Gärtnern, Im Hochbeet

Im Hochbeet // April

Quer durch unseren Garten verteilt stehen seit letztem Jahr vier Hochbeete. Drei davon haben wir im Spätsommer – also eher gegen Ende der Gartensaison – mit Jungstauden bepflanzt. Sie stehen in den „belebten“ Teilen des Gartens und sollen in erster Linie dekorativ sein. Das vierte Hochbeet haben wir in meiner Gemüsegarten-Ecke aufgebaut und es hat brav den ganzen langen Winter darauf gewartet, dass die ersten grünen Bewohner einziehen.

Ich habe mir überlegt, dass ich das Geschehen in den Hochbeeten diese Saison dokumentieren und hier auf dem Blog für euch darüber berichten möchte.

Ich mag diese Idee aus mehreren Gründen:

Zum einen, weil ich selber ganz gespannt darauf bin, wie sich die junge Bepflanzung in den Staudenbeeten entwickeln wird und weil sich solche Wachstums-Fortschritte in monatlichen Fotos einfach total toll festhalten lassen. Ich habe die Vision von einem Saison-Abschluss Gartentagebuch/Fotoalbum mit den monatlichen Hochbeet-Fotos.

Außerdem glaube ich, aus der Dokumentation für die kommenden Jahre eine Menge lernen zu können. Gerade was meine Gemüse-Anbau-Ambitionen angeht. Damit, dass ich es geschafft habe, aus Samenkörnern Jungpflanzen zu ziehen, ist es ja noch nicht getan. Diese Pflanzen sollen ja auch draußen überleben und vor allem sollen sie uns eine reiche Gemüse-Ernte bescheren! Ich bin so gespannt, ob das tatsächlich klappt.

Und natürlich, weil ich euch inspirieren möchte und mich mit euch austauschen möchte. Ich bin ein riesen Fan von Hochbeeten und freue mich darauf, euch auch auf den Geschmack zu bringen. Und falls ihr selber schon überzeugte Hochbeet-Gärtner seid, bin ich gespannt auf eure Tipps und Erfahrungen!

Heute startet die Dokumentations-Reihe mit den April-Fotos.

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Anfang des Monats sind in das Nutz-Hochbeet die ersten Bewohner eingezogen:

Erdbeeren! Ich habe zwei 6er-Trays „Monats-Erdbeeren“ bei Aldi gekauft und darauf geachtet, dass es zwei unterschiedliche Sorten sind. Eine blüht rosa und eine blüht weiß. Die Sorten habe ich gemischt eingepflanzt. Und zumindest eine der Pflanzen gibt schon Gas.

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Weil ich in einer Hochbeet-Spezial-Ausgabe der „Mein Schöner Garten“ gelesen habe, dass es eine Winning-Combination ist, habe ich zwischen den Erdbeeren Schnittlauch ausgesät. Es zeigen sich auch schon die ersten feinen Halme.

Als nächstes sind die ersten drei Kopfsalat Pflanzen von der Fensterbank ins Hochbeet umgezogen. Ich bin mal gespannt, ob es ihnen einen Wachstums-Schub gibt, denn auf der Fensterbank sind sie nur so vor sich hin gedümpelt und sahen recht schlapp aus.

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Oberhalb und unterhalb des Kopfsalates habe ich je eine Reihe Radieschen Samen ausgebracht.  Damit ist das Beet auch eigentlich schon voll, wenn die Pflänzchen noch Platz zum Wachsen haben sollen. Humpf… eigentlich wollte ich hier noch ein paar Tagetes und etwas Rucola mit unterbringen. Und außerdem ist meine Fensterbank noch total voll – wo soll ich nur mit den ganzen Pflanzen hin? Ich glaube, es müssen noch mehr Hochbeete her! Saaaschaaaaa…..

Das Stauden-Hochbeet ist im April aus dem Winterschlaf erwacht.

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Das Zier-Hochbeet / Anfang April
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Das Zier-Hochbeet / Ende April

Bis auf zwei Ausfälle haben es alle Pflanzen über den Winter geschafft und sind schon ausgetrieben. Einige Pflanzen sind schon richtig groß geworden, andere zeigen gerade erst die ersten beiden kleinen Blättchen.

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Hier habe ich euch mal aufgelistet, welche Pflanzen in diesem Beet wachsen (von hinten nach vorne):

2x Eisenkraut (ich glaube, eine davon ist im Winter gestorben)

2x Maharadscha Malve (Pink blühend)

1x Schmetterlingsflieder (mehrfarbig blühend)

3x Margerite (gelb blühend)

2x Herbst-Anemone (weiß blühend)

Vorne links: 2x Grünblüte

Vorne mitte: 2x niedrig wachsender, roter Sonnenhut

Vorne: 2x rosafarbene Federblüte

Ich habe die Bepflanzung in meinem Köpfchen sehr genau ausgetüftelt – dabei gibt es ja so viel zu beachten!

Diese Punkte habe ich bei der Pflanzenauswahl und –Platzierung bedacht:

Grundlegendes:
Ich habe nur mehrjährige Pflanzen – also Stauden – ausgesucht. Dann habe ich darauf geachtet, dass es hauptsächlich Bienen- und Schmetterlings Futterpflanzen sind. Das finde ich wichtig.

Farb-Gestaltung:
Das Beet soll – wenn es mal groß ist – ein toller, bunter Blüten Eye-Catcher werden, da es an einem sehr zentralen Blickpunkt in unserem Garten steht. Ich habe Blütenfarben in Lila-, Pink-, Gelb- und Weiß-Tönen ausgesucht. Bei den Blüh-Zeiten habe ich darauf geachtet, dass die Pflanzen mit Ihrem Flor einen möglichst langen Zeitraum abdecken.

Pflanzen-Anordnung:
Hinten stehen die Pflanzen, die am größten werden, vorne die niedrig-wachsenden Sorten. Ich mag es, wenn die Beete in voller Blüte etwas unordentlich wild aussehen. So einen Hauch von englischem Cottage-Garten wünsche ich mir. Darum überlege ich, noch etwas Kamille zwischen den Stauden auszusähen. Auch ein paar fedrige Gräser wären noch schön. Aber dazu muss ich erst mal sehen, wie groß die Stauden dieses Jahr werden und wo überhaupt Lücken im Beet entstehen. Also ist noch etwas Geduld gefragt.

Wie geht es den Pflanzen?

Während unseres Urlaubs gab es einen kleinen Unfall hier im Beet – der Wind hatte den Schmetterlings-Flieder umgeweht. Zum Glück hat unsere Blumen-Sitterin – a.k.a. Schwiegermama –  ihn direkt wieder in die Erde gesetzt. Jetzt müssen wir uns dringend um einen stabileren und längeren Stab kümmern, damit der Hochstamm wieder festen Halt hat. Hoffentlich hat er keinen größeren Schaden genommen, denn auf die Blüten hatte ich mich ganz besonders gefreut.

Neben dem Flieder haben wir zwei weitere Problemkinder in dem Beet: die Malven. Wir haben an all unseren Malven (in Hochbeet #3 gibt es zwei weitere Malven) braune Stellen unter den Blättern entdeckt. Nach einer kurzen Online-Recherche wussten wir: Es ist Malven-Rost – eine Pilz-Erkrankung, die absolut ansteckend für andere Malven-Gewächse ist. Blöööd. Was tun? Wir haben als erstes alle befallenen Triebe abgeschnitten und werden uns jetzt wohl oder übel noch ein Mittelchen besorgen müssen. Man könnte auch eine selbst angesetzte Tinktur aus Ackerschachtelhalm nutzen, um die Pflanzen zu besprühen. Aber wir haben im Moment definitiv keine Zeit, auf Wildpflanzen-Sammel-Wanderung zu gehen.

Kommen wir zu Hochbeet Nummer drei.

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Dieses Beet sieht noch sehr leer aus. Das liegt daran, dass dieses Beet eigentlich ausschließlich mit richtig hohem Ziergras bepflanzt werden soll. Wir wünschen uns für dieses Beet einen minimalistischen Zen-Garten Look. In die Mitte haben wir darum eine Jungpflanze des Riesen-China-Schilfs gepflanzt.

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Eigentlich soll man für diese Staude einen Pflanzabstand von 1m – 1,50m einhalten. Damit wäre das Beet voll. Damit es aber – bis es soweit ist – nicht ganz so leer aussieht, haben wir noch ein paar andere Pflanzen so lange in dem Beet „geparkt“. Dieses schöne, grüne Grasbüschel links ist Rutenhirse. Ebenfalls ein tolles, großes Ziergras. Das wollen wir eigentlich mal irgendwo in die Erde pflanzen, wir konnten uns aber noch nicht entscheiden, an welcher Stelle. Genauso die  Grünblüte-Pflanze vorne rechts.

Auch in Hochbeet Nummer vier hat noch nicht alles seinen Platz gefunden.

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Der Nutzen dieses Hochbeetes soll sein, die Garagenwand zu verschönern. Wenn wir aus unserem Wohnzimmer-Fenster gucken, sehen wir genau auf diese Wand. Darum haben wir auch hier China-Schilf gepflanzt und hoffen, dass es dieses Jahr richtig dicht und hoch wird (aktuell sind allerdings nur braune, alte Stoppeln im Hintergrund zu sehen). Damit es aber nicht nur eine grüne „Wand“ wird, auf die wir gucken, haben wir ein paar Blüh-Pflanzen davor gesetzt. Und zwar pink blühende Malven und gelb blühende Margeriten. Leider haben auch diese Malven den Rost abbekommen und müssen behandelt werden.

Die Zitronenmelisse am linken Beet-Rand ist hier nur geparkt und wartet auf ihren eigentlichen Bestimmungsort.

So – das war der April Bericht. Ganz schön lang geworden… ich hoffe, ich habe euch mit dieser Wort-Flut nicht in die Flucht getrieben. Die nächsten Berichte werden bestimmt kürzer, aber heute musste ich euch schließlich einmal alle Pflanzen ordentlich vorstellen. Wie ihr seht, ist eigentlich erst eines der Zier-Beete halbwegs „fertig“ bepflanzt und bei den anderen werden noch ein paar Pflanzen ihre Plätze wechseln.

Ich bin jetzt schon gespannt, was sich in den nächsten vier Wochen verändern wird.

Wie geht es euren Pflanzen im Garten? Treibt alles aus?

Alles Liebe – Wiebke

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Meine Girlfriday Culottes in Dänemark

Ich bin total happy, dass ich für die Fotos meiner Culottes die schöne Kulisse unseres Ferienhauses in Dänemark nutzen konnte.

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Schnitt: Girlfriday Culottes von Liesl + Co

Version: Midi-Länge

Stoff: leichter Stretch Denim in hellblau von Stoff & Stil

Als allererstes muss ich direkt gestehen, dass das hübsche Oberteil, das ihr hier seht, nicht aus meiner Capsule Wardrobe stammt. Schande über mich. Eigentlich hatte ich vor, die Culottes gemeinsam mit meinem selbstgeschneiderten rot-geringelten Jersey-Longsleeve zu zeigen. Denn die beiden Kleidungsstücke passen ganz hervorragend zusammen. Aber dann kam alles ganz anders: Wir brauchten neues Brennholz für unseren Ofen (hier in Dänemark ist es noch richig frisch) und haben uns daher in den nächsten Ort begeben, um einen Supermarkt aufzusuchen. Auf dem gleichen Gelände gibt es neben dem Supermarkt noch ein paar weitere Geschäfte, unter anderem auch eine kleine Boutique, in der wir letztes Jahr schon ein paar hübsche Teile gefunden haben. Tja – und wie das immer so ist. Sascha: “Komm, wir gehen da noch mal ein bißchen gucken.” Ich im Stillen zu mir selbst: ” Ach ja – gucken schadet ja nix.” Und dann im Geschäft laut: “Och – ich glaub, das probier ich mal an. Ohhh das ist aber toll. Und es würde bestimmt super zu meinen Culottes passen.” Und Sascha: “Ja, das stimmt. Und in Deutschland würdest du nach so etwas bestimmt lange suchen.” Das glaube ich zwar nicht, aber es war eine sehr willkommene Absolution. Das Oberteil wurde also gekauft. Und weil es – wie ich finde – tatsächlich super den Culottes passt, kam es mit auf die Fotos. Das Ringel-Jersey Oberteil zeige ich dann später.

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Am Anfang dieses Näh-Projektes habe ich mich mit dem Stoff etwas schwer getan. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass ich bei Stoff & Stil leichten Denim Stoff aus 100% Baumwolle gekauft habe. Beim Bügeln hatte ich aber auf einmal so komisches klebriges Zeug an meinem Bügeleisen. Zuerst dacht ich, ich hätte irgendwo ein Stück Vlieseline aus versehen geschmolzen. Bügeleisen also abkühlen lassen, geschrubbt wie eine Blöde und noch einmal von vorne. Aber auch beim zweiten Versuch war das Zeug urplötzlich wieder da. Und da dämmerte es mir so langsam… das klebrige Zeug kam aus dem Stoff selber. Als der Groschen endlich gefallen war, zog ich panikartig das Bügeleisen weg und inspizierte den Stoff erst einmal auf Schäden. Zum Glück ist aber alles noch einmal gut gegangen. Danach habe ich erst einmal die Rechnung von Stoff & Stil herausgekramt und noch einmal nachgeguckt, was zum Henker ich da eigentlich gekauft hatte. Ahaaa – Stretch-Denim mit Nylon und Elasthan-Anteil. Das erklärte einiges, war aber direkt auch neue Fragen auf: Mit welcher Nadel nähe ich den Stoff denn jetzt? Jeans oder Stretch? Und welchen Stich soll ich dafür nutzen? Grüüübel…

sdr

sdr

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Antworten fand ich noch einmal in diesem super-hilfreichen Artikel auf dem Smilla-Blog. Ich nutzte also eine Stretch-Nadel und den Jersey-Stretch-Stich (warum auch immer der so heißt, wenn er für Jersey eigentlich gar nicht so gut geeignet ist). Und ganz wichtig: Ich bügelte nur noch auf Stufe 1. Ab diesem Zeitpunkt lief eigentlich (fast) alles wie am Schnürchen. Auf dem Blog von Oliver + S gibt es einen Sew Along für die Girlfriday Culottes. Daran habe ich mich einfach Schritt für Schritt entlang gearbeitet. Und damit hat es super geklappt. Auch wenn das Schnittmuster der Girlfriday Culottes schon mit einer sehr ausführlichen Nähanleitung kommt – so dass viele von euch den Sew Along wahrscheinlich gar nicht gebraucht hätten – mir haben die Fotos an einigen Stellen wirklich geholfen.

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Der Grund, warum ich oben nur “FAST wie am Schnürchen” geschrieben habe ist dieser: Als allerletzten Arbeitsschritt musste ich nur noch den Verschluss am Bund anbringen. Da ich zu Hause keinen großen Haken-Öse-Hosenverschluss hatte und in der Anleitung auch die Option eines Verschlusses mittels Knopf angegeben war, wollte ich ein Knopfloch in den Bund nähen. Äh ja… das war keine gute Idee. Viel zu viele dicke Stofflagen, viel zu kleine Arbeitsfläche. Es hat überhaupt nicht geklappt – nennen wir es mal ein Knopfloch-Massaker. Aus diesem Grund haben die Culottes diesen frechen roten Aufnäher am Bund. Ich dachte mir: Wenn schon vertuschen, dann wenigstens mit Attitude und griff zum roten Stoff. Auf diesen Fotos ist der Bund tatsächlich noch mit einer Sicherheitsnadel verschlossen. Denn so kurz vor dem Urlaub konnte ich keinen vernünftigen Hosenverschluss mehr kaufen. Tja – musste ich halt fudeln – aber die Culottes mussten mit!

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Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem super zufrieden. Auch wenn mich dieses Kleidungsstück ganz schön aus meiner Fashion-Comfort-Zone lockt. Normalerweise trage ich nie nie nie etwas, das meine eh schon rettungsberingten Hüften noch breiter machen würde. Daher musste ich beim ersten Blick in den Spiegel erst mal heftig schlucken. Aber ich wusste im Vorfeld, dass die Culottes einfach nach einer komplett anderen – für mich ungewohnten – Silhouette verlangen: betonte Taille und auf jeden Fall hohe Schuhe. Und dann scheiss drauf, ob die Hüften breit aussehen. Der Schnitt dieses Kleidungsstücks an sich ist einfach meeega cool. Wenn hier etwas geändert werden müsste, dann eher meine Attitude als die Culottes. Und vielleicht zwei Kilo weniger, damit die Falten etwas weniger aufspringen. Aber das wird mich nicht davon abhalten, dieses Teil auch jetzt schon zu tragen. Mutig voran!

sdr

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Und jetzt freue ich mich darauf, bei den anderen Mädels vom MeMadeMittwoch zu gucken!

Alles Liebe – Wiebke

 

 

Gärtnern, Seed Starter

Seed Starter #5 – Der Gemüse-Status

Nachdem ich in meinem ersten Aussaat-Anlauf ja sämtliche brav gekeimten Mini-Tomaten gekillt habe, war mein Selbstvertrauen, was die Anzucht von eigenen Tomatenpflanzen angeht, auf dem Nullpunkt. Irgendwie hatte ich vermutet, ich würde schon alles intuitiv richtig machen, schließlich können die Pflanzen das mit dem Wachsen in der Natur ja auch ohne menschliches Zutun ganz wunderbar. Aber anscheinend fällt es ihnen mit menschlichem Zutun möglicherweise in einigen Fällen sogar schwerer. Naja – ich jedenfalls beäugte die Tomaten-Keimlinge aus Saatversuch Nummer 2 jeden Tag immer skeptischer und wusste nicht so recht, ob ich sie nun gut oder eher tot pflegte. Mal sahen sie vital aus, mal eher schlapp.

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Bis Sascha vor zwei Wochen von der Arbeit kam und das Ruder in die Hand nahm. Er meinte: “Wiebke, ich hab mir das heute noch mal genau durchgelesen und ein paar Bilder angeguckt. Da sah die Erde immer so richtig sickenass (ja – so hat er es gesagt) aus. Die Gewächshäuser waren total beschlagen und es liefen richtig Tropfen an den Scheiben herunter. Du hältst die Pflanzen viel zu trocken.”

Öhm – ja, das tat ich. Schließlich hatte ich einige meiner Keimlinge weggeschmissen, weil die Pflanztöpfe angefangen hatten zu schimmeln. Aber ok, einen Versuch war es wert. Ich schloss also die Belüftungsklappen an den Gewächshäusern und besprühte, bzw. goss die Pflänzchen morgens und abends. Und siehe da – sie wuchsen. Und zwar im Eiltempo, als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich es endlich schnalle.

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Ja, die Pflanztöpfe sind alle komplett verschimmelt, aber ich habe es einfach mal ignoriert. Für die nächsten Aussaaten habe ich bei unserem örtlichen Gartencenter 5,95 Euro in einen Mega-Pack Mini-Tontöpfe investiert. Nimm das – Schimmel! Ich gewinne!

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Wirklich alle Gemüsepflanzen wachsen seit diesem Break-Through-Moment ganz wunderbar. Die ersten drei Tomaten habe ich schon in größere Töpfe umgesetzt, aber auch die Nachzügler machen sich gut. Wenn jetzt alles so weiterläuft, rechne ich damit, im Mai 6-8 Tomatenpflanzen in den Garten bringen zu können. Das wäre großartig – hoffentlich sind dann von allen drei Sorten welche dabei.

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Aber nicht nur den Tomaten geht es gut – auch die Zucchinis wachsen und gedeihen. Von den ersten Keimblättern (in diesem Stadium haben sie mich sehr an Audrey – die blutdurstige Pflanze aus dem kleinen Horrorladen – erinnert, findet ihr nicht auch?!) bis zu 15 cm großen Jungpflanzen sind nur zweieinhalb Wochen vergangen.

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Worauf ich am bisher am längsten warten musste, waren die Petersilien-Keimlinge. Auf dem Samentütchen war eine Keimzeit von 3-4 Wochen angegeben. Ich blieb also entspannt, wurde aber trotzdem langsam ungeduldig. Aber siehe da – pünktlich in Woche 4 zeigte sich das erste Grün und jetzt sehen die Keimlinge schon richtig groß aus.

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Unten auf dem Bild seht ihr Mini-Pfefferminze. Ich frage mich nur, wie ich diese zarten Pflanzen in andere Töpfe bekomme – ich glaube, ich werde die Pflanztöpfchen einfach auseinanderschneiden und mit einpflanzen… so wie die schimmeln, verrotten die doch bestimmt total schnell, oder? Hat das jemand schon mal ausprobiert?

Alles liebe – Wiebke

Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung, Me Made Mittwoch

Mein Sointu Kimono Tee

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Schnitt: Sointu Kimono Tee von Named Clothing

Version: Mit verstärkten Ärmelbündchen

Stoff: mittelschwerer Blockstreifen Jersey von Stoff und Stil

Ich könnte nicht stolzer sein – mein Sointu Kimono Tee ist fertig und ich LIEBE es! Ich hatte hier in meinem Zwischenstandsbericht ja schon geschrieben, dass das Schnittmuster auch für mich als Anfänger entspannt zu nähen war. Die einzige Befürchtung, die ich hegte war, dass der Schnitt eventuell zu sackig oder unförmig sein könnte. Die Schnittteile sahen ausgebreitet auf dem Nähtisch schon arg groß aus. Aber ich habe es einfach drauf ankommen lassen, stoisch weiter genäht und wurde für mein Vertrauen belohnt. Denn ich finde, das Oberteil sitzt super: dank des Gürtels, der sich zwei Mal um die Taille schlingen lässt, bekommt das Shirt eine super schöne, feminine Silhouette. So sieht es gleichzeitig schick und trotzdem lässig aus.

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Damit sich die Ärmelbündchen so schön aufstellen, habe ich sie mit Vlieseline verstärkt. Dies wird in der Nähanleitung als Option vorgeschlagen und ich bin froh, dass ich die Variante gewählt habe. Den Effekt mag ich sehr. Er ist das I-Tüpfelchen des Schnitts. Ich hoffe, dass die Steifigkeit auch nach dem ersten Mal waschen erhalten bleibt. Hat hier jemand von euch schon Erfahrungen gemacht? Kann ich das wohl in die Waschmaschine schmeißen?

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Der Jersey von Stoff & Stil trägt sich sehr angenehm auf der Haut und ist durch seine mittelschwere Qualität schön formstabil und blickdicht. Falls ich das Kimono Tee noch einmal nähe, würde ich auf jeden Fall noch einmal einen Stoff in vergleichbarer Qualität nutzen.

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Ausgeführt habe ich das Shirt – eher gesagt genau dieses Outfit – auch schon: Bei schönstem Sonnenschein auf die Dachterrassen-Geburtstagsparty einer lieben Freundin. Abgesehen davon, dass ich den Gürtel ein paar Mal neu knoten musste, habe ich mich darin sehr wohl gefühlt und auch schon die ersten Komplimente abgestaubt.

So und jetzt gehe ich beim MeMadeMittwoch – heute passend zum Motto Frühlingserwachen – stöbern und verteile auch ein paar Komplimente an die fleißigen Näh-Mädels!

Gärtnern, Seed Starter

Seed-Starter #4 – Größere Töpfe müssen her!

News von unserer Fensterbank: Die ersten Pflanzen sind in größere Töpfe umgezogen. Die Kopfsalat Jungpflanzen aus der ersten Aussaat-Runde sind schon richtig groß geworden. Sie durften dieses Wochenende das erste Mal frische Luft schnuppern und sich für ein paar Stunden draußen auf der Fensterbank sonnen.

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In den letzten zwei Wochen sind eindeutig die Blumen-Keimlinge am stärksten gewachsen. Die ersten Mini-Zinnien habe ich bereits in einen größeren Topf umgepflanzt.

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Richtig umgehauen haben mich aber die Prunkwinden. Die Samen habe ich von einer lieben Kollegin bekommen – zusammen mit dem Tipp, sie vor der Aussaat 24 Stunden lang in Wasser einzuweichen. Das habe ich genau so gemacht und offensichtlich war es der richtige Tipp. Denn aus den Samen sind innerhalb von 1.5 Wochen 8 cm große Jungpflanzen geworden!

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Bei den Tomaten allerdings geht es nur sehr schleppend voran. Bisher ist nur eine der drei Tomaten-Sorten gekeimt – die Bio-Wildtomaten. Und hier auch nur drei von vier Samen.

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Zuerst dachte ich kurz nachdem sich die ersten Keimblätter durch die Erde gekämpft haben, dass auch diese Jungpflanzen direkt wieder das zeitliche segnen. Die Blätter waren so komisch eingerollt. Aber nach ein paar Tagen sahen sie dann doch sehr vital aus. Ich hoffe, dass es auch so bleibt – drückt mir die Daumen!