Handgemachte Kleidung, Stricken

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2018 // Inspiration

Eigentlich habe ich in den nächsten Monaten überhaupt keine Zeit. Eigentlich stricke ich noch an meinem Sous Sous Sweater. Eigentlich hatte ich als nächstes Strickprojekt etwas ganz anderes geplant. Aber dann habe ich den Aufruf von Sylvia und Malou zum Frühlingsjäckchen Knit-Along gelesen und war Feuer und Flamme.

Die Aktion habe ich schon in den letzten Jahren auf so vielen Blogs verfolgt und war immer total begeistert von den tollen Cardigans, die dabei entstanden sind. Und auch dieses mal habe ich mich voller Neugier durch die ganzen Artikel zu den Strickplänen geklickt.

Das einzige, was ich dabei denken konnte war: Oh ist das toll! Ich möchte dieses Jahr unbedingt auch mit machen!

Einen neuen Cardigan könnte ich in der Tat gut gebrauchen. Und alles, was den Frühling ein bisschen näher bringt und mir die Wartezeit versüßt ist ebenfalls sehr willkommen. Also springe ich jetzt mit ins Boot!

Hier der Zeitplan für den Frühlingsjäckchen Knit-Along

11.02. 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  – Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  – Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  – Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  – Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 – Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen.

Ich bin mir jetzt schon sehr sicher, dass ich eine Kandidatin für das Finale der Herzen werde.

Die Anleitung

Jetzt zu meinen Überlegungen. Was die Anleitung angeht, bin ich bereits festgelegt. Ich habe gestern ein wenig in meinen Ravelry Favoriten gestöbert und mich relativ schnell für den Caramel Cardigan von Isabell Kraemer entschieden.

Credit: Isabell Kraemer
Credit: Isabell Kraemer

Meine Entscheidung hatte vor allem den Grund, dass ich Lust auf eine Anleitung ohne große Muster-Zählerei hatte. Der Pulli, an dem ich gerade stricke, erfordert viel Konzentration, daher kann ich ein „Entspannungs-Projekt“ im Moment gut gebrauchen. Dass die Anleitung kostenlos ist und es bei Ravelry schon viele tolle Design-Beispiele zu bestaunen gibt, hat mir die Entscheidung für den Caramel zusätzlich leicht gemacht.

Was mir die Design-Beispiele allerdings ganz und gar nicht leicht gemacht haben, ist die Entscheidung für eine Farb-Kombination.

Das Material

Da ich keine großen Woll-Vorräte besitze, die sich zum Kleidung-Stricken eignen (nur Berge von quietschbunter Baumwoll-Häkelwolle), muss ich auf jeden Fall Material shoppen. Ich liebäugele mit dieser Wolle von De Rerum Natura.

Die Hauptfarbe soll auf jeden Fall weiß werden. Nur bei den Streifen bin ich mir noch nicht so sicher. Ich glaube, ich möchte die Streifen etwas dünner machen und mehrere Farben nutzen. Ich denke an Grau, Puderrosa, Flieder und Orange im Wechsel.  Ich habe Lust auf ein hell und zart wirkendes Frühlingsjäckchen, das aber trotzdem etwas Farbe mit bringt. Ich glaube aber, dass ich mir das in den nächsten Tagen noch einmal genau aufmalen muss, damit es nicht zu wild wird. Vielleicht fällt dann doch noch eine Farbe raus.

So viel zu meiner Inspiration für den Knit-Along. Ich hoffe, dass ich mich am Wochenende auf eine finale Farbkombi festlegen und dann Anfang kommender Woche das Material besorgen kann.

So viel erst einmal von mir – jetzt lasse ich mich noch von den anderen FJKA Mädels weiter inspirieren.

Alles Liebe – Wiebke

 

Krimskrams

#fünffragenamfünften // Februar (mit Verspätung)

Über Selmins Beitrag bin ich auf diese tolle Aktion von Luzia Pimpinella aufmerksam geworden. Und weil ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, mich noch mehr mit anderen Bloggern zu vernetzen, nehme ich total gerne teil. Wenn auch mit Verspätung.

#fünffragenamfünften – das sind monatliche Mini-Interviews mit mir selbst. Die Fragen stammen von Nic – der Autorin des Blogs Luzia Pimpinella. Monat für Monat erzählen alle teilnehmenden Blogger etwas über sich selber. So haben wir die Möglichkeit, uns über teilweise recht ungewöhnliche Details besser kennenzulernen. Das mag ich sehr.  Denn meistens geben diese kleinen Puzzlestücke doch viel mehr Einblick in eine Persönlichkeit, als die auffälligsten Eigenschaften.

Jetzt geht es los mit der Februar Edition von #fünffragenamfünften

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Das kommt sehr darauf an, wie viel ich geschlafen habe. Denn ich brauche als Minimum meine sieben Stunden Schlaf. Besser noch acht. Wenn ich also genug geschlafen habe, dann bin ich ein absoluter Morgen-Mensch. Ich LIEBE Morgende. Meistens bin ich schon direkt nach dem Aufstehen gut drauf und unterhalte mich auch gerne. Wenn ich am Wochenende Zeit habe, dann bin ich auch gerne morgens schon sportlich und gehe eine Runde joggen. Ich finde, es ist ein absolut großartiges Gefühl, nach einer Jogging-Runde frisch geduscht am Frühstückstisch zu sitzen und den Samstag noch vor sich zu haben.

Für mich ist es absolut so, dass der Morgen bestimmt, wie schwungvoll oder träge mein restlicher Tag abläuft. Wenn Sascha und ich an einem Sonntag mal ganz langsam und gemütlich in den Tag starten und beim Frühstück noch ein paar Folgen unserer Lieblings-Serie gucken, dann ist es meistens so, dass ich den ganzen Tag nicht vernünftig in die Gänge komme. Darum bin ich meistens lieber schon morgens aktiv – so habe ich mehr von meinem Tag.

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Nö. Ganz klare Antwort. Als Yogi übe ich mich ja darin, im „Hier und Jetzt“ zu leben. Und das bedeutet eben nicht nur, das loszulassen, was schon geschehen ist. Sondern genau so, keine Erwartungen an die Zukunft zu hegen. Mit der Einstellung, alles entspannt auf mich zukommen zu lassen, bin ich bisher immer recht gut gefahren. Und das heißt nicht, dass ich nichts plane. Im Gegenteil: Ich liebe es, Pläne zu schmieden. Aber wenn die Pläne einmal stehen und ich alles getan habe was in meiner Möglichkeit steht um etwas vorzubereiten, dann lasse ich los. Dann übe ich mich in Vertrauen und gehe immer vom Besten aus.

Und falls in der Zukunft auf mich oder Menschen die mir nahe stehen etwas wartet, das nicht erfreulich ist, dann möchte ich es jetzt noch nicht wissen. Denn dann könnte ich die schönen Momente, die ich jetzt erlebe, nicht bewusst geniessen. Auch wieder so ein Aspekt des yogischen Spruches „Be here right now.“. Ich finde, da ist was dran.

3. Bist du gern allein?

Ja, sehr. Nach der Trennung von meinem ersten langjährigen Freund, als ich das erste Mal alleine in einer Wohnung lebte, habe ich das Alleinsein lieben gelernt. Ich fühle mich eigentlich nie einsam, wenn ich allein bin. Ich glaube aber, dass dieses Empfinden stark abhängig davon ist, mit wie vielen Menschen man generell umgeben ist. Bei mir ist es so, dass ich unter der Woche in der Agentur täglich von vielen Menschen umgeben bin und auch viel sprechen muss. Ich gehe zwei bis drei mal pro Woche ins Yogastudio. Ich habe liebe Freundinnen, mit denen ich mich oft und gerne verabrede. Und seit mittlerweile 6 Jahren lebe ich mit Sascha zusammen.

Dass ich einen ganzen Tag für mich alleine habe, kommt im Moment eher selten vor. Aber wenn ich einen Wiebke-Tag habe, dann zelebriere ich ihn wie ein Date mit mir selbst. Dann mache ich alles genau so wie ich es möchte. Ohne mich abstimmen zu müssen oder Kompromisse einzugehen. Ich koche für mich selber, höre meine Lieblingsmusik und unternehme auch gerne etwas alleine. Ich war allerdings noch nie alleine im Restaurant. Oder alleine im Urlaub. Aber das möchte ich irgendwann auch mal ausprobieren.

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Mein 16-jähriges Ich würde diese Frage ganz klar mit JA! beantworten. Ich war ein absolutes Wild-Child und wenn unsere Lieblings-Songs kamen, dann hat meine beste Freundin und mich wirklich nichts davon abgehalten, die Tanzfläche zu stürmen. Auch nicht, dass wir die ersten sind.

Heute ist das anders. Zum einen gehe ich nicht mehr so oft tanzen. Zum anderen bin ich ein echter Musik-Nerd und dass irgendwo ein Song gespielt wird, der mich so begeistert, dass ich als erste die Tanzfläche betrete, ist richtig, richtig unwahrscheinlich. Aber WENN es so wäre, dann wäre ich dem DJ mit Sicherheit so dermaßen dankbar, dass ich alleine aus dem Grund schon das Parkett stürmen würde.

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Meinen Sommer-Urlaub im 2. Lehrjahr wollte ich eigentlich zu Hause verbringen. Ich hatte vor, mit den Schwestern meines damaligen Freundes am Badesee rumzuhängen und nochmal so zu tun, als ob ich Sommerferien hätte. Aber dann klingelte es an der Tür und meine besten Freundinnen standen vor der Tür. Die beiden hatten Semesterferien und wollten eigentlich von Düsseldorf aus Last Minute in die Sonne fliegen. Da sie aber kein gutes Angebot gefunden haben, brauchten sie einen anderen Plan. Um zu sehen, wo in Europa gerade gutes Wetter angesagt ist, reichte ein Blick in die Zeitung: Kroatien. Und bei der Überlegung, wie sie jetzt nach Kroatien kommen sollten, kam ich ins Spiel. Denn ich hatte ein Auto mit einem halbwegs großen Kofferraum. So kam es, dass die beiden Vormittags bei meinen Eltern an der Tür klingelten, um mich zu dem Spontan-Trip zu überreden und wir am frühen Abend mit Zelt, Schlafsack und mehreren Dosen Red Bull im Gepäck in Richtung Kroatien losgefahren sind. Mit meinem alten Opa-Opel-Kadett ohne Navi, ohne Klimaanlage, ohne Servo-Lenkung – ohne alles – war es es eine Höllen-Fahrt. Aber wir sind heil angekommen und hatten einen wunderbaren Mädels-Urlaub.

 

So – das waren auch schon die ersten #fünffragenamfünften. Jetzt gehe ich bei den anderen Mädels stöbern.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018, Tipps & Tools

Unser shoppingfreies Jahr // Tipps & Tools: Kleidung reparieren

Jetzt, wo ich mir vorgenommen habe ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, gehe ich mit den – auf einmal viel viel wertvoller gewordenen – Kleidungsstücken in meinem Schrank wesentlich liebevoller um als vorher.
Das hört sich vielleicht beim ersten Lesen etwas befremdlich an – ich kann verstehen, wenn ihr jetzt eure Augenbrauen hochgezogen habt. Aber lasst es mich erklären.

Zuerst einmal muss ich ohne Umschweife gestehen, dass ich bisher ein Mensch war, der seinem Kleiderschrank-Inhalt keine große Liebe in Form von Pflege entgegengebracht hat.
Ich hasse Wäsche machen.
Das niemals enden wollende Waschen, Falten und Einsortieren ist meine absolute Straf-Aufgabe.

Und von Bügeln sprechen wir hier mal gar nicht, denn das mache ich wirklich nur beim Nähen oder in absoluten Ausnahmefällen. Sonst nicht. Und wenn ich in einem T-Shirt ein kleines Lock entdeckt habe oder es zu ausgeblichen war, dann habe ich es weggeworfen ohne mit der Wimper zu zucken.

Sascha ist da anders – er findet, dass man Kleidung Wertschätzung entgegenbringen muss, indem man sie gut pflegt, sorgfältig faltet und in einen ordentlichen Kleiderschrank einräumt. Allein ihm habe ich es zu verdanken, dass meine Schrankhälfte jetzt seit zwei Jahren aufgeräumt ist. Er hat sich damals die Mühe gemacht, mit mir gemeinsam einmal ALLES auszuräumen, zu sortieren und wieder neu einzuräumen. Und ich habe es tatsächlich geschafft, die Ordnung beizubehalten. Das war der erste Schritt.

Seitdem ich vor einem Jahr angefangen habe, Kleidung selber zu nähen, hat sich an meiner bisherigen Einstellung schon eine ganze Menge geändert.

Um meine handgemachten Stücke kümmere ich mich wie um Haustiere. Ich lege sie zum Waschen vorsichtig in Wäschenetze und achte mit Argusaugen darauf, dass sie nicht im Trockner landen. Ich bügele sie und lege sie sorgfältig in meinen Schrank.

Und jetzt, wo ich weiß, dass ich auch meine Kauf-Kleidung nicht einfach so austauschen kann, betrachte ich auch diese Stücke mit einem anderen Blick.
Ein alter Chef von mir hatte einen Standard-Spruch, den er gerne und oft kundgetan hat. Er sagte immer: „Knappheit schafft Begehrlichkeit“. An diesen Spruch muss ich in letzter Zeit wieder öfter denken, denn es stimmt. Und das meinte ich mit meinem ersten Satz: Meine Kleidung ist auf einmal wertvoller geworden – sie ist mir mehr ans Herz gewachsen und kein Wegwerf-Artikel mehr.

Und wenn man T-Shirts oder Hosen mit Löchern nicht einfach so wegwerfen kann, weil es die einzigen ihrer Art im Kleiderschrank sind, dann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man über das Reparieren von Kleidung nachdenken muss.

Ich habe im letzten Jahr schon zwei T-Shirts von Sascha geflickt, weil er mich darum gebeten hat (wie gesagt, er ist bisher wesentlich netter zu seiner Kleidung gewesen als ich), daher weiß ich, dass meine Maschine super gut flicken kann. Denn von den Ergebnissen war ich richtig begeistert. Außerdem hat es sich gut angefühlt, etwas zu reparieren. Nachhaltig und liebe- bzw. respektvoll.

Und jetzt sind also zum ersten mal meine eigenen Klamotten dran.

Genauer gesagt zwei Yogahosen. Die brauche ich nämlich in den nächsten Monaten sehr dringend. Außerdem hat Sascha mir auch schon wieder drei Kleidungsstücke zum Flicken herausgelegt. Ein ausgerissener Jeansknopf, eine Manteltasche und ein anzunähender Knopf. Ich habe also einen richtigen Reparier-Stapel, den ich in den nächsten Tagen abarbeiten werde. Hier ein paar Beispiel-Löcher aus meinem Stapel. Es ist sogar ein Memade Teil dabei – mein orange-gestreifter Sloane Sweater.

Wie sieht es in eurem Kleiderschrank aus?
Könnten ein paar eurer Stücke auch etwas Zuwendung gebrauchen?
Wie steht ihr zum Thema Flicken und Reparieren?

Für alle, die sich dem Thema in der kommenden Zeit auch nähern wollen, habe ich einige Anleitungen aus dem Netz zusammengesucht.

6 hilfreiche Techniken, mit denen ihr fast all eure Kleidungsstücke reparieren könnt.

  1. Die perfekte Anleitung, um richtig professionell Knöpfe anzunähen findet ihr hier.
  2. Löcher in Jeanshosen flicken #1 – Knie oder Oberschenkel
  3. Löcher in Jeanshosen flicken #2 – Schritt 
  4. – 6. In diesem Video werden gleich drei verschiedene Techniken zum Flicken von Löchern mit der Nähmaschine erklärt.

 

PS:
Bei der Recherche bin ich auf den Blog Widerstand ist zweckmäßig gestoßen – Maria engagiert sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit und veranstaltet eine Linkparty mit dem Motto „Fix it – Reparieren ist nachhaltig.“ Ich finde ihren Blog auf vielen Ebenen sehr inspirierend, darum an dieser Stelle den Lesetipp für euch.

Alles Liebe – Wiebke

Shoppingfreies Jahr 2018

Unser shoppingfreies Jahr 2018 // Januar Bericht + Link-Up

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Hallo ihr lieben Challenge-Mitstreiterinnen,

ich hoffe, es geht euch gut. Hattet ihr einen tollen Start in das neue Jahr und seid euren guten Vorsätzen bis jetzt treu geblieben? Ist es nicht unglaublich, dass der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei ist? Für mich ist die Zeit geflogen!

Ich bin so gespannt, wie der erste Monat bei euch gelaufen ist und freue mich schon darauf, eure Berichte zu lesen. Aber zuerst erzähle ich euch von meinem shoppingfreien Januar.

Shoppingfrei im Januar – Mein Bericht

Wie ging es mir mit der Challenge und wie schwer ist mir der Shoppingverzicht gefallen?

Nachdem ich meinen Vorsatz ja fast am ersten Tag des Jahres schon wieder vergessen und damit um ein Haar gebrochen hätte, habe ich diese Mitmach-Aktion gestartet. Seitdem ist mir der Shoppingverzicht leicht gefallen. Ich glaube, das liegt hauptsächlich an zwei Punkten.
Erstens habe ich mich durch den Start der Mitmach-Aktion sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ich möchte ja ein guter Gastgeber für die Aktion sein. Darum habe ich mir viele Post-Ideen und inspirierende Inhalte für das ganze Jahr ausgedacht, um uns alle bei Laune und motiviert zu halten. Ich habe mit anderen Bloggern gesprochen, die bereits ein shoppingfreies Jahr hinter sich haben und ich habe viel dazu gelesen. So war die Challenge stets präsent und ich konnte sie nicht im Alltagstrubel vergessen.
Zweitens bin ich total geflasht davon, wie häufig das Thema in den Sozialen Medien momentan auftaucht. Lisa von mein feenstaub hat ja auch eine ähnliche Aktion gestartet und bei Instagram begegnet mir jeden Tag mehrfach der Hashtag #2018DIYdontbuy. Das macht mich sehr happy und ich bin jetzt schon stolz, ein Teil der Bewegung zu sein.

Gab es Herausforderungen und/oder Versuchungen?

Während der Intensivwoche meiner Yogalehrer-Ausbildung bin ich in Versuchung gekommen, mir in der studio-eigenen Boutique ein Yogashirt mit dem Label des Studios zu kaufen. Ich fand, dass es ein schönes Andenken an diese besondere und aufregende Zeit wäre. Aber ich bin standhaft geblieben. Stattdessen habe ich mir einfach ein anderes Andenken ausgesucht – es ist ein Notizbuch von einer kleinen Kölner Manufaktur geworden. In diesem Buch möchte ich meine ersten selbst zusammengestellten Yoga-Klassen notieren. Und jetzt finde ich, dass es sogar ein viel besseres Andenken ist als ein Shirt.

Sind neue handgemachte Kleidungsstücke in den Schrank gewandert?

Ich habe einen neuen rosafarbenen Nicki Sweater nach einem Schnitt aus der La Maison Victor fast fertig genäht. Es fehlt nur noch ein Deko-Zipper und die Ärmelbündchen. Im Februar stelle ich ihn euch hier auf dem Blog vor.

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Welche neuen Erkenntnisse habe ich dazu gewonnen?

Dass ich in meinem eigenen Kleiderschrank shoppen gehen kann! Die Erkenntnis überkam mich, während ich das Video meines Fashion Mood-Books für euch gedreht habe. Gebastelt habe ich das Buch ja schon vor zwei Jahren und hatte es zwischenzeitlich ein paar Monate nicht in der Hand. Bei der Durchsicht der Outfit-Fotos ist mir aufgefallen, dass ich einige der Outfits sehr ähnlich mit Kleidungsstücken aus meinem eigenen Schrank nachbauen kann. Das war mir tatsächlich vorher noch nicht so bewusst. Darum möchte ich mir diese Erkenntnis merken: Wenn ich ein inspirierendes Outfit sehe, denke ich zuerst darüber nach, ob ich es nicht vielleicht schon in meinem eigenen Kleiderschrank finden kann.

Wie sind die Nähpläne für den kommenden Monat?

Ich habe im Dezember – als ich eigentlich nur mal schnell orangefarbenes Garn für meine Butterick Tunika kaufen wollte – aus Versehen einen ganzen Stapel neuen Stoff in Grau- und Orange-Tönen gekauft. Die Farben haben es mir im Moment total angetan.

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Mit dabei ist ein wunderbarer rost-oranger Cordstoff. Den würde ich gerne in eine SoHo Shorts verwandeln. Und dazu ein York-Top aus s/w-Gingham Stoff. Dieses Outfit kann ich schon ganz wunderbar vor meinem inneren Auge sehen. Ich weiß nicht, ob ich genug Nähzeit haben werde – zwei Wochenenden sind im Februar schon mit Seminaren im Rahmen der Yogalehrer-Ausbildung belegt – aber ich werde einfach versuchen, in kleineren Zeitfenstern Schritt für Schritt voran zu kommen.

ShoppingfreiesJahr18_NewsletterSignupButton

PS:
Ich habe übrigens einen Newsletter für die Aktion ins Leben gerufen. Wenn ihr an das Link-Up erinnert werden möchtet und keine der Inspirations-Beiträge verpassen möchtet, dann meldet euch hier an. Ich verschicke einmal im Monat eine Zusammenfassung über alles, was zum Thema „Shoppingfreies Jahr“ hier auf dem Blog passiert ist und packe euch noch ein paar Lese-Empfehlungen aus dem Netz dazu.


Und jetzt seid ihr dran – ich lasse das Link-Up das ganze Jahr über offen, damit ihr eure Januar-Berichte auch noch nachtragen könnt, wenn ihr es nicht rechtzeitig geschafft habt.

(Denkt daran, diesen Beitrag in eurem Post zu verlinken – sonst könnt ihr euch nicht in das Link-Up eintragen.)
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Handgemachte Kleidung

Eine Butterick Tunika aus feinstem Merchant & Mills Stoff

Dass ich in den Genuss gekommen bin diese Butterick Tunika zu nähen, liegt einzig und allein an Svenjas genialer Idee, einen kleinen, privaten Schnittmuster-Tausch zu veranstalten.
Sonst hätte ich von der Existenz dieses tollen Schnittes nämlich überhaupt keine Ahnung gehabt. An dieser Stelle einen fetten Dankeschön-Schmatzer an Svenja!

Was mir aber sofort klar war, als ich das Schnittmuster zum ersten mal gesehen habe: DAS will ich nähen! Direkt! Und dafür bestelle ich mir diesen tollen Merchant & Mills Stoff, den ich letztens online schon bewundert habe.
Gedacht, getan.

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Schnittmuster: Butterick B6168

Stoff: Merchant & Mills Ikat Baumwoll Stoff – Tomato Spot

Ich habe den Stoff direkt über den Shop von Merchant & Mills bestellt und war super beeindruckt davon, wie schnell die Lieferung kam. Und dann war die Verpackung so hübsch und passend, dass allein das Auspacken ein richtiges Erlebnis war. Von dem Stoff selber bin ich absolut begeistert. Er ist ganz leicht und weich. Die Farbe ist wirklich genau so, wie ich es mir gewünscht habe: ein richtig sattes Rost-Orange. Und ich liebe diese traditionell handgestempelten, indischen Muster einfach so so sehr! Ich glaube, das wird nicht das letzte mal gewesen sein, dass ich mit Merchant & Mills Stoffen nähe.

Das einzige, was man beim Kauf beachten sollte ist, dass der Stoff nicht so breit liegt wie gewohnt. Also im Zweifelsfall lieber nicht zu knapp bestellen.

Das Nähen dieses Schnittes war eine kleine Herausforderung für mich. Es gab einige Techniken, die ich vorher noch nie ausprobiert habe – allen voran: Rüschen kräuseln, bzw. Einreihen. Ich habe vorher noch nie ein Kleidungsstück genäht, bei dem das nötig war. Aber es hat alles super gut geklappt. Ich glaube, diese Tunika ist das aufwändigste von allen Kleidungsstücken, die ich bisher genäht habe. So eine Tunika aus Webstoff mit ein paar Details ist tatsächlich noch mal eine andere Hausnummer, als ein einfaches Jersey T-Shirt. Aber die Erklärung, die dem Schnitt beiliegt, hat für mich absolut ausgereicht, so dass ich gut zurecht gekommen bin.

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Mit dem Ergebnis bin ich super happy. Der nahtverdeckte Reißverschluss wirft am Rücken zwar ein paar Falten, aber das stört mich nicht. Mit der Übung bekomme ich das bestimmt jedes mal ein bisschen besser hin. Außerdem habe ich mir gestern einen Spezial-Nähfuß für meine Pfaff gekauft, so dass es in Zukunft noch einfacher werden sollte.

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Getragen habe ich die Tunika an Silvester zum ersten mal und ich habe ich richtig gut darin gefühlt. Ich denke, dass ich für den Sommer auch noch eine Kleid-Version dieses Schnittes nähen möchte. Vielleicht dann aus einem blauen Merchant & Mills Stoff.

So – das war es heute von mir.

Ich wünsche euch einen tollen Tag!
Alles Liebe – Wiebke

PS: Nicht vergessen: Morgen geht das Link-Up für die Januar-Berichte unseres shoppingfreien Jahres online! Ich freue mich auf eure Beiträge!

Verlinkt bei: Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge

Bloggertalk, Shoppingfreies Jahr 2018

Shoppingfreies Jahr 2018 // Blogger-Talk mit Fredi von Seemannsgarn handmade

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Damit wir während unseres shoppingfreien Jahres immer mit frischem Input und Inspiration versorgt sind, habe ich einige Nähbloggerinnen auf den Blog eingeladen und zum Interview gebeten.

Den Anfang macht heute die liebe Fredi – ich bin sicher, ihr kennt sie und ihren Blog Seemannsgarn handmade. Unterhalten haben wir uns unter anderem über das spannende Thema Nähplanung und Stilfindung. Aber lest selbst…


Wie lange nähst du schon Kleidung für dich selber und wie bist du zum Nähen gekommen?1-e1516710236907.jpg

Ich nähe jetzt seit fast vier Jahren Kleidung. Mein erstes Kleid habe ich im August 2014 genäht und stolz auf meinem Blog gezeigt – seitdem sind viele Kleidungsstücke dazu gekommen. Bevor ich mich an Kleidung gewagt habe, habe ich kleine Täschchen genäht. Ich habe damals die Nähmaschine meiner Mama entdeckt und einfach angefangen. Seitdem geht’s nicht mehr ohne!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Welche Kleidungsstücke dürfen in deinem Kleiderschrank auf keinen Fall fehlen und mit welchen (eventuell gerade angesagten) Teilen oder Schnitten wirst du nicht warm?

Meinen momentanen Stil würde ich als schlicht beschreiben, was sowohl Farben als auch Schnitte betrifft – ich nähe weniger mit auffallenden Mustern und wenn, dann in gedeckten Farben. Und irgendwie ist mein Stil auch praktisch in möglichst stilvoller Art und Weise. Niemals fehlen dürfen Jacken. Ich bin absoluter Jacken-Junkie und nähe sie auch mit am liebsten. Jacken kann man einfach am besten und vielfältigsten kombinieren. Was ich dagegen überhaupt nicht verstehe sind Cut-Outs z.B. an Ärmeln. Der Trend geht absolut an mir vorbei.

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Hast du das Gefühl, dass du durch das Nähen eigener Kleidungsstücke deinem eigenen Stil näher gekommen bist? In wieweit hängt Nähen für dich mit dem Thema Stilfindung zusammen?

Ich würde behaupten, dass ich durch das Nähen am Anfang erstmal einen Schritt zurück gemacht habe, was Stilfindung angeht. Bei mir ging das anfangs nicht wirklich Hand in Hand. Ich habe mit bunten, verspielten Stoffe angefangen, weil diese Stoffe zu der Zeit einfach ‚in‘ waren in der Nähwelt. Erst seit etwa 1 1/1 Jahren beschäftige ich mich mehr mit dem, was mir auch im Alltag gut gefällt und nicht nur, weil ein Stoff auf dem Nähtisch hübsch aussieht. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es mir deutlich leichter fallen würde, ‚meinen‘ Stil zu finden, wenn ich ausschließlich Kleidung kaufen würde. Man erspart sich Fehlkäufe bei Schnittmustern, weil man etwas einfach anprobiert und entscheidet, dass es zum eigenen Stil passt oder nicht. Bei genähter Kleidung ist da immer der Schritt dazwischen, bei dem etwas schief gehen kann und das Resultat eben doch nicht zum Stil passt. Und trotzdem hat mir das Nähen geholfen, einfach bewusster mit dem Thema Stil umzugehen und mir meine Gedanken dazu zu machen.

Wie hat sich die Auswahl deiner Nähprojekte in den letzten Jahren entwickelt? Hat sich in deiner Herangehensweise an ein neues Projekt seit deinen Näh-Anfängen bis heute etwas verändert? Warst du früher impulsiver? Inwieweit hilft dir deine Näherfahrung, heute Schnitte und Stoffe direkt besser einschätzen zu können?

Die größte Veränderung beim Planen ist für mich wohl die gewesen, dass ich heute mehr die Kombinierbarkeit meiner Kleidung anstrebe. Früher habe ich ein Shirt genäht, weil ich einen coolen Stoff hatte und Lust, diesen zu vernähen. Heute frage ich mich vorher: Passt das zu den anderen Stücken in meinem Kleiderschrank? Womit kann ich es kombinieren? Werde ich es wirklich gerne anziehen?

Was Stoffe und Materialien angeht, habe ich in den letzten Jahren sehr viel gelernt. Es gibt nicht nur Jersey und Sweat – das war eine große Einsicht! Es gibt tolle Stoffe, die dem Stil, den ich verwirklichen will, so viel besser entsprechen. Aber da gibt es auch gerade eine ‚Neuorientierung‘ bei den bekannten Stoffhändlern. Auch bei Schnittmustern würde ich mich so einschätzen, dass ich selten einen richtigen Schnitt-Fehlkauf lande. Manchmal liegt es aber auch einfach an der Konzeption des Schnittes, dass man damit nicht warm wird.

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Auf deinem Blog zeigst du häufiger Einblicke in deine Nähplanung und dein Näh-BuJo. Erzähle uns doch einmal, was es mit einem BuJo auf sich hat und wie du es für deine Nähplanung nutzt.

Ich habe vor einem Jahr das Bullet Journaling für mich entdeckt. Es geht darum, ein leeres Notizbuch zu nutzen, um seine Termine, Finanzen, Ideen, Projekte etc. zu planen. Klingt nicht spannend, aber ich kann mich dabei so kreativ ausleben und alles so gestalten, wie es für meine Bedürfnisse am besten passt. Dass das auch praktisch als Nähplaner ist, habe ich dann schnell festgestellt. Ich zeichne z.B. Outfitideen oder Projekte und mache Notizen.

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Inwieweit hilft dir deine Planung dabei, dass deine handgemachte Garderobe in sich stimmig und gut kombinierbar ist?

Ich würde sagen, dass ich da noch ganz am Anfang stehe. Es reicht ja nicht, dass ich mir für zukünftige Projekte überlege, wie ich sie kombiniere, sondern der Schrank ist ja schon voll mit genähten Sachen. Die versuche ich mir momentan wieder mehr ins Gedächtnis zu rufen und mit Mix & Match-Outfits zu zeigen, wie ich sie zusammen anziehen kann. Was mir aber auch sehr hilft bei der Planung, ist die Besinnung auf Farben und Schnitte, von denen ich weiß, dass ich sie gerne trage. Ich mag gedeckte Farben, grau und blau oder schwarz, weitere Oberteile und enge Hosen oder Röcke. Dass ich ein rosanes Maxikleid eher nicht tragen würde, ist da klar und da kann es einen noch so schönen Stoff oder Schnitt zu geben. Ich reflektiere aber auch viel, z.B. habe ich festgestellt, dass meine weit geschnittene Mom Jeans noch nicht so viele kombinierbare Oberteile findet, da ich zu weiten Hosen lieber enge Oberteile trage. Da ich aber bisher meist weite Oberteile genäht habe, fehlen Sachen zur Mom Jeans. Damit ergibt sich dann beispielsweise auch ein neues Projekt.

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Wenn eine Leserin durch dein Interview inspiriert wurde und ein eigenes Näh-BuJo starten möchte – was empfiehlst du für den Start? Wie fängt man am besten mit einem BuJo an?

Ich denke, da hilft nur: Ausprobieren. Man braucht nur ein paar Stifte und los geht’s. Alle Ideen können einfach als To-Sew-Liste notiert werden oder als Projekt erstmal gezeichnet werden. Wer zeichnen nicht so mag, kann auch Fotos aus Zeitschriften zur Inspiration aufkleben oder die Modellzeichnungen von Schnittmustern ausdrucken und anmalen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man einfach anfangen sollte und mit seinem Bujo ‚mitwächst‘. 😉

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Und jetzt zu deinen Plänen: Hast du dir für 2018 etwas Besonderes vorgenommen? Gibt es spannende Projekte oder Aktionen, von denen du erzählen möchtest?

Für 2018 sollen ein paar Dinge von meiner ‚Ich-wollte-jetzt-schon-so-lange-Liste‘ abgehakt werden. Das könnte eventuell etwas mit neuem Blog-Design und Online-Shop zu tun haben… 😉 Ansonsten lasse ich mich gerne vom Jahr inspirieren, ich werde sicher weiter das Thema Planung und Kombination verfolgen und dazu hoffentlich auch für die Leser spannende Beiträge schreiben.

Außerdem mache ich dieses Jahr bei der Challenge #2018makenine mit. Es geht dabei darum, sich 9 Projekte für das Jahr rauszusuchen, die man gerne umsetzen möchte. Es geht nicht darum, dass man sie nähen muss oder nur diese 9 nähen darf, sondern einfach, sich ein paar Gedanken zu machen. Ich finde es sehr spannend, damit meine Prioritäten für dieses Jahr zu setzen. Vielleicht werden auch noch Schnittmuster getauscht oder Projekte ersetzt, aber ich habe jetzt schon mal ein Bild davon, welche Kleidungsstücke mir für dieses Jahr wichtig sind. Daher ist es eine tolle Challenge für mich. 🙂

Alle Fotos von Frederike Matthäus // Seemannsgarn handmade

So ihr Lieben – ich hoffe, das Interview hat euch gefallen und ihr konntet das ein oder andere daraus mitnehmen.

Einen Tipp habe ich noch für euch: Fredi hat als Freebie für ihre Blogleser einen Nähplaner zum Download und Ausdrucken gestaltet. Wenn ihr für eure Nähplanung noch auf der Suche nach dem richtigen Tool seid, dann schaut doch mal bei ihr vorbei!

An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Fredi für das schöne Interview!

Und euch wünsche ich einen tollen Tag!

Alles Liebe – Wiebke