Handgemachte Kleidung, Sommer-Capsule 2017

Meine Sommer-Capsule & Ich

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Diejenigen unter euch, die regelmäßig hier bei mir vorbeischauen, um nach neuen Posts zu suchen, werden es bemerkt haben. Ich bin absolut im Hintertreffen mit neuen Fotos und Updates zu meiner Sommer Capsule und meinen Nähprojekten. Und es ist nicht nur so, dass ich nur blogtechnisch nicht nachgekommen bin. Ich bin auch im echten Leben etwas – oder ehrlich gesagt total – aus meiner Routine gekommen.

Die guten Nachrichten sind:

  • Ich habe es geschafft, mich einen Monat lang ohne Ausnahme nur mit meinen Capsule Teilen zu kleiden.
  • Ich habe drei neue, selbst genähte Sommer-Kleidungsstücke in meinem Schrank hängen.
  • Ich habe mein Drachenfels Tuch fertig gestrickt.
  • Ich trage regelmäßig mehrmals pro Woche selbst genähte Kleidung. Und alle Teile, die ich bisher genäht habe, trage ich auch gerne im Alltag.
  • Ich habe in den letzten Wochen viele Freunde getroffen, viel Yoga geübt und ein großes Garten-Bauprojekt ist abgeschlossen.

Die schlechten Nachrichten sind:

  • Nach dem ersten, perfekten Capsule-Monat habe ich damit aufgehört, mich entsprechend meiner Mini-Garderobe zu kleiden. Die Gründe dafür sind sehr einfach erklärt: Das Leben kam dazwischen. Wäscheberge türmten sich in unserem Keller, der deutsche Sommer hat eine großzügige Pause eingelegt und es war viel los. That’s it.
  • Ich habe wenig Zeit in meinem Nähzimmer verbracht. Ich habe noch Stoffe und Schnittmuster für vier Sommer-Kleidungsstücke vorrätig und hoffe, dass wir einen langen, warmen Spätsommer haben werden, damit ich noch dazu komme, diese Teile zu Nähen und zu Tragen.

Wenn ich diese beiden Auflistungen jetzt betrachte, ist die Liste mit den guten Nachrichten länger. Also mache ich mich nicht verrückt, was mein Capsule Projekt angeht.

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Ich versuche eher, daraus zu lernen. Und zwar das hier:

  • Im Sommer verbringe mehr Zeit draußen als in meinem Nähzimmer. Meine Näh-Zeit unterliegt also auch den Jahreszeiten und ich sollte mir im Sommer nicht allzu viele Teile auf meine To-Sew Liste setzen.
  • Möglicherweise ist für mich das Nützlichste am Konzept der Capsule Wardrobe der Planungsprozess.
  • Möglicherweise ist für mich die theoretische Ausarbeitung der Mini-Garderobe viel hilfreicher, als dann tatsächlich monatelang nur diese Teile zu tragen.
  • Möglicherweise reicht es mir, die Capsule-Teile auf dem Papier stehen zu haben, damit ich Lücken in der Garderobe identifizieren und somit zielgerichtet Teile nähen kann, die ich auch wirklich benötige und tragen werde.
  • Möglicherweise hilft es mir mehr, die Capsule Outfits als fertigen Plan in meiner Schublade liegen zu haben, als mich dann im Alltag nur auf diese Outfits zu beschränken. Es ist eine Basis, auf der ich aufbauen kann. Es ist ein Schubs heraus aus der Komfort-Zone. Aber ich habe gemerkt, dass mir die Beschränkung, also das eigen auferlegte Verbot, andere Teile zu tragen, nicht hilft wenn das Wetter mal wieder nicht mitspielt oder der Alltag so wild ist, dass ich nicht zum Wäsche falten komme.

Und wenn die Capsule nur eine Sache tun sollte, dann ist es doch helfen, oder?

Ich überlege also, welche Teile ich mir aus dem Konzept der Capsule Wardrobe herauspicke, die wirklich hilfreich für mich sind. Und welche Teile ich fallen lasse.

So richtig fertig bin ich mit diesen Überlegungen noch nicht. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich meine Herangehensweise auch für den für den Herbst noch einmal ändern werde. Und wenn es dann im Herbst immer noch nicht passt, ändere ich meine Planung von Saison zu Saison so lange, bis ich die für mich passendste und hilfreichste Methode gefunden habe.

So – jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden!

Wie läuft es mit euren Sommer-Nähprojekten?

Alles Liebe – Wiebke

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