten von IKEA, die wir noch etwas gekürzt haben. Und das war es eigentlich auch schon. Dann mussten wir nur noch den Umleimer und die Küchenhelfer-Stange anbringen, die drei Löcher für die Stiftehalter bohren und der Tisch war fertig.

Als letztes Detail haben wir für noch mehr Stauraum an einer Seite noch ein Regalbrett angeschraubt.

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Dass ich an diesem Tisch sowohl im Stehen, als auch im Sitzen arbeiten kann, ist definitiv der Punkt, der mir für die Konstruktion am wichtigsten war. Darum habe ich sehr genau darauf geachtet, wie hoch der Tisch wird und im Vorfeld recherchiert, welche Sitzhöhe zu welcher Tischhöhe passt.

Nach langem hin und her habe ich mich an den Maßen für einen Hoch-Esstisch orientiert. Und so ist es genau perfekt für mich.

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So – und jetzt freue ich mich darauf, den Tisch einzuweihen. Bisher habe ich nur Schnittmuster auf dem Tisch zusammengeklebt und brenne darauf, endlich das erste Mal daran zu nähen. Ich habe schon drei wunderbare neue Stoffe für den Herbst hier liegen, die endlich angeschnitten werden wollen. Ich hoffe, dass ich morgen am Feiertag ein paar Stunden Näh-Zeit finden werde.

Ich wünsche euch einen entspannten Feiertag!

Alles Liebe – Wiebke