Frühlings-Capsule 2017, Handgemachte Kleidung

Inspiration für meine Frühlings-Capsule

Wie soll meine Frühlings-Capsule aussehen?

Ich werde mich für meine erste Capsule auf den Freizeit-Aspekt konzentrieren. Aus 2 Gründen: Zum einen muss ich an 4 von 5 Tagen im Büro nicht anders gekleidet sein, als in meiner Freizeit. Für den einen Tag, der übrig bleibt, werde ich vorerst die Blazer und Hosen weiter tragen, die sich bereits in meinem Kleiderschrank befinden. Denn – und das ist Grund Nummer 2 – da ich nur eine handvoll Business Kleidung besitze, die dazu noch relativ neu und hauptsächlich schwarz, also universell einsetzbar ist, verfüge ich eigentlich bereits über eine Business-Capsule und habe hier aktuell keinen Handlungsbedarf.

Was bedeutet das für meine Capsule?

Es darf bunt und lässig werden. Ich möchte einen luftigen Style mit Urlaubsfeeling. Unser längster Urlaub wird in diesem Jahr nämlich im April stattfinden. Und feminin soll es sein.

Bildquellen – alle via Pinterest. Jeweils von links nach rechts.
Reihe 1: 1 / 2 / 3 / 4
Reihe 2: 1 / 2 / 3
Reihe 3: 1 / 2 / 3 / 4
Reihe 4: 1 / 2
Reihe 5: 1 / 2
Reihe 6: 1 / 2 / 3 / 4

Ich bin inspiriert von klassisch maritimen Farben. Mustermäßig sollen es hauptsächlich Streifen sein, vielleicht noch ein zwei bunte, florale Prints als Akzent-Stücke.

Da es ja noch kein Sommer ist, nutze ich noch einige schwerere Stoffe wie Cord, Denim und Twill und achte darauf, dass ich Kleidungsstücke wie Kleider oder Culottes durch Lagenlook auch an frischere Temperaturen anpassen kann.

An Texturen könnte ich mir etwas Spitze vorstellen und für die Accessoires stehen definiv Materialien wie Korb, Jute oder geflochtenes Seil auf meiner Wunschliste.

Wie hoch wird der selbstgenähte Anteil sein?

Ich bin mir absolut im Klaren darüber, dass noch einige Jahreszeiten ins Land ziehen werden, bis ich bei einer zu 100% selbst geschneiderten Capsule angekommen sein werde. Ich bin noch viel zu sehr blutiger Anfänger, als das ich mich jetzt schon wagen würde, selbst geschneiderte Jeans einzuplanen.

Ich strebe für meine erste Capsule ein 60/35/5 Anteil an. 60% der Garderobe, möchte ich mit bereits vorhandenen Teilen bestücken. 35% – und zwar alles, was ich sonst an Textilien neu kaufen würde, möchte ich selber nähen. Die restlichen 5% sind Dinge, die ich neu kaufen muss, weil ich sie nicht nähen kann. Wie zum Beispiel Schuhe oder Taschen.

So – als nächstes geht es an die Detail-Planung. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Alles Liebe – Wiebke

Handgemachte Kleidung

Capsule Wardrobe – Wieso,Weshalb, Warum?

bild_capsulewardrobe_www

Was ist eine Capsule Wardrobe? – Der Grundgedanke

Eine Capsule Wardrobe ist eine saisonale Mini-Garderobe mit einer begrenzten Anzahl von universell einsetzbaren und untereinander kombinierbaren Kleidungsstücken. Dabei wird die Garderobe für jede Saison im Vorfeld genauestens – also Teil für Teil – geplant. Sie wird aus bereits vorhandenen und gegebenenfalls neu zu erwerbenden – oder in meinem Fall zu schneidernden – Kleidungsstücken zusammengestellt. Alle anderen Teile werden aus dem Kleiderschrank ausgeräumt.

Während der Saison ist Shopping-Verbot und es wird kombiniert was das Zeug hält. Im Optimalfall hat man dazu um die 35 Lieblingsteile, wird kreativ was das Styling angeht, fühlt sich jeden Tag hervorragend angezogen und kommt seinem persönlichen Stil näher.

Wieso sollte ich das ausprobieren?

Der Aufbau einer Capsule Wardrobe ist ein Lösungsansatz für das wohl weiblichste aller Probleme: Kleiderschrank voll, aber nix anzuziehen.

Es ist eine Gegenbewegung zum sich immer schneller drehenden Mode-Karussell.

Die Capsule Wardrobe verbindet Stilfindung mit Nachhaltigkeit. Denn es geht im Kern darum weniger, aber dafür hochwertiger zu shoppen. Fehl- und Impulskäufe vermeiden, Schrankleichen loswerden. Anstatt sich alle vier Wochen ein neues Teil von H&M zu kaufen, weil es gerade als trendy beworben wird, schlägt die Capsule Wardrobe Bewegung vor, lieber in hochwertige Stücke investieren, die genau dem eigenen Stil entsprechen und an denen man lange Freude hat.

Als Belohnung wartet eine trend-unabhängige, individuelle Garderobe, die genau dem eigenen Stil entspricht und mit der man sich toll angezogen fühlt. Jeden einzelnen Tag.

Also ich finde, das klingt lohnenswert. Darum probiere ich das jetzt aus.

 

Zum Weiterlesen: Unfancy – der Blog einer Capsule Pionierin

Caroline mit ihrem Blog unfancy ist eine der absoluten Pionierinnen der Capsule Wardrobe. Mit den Infos auf ihrem Blog habe ich mich komplett in das Thema eingelesen.

Bei unfancy findet ihr:

Die “Regeln” für eine Capsule Wardrobe

Einen tollen Capsule-Planner zum Download

Hunderte von Outfit-Ideen. Caroline hat selber mehrere Jahre strikt mit saisonalen Capsule Wardrobes gelebt. Ihr findet also für jede Saison Garderoben-Beispiele, Tipps und Stylingideen.

Hier findet ihr zum Beispiel eine Frühlings-Capsule.

Hier geht es zu einem Herbst-Lookbook, in dem Caroline alle Outfits, die sie aus ihrer Herbst-Capsule kombinieren konnte, als Inspiration zusammengestellt hat.

Ein weiterer sehr sehr lesenswerter Blog ist der von Anuschka Rees

Bei Anuschka seid ihr richtig, wenn ihr euch beim Lesen oben so etwas gedacht habt, wie: Ist ja schön und gut mit der Garderobe, die komplett meinem eigenen Stil entspricht. Aber wie soll ich das anstellen? Ich kenne meinen Stil ja selber gar nicht.

Genau so ging es mir nämlich auch, als ich das erste Mal von dem Thema gelesen habe. Aber ich verspreche euch – wenn ihr bereit seid, euch mit dem Thema auseinanderzusetzen und etwas Zeit zu investieren – dann schafft Anuschka Abhilfe!

Mit ihren Tipps und Planungshilfen habe ich es geschafft, mir wesentlich klarer darüber zu werden, was mir gefällt, was mir nicht gefällt, welche Outfits mein Herz richtig höher schlagen lassen und welche Teile ich brauche, um diese Outfits zusammenzustellen.

Mit ihren Tools zur Typbestimmung habe ich gelernt, welche Farben mir gut stehen. Außerdem habe ich gelernt, wie man ein Farbschema für eine Garderobe erstellt.

Und jetzt das Beste: Anuschka bietet ein digitales Workbook an und hat sogar ein viel gelobtes Buch über das Thema geschrieben. Es ist letztes Jahr erschienen und heißt “The Curated Closet”. Ich selbst habe es noch nicht gekauft, es steht aber auf meiner Amazon-Liste ganz oben.

So – damit habe ich euch jetzt einen ganz schön großen Stapel Lektüre auf euren Nachttisch gestapelt. Ich hoffe, ihr findet dabei auch etwas Nützliches und Inspiration für euch selbst!

Alles Liebe – Wiebke

Handgemachte Kleidung, Nähen

You’ve come a long way, baby

Wenn einen eine kühne Idee anspringt, dann greift man entweder zu und springt ins Abenteuer oder man schüttelt sie ab und geht unbeirrt weiter seines Weges.

Da ich – ganz typisch für meine Scanner-Persönlichkeit – jeden Tag von durchschnittlich 24 irren Ideen angesprungen werde, habe ich es mir angewöhnt, die meisten Ideen weiterziehen zu lassen. Aus reinem Selbstschutz habe ich gelernt, dass ich leider nicht alles gleichzeitig ausprobieren kann, was mich interessiert.

Aber manchmal – sehr selten – da ist die Energie einer Idee so vibrierend und strahlend und besonders, dass man ganz genau weiß – das ist meine. Die nehm ich. Zu der sage ich ja.

Und genau so war es mit mir und der Idee zu diesem Projekt. Das Projekt, mir eine Capsule Wardrobe selber auf den Leib zu schneidern. Sie sprang mich an, landete auf meiner Schulter, guckte mir tief in die Augen und fragte: Hey Baby, wie wär’s denn mit uns beiden? Ich fühlte die Energie und war sofort hin und weg. Verliebt auf den ersten Gedanken.

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Mein Kopf war dagegen. Er so: Wiebke, du wolltest doch nicht mehr bloggen. Das hast du schon mehr oder weniger erfolgreich und mit mehr und weniger Spaß sehr lange gemacht. Du warst sehr erleichtert, als du deinem letzten Blog den Stecker gezogen hast. Weißt du das nicht mehr? Du hast dem Bloggen abgeschworen.

Mein Herz war dafür. Sie so: Ja das stimmt. Aber hier geht es doch gar nicht ums Bloggen. Hier geht es um das Projekt. Um die Herausforderung. Das Bloggen ist nur der Kanal, um die Erfahrung zu teilen und das Ganze zu dokumentieren. Außerdem ist es doch toll, andere Menschen zu inspirieren.

Daraufhin mischte sich auch noch mein innerer Kritiker ins Gespräch mit ein und holte zu einem Totschlag-Argument aus. Er so: Aber du kannst doch gar keine Klamotten nähen. Das hast du noch nie gemacht. Du weißt gar nicht, ob es dir Spaß macht. Und dann willst du dich direkt für so ein großes Projekt verpflichten?

Und mein Herz: Ist doch egal! Ich mach das jetzt. Die Idee fühlt sich toll an.

So gewann mein Herz und ich sage ja zu der hübschen kleinen Idee auf meiner Schulter. Auch wenn es noch so ein kühnes Unterfangen für mich ist. Auf ins Abenteuer!